Gastro-Rauchverbot wird Fall für das Bundesverfassungsgericht

19 September 2007

Berlin, 19. September 2007
Niedersachsen und Baden-Württemberg werden sich wohl in Karlsruhe für das Rauchverbot verantworten müssen. „Wir haben mit unseren Landesverbänden einstimmig beschlossen, Rechtsmittel gegen diese Gesetze einzulegen“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes, Ingrid Hartges, dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“. „Wir unterstützen eine Verfassungsbeschwerde zweier betroffener Gastronomen in Niedersachsen und Baden-Württemberg“, erklärte Hartges. Sie rechne damit, dass die Verfassungsbeschwerde in zwei bis sechs Wochen in Karlsruhe eingereicht würde. Niedersachsen und Baden-Württemberg waren die ersten Bundesländer, die ein generelles Rauchverbot unter anderem in Gaststätten, Restaurants und Diskotheken erlassen haben. Dort ist seit Anfang August das Rauchen nur noch in abgetrennten Räumen erlaubt. Dagegen laufen vor allem die Besitzer von kleinen Kneipen Sturm, weil sie Umsatzverluste haben. „Diese Betriebe fürchten um ihre Existenz“, sagte Hartges. Es gehe bei der Beschwerde nur um die wirtschaftlich betroffenen Mitglieder. Das seien Besitzer von Einraumkneipen, Diskos und Einrichtungen, wo Rauchen Konzeptbestandteil sei – zum Beispiel Zigarrenlounges.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, sieht der angestrebten Verfassungsklage zweier Gastronomen aus Niedersachsen und Baden-Württemberg gegen das Rauchverbot gelassen entgegen. „Wir sind von dem Gesetz überzeugt. Das Rauchverbot dient nachweislich dem Gesundheitsschutz und ist daher notwendig“, sagte die Drogenbeauftragte dem „Tagesspiegel“. Bätzing widersprach den Befürchtungen des Dehoga, dass Rauchverbote zu Umsatzverlusten vor allem bei Kleingastronomen mit Einraumkneipen führen würde. Wir können nur immer wieder auf die guten Erfahrungen anderer europäischer Länder verweisen. Klassisches Beispiel ist Irland: Auch dort gibt es Einraumkneipen, die das Nichtraucherschutzgesetz umgesetzt haben“, erklärte Bätzing. „Nach wie vor kommen dort genügend und auch neue Gäste, zum Teil konnten die Wirte sogar ihre Umsätze steigern. Internationale Studien belegen eindeutig, dass es in keinem Land negative wirtschaftliche Auswirkungen durch die Rauchfreiheit von Bars und Restaurants gegeben hat.“

Weitere Informationen zum Gastro-Rauchverbot


Großes Potential für Kombidämpfer

19 September 2007

Hamburg, 19. September 2007
Bereits 24 Prozent der deutschen A-la-carte-Restaurants setzen Kombidämpfer in ihren Küchen ein. Dies geht aus einer Untersuchung des internationalen Marktforschungsinstitutes Marktplatz Hotel / CHD Expert in Deutschland hervor. In den Gastronomiebetrieben wird überwiegend mit Gas-herden gekocht: bei den Restaurants sind dies 81 Prozent, bei den Gaststätten 82 Prozent, bei Cafés 65 Prozent und bei Bistros 73 Prozent. Interessant: Rund neun Prozent der Restaurants gebrauchen sogar Gas- und Elektroherde sowie Kombidämpfer nebeneinander. Bei den Gaststätten sind das sogar über zwölf Prozent.

schaubild-kombidampfer_klein.jpg

„Für Kombidämpfer-Lieferanten besteht in der klassischen Gastronomie erhebliches Potential“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von Marktplatz Hotel / CHD Expert.

Innovative Garmethoden setzen sich allmählich in der ganzen Branche durch. Der Anteil ist bei den Betrieben mit einer eher convenience-orientierten Küche wie Gaststätten (hier setzen bereits 28% der Betriebe einen Kombidämpfer ein), Cafés (27%) und Bistros (25%) sogar noch höher als bei den Restaurants. Neben dem Potential für Neuanschaffungen ist der Bedarf für Nachrüstungen bzw. Modernisierungen ebenfalls hoch: In 35 Prozent der Restaurants und 37 Prozent der Gaststätten, die bereits einen Kombidämpfer besitzen, sind die Geräte schon über sieben Jahre alt und gelten daher als Potential für Ersatzbeschaffungen.

Klicken Sie hier zur CHD Expert Group


In deutschen Hotels purzeln die Preise

19 September 2007

London/Berlin, 19. September 2007
Hotels in Deutschland setzen neue Trends – und zwar die der sinkenden Preise. Nach dem Anstieg der Hotelpreise in den Großstädten 2006, auch durch die Fußball-WM, zeigte sich im 2. Quartal 2007 der gegenläufige Trend. Das Gros der analysierten deutschen Städte konnte das Preisniveau nicht halten und senkte die Preise. Bundesweit zahlten Hotelgäste zwischen April und Juni 2007 für ihre Hotelübernachtung durchschnittlich 105 Euro pro Zimmer und Nacht, das sind neun Prozent weniger als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Hotel Price Index (HPI) des Expedia-Hotelbuchungsportals hotels.com, der die Entwicklung der Hotelpreise weltweit im II. Quartal 2007 untersucht.
Die teuersten Hotels im Untersuchungszeitraum fand sich in Düsseldorf. Besucher der Rheinmetropole zahlten im Untersuchungszeitraum durchschnittlich 129 Euro pro Zimmer und Nacht. Im Vergleich zum 2. Quartal 2006 sind die durchschnittlichen Hotelpreise in Düsseldorf somit um 14 Prozent gestiegen. Dabei hätten Reisende etwas rheinaufwärts günstiger übernachten können, in Köln wurden zur gleichen Zeit nur durchschnittlich 103 Euro für die gleiche Leistung bezahlt, 16 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahr.
Die zweite Ausnahme der steigenden Hotelpreise ist Hamburg. Hier wurden die Gäste um 4 Prozent mehr zur Kasse gebeten, als noch im Vorjahr, mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 115 Euro pro Zimmer und Nacht.

Frankfurter Hotels 25 Prozent günstiger
Den beeindruckendsten Preisrückgang zeigte Frankfurt. Die Hotelpreise in der hessischen Metropole sanken im Vergleich zum 2. Quartal 2006 um satte 25 Prozent auf 109 Euro pro Zimmer und Nacht im Durchschnitt. Auch Hoteliers in Nürnberg (22 Prozent), Leipzig (17 Prozent) und Stuttgart (14 Prozent) lockten Gäste mit deutlichen Preisnachlässen. Trotzdem belegt Stuttgart mit 122 Euro pro Zimmer und Nacht den zweiten Platz im Preisranking. Nürnberg positionierte sich mit 113 Euro im preislichen Mittelfeld und in Leipzig schlug eine Hotelübernachtung mit 100 Euro pro Zimmer zu Buche.
Günstiger als in Leipzig betteten Städtetouristen ihr Haupt von allen analysierten deutschen Städten aber nur noch in der Hauptstadt. Ihre Unterkunft ließen sich Berlinbesucher 99 Euro pro Zimmer und Nacht im Durchschnitt kosten. Allerdings sanken die Hotelpreise in Berlin – neben denen in München – am geringsten. Lediglich fünf Prozent günstiger nächtigte man in den beiden, bei Reisenden beliebtesten Städten des Landes.

Urlaub in Deutschland ist bezahlbar
Auch im europäischen Vergleich gehörte Deutschland zu den günstigsten Reiseländern im 2. Quartal 2007. Mit lediglich 105 Euro pro Zimmer und Nacht im Durchschnitt belegte Deutsch-land zusammen mit Ungarn den Platz des zweitgünstigsten europäischen Reiselands. Nur eine Hotelübernachtung in Polen war mit durchschnittlich 102 Euro noch preiswerter. Das deutschsprachige Ausland bat Reisende dagegen intensiver zur Kasse, so mussten in der Schweiz für eine Übernachtung 151 Euro pro Zimmer berappt werden, in Österreich waren es 133 Euro für die gleiche Leistung. Das teuerste europäische Reiseland im Untersuchungszeitraum war Großbritannien, mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 162 Euro pro Zimmer und Nacht. Auch in Italien mussten Reisende mit 148 Euro tief in die Tasche greifen. Im Lieblings-Reiseland deutscher Urlauber dagegen waren die Hotelübernachtungspreise moderat, so zahlten Spanien-Touristen durchschnittlich 120 Euro.

Über den HPI von hotels.com
Der Hotel Price Index (HPI), der in regelmäßigen Abständen vom Hotelbuchungsportal hotels.com veröffentlicht wird und auf dessen Buchungen beruht, gibt Aufschluss über die Entwicklung weltweiter Hotelpreise. Der HPI basiert auf Preisen pro Zimmer pro Nacht von rund 20.000 Hotels aller Sternekategorien in mehr als 1.000 Destinationen weltweit. Die im HPI ausgewiesenen Preise basieren auf den von den Hoteliers festgesetzten und vom Gast tatsächlich gezahlten Preisen und nicht auf offiziell ausgewiesenen Zimmerraten. Damit ist eine unverfälschte Wiedergabe der Hotelpreise innerhalb des untersuchten Zeitraums gewährleistet. Die internationale Verbreitung von hotels.com (sowohl bei Kunden als auch bei Reisezielen) und die Mischung aus unabhängigen Privathotels und Hotelketten machen den HPI zum zuverlässigsten Preisindex für Individualreisende auf dem Markt. In Europa gehören rund 25 Prozent aller Hotelzimmer zu Hotelketten – der Rest zu unabhängigen Häusern. In den USA zeigt sich das umgekehrte Bild.

Der aktuelle HPI ist hier abrufbar