Leere Tische? Welche Folgen hat das Rauchverbot in der Gastronomie?

20 September 2007

Hamburg, 20. September 2007
In Niedersachsen und Baden-Württemberg fürchten viele Gastronomen um ihre Existenz. Seit Einführung des Rauchverbotes in Gaststätten, Restaurants und Discotheken am 1. August laufen vor allem Inhaber kleinerer Betriebe Sturm. Die Dehoga-Landesverbände wollen sogar vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Befürworter des Gastro-Rauchverbotes halten dagegen: In keinem europäischen Land habe es bisher negative wirtschaftliche Auswirkungen durch die Rauchfreiheit von Bars und Restaurants gegeben, sagt die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing. Das Marktforschungsinstitut CHD Expert führt dazu eine telefonische Befragung von Betreibern von Bars, Kneipen und Restaurants in den beiden Bundesländern durch. Die Studie „Auswirkungen des Nichtraucherschutzes auf den Alkoholkonsum in der Gastronomie“ wird Ende Oktober verfügbar sein.
„Mit welchen Konzepten reagieren die betroffenen Gastronomen auf mögliche Veränderungen in der Gäste-zusammensetzung? Wir werden ebenso bei den Gastronomen nach der Veränderungen bei Aufenthaltsdauer und Konsumverhalten der Gäste fragen. Ebenso stehen die Gewinner und Verlierer der alkoholischen Getränke im Fokus unserer repräsentativen Stichprobenbefragung“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer Deutschland von CHD Expert.
CHD-Studie „Auswirkungen des Nichtraucherschutzes auf den Alkoholkonsum in der Gastronomie“ – exklusiv für Brauereien, Spirituosenhersteller und -importeure, Getränkefachgroßhändler; Frühbucherpreis (bis 05. Oktober 2007) €2.400 zzgl. MwSt.; Weitere Informationen: Thilo Lambracht, Tel. (04263) 301-300, lambracht.t@chd-expert.de.

Rauchverbot trifft Bars, Lounges und Bistros am schwersten
Vom Gastro-Rauchverbot werden besonders Bars, Lounges und Bistros betroffen sein. Über 40 Prozent dieser Betriebe haben einen Raucheranteil von rund 75 Prozent unter ihren Gästen. Dies geht aus einer deutschlandweiten Untersuchung von CHD Expert vom Mai dieses Jahres hervor.
Gut die Hälfte aller befragten Wirte erwartet sich negative Auswirkungen eines (strengen) erweiterten Nichtraucherschutzes in der Gastronomie. Am intensivsten werden Umsatzrückgänge in den Betriebstypen mit sehr rauchaffinem Publikum befürchtet. Cafébetreiber sind verhältnismäßig gelassen, aber auch dort erwartet immer noch ein gutes Drittel Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzabbau.
Die Ausweichmöglichkeiten sind begrenzt. Nur elf Prozent der Betriebe mit lediglich einem Gastraum verfügt über die baulichen Voraussetzungen, einen weiteren getrennten und abschließbaren Gastraum einzurichten. Da bleibt nichts anderes übrig, als die Gäste zum Rauchen vor die Tür zu bitten. Der Anteil der Betriebe mit Möglichkeit zur Außengastronomie ist sehr hoch und steigt z.B. bei Bistros auf über 80 Prozent der Objekte. Weitere 25 Prozent der Betriebe ohne vorhandenen Sitzplätzen in der Außengastronomie plant laut der CHD-Studie Investitionen in diesem Bereich.
Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

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Arcandor steigt bei Air Berlin ein

20 September 2007

Berlin, 20. September 2007
Der Kaufhaus- und Touristikkonzern Arcandor (ehemals Karstadt-Quelle) wird zum Großaktionär von Air Berlin. Arcandor-Chef Thomas Middelhoff bringt bringt die 75 Prozent, die es am Ferienflieger Condor hält, in die börsennotierte Air Berlin ein. Dafür wird Arcandor mit 35 Prozent an der Airline beteiligt. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, will Middelhof gemeinsam mit Air-Berlin-Vorstandschef Joachim Hunold die Lufthansa auffordern, ihren Anteil von 25 Prozent an Condor ebenfalls für einen Kauf durch die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft freizugeben. Die Berliner Gesellschaft verkleinert damit ihren Abstand auf die Lufthansa als deutschen Marktführer. Air Berlin hatte in den den vergangenen zwölf Monaten bereits die beiden Airlines dba und LTU übernommen und war damit zur viertgrößten Fluggesellschaft im Europa-Flugverkehr aufgestiegen.


Europapark Rust: Roland Mack will verkaufen

20 September 2007

Rust, 20. September 2007
Der süddeutsche Europapark Rust, mit vier Millionen Besuchern im Jahr der größte seiner Art in Deutschland, wird möglicherweise bald verkauft. Inhaber Roland Mack verhandelt derzeit mit Investmentgesellschaften über eine Übernahme der Unternehmensgruppe, die einen Gesamtumsatz von rund 250 Millionen Euro im Jahr erwirtschaftet. Hintergrund ist ist die enorme Erbschaftssteuerbelastung, die auf die Kinder von Mack (57) zukommen würde – rund 300 Millionen Euro. „Das ist mehr als wir investieren“, klagt Mack im „Handelsblatt“. Zum Europapark Rust gehören auch vier Hotels mit insgesamt 4.500 Betten. In der Hauptsaison arbeiten rund 3.000 Leute auf dem 70 Hektar großen Gelände.


Hilton-Aktionäre billigen 26-Mrd.-Verkauf an Blackstone

20 September 2007

Beverly Hills, 20. September 2007
Die Aktionäre der Hilton Hotels Corporation, Beverly Hills/Kalifornien, haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Übernahme durch die US-Investmentfirma Blackstone Group LP gebilligt. Die Aktionäre stimmten mit mehr als 98 Prozent der abgegebenen Stimmen für die Übernahme. Die Transaktion solle Ende Oktober 2007 vollzogen werden, erklärte das Unternehmen. Es stehe nur noch die EU-Genehmigung aus.
Blackstone zahlt unter Einschluss übernommener Hilton-Schulden insgesamt 26 Mrd. US-Dollar (18,7 Mrd. Euro). Die Hilton-Aktionäre bekommen 47,50 Dollar je Aktie in bar. Die Hilton-Aktien notieren momentan mit 46,35 Dollar gegenüber einem Zwölfmonats-Tief von 27,16 Dollar.
Hilton verfügt über 2.898 Hotels in 76 Ländern mit insgesamt 490.000 Zimmern und beschäftigt 100.000 Menschen. Hilton ist damit eine der weltgrößten Hotelgruppen. Hilton hatte im vergangenen Jahr den Umsatz auf 8,2 Mrd. US-Dollar verdoppelt, nachdem die Gesellschaft im Jahr zuvor die Hotelsparte der britischen Hilton Group Plc für rund 5,7 Mrd. US-Dollar geschluckt hatte. Zu den Luxus-Hotelketten des traditionsreichen US-Konzerns zählen unter anderem neben den Hilton Hotels auch Conrad Hotels and Resorts, Doubletree, Embassy Suites, Hampton Inn und die Waldorf-Astoria Collection. Deren wichtigstes Hotel ist das Waldorf-Astoria in New York.
Blackstone ist bereits einer der führenden Hotelbranchen-Investoren und wird durch den Hilton-Kauf die weltweite Nummer eins. Das Unternehmen kontrolliert bereits Hotels mit mehr als 100.000 Zimmern in den USA und Europa. Dazu zählen unter anderem die La Quinta Inns and Suites sowie die LXR-Luxus-Hotels. Blackstone ist einer der weltgrößten Investmentfirmen und ist im Immobilienbereich besonders stark aktiv. Blackstone wird nach der Übernahme etwa 3.700 Hotels mit fast 600.000 Zimmern besitzen. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren schon rund 15 Mrd. Dollar in Hotelfirmen investiert.