Rauchverbot in der Gastronomie: Dehoga reicht Verfassungsbeschwerde ein

21 Dezember 2007

Berlin, 21. Dezember 2007

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband) geht gegen das gesetzliche Rauchverbot juristisch vor. „Am Freitag haben wir unsere Verfassungsbeschwerde gegen das Rauchverbot zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe auf den Weg geschickt“, sagt Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga Bundesverbandes, in Berlin.

„Als Unternehmerverband ist es unsere Aufgabe, die Verfassungsmäßigkeit eines solchen Gesetzes überprüfen zu lassen und für Rechtsklarheit zu sorgen.“ Hartges betont: „Unsere Verfassungsbeschwerde ist kein Nein zum Nichtraucherschutz. Allerdings erwarten insbesondere die Besitzer der wirtschaftlich stark betroffenen Einraumlokale zu Recht, dass wir ihnen helfen.“

Seit 1. August 2007 ist das Rauchen in Gaststätten in Baden-Württemberg und Niedersachsen nur noch in abgetrennten Räumen erlaubt. Seit 1. Oktober 2007 gilt ein Rauchverbot für die Gastronomie auch in Hessen. Zum 1. Januar 2008 folgen weitere acht Bundesländer. In Sachsen tritt das Rauchverbot am 1. Februar, in Rheinland-Pfalz und im Saarland nach Karneval am 15. Februar in Kraft. Eine Schonfrist für die Wirte gibt es in Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In diesen beiden Bundesländern gilt das Rauchverbot erst ab 1. Juli 2008.

„In den meisten Hotels und vielen Restaurants hat die Umsetzung des Rauchverbotes bisher problemlos funktioniert“, berichtet Hartges. „Im Gegensatz dazu gab und gibt es jedoch erhebliche Probleme in Einraumbetrieben, ob Kneipen oder Bars, in denen oft die Mehrzahl der Stammgäste Raucher sind. Viele dieser Gastronomen sind über diese staatliche Bevormundung verärgert und fürchten um ihre Existenz.“

Da ein Verband eine Verfassungsbeschwerde nicht von sich auch beim Gericht anhängig machen könne, habe sich der Dehoga nach sorgfältiger Prüfung entschlossen, die Verfassungsbeschwerde eines betroffenen Unternehmers zu unterstützen. „Zusammen mit den renommierten Verfassungsrechtlern Professor Rupert Scholz und Professor Christoph Mönch von der Kanzlei GleissLutz haben wir den Kläger unter vielen betroffenen Wirten ausgewählt und die Klage vorbereitet“, erklärt Hartges.

Beschwerdeführer ist Uli Neu, Inhaber des Einraum-Betriebes „Pfauen“ in Tübingen. Neu, dessen Stammgäste zu 70 Prozent Raucher sind, hat von August bis November 2007 über 30 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Er macht die Verletzung seiner im Grundgesetz geschützten Rechte auf freie Berufsausübung und Eigentumsrecht geltend.


Dehoga: Verfassungsklage gegen Rauchverbot noch in 2007

19 Dezember 2007

Berlin, 19. Dezember 2007

Der Dehoga-Bundesverband will noch in diesem Jahr eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Rauchverbot in der Gastronomie auf den Weg bringen. Dies wurde gegenüber der Redaktion von hotelier.com bestätigt. Kern der Klage, an der der renommierte Verfassungsrechtler und frühere Bundesverteidigungsminister Prof. Rupert Scholz (Kanzlei Gleiss Lutz) mitwirkt, ist die Verhältnismäßigkeit. Steht der Schutz der Nichtraucher vor Passivrauchen in der Gastronomie über dem Eingriff in die wirtschaftliche Freiheit der Gastwirte?

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Nach einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert haben in Niedersachsen und Baden-Württemberg (hier gilt das Gastro-Rauchverbot seit Anfang August) über 40 Prozent der Gastronomen zum teil erhebliche Einbußen erlitten. Besonders betroffen sind Einraumkneipen, die keinen (zweiten) Raucherraum einrichten können.

Da ab 2008 nun in acht weiteren Bundesländern das Gastro-Rauchverbot gelten wird, gibt es zahlreiche Überlegungen und Rettungsversuche. So wollen zum Beispiel einige Hamburger Gastronomen ihren Betrieb in private Vereine (für Stammkunden) umwandeln; wer in die Kneipen eintreten möchte, muss also Mitglied werden (!). Ob dies ein Modell für einen Ausweg ist, bleibt fraglich.

CHD Expert will Ende Februar eine Aktualisierung der Studie über die Folgen des Gastro-Rauchverbotes nachgehen – erst dann lässt sich wohl die Frage beantworten, ob es sich um eine „Umsatzdelle“ oder einen sich festigenden Trend (zum dauerhaften Umsatzverlust) in der Gastronomie handelt.

Derweil sieht man beim Dehoga-Bundesverband die Entwicklungen in den Bundesländer mit Sorge. Dehoga-Chefin Ingrid Hartges beobachtet die Mitgliederentwicklung beim Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband, der den Gesetzesentwurf zu einem generellen Gastro-Rauchverbot (auch in Bierzelten, ergo auf dem Münchner Oktoberfest) unterstützte; die anhaltenden Proteste der Wirte sprechen für sich.

Die frühere Regelung mit der Bundesregierung, durch eine Selbstverpflichtung für ausreichend Nichtraucherplätze in der Gastronomie zu sorgen, war von der politischen Seite nach langen Diskussionen aufgekündigt worden und hatte durch eine verwirrende Informationslage über den politischen Willen auf Bundes- und Länderebene für erheblichen Unmut in der Wirtschaft gesorgt. Seitdem herrscht eine Art „Informationskrieg“ mit Studienergebnissen und Analysen, die nicht immer fundiert sind.


Acht Länder führen an Neujahr Rauchverbot ein

18 Dezember 2007

Quelle: dpa, 15. Dezember 2007

Rote Karte für den blauen Dunst: Acht weitere Bundesländer führen zum neuen Jahr ein Rauchverbot in Gaststätten ein. Nach langen Debatten ist der Glimmstängel damit zum Jahresanfang in Lokalen in elf Ländern grundsätzlich tabu.

Weitere werden im Jahresverlauf folgen, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. Bei den neu hinzukommenden Ländern handelt es sich um Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig- Holstein. Außerdem will Mecklenburg-Vorpommern, das Raucher bereits aus Behörden verbannt hat, nun bei Gaststätten nachziehen.

In Sachsen soll ein Verbot ab dem 1. Februar, in Rheinland-Pfalz und im Saarland vom 15. Februar an gelten. Auch Nordrhein-Westfalen und Thüringen wollen den Rauch verbannen – ab Juli 2008. Für Behörden in NRW gilt dies schon zum 1. Januar.

In Niedersachsen und Baden-Württemberg gibt es bereits seit dem 1. August ein Rauchverbot, in Hessen seit dem 1. Oktober. Das schärfste Qualmverbot gilt künftig in Bayern. Dort ist das Rauchen dann auch in Nebenräumen von Gaststätten tabu. Auf dem Oktoberfest darf erstmals in seiner fast 200-jährigen Geschichte nicht geraucht werden. Wer seinem Laster frönen will, kann dies noch in Biergärten und auf Freiflächen bayerischer Wirtshäuser tun.

Auch geschlossene Gesellschaften dürfen weiter qualmen. Das Saarland erlaubt Rauchen in inhabergeführten Eckkneipen, wenn der Wirt selbst bedient. Wie in Rheinland-Pfalz wurde der Start auf Februar verschoben – auch mit Rücksicht auf Karneval. Die saarländische SPD-Landtagsabgeordnete Petra Scherer sprach von einem „Geschenk an die Narren“.

In allen Ländern bis auf Bayern ist vorgesehen, dass das Rauchen in einem abgetrennten Raum weiter erlaubt ist. Das darf nur ein Nebenraum sein, heißt es in vielen Gesetzen, doch nicht immer ist dies umfassend definiert. In Sachsen-Anhalt können Gastwirte mit mehreren Räumen ihren Hauptschankraum für Raucher freigeben. In den meisten Ländern ist das Qualmen auch in Diskotheken nicht mehr erlaubt.

Für Bier-, Wein- und Festzelte gelten oft Ausnahmen vom Rauchverbot, etwa in Baden-Württemberg. In Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Schleswig- Holstein darf in Zelten nur bei befristeten Veranstaltungen geraucht werden. Ein Wirt in Karlsruhe war besonders findig und stellte im Festsaal seines Restaurants einfach ein Bierzelt auf.

Die Gesetze zum Nichtraucherschutz gelten auch für Landesbehörden, Schulen und Krankenhäuser. In Baden-Württemberg kann die Schulkonferenz in Berufsschulen und Gymnasien entscheiden, ob es Raucherecken geben darf. Bundesweit ist das Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Bundesbehörden und dem Bundestag seit dem 1. September grundsätzlich verboten.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, zeigt sich zufrieden. „Wir werden im nächsten Jahr überall Nichtraucherschutzgesetze haben, die spätestens Mitte des Jahres in Kraft sind“, sagt die SPD-Politikerin. „Das ist ein ganz großer Erfolg.“ Bätzing warnt jedoch vor der Gefahr, dass die Ausnahmen zu unterschiedlich sind.

In Niedersachsen, im Südwesten und in Hessen haben die schweren Zeiten für Raucher bereits begonnen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) klagt über Umsatzeinbußen besonders bei Kneipen mit einem Raum. Bei jedem vierten Gastronomiebetrieb im „Ländle“ und in Niedersachsen seien die Gästezahlen seit Einführung des Rauchverbots um mehr als zehn Prozent eingebrochen, ergab eine Studie des Instituts CHD Expert/Marktplatz Hotel.

Mit einer „Volksinitiative“ will der niedersächsische Hotel- und Gaststättenverband Ausnahmen für kleine Kneipen erreichen. Bätzing sieht dagegen in Niedersachsen sogar teilweise Umsatzzuwächse. Der Dehoga plant, einen Wirt bei einer Verfassungsklage zu unterstützen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, sagt Dehoga-Sprecherin Stefanie Heckel.

Wer verbotenerweise raucht, muss künftig mit unterschiedlich hohen Bußgeldern rechnen. Allerdings gilt meist eine Übergangsfrist. In Mecklenburg-Vorpommern droht Rauchern eine Geldstrafe bis zu 500 Euro, Gastwirten bis zu 10 000 Euro. Schließlich raucht im Nordosten jeder Dritte – das ist bundesweit Spitze.


Expansion der Gastro-Fachmessen – Internorga weiterhin führend

13 Dezember 2007

Im Februar und März 2008 finden vier Veranstaltungen in Hamburg, Berlin und Stuttgart statt – ITB Supply wirbt um mehr Aussteller

Hamburg, 13. Dezember 2007

Von Mitte Februar bis Mitte März 2008 ist das Gastgewerbe im Messefieber. Neben der Internorga und Gastro Vision (beide in Hamburg) bieten auch die Intergastra (Stuttgart) und die Spezialschau ITB Supply (Berlin) Neuheiten für Hotellerie und Gastronomie. Die führende internationale Fachmesse ist nach wie vor die Internorga: Für über 40 Prozent der Gastronomen ist die Hamburger Gastro-Schau die bevorzugte Fachmesse. Dies geht aus einer Befragung des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Die mit knapp 1000 Ausstellern größte deutsche Gastro-Fachmesse Internorga behauptet damit weiterhin ihren Führungsanspruch in ihrem Segment.

„Neben der Internorga Hamburg expandiert ebenso die Intergastra Stuttgart, die im Februar 2008 erstmals auf dem neuen Messegelände stattfindet und damit über 25 Prozent mehr Fläche verfügt“, sagt Rolf W. Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH. „Aber auch die Fachschau ITB Supply auf der weltgrößten Tourismus-Fachmesse in Berlin gewinnt an Bedeutung und will der Internorga zunehmend Konkurrenz machen.“

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Die 82. Internorga Hamburg (7. bis 12. März 2008, http://www.internorga.de) ist mit einem Anteil an ausländischen Ausstellern von rund 20 Prozent auch die wichtigste Fachmesse für den europäischen Außer-Haus-Markt. Das stark erweiterte und modernisierte Messegelände in der Hamburger Innenstadt ist für 2008 wieder ausgebucht und wird rund 1000 Aussteller beherbergen. Parallel findet im Hotel Empire Riverside Hamburg die Fachschau Gastro Vision (7. bis 11. März 2008, http://www.gastro-vision.com) mit rund 40 Ausstellern statt.

Die 24. Intergastra Stuttgart (9. bis 13. März 2008, http://www.intergastra.de) findet alle zwei Jahre statt und ist beim nächsten Mal auf dem neuen Messegelände nahe dem Flughafen zu finden. In insgesamt sieben Hallen werden sich rund 750 Aussteller den rund 72.000 erwarteten Besuchern präsentieren.

Die ITB Supply (Hallen 7.1a und 7.2b während der ITB Berlin, 5. bis 9. März 2008, http://www.itb-berlin.de, Fachbesuchertage: 5./6./7. März 2008) entwickelt sich mehr und mehr zu einer kleinen Fachausstellung für Zulieferer und Ausstatter der Hotellerie. Rund 30 Hauptaussteller haben einen Stand neben den „Hotelhallen“ 8.1 und 9 gebucht. Die ITB Supply wird eigens von der Messe Berlin und dem neuen Medienpartner „AHGZ“ (http://www.ahgz.de) beworben.

Im Reigen der Gastro-Fachmessen behaupten sich auch regionale Schauen wie z.B. die Gäste Leipzig (15. bis 18. November 2009, http://www.gaeste.de). Obwohl mit nur 338 Ausstellern und rund 19.900 Besuchern eine vergleichsweise kleine Fachmesse ist die Gäste Leipzig aber mit einem sehr hohen Anteil an Fachbesuchern (93%) und einem ausgeprägten Servicegedanken für potentielle Einkäufer aus dem Gastgewerbe eine interessante Leistungsschau.

Die wichtigsten Gastro-Fachmessen im Überblick:

Messe

Datum

Anzahl Aussteller

Anzahl Besucher

Internorga Hamburg

7. bis 12. März 2008

976*

108.459*

Gastro Vision Hamburg

7. bis 11. März 2008

40*

k.A.

Intergastra Stuttgart

9. bis 13. Februar 2008

728**

68.240**

ITB Supply (Hallen 7.1a/7.1b während der ITB Berlin

5. bis 9. März 2008 (Fachbesuchertage: 5./6./7. März 2008)

12.879* (ca. 23% Hotels)

156.206* (davon rund 108.000 Fachbesucher)

Anuga Köln

10. bis 14. Oktober 2009

6.294*

158.817*

Hogatec Düsseldorf

28. September bis 1. Oktober 2008

520**

35.152**

Gäste Leipzig

15. bis 18. November 2009

338*

19.901*

Ambiente Frankfurt/M.

8 bis 12. Februar 2008

4.597*

146.697*

BioFach Nürnberg

21. bis 24. Februar 2008

2.547*

45.469*

Igeho Basel

21. bis 25. November 2009

832*

78.052*

Host Mailand

23. bis 27. Oktober 2009

2.368*

129.000*

Equip’Hotel

15. bis 19. November 2008

1.292**

102.802**

* 2007, ** 2006 / Quellen: Angaben der Veranstalter, AUMA

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
http://www.chd-expert.de
http://www.tophotelprojects.com


Tagungsmarkt Deutschland wächst weiter: über 50 neue Businesshotels geplant

6 Dezember 2007

Tophotelprojects.com: Allein fünf große Konferenz-Häuser in Düsseldorf

Hamburg, 06. Dezember 2007

Das vor wenigen Tagen eröffnete Maritim Hotel Düsseldorf ist das größte Tagungshotel Deutschlands. Das 533-Zimmer-Haus bietet Konferenzflächen für mehr als 5.200 Tagungsteilnehmer und setzt auch bei der Technik neue Standards. Die Tagungs-hotellerie in Deutschland boomt seit Jahren. Bis 2011 werden über 50 neue spezialisierte Konferenz- und Tagungshotels eröffnet. Allein in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen planen internationale Investoren fünf weitere große Tagungshotels für Hotelketten wie Hyatt oder Meliá. Dies geht aus der Datenbank tophotelprojects.com hervor. Die Onlinedatenbank der internationalen Marktforschungs-gruppe CHD Expert bietet aktuell über 1.500 Neubauprojekte der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie in allen wichtigen Hotelmärkten weltweit.

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In Berlin sind derzeit mindestens sechs Tagungs- oder Konferenzhotels in Planung. Größtes Projekt ist derzeit das Scandic Hotel am Potsdamer Platz, das 572 Zimmer umfasst und Mitte 2010 eröffnet werden soll. Zweitgrößtes Tagungshotelprojekt ist der Bau des Andel’s in Berlin. Markenbetreiber Vienna International startet Ende 2008 mit dem 60-Millionen-Euro-Projekt (für 557 Zimmer) sein Engagement auf dem deutschen Hotelmarkt. Drittes Großprojekt ist das Sol Meliá Tagungshotel in Berlin-Mitte. Bis Anfang 2010 entsteht auf dem Grundstück des ehemaligen DDR-Gesundheits-ministeriums ein Haus mit 421 Zimmern. Es ist dann das zweite Hotel der spanischen Hotelkette in der Hauptstadt.

„Die Zahl der Kongresse, Tagungen und Meetings in der Hotellerie nimmt weiter zu“, sagt Rolf W. Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter von CHD Expert / Marktplatz Hotel. „Zudem werden außergewöhnliche Eventlocations stärker nachgefragt.“

Über den Tagungsmarkt Deutschland
Der Markt der Geschäfts- und Tagungsreisen in Deutschland (2006) hat nach Angaben des German Convention Bureau (GCB) ein Umsatzvolumen von 63,3 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran haben Geschäftsreisen mit einer oder mehr Übernachtungen (ca. 38,5 Milliarden Euro Umsatz in 2006). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 6,1 Tage. Pro Geschäftsreise werden durchschnittlich 628 Euro ausgegeben. Das Budget pro Übernachtung beträgt durchschnittlich 108 Euro – zum Vergleich: Bei Urlaubsreisen sind dies 74 Euro.

Bei der Art der Unterkunft werden zu 30 Prozent First-Class-Hotels und zu 39 Prozent Mittelklassehotels gebucht, überwiegend per Internet oder Reisedienstleister.

Bei der Art der Tagung dominieren sog. Corporate Meetings mit 48 Prozent Anteil an allen Tagungsarten. Nur 15 Prozent der Meetings sind gesellschaftlicher Natur und 16 Prozent dienen Kultur bzw. Unterhaltung. Der größte Teil (51%) der Tagungen wird für über 50 Teilnehmer geplant. Die meisten Veranstalter (77%) stellen pro Jahr ein Budget von bis zu 500.000 Euro für Tagungen und Veranstaltungen bereit. Die Auslastung der Tagungs- und Veranstaltungsflächen in Deutschland beträgt je nach Kategorie 43 bis 48 Prozent. Dabei haben Tagungshotels mit Konzentration auf Seminare/Tagungen mit 139 Veranstaltungstagen die beste Auslastung – im Gegensatz zu Kongresszentren. (Quelle: „Geschäftsreisemarkt Deutschland 200“ der Deutschen Zentrale für Tourismus – DZT)

Über tophotelprojects.com
Welche neuen Hotels kommen national und international auf den Markt? Mit www.tophotelprojects.com behalten Zulieferer, Ausstatter und Berater stets den Überblick. Die Onlinedatenbank von CHD Expert / Marktplatz Hotel bietet aktuell über 1.500 Neubauprojekte der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie; in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind aktuell rund 380 Hotelprojekte der Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie erfasst. „Bei der Recherche achten wir stets auf die Authentizität der Quellen“, so Andreas Rohde, Sales Manager tophotelprojects.com. Bei allen Datenerhebungen wird ein streng gefasster Kriterien- und Recherchekatalog eingehalten. Die Datensätze umfassen neben Betreiber und Ketten- oder Gruppenzugehörigkeit auch wichtige Hintergrundinformationen wie Architekten und Baupartner – alles mit vollständiger Adresse und Ansprechpartner.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

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Frankreich: Fast jedes vierte Hotel renovierungsbedürftig

5 Dezember 2007

Gelesen in „Süddeutsche Zeitung„, 05. Dezember 2007

Unhöfliches Personal, unangenehme Gerüche, Lärm: Für viele französische Hotels braucht der Gast Nervern. Jetzt schlägt sogar ein Branchenverband Alarm.

Der Zustand vieler Hotels in Frankreich lässt laut einem Branchenverband schwer zu wünschen übrig. Rund ein Viertel der 18.000 registrierten Hotels müsse dringend renoviert werden, erklärte der Ausschuss für die Modernisierung der französischen Hotellerie in Paris.

Am schlimmsten sei die Lage in wenig touristischen Gebieten, aber selbst in Großstädten wie Paris gebe es heruntergekommene Häuser. „Im Großteil der Hotels, die älter als drei Jahre als sind, ist die fehlende Instandhaltung bei Farbe, Möbeln und Armaturen deutlich sichtbar“, heißt es in einer Studie des Gremiums. „Abdrücke von Schuhen und Koffern an Wänden bleiben manchmal über Jahre.“

24 Prozent der Gäste beschwerten sich zudem über unhöfliches oder unfähiges Personal in den Hotels, hieß in der Untersuchung der Vereinigung weiter, in der Hotelbesitzer, Angestellte und Handelskammern vertreten sind.

Bei Mängeln an den Häusern werde am häufigsten über Lärm geklagt, gefolgt von unangenehmen Gerüchen und schlechter Hygiene.

Im Management habe die französische Hotelbranche es an der Einführung moderner Methoden fehlen lassen, hieß es. „Die Branche hat über Generationen immer wieder dieselben Verhaltensmuster und dieselben Fehler produziert.“

Laut dem Bericht hat Frankreich, das Land mit der höchsten Zahl von Touristen weltweit, in den vergangenen zehn Jahren 1500 Hotels verloren – teils auch, weil die Häuser nicht mehr heutigen Feuerschutzbestimmungen entsprachen oder nicht über behindertengerechte Ausstattung verfügten.

In den kommenden fünf Jahren erwarten die Autoren, dass nochmals die gleiche Zahl von Häusern schließen wird.


Engländer stören deutsche Reisende – Deutsche bleiben im Urlaub bevorzugt unter sich

4 Dezember 2007

Quelle: Pressemitteilung, 05. Dezember 2007

Repräsentative GFK-Umfrage im Auftrag von TripAdvisor mit überraschenden Ergebnissen

Die nervigsten Mitreisenden sind für deutsche Touristen die Engländer. Ebenso wenig populär scheinen Bekanntschaften mit Reisenden aus anderen Ländern oder den Einheimischen am Urlaubsort. Meist bleibt es beim Kontakt zu den eigenen Mitreisenden oder anderen deutschen Touristen. Dies sind einige der überraschenden Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des renommierten Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag von TripAdvisor, der weltweit größten Online-Reise-Community, unter mehr als 1.000 Deutschen, davon rund 500 Auslandsreisende.

Englische und russische Touristen werden am störendsten angesehen

61 Prozent der Befragten gaben an, sich im Urlaub schon einmal von anderen Touristen gestört gefühlt zu haben. Auf die Frage nach der Nationalität der nervigsten Mitreisenden führen laut der Umfrage englische Touristen mit 20 Prozent die Liste an, gefolgt von Reisenden aus Russland mit 18,5 Prozent. Erstaunlicherweise belegten andere deutsche Touristen mit 15 Prozent den dritten Platz und ließen sogar die Niederländer hinter sich, die von 11,9 Prozent als gelegentliche Störenfriede benannt wurden.

Die Frage, was denn an anderen Reisenden am Urlaubsort als besonders störend empfunden werde, beantwortete eine große Mehrheit von 62,2 Prozent damit, dass dies alkoholisierte Touristen seien, die sich in Folge ihres Alkoholgenusses daneben benehmen.

Die eine oder andere spezielle Befindlichkeit scheint es im Urlaub, ganz wie im richtigen Leben, unter Nachbarn zu geben. Während die Gesamtheit der befragten Reisenden Touristen aus Österreich mit 6,1 Prozent und der Schweiz mit 2,2 Prozent mehr oder weniger als gar nicht störend bezeichneten, sehen das die Befragten aus dem Bundesland Bayern deutlich anders. Von den Reisenden aus dem weiß-blauen Freistaat im Süden fühlten sich angabegemäß 15,1 Prozent schon einmal von österreichischen und 10,6 Prozent von schweizer Touristen gestört.

Internationale Kontakte nicht sehr gesucht

Angesichts des Ergebnisses, dass viele Deutsche ihren Landsleuten im Urlaub eher kritisch gegenüberstehen, erstaunt es doch einigermaßen, dass deutsche Touristen laut den Ergebnissen der TripAdvisor-Umfrage nicht allzu sehr an Kontakten zu Reisenden aus anderen Ländern interessiert sind. 37 Prozent aller Umfrageteilnehmer (in den östlichen Bundesländern sogar 48,5 Prozent) gaben an, im Urlaub bevorzugt Kontakte zu anderen deutschen Reisenden zu suchen. Weitere 25,1 Prozent (östliche Bundesländer 31,2 Prozent) sagten, sie blieben gemeinsam mit ihren Mitreisenden bevorzugt unter sich. Beide Gruppen zusammen ergeben einen Anteil der deutschen Reisenden von 62 Prozent (östliche Bundesländer 79,7 Prozent), die im Urlaub gewöhnlich keine Bekanntschaften mit Menschen aus anderen Ländern suchen.

International aufgeschlossener sind die 11,3 Prozent, die angaben, bevorzugt Bekanntschaften mit Reisenden aus anderen Ländern, sowie die 20,4 Prozent, die Kontakte zu den Einheimischen am Urlaubsort suchen.

Hoher Wohlfühlfaktor in den klassischen Reiseländern

Den Umfrageergebnissen zufolge sind die deutschen Reisenden offensichtlich überwiegend der Meinung, in den klassischen Urlaubsländern der Deutschen besonders willkommen zu sein: In dieser Kategorie liegt Spanien mit 17,4 Prozent vorne und wird auf den Plätzen zwei und drei von der Türkei mit 13,4 Prozent und Italien mit 11,6 Prozent gefolgt.

Etwas überraschend war das Ergebnis, dass 45,2 Prozent der Teilnehmer an dieser TripAdvisor-Umfrage angaben, sie wüssten nicht oder könnten es nicht beurteilen, in welchen Ländern deutsche Touristen besonders willkommen seien.

www.tripadvisor.com


Ausser Haus Markt Zahl des Monats – Dezember 2007: 28%

4 Dezember 2007

28 Prozent der Gastronomen in Niedersachsen und Baden-Württemberg haben in den ersten Monaten nach Einführung des Gastro-Rauchverbotes über zehn Prozent weniger Gäste verzeichnet.

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In Niedersachsen bemerken über 25 Prozent der Gastronomen einen Verlust an Stammgästen und knapp 29 Prozent stellen fest, dass (rauchende) Stammgäste seltener kommen. In Baden-Württemberg sind dies sogar noch mehr: Fast 42 Prozent der Gastronomen berichten von seltener gewordenen Besuchen ihrer Stammgäste und über 31 Prozent haben einige Stammgäste seit Einführung des Rauchverbotes Anfang August nicht mehr gesehen.

Quelle: CHD Expert Studie „Auswirkungen des Nichtraucherschutzgesetztes auf die Gastronomie in Niedersachsen und Baden-Württemberg 2007″, November 2007


ITB Supply: Erfolg auf ganzer Linie

4 Dezember 2007

Quelle: Pressemitteilung, 04. Dezember 2007

ITB Supply spiegelt die wachsende Bedeutung des Marktes der Zulieferer der Tourismusbranche – Neu: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ) ist offizieller Partner

Nach der erfolgreichen Premiere 2006 geht das touristische Segment ITB Supply auf der führenden Messe der weltweiten Reiseindustrie in die dritte Runde. Zulieferern der Tourismusbranche bietet die ITB Berlin 2008 durch die starke Präsenz der deutschen und der weltweit bedeutendsten Hotelkonzerne ideale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Messegeschäft. Ein deutliches Zeichen für den Erfolg von ITB Supply setzt die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. Die AHGZ, Trendbarometer und Sprachrohr der Branche, ist erstmals offizieller Partner der ITB Supply und hat einen eigenen Stand in der Halle 7.1c.

Sowohl das Konzept als auch der Standort von ITB Supply haben sich bewährt. ITB Supply ist eingebettet zwischen den Hallen 8.1 und 9, in denen internationale Hotelketten, Carrier und andere touristische Unternehmen ausstellen, und dem ITB Berlin Kongress Market, Trends & Innovations in den Hallen 7.1a und 7.1b.  Der Kongress mit vielen hochkarätigen Fachvorträgen und Referaten ist ein Magnet für Fachbesucher und Hotelmanager und sorgt für Synergie-Effekte zwischen beiden Bereichen.

Führende  Zulieferunternehmen werden auf der ITB Supply 2008 ihre Produkte präsentieren. Dazu gehören beispielsweise der exklusive Badewannenhersteller Kaldewei, die im Sektor Hotelbetten richtungsweisende Firma Mühldorfer, der bekannte Hotelausstatter für edle Stoffe und Teppiche JAB ANSTOETZ, der Produzent hochwertigen Hotelporzellans RAK Porcelain, der Gastromöbel-Lieferant GO IN und der Fluhrer Verlag, Spezialist bei der Konzeption und Herstellung von Speise- und Getränkekarten.

Neben der facettenreichen Produktpalette an Hoteleinrichtungen, Ausstattungen von Wellness-Bereichen und Guest Supplies zeigen die Aussteller auch Angebote für die gesamte Reiseindustrie wie Freizeitbedarf, Werbeartikel, Schilder/Namensschilder, Marketing/PR, Fahrrad-Konzepte, Mobility-Services und Umwelttechnologien.

Das breite Spektrum an Angeboten der Supply-Aussteller spricht ebenso Fachbesucher wie Aussteller der ITB Berlin aus allen Bereichen der touristischen Wertschöpfungskette an. Hier informieren sich Hotelmanager, Reiseveranstalter, Reisebüroinhaber und –expedienten, Fremdenverkehrsorganisationen, Journalisten und Travel Manager über das Angebot.

www.itb-berlin.de


hotelier.com: Mit über 44.000 Visits pro Monat starkes Onlineportal für Hotels

4 Dezember 2007

Quelle: Pressemitteilung, 04. Dezember 2007

Internationales Webmagazin startet mit neuer Branchencommunity HospitalityFriends.com – Täglich 20 bis 30 Anmeldungen

Branchenkommunikation findet online statt. Mit über 44.000 Besuchern pro Monat (Unique Visitors) ist hotelier.com eines der reichweiten-stärksten Webmagazine für Hotel- und Gastronomiemanagement. Das Portal wurde relauncht und mit neuen Funktionen versehen. Vor weni-gen Tagen gestartet ist die Branchencommunity HospitalityFriends.com – ein Onlinenetzwerk für alle in Hotellerie, Gastronomie und Touristik.

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„Täglich gehen 20 bis 30 Anmeldungen ein“, sagt Carsten Hennig, Chefredakteur von hotelier.com. HospitalityFriends.com bietet alle wich-tigen Funktionen von Onlinekontaktmanagement, Selbstpräsentation (Web-Visitenkarte), Blogging und vieles mehr. Highlight ist die 3D-City, in der sich die Nutzer von HospitalityFriends.com virtuell treffen und austauschen können.

Die Anmeldung und Nutzung bei HospitalityFriends.com ist kostenlos. Alle Nutzern steht auch das Webmagazin hotelier.com zur Verfügung. Geplant ist noch ein Onlinestellenmarkt, der bis Jahresende starten soll.

Über hotelier.com: Das internationale Webmagazin wurde 1996 gegründet und ist damit eines der ältesten Branchenportale für Hotellerie und Gastronomie. Herausgeber ist Smartfusion Ltd. mit Niederlassungen in London, Hamburg und Malaga.