Studie von CHD-Expert über Gastro-Rauchverbot: Jeder vierte Betrieb erleidet deutlichen Gästeschwund

26 November 2007

Über 70% können keinen Raucherraum einrichten – Repräsentative Befragung von 550 Gastronomen in Niedersachsen und Baden-Württemberg

Hamburg, 26. November 2007
Jeder vierte gastronomische Betrieb in Niedersachsen und Baden-Württemberg hat seit Einführung des Rauchverbotes Anfang August einen Einbruch bei den Gästen von über zehn Prozent zu verkraften. Besonders betroffen sind Einraum-Kneipen (85% der befragten Betriebe). Interessant: Nur sechs Prozent der Gastronomen haben seit der Einführung neue Gäste hinzu gewonnen ohne gleichzeitig Stammgäste zu verlieren. Dies geht aus einer aktuellen Studie* des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert / Marktplatz Hotel hervor. In der zweiten Oktoberhälfte wurden 550 Entscheider der speisen- und getränkeorientierten Gastronomie in Niedersachsen und Baden-Württemberg telefonisch befragt. Die Quotierung nach Marktsegmenten erfolgte entsprechend den Gesamtmarktanteilen: Befragt wurden 286 Restaurant- und Gasthofbetreiber und 226 Kneipenwirte sowie 38 Bar- und Lounge-Betreiber.

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„43 Prozent der Gastronomen sind als Verlierer zu bezeichnen, da sie mindestens Gästeeinbußen im einstelligen Bereichen verzeichnen“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. „Gut die Hälfte von ihnen meldet sogar einen Gästeschwund von mehr als zehn Prozent. Erfahrungsgemäß sind unter diesen Betrieben wiederum viele, deren Verluste so groß sind, dass sie existenzbedrohend wirken können.“ Allerdings habe auch die Hälfte der Unternehmer keine Auswirkungen des Gastro-Rauchverbotes auf den Anteil der Stammgäste festgestellt.
Zu den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie nimmt Prof. Dr. Gertrud Höhler Stellung: „Niemand bestreitet die tödliche Gefahr durch Nikotin. Niemand empfiehlt Raucherförderung als Staatsziel. Aber die Folgen des gesetzgeberischen Engagements für Nichtraucher müssen sorgsam abgewogen werden und verlangen auf der Zeitachse lange Vorlaufzeiten. Für Gastronomen ist der überfallartige Anspruch des Staates, unter großen materiellen Opfern an seinen neuen Konzepten zur Bürgerbevormund mitzuwirken, bisher in ihrem Berufsbild nicht angelegt.“
(Das gesamt Statement von Prof. Gertrud Höhler lesen Sie unten stehend.)

* Die Studie „Auswirkungen des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie in Baden-Württemberg und Niedersachsen“ wurde unabhängig erstellt und ist für 3.150 Euro zzgl. MwSt. erhältlich bei: CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH, Tel. (04263) 301 300, info@chd-expert.de.

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Die Untersuchungsergebnisse im Einzelnen:

Räumliche Voraussetzungen für separate Raucherräume
Nur jeder zweite gastronomische Betrieb der hauptsächlich betroffenen Segmente Restaurants, Bars und Kneipen verfügt über mehr als einen Gastraum. Bei den Bars (Spannbreite von American Bar bis Nachtbar) sind es sogar zwei Drittel, die ohne bauliche Maßnahmen keinen separaten Raucherraum einrichten können. Entgegen vieler Erwartungen verfügen schon knapp 30 Prozent der Betriebe während der Saison über eine bewirtschaftete Außenfläche mit Sitzgelegenheiten. Zu beachten ist, dass in vielen Fällen unabhängig von der meteorologischen Situation auch Lärmschutzverordnungen eine Bewirtschaftung am Abend unattraktiv machen können. Bei nur 20 Prozent der Einraum-Betriebe besteht die grundsätzliche bauliche Möglichkeit zur Abtrennung eines weiteren Gastraums. Damit sind Tausende von Kneipen und Bars von den Ausnahmemöglichkeiten des Gesetzes von Beginn an ausgeschlossen!

Auswirkungen des Gesetzes auf die Anzahl der Gäste
43 Prozent der Betriebe sind als Verlierer der Nichtraucherschutzgesetzgebung zu bezeichnen, da sie einen Gästeschwund im mindestens einstelligen Bereich aufweisen. Gut die Hälfte von ihnen meldet sogar einen Gästeschwund von mehr als zehn Prozent. Erfahrungsgemäß sind unter diesen Betrieben wiederum viele, deren Verluste existenzbedrohend wirken können. Allerdings gibt es je nach Betriebstyp Unterschiede. Am geringsten betroffen sind grundsätzlich Betriebe mit mehr als einem Gastraum. Interessanterweise hat die Übergangsfrist in Niedersachsen offensichtlich den Effekt gehabt, dass sich weniger Gastronomen an die Vorschriften gehalten haben und sie den Gästen noch keine Änderungen zugemutet haben. In Baden-Württemberg hat sich nämlich das Verhältnis von Gewinnern und Verlierern schon stärker polarisiert.

Auswirkungen des Gesetzes auf die Zusammensetzung der Gäste

Wiederum insgesamt die Hälfte der Betriebe bemerkt auch keine Änderungen in der Zusammensetzung ihrer Gäste (Männer, Frauen, Junge und Alte, Stammgäste und Gelegenheitsgäste). Trotzdem sind 35 Prozent der Betriebe „Verlierer“, denn sie haben keinerlei Ausgleich der verlorenen Stammgäste durch neue Gästegruppen registrieren können. Als „Gewinner“ können sich nur sechs Prozent bezeichnen, denn sie haben keine Stammgäste verloren und trotzdem neue Zielgruppen (Frauen, Familien, junge Gäste) erobert. Gasthöfe und Restaurants sind die Betriebstypen, denen es am besten gelingt neue Gästegruppen zu aktivieren. Die Einraum-Betriebe (hauptsächlich Kneipen und Bars) haben den häufigsten Verlust an Stammgästen. Frühere Untersuchungen von CHD Expert haben festgestellt, dass der Anteil der Raucher in der Majorität der Kneipen mindestens fünfzig Prozent beträgt und in vielen Fällen mehr als drei Viertel der Gäste umfasst.

Auswirkungen des Gesetzes auf die Verweildauer der Gäste
Die Verweildauer der Gäste nach Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes ist abhängig vom Betriebstyp und damit der Funktion des Aufenthalts. Aber selbst bei ihren Stammgästen in den Restaurants haben 22% der Betreiber die Erfahrung gemacht, dass diese ihren Aufenthalt verkürzen. Gelegentliche Gäste reagieren weniger eindeutig (18%) und bei den Gästegruppen mit Kindern sind es nur noch neun Prozent, die eine deutlich kürzere Verweildauer zeigen. Es sind auch Frauen und Familien, die am ehesten ihren Aufenthalt verlängern. Insgesamt wird jedoch übereinstimmend berichtet, dass die Gäste weniger lange bleiben, womit Umsatzausfälle praktisch vorprogrammiert sind!

Auswirkungen des Gesetzes auf den Getränkekonsum der Gäste
Weniger Gäste und geringere Verweildauer müssen konsequenterweise Auswirkungen auf den Getränkekonsum haben. Aus den Kneipen wird der stärkste Rückgang beim Konsum von Fass- oder Flaschenbier berichtet. Allein 40% Prozent aller Betriebe stellen eine Verringerung fest und 14 Prozent sogar einen deutlich niedrigeren Absatz von Fassbier, der „Brotmarke“ der meisten Kneipen. Aber auch bei allen anderen Getränkekategorien gibt es erhebliche Einbußen. Da Kneipen naturgemäß praktisch ausschließlich vom Getränkeverkauf leben, sind mit diesen Einbußen auch erhebliche und im Einzelfall Existenz bedrohende Umsatzveränderungen verbunden.

Es treten jedoch Unterschiede bei den Betriebstypen und Getränkekategorien auf. Auch in den Restaurants berichten die Betreiber von deutlich wahrnehmbaren Verringerungen des Bierabsatzes und anderer alkoholischer Getränke, die zum Essen oder danach konsumiert werden. Bei einem Teil der Betriebe hat sich jedoch gleichzeitig der Absatz von alkoholfreien Getränken und Kaffee erhöht. Dies ist aller Wahrscheinlichkeit nach dem häufigeren Besuch von Frauen und Familien geschuldet. Eine Minderheit der Betreiber von Bars berichtet von wahrnehmbar besseren Getränkeabsätzen, jedoch kann dies in der Branche insgesamt den Absatz- und Umsatzverlust in allen Getränkekategorien nicht aufwiegen. Dazu sind die verfügbaren Öffnungszeiten auch weniger attraktiv für die größten Nutznießer rauchfreier Gasträume, nämlich der Familien und Eltern mit Kindern.

Statement von Prof. Dr. Gertrud Höhler zur CHD-Expert-Studie „Folgen des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie in Baden-Württemberg und Niedersachsen“:

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„Der fürsorgliche Staat macht Deutschland Schritt für Schritt zu einer Verbotsgesellschaft. Mit respektablen Argumenten schützt er die einen vor den anderen, hier die Nichtraucher vor den Rauchern und die Raucher vor sich selbst. Wer beiden Gastlichkeit anbietet, muss vom höchsten Wohltäter Staat natürlich Nachteile einstecken. Der Mittelständler zum Beispiel, dessen Einkommen aus dem Gastronomiebetrieb nicht reicht, um beiden getrennt glücklich zu machen – die einen im blauen Dunst, die anderen in klarer Kneipenlust.
Niemand bestreitet die tödliche Gefahr durch Nikotin. Niemand empfiehlt Raucherförderung als Staatsziel. Aber die Folgen des gesetzgeberischen Engagements für Nichtraucher müssen sorgsam abgewogen werden und verlangen auf der Zeitachse lange Vorlaufzeiten.
Für Gastronomen ist der überfallartige Anspruch des Staates, unter großen materiellen Opfern an seinen neuen Konzepten zur Bürgerbevormundung mitzuwirken, bisher in ihrem Berufsbild nicht angelegt. Ebenso wenig waren sie bisher angehalten, den Alkoholkonsum ihrer Gäste kritisch zu begleiten.
Die Regel, an die der Gesetzgeber sich halten könnte, lautet im Alltagsverständnis der Bürger so: Wenn der Schutz des einen vor den schädlichen Gewohnheiten des andern einen Dritten im Markt die Existenz kosten kann, dann stehen Bürgerrechte zur Disposition, die der Staat zu schützen hätte.
Der Nichtraucherschutz ist nur ein Schauplatz der neuen Hypermoral. Gleichzeitig dauert die Bagatellisierung von Rauchdrogen an, die viele junge Menschen auf einen Weg ohne Umkehrchance schicken, weil sie Gehirnprogramme verändern. Auch die Nikotinsucht kann am wirksamsten bei Heranwachsenden, in den Schulen und Jugendclubs bekämpft werden. Das moralische Strebertum der Gutmenschen weicht aber vor diesen anspruchsvollen Aufgaben zurück, um die imagewirksame öffentliche Aktion am Tatort Gastronomie als Pluspunkt zu buchen: der Staat schützt die Guten vor den Bösen.
Im Ansatz nur vorläufig steckengeblieben sind noch viel dramatischere Zugriffe auf Bürgerfreiheit und Persönlichkeitsrechte von Seiten der Gesundheitspolitik. Es ist eine Frage der Zeit, bis das Projekt erneut auf den Tisch kommt: Der informationell ausgespähte Bürger soll nun auch seine künftige Krankheitsgeschichte und sein genetisch vorbestimmtes Leidenspensum frühzeitig kennenlernen und dem Versicherer überlassen – zu entsprechend himmelstürmenden Tarifen, je nach Prognose. Millionenfach steht damit das Recht auf Nichtwissen und das Lebensglück der Bürger auf dem Spiel.
Aggressiver Nichtraucherschutz von Seiten der Politik als Auflage an Gastronomen soll davon ablenken, dass die wirksamere Maßnahme gar nicht erst geplant wird: den Menschen in einer wohlhabenden Gesellschaft soviel Lust auf ein gesundes, drogenfreies Leben zu machen, dass die Droge Nikotin zum Prestigekonsum völlig ungeeignet würde. Solange ergraute Herren aber Prestige holen mit Hasch- und Koksgeschichten aus ihrer Jugend, solange ganze Berufsgruppen ihr Partypensum nur mit Partydrogen durchstehen können, wirkt der Aktionismus in Sachen Nichtraucherschutz in Kneipen eher wie ein Ablenkungsmanöver.“

Prof. Dr. phil. Gertrud Höhler war Professorin für Literatur an der Universität Paderborn und ist eine international gefragte Publizistin und zählt zu den renommiertesten Beraterpersönlichkeiten im deutschsprachigen Raum. Nach langjähriger Tätigkeit als Universitätsprofessorin für Literaturwissenschaft entschloss sie sich, ihre Begabung für scharfe Analysen und problemorientiertes Denken in andere Bahnen zu lenken und als freie Beraterin von Wirtschaft und Politik zu arbeiten. Die Autorin zahlreicher Managementbücher ist Mitglied in Verwaltungsräten internationaler Konzerne und eine vielgefragte Rednerin. In ihren Vorträgen behandelt sie das Thema Führung unter den veränderten Bedingungen der heutigen Unternehmenswelt. Sogenannte „weiche Faktoren“ wie die Emotionale Intelligenz wurden in den Manageretagen viel zu lange vernachlässigt – die Zukunft liege in Mixed Leadership: Männer und Frauen als unschlagbares Team, nicht als Konkurrenten, sondern als konstruktive Ergänzung, so Höhler. Untermauert durch viele praktische Beispiele und die Visualisierung der Kernaussagen werden diese Vorträge zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ihre jüngste Veröffentlichung „Aufstieg für alle. Was die Gewinner den Verlierern schulden.“ (erschienen September 2007 im Econ Verlag, 267 Seiten, ISBN-10: 3430200288 / ISBN-13: 978-3430200288) prangert sie den neuen Protektionismus an: Die Politik betreibt Abstiegsmanagement. Der „vorsorgende“ Staat macht Verlierer. Ohne Aufstiegsvision haben wir keine andere Wahl als den Abstieg. Darum ist der Kampfruf „Aufstieg für alle“ ohne Alternative. Aufsteiger sind auch Stellvertreter. Sie schulden uns Aufstiegsziele. Sie müssen Garanten für den Wertbesitz der Gesellschaft sein. Wo die klugen Köpfe nicht das Herz auf ihrer Rechnung haben, scheitern alle Projekte. Die Erfolgreichen müssen ihr Bestes geben, damit die Verlierer von heute morgen an ihrer Seite sind. Wo die Gewinner diskriminiert werden, haben auch die Verlierer keine Chance. Wo die Starken sich abkoppeln, sind die Schwachen bald isoliert. Sie werden auch die Starken stürzen. Wir brauchen ein neues Ethos für Aufsteiger. Sein Kerngebot: Aufstieg verpflichtet!


Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
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Gastrokritiker Heinz Horrmann wird zum TV-Star

14 November 2007

Berlin, 14. November 2007

Der international bekannte und gefragte Hotel- und Restaurantkritiker Heinz Horrmann, Kolumnist beim Axel Springer Verlag und Autor zahlreicher Fach- und Sachbücher, ist nun als „TV-Star“ im deutschen Fernsehen präsent. Aktuell hat als Mitglied der Jury in der „Vox“-Show „Kocharena“ für Leistungen von Starköchen wie Johann Lafer oder Tim Mälzer im Vergleich mit Amateurköchen zu bewerten.

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Eine nicht einfache Aufgabe. Im Trio mit der Chefredakteurin der Zeitschrift „Essen & Trinken“, Katja Burghardt, und dem genussfreudigen Ex-Fußballmanager Rainer Calmund hat Horrmann die Oeuvres der Köchinnen und Köchen sachlich gerecht zu analysieren. Neben einer Menge TV-Unterhaltung, für die vornehmlich Schwergewicht Calmund verantwortlich zeichnet geht es bei dem Format „Kocharena“ durchaus um Know-how für Gourmands.

Die erste Staffel im November erreichte auf Anhieb eine sehr anständige Zuschauerquote von 13,4 Prozent (bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 39-Jährigen); dies ist ein erneuter Beweis, dass Küchen-TV nach wie vor sehr gefragt ist. Horrmann, der wöchentlich in den Springer-Zeitungen „Welt“, „Berliner Morgenpost“ und „Welt am Sonntag“ seine auch in den Chefetagen der internationalen Hotellerie viel beachteten Kolumnen veröffentlicht, hat just den Vertrag für die zweite Staffel bei „Vox“ unterschrieben. Und er könnte im nächsten Jahr auch bei einem weiteren großen TV-Privatsender zu sehen sein – als gandenloser Hoteltester…

Heinz Horrmann ist der einzige deutsche (Hotel-)Journalist, der bisher den „Five Star Diamond Award“ der American Academy of Hospitality Sciences verliehen bekommen hat. Er gilt als der meistgedruckte deutsche Hotel- und Restaurantkritiker und brachte jüngst sein 30. (sic!) Buch auf den Markt: „In fremden Betten, Hotelgeschichten – Teil III“ (erschienen im Klocke Verlag, 240 Seiten, 15,95 Euro, ISBN-10: 3934170404, ISBN-13: 978-3934170407).

www.heinzhorrmann.com


What is HospitalityFriends.com?

9 November 2007

London, 09. November 2007
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Sol Melia kauft Hotelkette InnSide

9 November 2007

Palma/Mallorca, 09. November 2007
Die spanische Sol Meliá, nach eigenen Angaben die drittgrößte Hotelgruppe Europas, hat die Hotelkette Innside Premium Hotels gekauft. Innside verfügt über zwölf Vier- und Fünf-Sterne-Hotels in Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, München und Wien und machte im ersten Halbjahr 2007 einen Umsatz von 16,1 Mio. Euro. Sol Meliá besitzt nun 28 Hotels in Deutschland. Beraten wurde das Unternehmen bei der Transaktion von CMS Hasche Sigle.

Weitere Informationen zu Sol Melia

http://www.cms-hs.com
http://www.innside.de


Firmen-Weihnachtsfeiern: Vorsichtiger Optimismus in der Gastronomie

7 November 2007

Hamburg, 07. November 2007
Rund ein Drittel der Restaurants in Deutschland erwartet steigende Umsätze mit Firmen-Weihnachtsfeiern im Advent 2007. Die Erwartungshaltung ist bei den Restaurateuren, die einen Durchschnittsbon zwischen 30 bis 40 Euro je Firmengast erwirtschaften, besonders hoch. Dies geht aus einer aktuellen Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Rund 40 Prozent der Profi-Gastgeber gehen von gleich bleibenden Umsätzen mit Firmenfeiern im Advent aus. Bei rund 24 Prozent der Restaurants wird mit Umsatzrückgängen gerechnet.

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„Unter den Gastronomen macht sich vorsichtiger Optimismus breit“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. Zwei Drittel der Betriebe, die eine steigende Anzahl von Firmen-Weihnachtsfeiern für den Advent 2007 verzeichnen, rechnen auch mit leicht steigenden Umsätzen. Lediglich ein Drittel erwartet keine weiteren Umsatzsteigerungen: „Zahlreiche Firmen laden zwar zu Weihnachtsfeiern ein, aber gestalten diese durchaus bescheidener“, so Lambracht.
Der Durchschnittsbon bei Firmen-Weihnachtsfeiern im vergangenen Jahr betrug bei rund 45 Prozent der befragten Restaurantbetreiber bis zu 30 Euro. Immerhin fast 20 Prozent der Gastronomen kassierten einen Durchschnittsbon zwischen 30 und 40 Euro. Über 40 Euro je Firmengast konnten nur rund drei Prozent der Befragten in Rechnung stellen.

Umsatzwachstum bei Firmen-Weihnachtsfeiern flacht ab
Führende Restaurants, die bereits im Hochpreissegment (Durchschnittsbon über 40 Euro) Firmen-Weihnachtsfeiern ausrichten, erwarten nur zu 25 Prozent eine Umsatzsteigerung für diesen Advent. Bei Anbietern im mittleren Preissegment (Durchschnittsbon zwischen 30 und 40 Euro) erwarten rund ein Drittel Umsatzsteigerungen und lediglich 14 Prozent der Befragten Umsatzeinbrüche.
Über die Studie: Im November 2007 wurden in einer Blitzumfrage 140 repräsentativ ausgewählte Restaurants zu ihren Erwartungen im Geschäft mit Firmen-Weihnachtsfeiern/-essen im Vergleich zu 2006 befragt.
Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

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Hamburger Empire Riverside Hotel öffnet die ersten Zimmer am Elbhang

5 November 2007

Hamburg, 05. November 2007
Seit 1. November empfängt das Empire Riverside Hotel in Hamburg seine ersten Gäste. 138 von 328 Zimmern sind bezugsbereit. Die restlichen sollen bis Ende November bewohnbar sein. Das mit Baubronze verkleidete Haus nach einem Entwurf des britischen Architekten David Chipperfield öffnet seine Räume häppchenweise. Am 5. November eröffnet der 305 qm große Ballsaal seine Türen, Mitte November die Bar „20up“ in der 20. Etage. 65 Millionen Euro investieren die Familien Fraatz und Bartels in das sogenannte Hotel der Extraklasse, das ohne Sternekategorisierung ins Rennen geschickt wird.

Hamburger Immobilientycoon Willi Bartels gestorben
Der bekannte Hamburger Gastronom und Immobilienunternehmer Willi Bartels ist heute morgen im Allgemeinen Krankenhaus Altona verstorben. Noch in der vergangenen Woche war der 92jährige seinen Geschäften in dem vom ihm 1979 aus dem ehemaligen Seemannsheim entwickelten „Hotel Hafen Hamburg“ nachgegangen. Der gelernte Fleischer und Gastronom zählte zu den Menschen, die das Gesicht St. Paulis nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich prägten. Er erwarb zahlreiche Häuser in der „Großen Freiheit“, dazu Wohnungen, Mietshäuser, Gaststätten und Hotels. Sein bislang größtes Projekt war die Umnutzung der ehemaligen Brauerei Bavaria mit dem Empire Riverside Hotel sowie Wohn- und Büroflächen. Erst im vergangenen Dezember war Bartels hierhin umgezogen.


NH Hoteles legt in Deutschland leicht zu

5 November 2007

Berlin, 05. November 2007
Die spanische Hotelgruppe NH Hoteles hat im 3. Quartal 2007 durch einen Anstieg von jeweils vier Prozent bei Umsatz und RevPar (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) die nach der Fußball-Weltmeisterschaft im Vergleich schwächere Entwicklung im ersten Halbjahr wieder ausgleichen können. Mit 158 Millionen Euro lag der Umsatz des Konzerns in den ersten neun Monaten 2007 um zwei Prozent über dem Vorjahreswert. Beim RevPAR konnte mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 40,39 Euro die Zimmerpreise aus dem WM-Jahr gehalten werden. Weltweit konnte NH Hoteles allerdings einen Umsatzanstieg um 39,5 Prozent auf knapp über eine Milliarde Euro verbuchen. Das EBITDA steigerte sich um 65,5 Prozent auf 197,7 Millionen Euro.


Fachwerbung bringt neue Kunden

1 November 2007

Hamburg, 01. November 2007
Gut gemachte Fachwerbung bringt neue Kunden. Über 80 Prozent der führenden Zulieferunternehmen im Außer-Haus-Markt schaltet Anzeigen in Fachzeitschriften. Dies geht aus einer Untersuchung des internationalen Marktforschungsunternehmens CHD Expert hervor. Fachwerbung rangiert im Mediamix noch vor Direktmarketing, Hausmessen oder Newsletters.

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„Die gute alte Fachanzeige ist aus dem Kommunikations- und Medienkonzept der Zulieferer und Ausstatter nicht wegzudenken“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. Regelmäßige Veröffentlichungen in der Fachpresse – nicht nur zu Fachmessen – korrespondieren mit Produkt- und Firmeninfos auf der UnternehmensWebsite, so Lambracht. Insbesondere für Anbieter aus den Bereichen Dienstleistung und Ausrüstung sind Fachanzeigen ein zentrales Element der Marktkommunikation.
Fachzeitschriften sind für die Zulieferer und Ausstatter auch eine wichtige Informationsquelle. Über 70 Prozent der befragten Unternehmen werten Branchenmagazine auf neue Marktdaten aus. Dagegen liegt die Nutzung der Internetportale noch zurück: Nur 56 Prozent der Zulieferer und Anbieter suchen Marktinfos online. „Doch die Bedeutung der Onlinerecherche steigt stark an“, berichtet Lambracht. Internetarchive und Onlinedatenbanken rücken immer mehr in den Fokus der Entscheider in Marketing und Business Development.
Über die Studie: Über 600 Entscheider aus führenden Zuliefer- und Ausstattungsfirmen im Außer-Haus-Markt wurden im Sommer 2007 schriftlich zu ihrer Markt- und Unternehmenseinschätzung befragt. 76 Prozent der führenden Zulieferunternehmen berichten von einer erheblich positiveren Marktstimmung in den ersten sechs Monaten des Jahres. „Die Konjunkturlage hat merklich angezogen und lässt die Absatzprognosen der Zulieferer für das zweite Halbjahr noch einmal ansteigen“, analysiert GF Thilo Lambracht die Marktstudie. Lediglich fünf Prozent der befragten Marketingentscheider haben mit einer Verschlechterung der Marktlage bei ihren Kunden in Hotellerie, Gastronomie und GV zu kämpfen gehabt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Erwartungen an das eigene Unternehmen für Umsatz- und Ertragssteigerungen im zweiten Halbjahr steigen: 78 Prozent rechnen mit einer Verbesserung in ihren Marktanteilen.
Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

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Holiday Inn Dresden verweigert Buchung von NPD-Funktionären

1 November 2007

Dresden, 01. November 2007
Johannes H. Lohmeyer hat viel Feingefühl. Mit einem deutlichen, aber nicht unhöflichen Brief stornierte der Direktor des Holiday Inn Dresden nun die Buchungen von zwei NPD-Funktionären. Die rechtsgerichteten Politiker Holger Apfel, NPD-Fraktionschef im sächsischen Landtag, und Alexander Delle hatten für eine Plenar-Sitzungswoche eine Bleibe gesucht und das Hotel online gebucht. Als dies im Management bekannt, zog Lohmeyer die Notbremse. Das Geschäftsreisehotel wird häufig von farbigen und israelischen Gästen bevorzugt. NPD-Gäste seien daher nicht akzeptabel. „Die NPD verbreitet sich im Reiseland Sachsen krakenhaft“, beklagt Lohmeyer die politischen Auswirkungen der Wahlerfolge der Rechtsradikalen. Ein Mann, ein Wort. Lohmeyer hatte die Stornierung sinnigerweise als offenen Brief deklariert. Dies brachte ihm nun viel Zustimmung ein.


G8 bringt Mecklenburg-Vorpommern mehr ausländischen Gäste

1 November 2007

Schwerin, 01. November 2007
Der G8-Gipfel Anfang Juni im Kempinski Grand Hotel Heiligendamm hat für positive, internationale Reise-PR für Mecklenburg-Vorpommern gesorgt. Nach Angaben des Landestourismusverbandes kamen von Januar bis August über elf Prozent mehr Gäste aus dem Ausland in das nördliche Bundesland. Insgesamt wurden rund 520.000 Übernachtungen in diesem Zeitraum gezählt, darin enthalten sind allerdings auch die Nächtigungen der Gipfelteilnehmer und der zahlreichen internationalen Journalisten. Ob der G8-Gipfel auch für nachhaltige Aufmerksamkeit bei internationalen Reisenden gesorgt hat, wird erst die Tourismusstatistik Ende nächsten Jahres zeigen. Kritiker befürchten, dass die Bilder von den Krawallen gegen das Gipfeltreffen der acht größten Industriestaaten, eher haften bleiben als die mittlerweile weltweit bekannte Aufnahme der G8-Staatschef im XXL-Strandkorb an der Ostsee. Ein positives Ergebnis aber ist sicher: Das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm wird dieses Wirtschaftsjahr wesentlich besser abschließen als die verlustreichen Jahre zuvor. Noch sind keine Zahlen bekannt, aber in puncto Auslastung und Ertrag wird der G8-Gipfel den RevPAR für Juni – und damit für das gesamte Jahr – stark anheben. Das Hotel, ein Fundus-Projekt, hatte in den Monaten vor dem G8-Gipfel negative Schlagzeilen geliefert – von sehr geringer Auslastung über Rücktritt des Direktors bis Dumpingraten für Aldi-Reisen. Das 225-Zimmer-Hotel wurde 1999 für ein Volumen von rund 171 Millionen Euro eröffnet. Der Fundus Fonds 34 steckt derzeit in der finanziellen Klemme. Ein Kredit der HypoVereinsbank über 15 Millionen Euro wurde gekündigt und muss nun zurück bezahlt werden. Eine Zwischenfinanzierung, z.B. über eine Anleihe bei den Fonds-Investoren, ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Noch gibt es keine Lösung. Dies stellt die weiteren geplanten Investitionen in Heiligendamm unter ein großes Fragezeichen. Ausgebaut werden/soll noch der Golfplatz, um den Resortcharakter herauszustellen.