Tophotelprojects.com: Weltgrößtes Hotelprojekt in Dubai wird 6.500 Zimmer umfassen

31 Januar 2008

Quelle: Pressemitteilung tophotelprojects.com, 31. Januar 2008

In den nächsten acht Jahren werden rund 100 neue Hotels mit ca. 30.000 Zimmern in der Metropole am Arabischen Golf eröffnet

Dubai entwickelt sich zu eine der bedeutendsten touristischen Destinationen weltweit. Bis 2013 werden rund 100 neue Hotels mit mehr als 30.000 Zimmern eröffnet und sorgen damit für eine sagenhafte Verzweieinhalbfachung des Bettenbestands. Dies geht aus der Datenbank tophotelprojects.com hervor. Die Onlinedatenbank der internationalen Marktforschungsgruppe CHD Expert bietet aktuell über 1.500 Neubauprojekte der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie in allen wichtigen Hotelmärkten weltweit. Das größte Hotelbauvorhaben in Dubai ist das Tourismusprojekt Bawadi mit insgesamt 31 Hotels. Eines davon wird das Asia Asia Hotel sein – mit 6.500 Zimmern im Vier- und Fünf-Sterne-Standard dann das größte Hotel weltweit. Bislang gilt das MGM Grand Hotel in Las Vegas/USA mit seinen 5.044 Zimmern als das größte Hotel.

Die derzeit größten Hotelprojekte in Dubai (Stand: Dezember 2007):

1.    Asia Asia Hotel / Bawadi Project
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6.500 Zimmer
Betreiber: N.N.
geplante Eröffnung: Anfang 2010
Besonderheiten: Das Tourismusprojekt Bawadi umfasst insgesamt 31 Hotels mit rund 30.000 Zimmern. Im Jahr 2016 sollen dort jährlich 3,3 Millionen Gäste logieren. Das Mammutprojekt der staatlichen Entwicklungsgesellschaft Tatweer wird ein Ausmaß von rund zehn Kilometern einnehmen. Das Gesamtinvestment beträgt rund 27 Milliarden US-Dollar, allein das Asia Asia Hotel wird rund 1,6 Milliarden US-Dollar kosten.

2.    Aqua Duny Resort
2.850 Zimmer
Betreiber: N.N.
geplante Eröffnung: Anfang 2009
Besonderheiten: Das Tourismusprojekt der saudi-arabischen Al Sharq Group soll über 2.000 Apartments in Dubailand und das Fünf-Sterne-Kreuzfahrtschiff „Jumeirah Desert Pearl“ (mit 440 Hotelzimmern) umfassen. Das Investment beträgt rund 1,9 Milliarden US-Dollar.

3.    Atlantis – The Palm – Jumeirah
2.000 Zimmer
Betreiber: Kerzner International
geplante Eröffnung: Dezember 2008
Besonderheiten: Das Hotel wird in zwei Türmen Ausblick auf die Jumeirah-Strände und das Inselprojekt „The Palm“ bieten.

Quelle: tophotelprojects.com / CHD Expert Group


Über den Hotelmarkt Dubai

Im Stadtgebiet von Dubai sind derzeit 307 Hotels mit rund 40.800 Zimmern in Betrieb, davon sind 96 Häuser dem Vier- und Fünf-Sterne-Segment zuzurechnen. Die Anzahl der Gästebetten wuchs 2006 um knapp sieben Prozent.

Die Destination Dubai, mit rund 910.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, gilt als einer der wenigen stark reüssierenden Hotelmärkten im Mittleren Osten. Seit 2003 scheinen die Belegungsraten und vor allem die Erträge der führenden Hotels zu explodieren. Betrug der RevPAR (Revenue Per Available Room) im Dezember 2004 noch 124 US-Dollar und der GOPPAR (Gross Operating Profit Per Available Room) 110 US-Dollar, lagen diese Kennzahlen zehn Monate später schon 30 Prozent höher. Dies geht aus einer Untersuchung von HVS International hervor. Die durchschnittliche Belegung aller Hotels lag 2006 bei 85 Prozent, die höchste Belegungsrate im gesamten Mittleren Osten (Quelle: DTCM). Zum Vergleich: Die durchschnittliche Hotelbelegung in London betrug 2006 gerade einmal 71,5 Prozent.

Die Hotels in Dubai verzeichneten 2007 einen Umsatzzuwachs von fast 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben der staatlichen Tourismusorganisation DTCM (Department of Tourism and Commerce Marketing) betrug der Gesamtumsatz aller Hotels rund 2,3 Milliarden Euro. Die Zahl der Übernachtungsgäste erreichte 2006 mit 6,5 Millionen einen Rekordstand. Bis 2010 sollen jährlich 15 Millionen Hotelgäste erreicht werden.

Über tophotelprojects.com
Welche neuen Hotels kommen national und international auf den Markt? Mit www.tophotelprojects.com behalten Zulieferer, Ausstatter und Berater stets den Überblick. Die Onlinedatenbank von CHD Expert / Marktplatz Hotel bietet aktuell über 1.500 Neubauprojekte der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie; in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind aktuell rund 380 Hotelprojekte der Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie erfasst. „Bei der Recherche achten wir stets auf die Authentizität der Quellen“, so Andreas Rohde, Sales Manager tophotelprojects.com. Bei allen Datenerhebungen wird ein streng gefasster Kriterien- und Recherchekatalog eingehalten. Die Datensätze umfassen neben Betreiber und Ketten- oder Gruppenzugehörigkeit auch wichtige Hintergrundinformationen wie Architekten und Baupartner – alles mit vollständiger Adresse und Ansprechpartner.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
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BVG: Eilantrag eines Rauchers gegen Hessisches Nichtraucherschutzgesetz abgelehnt

30 Januar 2008

Quelle: Pressemitteilung BVG, 30. Januar 2008

Die Verfassungsbeschwerde richtet sich gegen das am 1. Oktober 2007 in Kraft getretene Hessische Nichtraucherschutzgesetz. Dieses verbietet das Rauchen unter anderem in Gaststätten und bedroht Verstöße gegen dieses Verbot mit Bußgeldern. Der Beschwerdeführer ist starker Raucher und Stammgast in einer Gaststätte, in der das Rauchen seit dem 1. Oktober 2007 verboten ist. Er hält das Gesetz für verfassungswidrig, weil es ihn und die betroffenen Gastwirte über Gebühr einschränke. Die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts lehnte den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung ab.

Eine Folgenabwägung ergibt, dass von schweren Nachteilen, die den Erlass einer einstweiligen Anordnung rechtfertigen könnten, nicht auszugehen ist. Für den Beschwerdeführer selbst wiegen die Nachteile des Nichterlasses einer einstweiligen Anordnung eher gering, da er in der Zwischenzeit bis zur abschließenden Entscheidung nicht allgemein am Rauchen und auch nicht am Besuch von Gaststätten gehindert wird. Vielmehr ist ihm lediglich eine einzelne Verhaltensweise – das Rauchen – während des Gaststättenbesuchs untersagt. Dem stehen die mit dem Erlass einer Eilentscheidung verbundenen Beeinträchtigungen des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung gegenüber.

Etwaige Nachteile für die betroffenen Gastwirte können in diesem Verfahren mangels hinreichenden Vortrags des Beschwerdeführers keine Berücksichtigung finden.


Frankfurt/Main: Vivico schließt Vertrag mit Hyatt für Europaviertel

28 Januar 2008

Quelle: Pressemitteilung Vivico, 28. Januar 2008

Vivico unterzeichnete heute mit Hyatt International einen Managementvertrag für ein Grand Hyatt Hotel der 5 Sterne-Plus Kategorie. Das Hotel soll als rund 150 Meter hoher Hotelturm im Frankfurter Europaviertel an der Osloer Straße errichtet werden.

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Bernhard H. Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung von Vivico, betonte beim Vertragsabschluss: „Vivico ist stolz darauf, den international hoch renommierten Betreiber Hyatt für den Standort Frankfurt und das Europaviertel gewonnen zu haben.“ Für Hansen unterstreicht das Engagement von Hyatt die Qualität des neu entstehenden Stadtquartiers und hebt die Bedeutung des Europaviertels für Frank-furt hervor.  „Wir freuen uns sehr, dass wir mit einem neuen Haus am wichtigen Banken- und Messestandort Frankfurt vertreten sein werden“, so Gebhard Rainer, Geschäftsführer Hyatt International Europe, Africa, Middle East. „Unser innovatives und zeitgemäßes Produkt mit höchsten internationalen Standards passt hervorragend zu Frankfurt. Das Grand Hyatt Frankfurt ergänzt unsere bestehenden, erfolgreichen Häuser in Köln, Hamburg, Berlin, Mainz sowie 2010 in Düsseldorf ideal und verstärkt unsere Position im deutschen Markt.“ Bisher ist die Hyatt Gruppe mit dem Premium-Produkt „Grand Hyatt“ in Deutschland nur in Berlin vertreten.

Der Abschluss des Vertrages wurde von der erst 2007 gegründeten Viador, einem Joint Venture zwischen der Feuring Group und Vivico, initiiert. Viador wird das Projekt und den Betrieb weiter begleiten. Vivico realisiert das Hotel bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Als nächster Schritt folgt die architektonische Gestaltung; der Bauantrag soll noch im Jahr 2008 eingereicht werden. Die Fertigstellung des Hotelturms ist für das Jahr 2011/12 geplant.   Der Turm wird über eine Bruttogeschossfläche von ca. 54.300 Quadratmetern verfügen. Das Hotel zählt mit seinen etwa 405 Zimmern, Restaurants, Bars und einem Fitness- und Wellnessbereich zur Spitzenkategorie. Vorgesehen ist ebenfalls ein öffentlich zugängliches Besucher-Center mit Blick auf die Frankfurter Skyline.

www.vivico.de
www.feuring.com
www.feuring-emagazin.com


Wichtiger Branchenpreis: Hoteliers des Jahres 2008 ausgezeichnet

22 Januar 2008

Quelle: Pressemitteilung – „AHGZ„, 22. Januar 2008

Die Preisträger: Carl Geisel, Michael Geisel, Stephan Geisel Geisel Privathotels, München; Peter Deilmann Reederei, Neustadt (Special Award) – Geschäftsführende Gesellschafter und Inhaber: Gisa und Hedda Deilmann

Mit der Auszeichnung „Hotelier des Jahres“, die zum 19. Mal verliehen wird, werden herausragende Leistungen in der Hotellerie gewürdigt. Zu dem Branchenevent HOTELIER DES JAHRES treffen sich am 22. Januar 2008 mehr als 1.000 Repräsentanten der Hotelbranche in Frankfurt am Main. Preisgeber ist die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ). Die Auszeichnung HOTELIER DES JAHRES hat sich als maßgeblicher Branchenaward in der deutschen Hotelindustrie etabliert.

Carl Geisel, Michael Geisel und Stephan Geisel entstammen der Münchner Hotelier-Familie Geisel. Ihre Großmutter Anna Geisel legte mit einigen Münchner Gasthäusern in den 20er Jahren den Grundstein für die Geisel Hotels. Zu den Geisel Privathotels gehören das 5-Sterne-Hotel Königshof, das traditionelle Hotel Excelsior und das Design Hotel anna hotel mit seiner Szene-Bar. Alle drei Häuser befinden sich im Zentrum Münchens, in unmittelbarer Nähe des Karlsplatz/Stachus. Auch im Budget-Bereich sind die Geisels aktiv: Das Cosmopolitan Hotel im Stadtteil Schwabing ist ein designorientiertes 3-Sterne-Haus.

Die Hotelgruppe ist seit mehr als 100 Jahren im Besitz der Münchner Familie Geisel, in deren Hand auch die Geschäftsführung aller vier Häuser liegt. Die Brüder Carl (geb. 1959), Michael (geb. 1968) und Stephan Geisel (geb. 1971) führen in der vierten Generation die berufliche Tradition ihrer Familie fort. Für sie ist das Zusammengehen von Tradition und Moderne kein Widerspruch. Die Geisels bezeichnen ihre Privathotels als mittelständisches Unternehmen, das von den Familienmitgliedern persönlich geleitet werde. Das führe zu kurzen Entscheidungswegen und schnellen Reaktionen.

Der Special Award geht an die Peter Deilmann Reederei, an die Zwillingsschwestern Gisa und Hedda Deilmann. Vor 35 Jahren gründete ihr Vater, Peter Deilmann, die nach ihm benannte Reederei in Neustadt in Holstein. Der gelernte Schifffahrtskaufmann machte sich bereits 1968 mit Befrachtungen und Zeitchartern selbstständig. Nach einigen Jahren wandte sich die Reederei auch der Personenschifffahrt zu. Mitte der 70er Jahre verkaufte Peter Deilmann mit dem Erwerb der „Bordbrise“ die Frachtschiffe und entwickelte ein neues Unternehmenskonzept für Kreuzfahrten.

Flaggschiff der Reederei ist die „MS Deutschland“, die 1998 in Kiel von den Howaldtswerken – Deutsche Werft AG an die Peter Deilmann Reederei übergeben wurde. 1999 hat das 5-Sterne-Superior-Kreuzfahrtschiff die ebenfalls zur Peter Deilmann Reederei gehörende „Berlin“ als Fernseh-Traumschiff abgelöst. Seitdem spielt sie die Hauptrolle in einer erfolgreichen Fernsehserie und trägt das Bild der Hotellerie in die Öffentlichkeit. 2008 feiert das schwimmende Grand Hotel seinen zehnten Geburtstag.

Die Peter Deilmann Reederei, deren Umsatz bei mehr als 100 Millionen Euro liegt, zählt rund 50.000 Passagiere im Jahr. Mit einer Flotte von heute zehn Schiffen, alle unter deutscher Flagge, stellt die Reederei rund 2.000 Betten in schwimmenden Luxushotels zur Verfügung. Schwerpunkt sind nicht mehr Hochseekreuzfahrten; die meisten Schiffe werden auf Europas Flüssen eingesetzt. In der Zentrale in Neustadt an der Ostsee laufen alle Fäden zusammen. Seit dem Tod von Peter Deilmann Ende 2003 zeichnen seine Zwillingstöchter Gisa und Hedda Deilmann als Geschäftsführende Gesellschafterinnen der Reederei verantwortlich. Beide führen das Lebenswerk des Vaters erfolgreich fort.

Hintergrundinformation: HOTELIER DES JAHRES – Ein Preis für Unternehmer

Die Veranstaltung HOTELIER DES JAHRES findet seit 1990 jährlich statt. Preisgeber ist die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ), Matthaes Verlag, Stuttgart. Stifterin der Auszeichnung ist der Deutsche Fachverlag, Frankfurt am Main, 100-prozentige Muttergesellschaft des Matthaes Verlages.

Die Auszeichnung wird von der Branche für die Branche vergeben: Eine mit hochkarätigen Hoteliers besetzte Jury ehrt Unternehmerpersönlichkeiten mit Willen zu Kontinuität, Mut zum Risiko, Innovationsfreude und nachhaltigem wirtschaftlichen Erfolg. Um die Branchenstruktur und die aktuellen Trends differenziert sichtbar zu machen, können jährlich bis zu drei Unternehmer-Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich in herausragender Weise um die deutsche Hotellerie verdient gemacht haben. Der Preis gilt dem Unternehmer bzw. dem als Unternehmer agierenden Manager und seiner kontinuierlichen persönlichen und unternehmerischen Leistung. Auswahlkriterium ist, dass diese Leistung bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der Hotellerie hat und damit zukunftsweisend ist.

Zusätzlich kann die Jury bis zu zwei Special Awards für herausragende Leistungen aus dem Branchenumfeld, für eine außergewöhnliche Geschäftsidee und deren (erfolgreiche) Umsetzung oder für Konzepte zur Nachwuchsförderung an Institutionen oder Persönlichkeiten verleihen.

Die Jury besteht aus namhaften Branchenkennern: Ernst Fischer, Monika Hauer, Kai Hollmann, Klaus Kottmeier, Otto Lindner jun., Daniela Sauter, Karl A. Schattmaier, Ekkehard Streletzki, Willy Weiland, André Witschi. Die Auszeichnung ist nicht dotiert.


Hoteldirektoren lesen Online-Hotelkritiken nicht

22 Januar 2008

Quelle: Pressetext, 22. Januar 2008

Studie: Nur 30 Prozent interessieren sich für Rezensionen

Nach einer Analyse des Marktforschungsinstituts CHD-Expert  lesen nur etwa 30 Prozent der Hoteldirektoren die Web-Rezensionen ihrer eigenen Häuser, die in Bewertungsforen eingetragen sind. Mehr als die Hälfte der Befragten ignoriert diese Hotelkritiken generell, kommt die Untersuchung zum Schluss.

Von den Online-affinen Direktoren, die die Hotelbewertungsportale wie www.holidaycheck.de, www.votello.de oder www.hotelkritiken.de beachten, checken 37 Prozent täglich die neuen Einträge und 20 Prozent der Hoteliers klicken mindestens einmal pro Woche die Portale durch, so Carsten Hennig von CHD-Expert gegenüber pressetext. „Für die Mehrzahl der Hoteliers steht das Interesse an der Glaubwürdigkeit an der Onlinekritik im Vordergrund, das heißt Zeitpunkt und Anlass des Vorfalles.“ Viele der Hotelmanager zeigen sich von den negativen Kritiken deshalb unberührt, weil sie allzu oft an der Glaubwürdigkeit der Aussagen zweifeln oder gar annehmen, dass es sich um Manipulationen handle.

Die Hälfte der online-affinen Hoteldirektoren nimmt die Kritiken allerdings immer noch schulterzuckend zur Kenntnis, denn ist eine Onlinekritik erst einmal publiziert, erfordert es viel Zeit und etliche Korrespondenz den Gast zur einer Korrektur zu bewegen. Und dies sei einfach zu aufwändig, laute die Reaktion der meisten Hoteliers. „Das ist nicht nachvollziehbar, denn die Bewertungen haben einen gewissen Einfluss auf die Buchung“, stellt auch Hennig fest. Der Nutzen der Hotelbewertungsportale für die Hotellerie ist auch im Fokus des Hotelverbandes Deutschland und des europäischen Dachverbandes HOTREC. HOTREC-Präsident Bernd Geyer fordert von den Hotelbewertungsportalen daher Richtlinien zur Eindämmung von Manipulationen und ungerechtfertigsten Bewertungen. Öl ins Feuer gegossen hat dabei auch die Deutsche Stiftung Warentest bei einem Portal-Check Anfang 2007: Von den insgesamt acht getesteten Portalen filterten nur zwei – holidaycheck.de und hotelkritiken.de – fingierte Bewertungen aus. Ein Test des Magazins „Reise & Preise“ stellte dem international agierenden Bewertungsportal www.tripadvisor.com die Note „gut“ aus. Das Magazin kritisierte in diesem Zusammenhang die Bewertungsportale hotelkritiken.de, www.travel-and-guide.de und www.cooleferien.com , da hier weder Texte noch die Mailadresse verifiziert würden.

„Es ist unverständlich, warum PR-Stellen oder Guest-Relation-Manager auf negative Kritiken nicht reagieren“, meint Hennig. „Nur die Hälfte der Manager nimmt direkt Kontakt mit dem Gast/Kritiker auf und 39 Prozent der Direktoren versuchen, durch eigene Kommentierungen Einfluss auf die Wirkung der veröffentlichten Kritiken zu übernehmen.“ Dass die Flut an leichtfertigen und anonym verfassten Online-Kritiken zunimmt und zu finanziellen Schäden führen, sei unbestritten (pressetext berichtete). Wird die Kritik als existenzbedrohend empfunden, entscheidet sich sogar jeder Zweite für eine intensive Kommunikation mit dem Kritiker, haben die Experten herausgefunden.

Für beide Seiten nicht zielführend ist ein Gerichtsverfahren aufgrund einer negativen Bewertung, wie es ein deutscher Hotelier in Mallorca nach einer Kritik einer Dortmunderin tat. Er drohte zunächst mit einer Unterlassungsklage, wenn es nicht zur sofortigen Löschung des negativen Eintrags komme. Die Touristin ließ sich aber nicht einschüchtern. So kam es zu einer Gerichtsverhandlung. Auch auf das Angebot, der Hotelier würde seine Klage zurücknehmen und ihr darüber hinaus eine Gratiswoche in seinem Haus am Strand zur Verfügung stellen, wenn sie ihre Bewertung lösche, ging die Dortmunderin nicht ein. Den Vergleich lehnte sie vor Gericht ab. Der Hotelier zog seine Klage daraufhin unverrichteter Dinge zurück, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Die negative Kritik steht allerdings bis heute im Bewertungsportal. „Außer Kosten und einem schalen Nachgeschmack ist nichts übriggeblieben“, meint Hennig.


Entwicklung eines neuen Top-Delux-Hotels an der Wiener Ringstraße

22 Januar 2008

Quelle: Property Magazine, 22. Januar 2008

Mit einer exklusiven Veranstaltung wird am 29. Januar am Schubertring 5-7 der Baubeginn des neuen 5-Sterne-Hotels gefeiert. Neben dem Chinesische Botschafter, Wu Ken, werden hochrangige Vertreter von Shangri-La sowie zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur anwesend sein.

Anlässlich des Starts der Revitalisierung eines vier Gründerzeitpalais umfassenden Gebäudeblocks an der Wiener Ringstraße, laden die BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH und die S+B Gruppe AG zu einem festlichen Abend auf die Baustelle ein. Die Gäste erwartet ein exquisites Abendessen im ehemaligen Offizierskasino am Schubertring 5-7, zubereitet von Haubenkoch Christian Domschitz, sowie eine anschließende Party in der Kassenhalle der zuvor dort ansässigen Erste Bank-Zentrale.

Das Konsortium erwarb das Grundstück, mit den vier historischen Gebäuden am Wiener Schubertring, Ende 2005 mit dem Ziel, ein hochexklusives Hotel zu entwickeln. Mit Shangri-La Hotels and Resorts, der führenden Luxushotelgruppe im asiatisch-pazifischen Raum, haben BAI und S+B den optimalen Partner gefunden. Bereits im vergangenen Sommer wurde ein langfristiger Pachtvertrag für das Hotel unterzeichnet.

„Wir haben Shangri-La Hotels and Resorts aufgrund der Reputation als einer der weltbesten Hotelbetreiber mit unverwechselbarem Stil mit diesem Immobilien-Juwel betraut“, sagt Thomas Jakoubek, Geschäftsführer der Immobilien Holding und der BAI. „Bei der Suche nach dem richtigen Partner haben wir uns viel Zeit genommen und sind davon überzeugt, dass wir den optimalen Betreiber gefunden haben. Wir freuen uns darauf, das beste Hotel Wiens zu schaffen.“

Der Umbau, der bis 2004 als Büroimmobilie genützten Palais, stellt höchste Anforderungen an den Bauherrn und alle beteiligten Firmen. Großes Augenmerk wird darauf gelegt, die historischen und teilweise denkmalgeschützten Gebäude in ein harmonisches Ensemble, geprägt von großzügigen Räumen und modernsten technischen Annehmlichkeiten, zu verwandeln. Mit viel Feingefühl und zeitgemäßem Design werden die Häuser adaptiert.

Die 207 Gästezimmer haben im Durchschnitt 45 Quadratmeter. Für hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur werden drei Präsidenten-Suiten eingerichtet. Daneben stehen großzügige Konferenz- und Veranstaltungseinrichtungen samt einem stilvollen Ballsaal zur Verfügung.

Weitere Highlights versprechen Restaurant und Bar des Hotels zu werden. Derzeit werden Gespräche mit mehreren Spitzengastronomen geführt, um ein stimmiges und zum Stil des Hauses passendes Konzept für ein außergewöhnliches gastronomisches Erlebnis zu entwickeln.

Mit dem Wellnessbereich bringt Shangri-La sein eigenes Spa-Konzept („CHI“) nach Wien. Es werden CHI-Anwendungen angeboten, die auf althergebrachten chinesischen Heilmethoden und Ritualen aus der Himalaja-Region basieren. Der Health Club des Shangri-La wird mit dem größten Hallenbad aller Wiener Luxushotels glänzen.

Die Eröffnung des neuen Luxushotels ist Mitte 2010 geplant.


VI steigt in den Wiener Hotelmarkt ein

22 Januar 2008

Quelle: Property Magazine, 22. Januar 2007

Vienna International Hotelmanagement AG unterzeichnet Managementvertrag für zwei neue Hotelprojekte mit insgesamt 352 Zimmern in Wien. Die Eröffnung dieser, sich in der Bauphase befindenden Hotels – 4-Sterne Rainer City Hotel sowie 3-Sterne Senator City Hotel – ist für die Wintersaison 2008/2009 geplant. Das in Wien ansässige Unternehmen ist somit erstmals in der österreichischen Bundeshauptstadt vertreten.

Vienna International Hotelmanagement AG realisiert gemeinsam mit dem österreichischen Rainer Konzern und der deutschen META Unternehmensgruppe zwei Hotelprojekte in Wien. Für Rudolf Tucek (Bild l.), Vorstandsvorsitzender Vienna International Hotelmanagement AG, bedeuten die neuen Hotels den Einstieg in den Wiener Hotelmarkt. „In der österreichischen Bundeshauptstadt tätig zu werden hat mehrerlei Bedeutung: Zum einen sind wir erstmals am Firmensitz mit einem Hotel vertreten und zum anderen erwarten wir weitere Übernahmen in den kommenden Jahren. Zudem gehen wir eine neue Zusammenarbeit mit einer österreichischen und einer deutschen Investorengruppe als Hotelentwickler und Management-Partner ein.“

Mit dem Bau des im 17. Wiener Gemeindebezirks in der Hernalser Hauptstrasse gelegenen 3-Sterne Garni Hotels „Senator City Hotel“ wurde bereits begonnen. Bis Ende des Jahres entsteht auf einem freistehenden Areal ein ansprechendes und im dezenten Design ausgestattetes Hotel mit 179 Zimmern, dessen Fassade sich an den umliegenden Häusern aus der Gründerzeit orientieren wird. Die Bauarbeiten für das „Rainer City Hotel“ in der Gudrunstrasse im 10. Bezirk werden mit Februar 2008 aufgenommen. Hier entsteht aus einem ehemaligen Bürogebäude ein modernes 4-Sterne Hotel mit 173 Zimmern und Suiten, Restaurant und Konferenzbereichen sowie Tiefgarage und hoteleigenen Busabstellplätzen. Mit diesem zukünftigen Angebot setzt das Unternehmen neben Geschäftsreisenden, Individualtouristen und Gruppen auch auf das Konferenz- und Tagungsgeschäft.

Expansion hält an – 7 Hoteleröffnungen für 2008 geplant

Bereits im Mai 2008 wird mit dem angelo Hotel (146 Zimmer) am Leuchtenbergring in München das erste Hotel in diesem Jahr eröffnet. Im September folgt das Blumenhotel (110 Zimmer) in St. Veit an der Glan in Kärnten bevor in der Wintersaison weitere 5 Hotelprojekte eröffnet werden, sofern der Bauzeitplan eingehalten wird. Dazu zählt das Rainer City Hotel (173 Zimmer) sowie das Senator City Hotel (179 Zimmer) in Wien, in der Tschechischen Republik das angelo Hotel (144 Zimmer) in Pilsen und das Hotelprojekt „Aquapark“ (231 Zimmer) in Prag sowie das andel’s Hotel in Lodz/Polen (278 Zimmer).


Deutscher Hotelinvestmentmarkt trotz Finanzkrise robust

22 Januar 2008

Quelle: Pressemitteilung JLL Hotels Deutschland, 18. Januar 2008

Das Gesamttransaktionsvolumen für Hotelinvestments in Deutschland lag 2007 bei 2,3 Mrd. Euro* und bewegte sich damit auf dem Niveau des Rekordergebnisses des Vorjahres – in Anbetracht der schwierigen Marktbedingungen im zweiten Halbjahr ein hervorragendes Ergebnis.Noch besser sah es bei der Anzahl der Transaktionen aus. Mit 30 Einzeltransaktionen (2006: 27), sieben Portfoliotransaktionen (2006: 4) und sieben Hotels, die als Teile von Immobilienportfolios verkauft wurden (2006: 9) ist sie im Vergleich zu 2006 erneut gestiegen.

Das fünfjährige Durchschnittsvolumen (Einzel- und Portfoliotransaktionen 2002-2006: 949 Mio. Euro) wurde in 2007 um 141 % übertroffen.

Ausländische Investoren dominieren Kaufaktivitäten
Wie schon in 2006 wurden die Kaufaktivitäten auf dem deutschen Markt überwiegend von ausländischen Investoren getätigt, allerdings mit einem leichten Rückgang. 2007 lag ihr Anteil bei 89 %, 2006 waren es 93 %. Die Top 3 der ausländischen Investoren kamen aus Großbritannien (mit 41 % des gesamten Transaktionsvolumens), USA (16 %) und Dänemark (14 %). Französische, israelische und spanische Anleger kauften für insgesamt rund 317 Mio. Euro ein. Die verstärkte Investitionsaktivität der dänischen Anleger (2006: 6 %) beruht auf Steuervorteilen, die sie bei Investitionen in Deutschland in ihrem Heimatland geltend machen können.

Einzeltransaktionen auch in vielen Sekundärstandorten
Mit rund 815 Mio. Euro wurden in 2007 rund 36 % des gesamten Transaktionsvolumens in Einzeltransaktionen investiert. Auffällig ist hier, dass aufgrund der deutlichen Verknappung des Angebots in 1A Lagen der deutschen Großstädte auch viele Sekundärstandorte im Blickpunkt der Investoren standen, u.a. Stuttgart, Hannover, Dresden, Krefeld, Nürnberg, Erlangen, Baden-Baden und Rantum auf Sylt. In Düsseldorf wechselten gleich sechs Hotels den Eigentümer, jeweils drei waren es in Köln, München, Berlin und Hamburg:

  • Die Unternehmensgruppe Herkules erwarb für 21 Mio. Euro das Novotel Krefeld (155 Zimmer). Das 4-Sterne Hotel ist bis 2026 an Accor vermietet.
  • Das Steigenberger Esplanade Jena fand mit der Wealth Management Capital Holding GmbH (eine 100%ige Tochtergesellschaft der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG) einen neuen Eigentümer. Das 179-Zimmer Hotel wurde für den geschlossenen Immobilienfonds H.F.S. Immobilienfonds 12 erworben.
  • Das Innside Premium Hotel in Düsseldorf-Derendorf wurde als Teil des Gebäudekomplexes „Loft 12“ von der COVER Projektentwicklung an einen deutschen Investor verkauft. Jones Lang LaSalle und Jones Lang LaSalle Hotels haben den Verkäufer beraten.
  • Die Blackstone Group kaufte Anfang 2007 das Maritim Hotel Reichshof in Hamburg mit 303 Zimmern vom deutschen institutionellen Investor Westfonds.
  • Kurz vor Jahresschluss 2007 beriet Jones Lang LaSalle Hotels den Verkäufer des Marriott München. Das Private Equity Unternehmen JER Partners (Großbritannien) erwarb das 348-Zimmer Hotel in der Nähe der Parkstadt Schwabing.
  • Quinlan Private aus Irland erwarb das NH Frankfurt City mit 256 Zimmern vom deutschen Entwickler FOM als Teil einer gemischt genutzten Immobilie mit 7.300 m² Bürofläche und 12.000 m² Hotelfläche. Der Käufer wurde ebenfalls von Jones Lang LaSalle Hotels beraten.
  • Die Provinzial Versicherung verkaufte das Crowne Plaza Cologne City Centre (301 Zimmer) in Köln an die spanische Losan Hotels Group. Seit Januar 2008 wird das Hotel vom spanischen Betreiber Barceló als Barceló Cologne City Centre betrieben.
  • Das sich noch im Bau befindliche Lindner Hotel am Michel in Hamburg mit 260 Zimmern wurde von der deutschen Lloyd Fonds für 35 Mio. Euro vom Entwickler GBI erworben. Die Eröffnung des Hotels ist für März 2008 geplant. Diese Transaktion zeigt, dass Investoren auch Hotelprojekte auf ihrer Einkaufsliste haben, genauso wie
  • der Kauf des Seminaris CampusHotel „The Dahlem Cube“ an der Freien Universität (FU) in Berlin mit 186 Zimmern durch den dänischen Investor Baltic Property Trust für 34 Mio. Euro. Eröffnung ist im Frühjahr 2009.

Mehr Portfoliotransaktionen mit kleineren Volumina
Rund 47 % des Hotelinvestmentvolumens in Deutschland 2007 entfielen auf sieben Portfoliotransaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,1 Mrd. Euro (2006: 900 Mio. Euro).

  • Die britische Moor Park Capital erwarb von Accor 91 Hotels mit rund 12.000 Zimmern, von denen 72 in Deutschland und 19 in den Niederlanden liegen. Dieser Verkauf war die größte Hotelportfoliotransaktion in 2007, gemessen sowohl am Volumen als auch an der Zimmeranzahl.
  • Sechs Tagungshotels mit 1.009 Zimmern der Deutschen Telekom AG wurden von dem israelischen Investor Igal Ahouvi erworben.
  • Die Blackstone Group verkaufte für 58 Mio. Euro drei Mercure Hotels (eines in München, zwei in Frankfurt) mit 619 Zimmern an britische Investoren.

Darüber hinaus waren sieben Hotels Teil eines gemischten europäischen Hotelportfolios oder eines deutschen Portfolios mit unterschiedlich genutzten Immobilientypen. Für die Assetklasse Hotelimmobilie wurden hier etwa 405 Mio. Euro umgesetzt:

  • Puma Brandenburg Ltd. aus Großbritannien kaufte als Teil eines Portfolios das Hyatt Regency Hotel Köln und das Hotel Ibis Nürnberg City mit insgesamt vier Objekten in Köln, Nürnberg, Zweibrücken und Mülheim an der Ruhr. Verkäufer war die Faßbender Beteiligungsgesellschaft.
  • Das 4-Sterne Hotel InnSide Premium Hotel Frankfurt Niederrad (146 Zimmer) erwarb Invesco Real Estate von Azure Properties als Teil eines europäischen Hotelportfolios mit jeweils zwei weiteren Hotels in Frankreich und Polen. Das Verkaufsvolumen für das gesamte Portfolio belief sich auf ca. 120 Mio. Euro. Jones Lang LaSalle Hotels beriet den Verkäufer.
  • Ebenfalls in Frankfurt wechselte das Sheraton Congress Hotel in Frankfurt-Niederrad mit 396 Zimmern den Eigentümer. Der australische institutionelle Investor Babcock & Brown hat den Bürokomplex sowie das Hotel von der Bayerischen Bau- und Immobiliengruppe akquiriert.

Die Finanzierungskrise und ihre Auswirkungen auf den deutschen Hotelinvestmentmarkt 2007
Nach dem Rekordjahr 2006, in dem das Transaktionsvolumen von 2005 noch um 190 % übertroffen worden war, erwartete man aufgrund der guten Ausgangslage auch für 2007 hohe Dynamik am deutschen Hotelinvestmentmarkt. Dies bestätigte sich auch im ersten Halbjahr, in dem 67 % des Gesamtjahresvolumens 2007 umgesetzt wurden. Im zweiten Halbjahr 2007 wurde auch in Deutschland die Subprime-Krise deutlich spürbar. Der typische „Jahresend-Run“ mit vielen Deals blieb aus, bzw. aufgrund der Unsicherheit im Markt wurden einige Deals auf Eis gelegt. „Spürbar wurde die Subprime-Krise in Deutschland vor allem durch die erneute Veränderung in der Käuferstruktur“, so Christoph Härle, Managing Director Jones Lang LaSalle Hotels.

Bis 2003 waren überwiegend institutionelle Investoren am deutschen Markt aktiv (1998-2003 Anteil von durchschnittlich etwa 60 % am Hotelinvestmentvolumen). Danach erschien der Investorenkreis wesentlich differenzierter mit einer Dominanz durch Private Equity Unternehmen. Im zweiten Halbjahr 2007 waren die deutschen Fondsgesellschaften und institutionelle Investoren wieder auf dem Vormarsch. Diese überwiegend eigenkapitalstarke und daher weniger von der erschwerten Fremdkapitalaufnahme betroffene Klientel hatte 2007 einen Anteil von 26 % am Hotelinvestmentvolumen. Die Private Equity Unternehmen dominierten 2007 zwar immer noch, zu beobachten war aber ein deutlicher Rückgang von 60 % (2006) auf 48 %. Bemerkenswert ist auch die zunehmende Aktivität der privaten Investoren und der Hotelbetriebsgesellschaften.

Transaktionsvolumen in 2008 insgesamt rückläufig – Insbesondere Portfoliodeals nehmen ab
„Abwarten ist die Devise. Das hat sich ab Herbst verstärkt angedeutet und wird uns auch noch eine Weile begleiten“, so Christoph Härle. Für 2008 erwartet Jones Lang LaSalle Hotels leicht rückläufige Aktivitäten bei Einzeltransaktionen. „Was wir sehen werden sind insbesondere Ausgliederungen von Einzelhotels aus den in den vergangenen Jahren akquirierten Portfolios“, so Härle. Großvolumige Portfoliotransaktionen, die in den letzten Jahren und vor allem 2006 die Gesamttransaktionsvolumina beeinflussten, werden 2008 nur eingeschränkt zu Buche schlagen. Das für derartige Transaktionen in der Regel hohe Fremdkapital dürfte schwer zu beschaffen sein. „Das Transaktionsvolumen 2008 wird insofern die Volumina der beiden vorangegangenen Jahre nicht erreichen. Grundsätzlich gehen wir von leicht steigenden Renditen aus“.

*Basierend auf Einzeltransaktionen in Deutschland mit einem Investitionsvolumen größer als 10 Mio. Euro, Portfoliotransaktionen in Deutschland sowie Hotels in Deutschland als Teile von Immobilienportfolioverkäufen


Noch mehr Gästebetten in Österreich: Eindeutiger Trend zu Qualitäts- und Städtetourismus

17 Januar 2008

Quelle: Pressetext, 17. Januar 2008

Die Zahl der Betten in österreichischen Beherbergungsbetrieben ist im Jahr 2007 erneut leicht gestiegen, berichtet die Statistik Austria. Derzeit stehen Reisenden rund 1,08 Mio. Betten zur Verfügung. Abgenommen hat hingegen die Zahl der Betriebe. Deutlich spürbar am Tourismussektor ist die steigende Nachfrage im Qualitätssegment der Vier- und Fünf-Stern-Häuser.

„Generell kann man sagen, dass der Kunde zumindest auch das im Hotelzimmer erwartet, was zu Hause sein Standard ist“, so Peter Laimer von der Direktion Raumwirtschaft der Statistik Austria gegenüber pressetext. Der Trend gehe eindeutig in Richtung Qualitätstourismus und werde durch die Zunahme im Bereich Städtetourismus angefeuert. „Deutlich bemerkbar wird dies in den Landeshauptstädten und natürlich in Wien.“ Es gebe dennoch einige Landeshauptstädte, die über kein Fünf-Stern-Hotel verfügen, erklärt Laimer. „In Wien wird in den folgenden Jahren ein weiterer Bauboom von Qualitätshäusern erfolgen. Damit wird versucht, die Bettenkapazität zu erhöhen, weil davon ausgegangen wird, dass die Auslastung steigen wird.“ Durch die Bedeutung von Wien als Kongress- und Event-Metropole werde das wohl gelingen. 2007 stieg die Anzahl der Betten in den Vier- und Fünfstern-Kategorien um 1,4 Prozent. Die stärksten Zuwächse an Betten waren im westlichsten Bundesland Vorarlberg zu verzeichnen. Hier stieg die Zahl um 12,6 Prozent auf rund 80.000 Betten.

In der vergangenen Wintersaison 2006/07 sank die Bettenauslastung auf 33,2 Prozent. In den Vier- und Fünf-Stern-Betrieben stieg die Auslastung um 0,8 Prozentpunkte auf 50,8 Prozent, in Drei-Stern-Betrieben fiel sie um einen Prozentpunkt auf 34,9 Prozent. „Auch hier ist eindeutig der Trend zu höherer Qualität bemerkbar“, so Laimer. „In den Bundesländern Tirol, Salzburg und Vorarlberg liegt die jeweilige Bettenauslastung in den Vier- und Fünf-Stern-Betrieben erheblich über dem Österreichschnitt, aber auch in Wien erreicht diese Kategorie eine Bettenauslastung von 52,3 Prozent.“

In der Sommersaison 2007 stieg die Auslastung im Vergleich zu 2006 von 28,9 auf 29,6 Prozent. „Auch hier war in Gesamt-Österreich ein leichter Anstieg der Vier- und Fünf-Stern-Betriebe bemerkbar. In Wien lag die Auslastung in diesem Segment bei 67 Prozent“, bemerkt Laimer. Auch bei den Drei-Stern-Häusern war österreichweit ein leichter Anstieg auf 35,9 Prozent zu verzeichnen.

Veranstaltungen wie die EURO2008 werden allerdings nicht zu einer stärkeren Auslastung führen, glaubt Laimer. „Viele der Fans werden bei Bekannten übernachten. Zudem ist davon auszugehen, dass während der Europameisterschaft andere Gäste wie etwa im Kongresstourismus ausbleiben werden“, meint der Experte. Dies könnte sogar zu einer Stagnation bei den Nächtigungszahlen vor allem in größeren Betrieben führen.


Hotelbewertungsportale im Internet: Wenig beliebt beim Hotelmanagement

17 Januar 2008

Quelle: CHD Expert Group – Pressemitteilung

Branchenstudie von CHD Expert: Nur 30 Prozent der Hoteldirektoren checken die Webrezensionen regelmäßig – Analyse und Auswertung zu aufwändig

Hamburg, 17. Januar 2008
Hotelkritiken im Internet sind beim Management unbeliebt: Über 50 Prozent der Hoteldirektoren in Deutschland ignorieren bislang die Onlinerezensionen auf Plattformen wie holidaycheck.de, votello.de und hotelkritiken.de. Nur 30 Prozent der Hotelmanager klicken regelmäßig durch die Bewertungsportale, um die jüngsten Bewertungen ihrer Häuser in Erfahrung zu bringen. Dies geht aus einer Branchenstudie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH vor. Befragt wurden 284 Entscheider aus Privat- und Kettenhotellerie sowie Ketten- und Kooperationszentralen.

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Von den online-affinen Direktoren, die die Hotelbewertungsportale beachten, checken 37 Prozent täglich die neuen Einträge und 20 Prozent der Hoteliers klicken mindestens einmal pro Woche die Portale durch.

Für die Mehrzahl der Hoteliers (63%) steht das Interesse an der Glaubwürdigkeit an der Onlinekritik im Vordergrund, d.h. Zeitpunkt und Anlass des Vorfalles. Die Hälfte der Manager (51%) nimmt dazu direkt Kontakt mit dem Gast/Kritiker auf und 39 Prozent der Direktoren versuchen, durch eigene Kommentierungen Einfluss auf die Wirkung der veröffentlichten Kritiken zu übernehmen. Wird die Kritik als existenzbedrohend empfunden, entscheidet sich sogar jeder Zweite für eine intensive Kommunikation mit dem Kritiker.

Allerdings zeigt dies auch, dass immer noch die Hälfte der online-affinen Hotel-direktoren die Kritiken schulterzuckend zur Kenntnis nehmen, denn ist eine Onlinekritik erst einmal publiziert, erfordert es viel Zeit und etliche Korrespondenz den Gast zur einer Korrektur zu bewegen. „Und dies ist einfach zu aufwändig“, ist dazu die Reaktion der meisten Hoteliers.

“Mehrwert für die Hotellerie”
Der Nutzen der Hotelbewertungsportale für die Hotellerie ist auch im Fokus des Hotelverbandes Deutschland (IHA) und des europäischen Dachverbandes HOTREC. Bernd Geyer, Präsident von HOTREC, fordert von den Betreibern der Hotelbewertungs-portale die Einhaltung von zehn Prinzipien zum Schutz vor Manipulationen und ungerechten Bewertungen.

Kurz gefasst lauten diese:
1) redaktionelle Kontrolle
2) Manipulationen vorbeugen
3) Qualität sichern
4) Keine anonymen Bewertungen
5) Mindestanzahl an Bewertungen gewährleisten
6) Notenskalierungen harmonisieren
7) Reaktionsmöglichkeit eröffnen
8) Rechtssicherheit umsetzen
9) Aktualität gewährleisten
10) Offizielle Sterneanzahl angeben

In der Tat sind die deutschsprachigen Hotelbewertungsportale anfällig für Manipulationen: Bei einem Check der Stiftung Warentest („test“, Ausgabe 2/2007) filterten nur zwei von acht getesteten Portalen fingierte Bewertungen aus: hotelkritiken.de und holidaycheck.de. Bei der Prüfung hinsichtlich aussagekräftiger Hotelbewertungen erfüllte nur holidaycheck.de die Kriterien der Tester. Bei einem weiteren Test der Special-Interest-Zeitschrift „Reise & Preise“ erreichte noch das international bekannte Bewertungsportal Tripadvisor.com die Note „gut“. „Bei den letztplatzierten Portalen hotelkritiken.de, travel-and-guide.de und cooleferien.com werden Texte vor Veröffentlichungen weder gesichtet noch die Mailadresse verifiziert“, schreibt „Reise & Preise“-Verleger Oliver Kühn.

Onlinekritiken können Hotels große Schäden zufügen
Internationalen Medienberichten zufolge nimmt die Flut an leichtfertigen und anonym verfassten Onlinekritiken zu. Die finanziellen Schäden erreichen mittlerweile in Einzelfällen sogar Millionenhöhe oder führen sogar dazu, dass ein Unternehmen daran zugrunde geht, berichtet der Mediendienst Pressetext. „Es gibt alle möglichen Arten von Schäden, die den Unternehmen im Web zugefügt werden. Die Anzahl der verschiedenen Methoden hängt allein von der Kreativität der Übeltäter ab“, sagte Marc S. Friedman, Chairman der Abteilung für geistiges Eigentumsrecht bei der Anwaltskanzlei Sills Cummis Epstein & Gross, gegenüber der „New York Times“. Die Justiz ist meist machtlos gegen derlei negative Onlinekritiken und der Großteil der Anwälte empfiehlt daher, die irreführenden Postings am besten zu ignorieren. Firmen die mit Stellungnahmen reagieren riskieren häufig, nur noch mehr Öl ins Feuer zu gießen und heizen die anonymen Schreiber damit erst richtig an, heißt es. Und selbst wenn Unwahrheiten früher oder später wieder von den Webseiten und Online-Plattformen entfernt werden, bleibt häufig ein schaler Nachgeschmack bzw. finden die Poster meist eine Vielzahl an neuen Wegen, ihre Kritiken zu platzieren – beispielsweise auf anderen Review-Seiten, die häufig über große Nutzerzahlen und erheblichen Einfluss verfügen.

Wichtige Hotelbewertungsportale in der Übersicht (Auswahl)
HolidayCheck.de: ca. 49.000 bewertete Hotels in 211 Ländern; 643.830 Bewertungen
Hotelkritiken.de: 3.810 bewertete Hotels in 99 Ländern; 6.520 Bewertungen
Votello.de: 52.000 bewertete Hotels in 90 Ländern
Trivago.de: 50.000 bewertete Hotels in 112 Ländern; 150.000 Bewertungen
Hotelcheck.de: 5.554 bewertete Hotels in 69 Ländern; 10.000 Bewertungen
Travel-and-guide.de: 5.528 bewertete Hotels in 97 Ländern; 21.018 Bewertungen
Cooleferien.de: 5.053 bewertete Hotels in 46 Ländern / 14.000 Bewertungen
Travelevaluation.de: 2.000 bewertete Hotels in 20 Ländern

Eines der wichtigsten Hotelkritikportale ist HolidayCheck.de von der gleichnamigen Schweizer Aktiengesellschaft mit Sitz in Kreuzlingen. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund zwölf Millionen Euro (Quelle: „Horizont“) überwiegend mit Buchungen im eigenen Onlinereisebüro; der vermittelte Reiseumsatz betrug 2006 rund 58 Millionen Euro.

Weitere Hotel- und Reisebewertungsportale (Auswahl): tripadvisor.de, igougo.com, holidayranking.de, hotelbewertung.de, hotel-erfahrungsberichte.de, zoover.de, cruisecritic.com – insgesamt sind derzeit 51 Hotelkritikportale oder Webportale mit Hotelrezensionen zu erfassen

Hotelbewertungen werden auch bei den Reiseveranstaltern TUI („Hotelsonnen“) und Neckermann („N“) vorgenommen. Zudem veröffentlichen die Buchungsportale HRS.de und hotel.de ebenfalls Hotelbewertungen.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
http://www.chd-expert.de
http://www.tophotelprojects.com


Neue RTL-Show für Hotelkritiker Heinz Horrmann

17 Januar 2008

Quelle: Berliner Morgenpost, 15. Januar 2008

Er ist Autor, Buchautor und der Papst unter den Hotelkritikern: Heinz Horrmann. Zuletzt bewertete der passionierte Hobbygolfer an der Seite von Gourmet Reiner Calmund die Leistungen von Spitzenköchen und Amateuren in der erfolgreichen TV-Show „Kocharena“ auf dem Sender Vox. Weil die Sendung so viele Zuschauer begeisterte, werden demnächst die dritte und vierte Staffel produziert. Ende Februar startet dann eine weitere, originelle TV-Sendung mit Horrmann. In „Der Hotelinspektor“ (läuft auf RTL) wird der renommierte Kritiker private Top-Herbergen genauer unter die Lupe nehmen. Wir dürfen gespannt sein …


Abu Dhabi sucht Anschluss an Dubais Tourismuserfolge

17 Januar 2008

Quelle: bfai, Januar 2008

Zahlreiche neue Hotels geplant / Lieferchancen für Qualitätsausrüster

Nach den Tourismuserfolgen Dubais wollen auch die anderen Emirate in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ein Stück vom internationalen Tourismuskuchen – allen voran die Landeshauptstadt Abu Dhabi. Mit massiven Hotel- und Infrastrukturinvestitionen sollen die Voraussetzungen geschaffen werden. Zielgruppe sind besserverdienende Touristen und Geschäftsleute von der arabischen Halbinsel, aus Asien und Europa. Angesichts deren gehobener Ansprüche dürften sich deutschen Hotelausrüstern interessante Lieferchancen bieten.

Im Jahr 2007 konnte Abu Dhabi eine der weltweit höchsten Zuwächse bei den Touristenankünften verbuchen: um 16% auf 1,37 Mio. Die Zahl wäre noch höher ausgefallen, wenn es genug Hotelbetten gegeben hätte, sagt Mubarak Hamad Al Muhairi, Chef der Abu Dhabi Tourism Authority (ADTA). Für 2008 rechnet seine Behörde mit 1,58 Mio. Besuchern und für 2015 mit der doppelten Zahl.

Dem stehen bislang lediglich 10.000 Hotelbetten gegenüber. Mit einer spürbaren Kapazitätserweiterung ist jedoch begonnen worden. Schon 2008 stünden 13.500 Betten zur Verfügung, glaubt ADTA, für 2010 liege die Planzahl bei 16.800 und für 2015 bei 24.400. Die Menge der 2006 verkauften Hotelnächte beziffert Al Muhairi auf 2,8 Mio., was angesichts der gut halb so großen Besucherzahl nicht gerade viel ist, den Hotelsektor aber dennoch an seine Kapazitätsgrenzen geführt hat. Abu Dhabi brauche deshalb kurzfristig mindestens 30 neue Hotels, sagt der ADTA-Chef. Privaten Anlegern hilft die Behörde mit einer eigenen Gesellschaft, der Tourism Development and Investment Company, die sich an Projekten mit Risikokapital beteiligt.

Der Beitrag des Tourismussektors zum BIP von Abu Dhabi lag 2006 bei 2,9% beziehungsweise 8,68 Mrd. Dirham (100 Dh = 18,48 Euro) – für die Volkswirtschaft ein eher marginaler Betrag. Große Bedeutung hat die Entwicklung allerdings im Hinblick auf die eines Tages zu Ende gehenden Ölvorräte, einem Sektor, dem Abu Dhabi 2006 noch rund 93% seines BIPs verdankte. Gemessen an dieser Zahl ist der Tourismus immerhin ein wichtiger Anfang zur Entwicklung einer Nicht-Öl-Volkswirtschaft.

Die Einnahmen der Hotels beziffert die ADTA für 2006 auf 1,8 Mrd. Dh., im Vergleich zu 0,7 Mrd. 1997. Wie am Golf üblich konzentriert sich zwei Drittel des Geschäft auf Fünf-Sterne-Hotels, während Vier-Sterne-Herbergen 2006 mit 16% der Einnahmen folgten.

Nach Einschätzung von Al Muhairi wächst der Tourismus im Mittleren Osten im Durchschnitt mit 3,9% pro Jahr nur etwas langsamer als der weltweite mit 4,1%. Herausragende Ausnahmen seinen dabei jedoch Dubai und Abu Dhabi mit ihren zweistelligen Zuwächsen. In Bezug auf die derzeitigen und geplanten Sektor-Investitionen sieht Al Muhairi die VAE weit vorne, gefolgt von Katar.

Die mit Abstand größten Besuchergruppen in Abu Dhabi waren 2006 Briten mit 8,8% und Deutsche mit 8,0%, gefolgt von US-Amerikanern (1,9%), Russen (1,2%), Italienern, Japanern, Österreichern, Belgiern und Niederländern.

Die VAE mögen ein eigenes Staatsgebilde sein, in ihrer Politik verfolgen die verschiedenen Emirate oft Eigeninteressen. Starken öffentlichen Strukturen auf Emirats-Ebene stehen schwache des Gesamtstaats gegenüber. Von einer gemeinsamen Tourismuspolitik kann deshalb keine Rede sein, schon eher von gegenseitiger Konkurrenz. Geschäftsleute und Unternehmen, die mit den Emiraten zu tun haben, sollten dies berücksichtigen und auf entsprechende Empfindlichkeiten Rücksicht nehmen. So sind zwischen den einzelnen Emiraten gezogene Vergleiche unbeliebt. Gerne gesehen wird dagegen, wenn ein Besucher im Emirat seiner Gesprächspartner absteigt, statt – wie das Gros der Geschäftsreisenden – von Dubai per Stippvisite seine Besuche zu machen.

Tourismus-Vorhaben der einzelnen Emirate
Abu Dhabi: Geplant sind Investitionen in Höhe von 136 Mrd. $, um die Zahl der Touristenankünfte bis 2015 auf 3 Mio. zu steigern. Beobachter glauben, dass schon bis 2010 rund 40 neue Hotels gebaut werden. Der Gesamtwert der in Abu Dhabi derzeit beschlossenen, geplanten und angedachten Projekte beläuft sich nach Schätzungen auf etwa 1 Billion $.

Dubai: Das schon seit längeren boomende Emirat hat weit höher gesteckte Ziele als die Hauptstadt: Schon in wenigen Jahren sollen ein Fünftel des BIP mit dem Fremdenverkehr erwirtschaftet werden und 15 Mio. Besucher kommen. Noch 2008 kann der Burj Dubai, der höchste Wolkenkratzer der Welt, betreten werden, ein Jahr später die künstliche Insel Palm und 2010 das World-Projekt – 300 neu geschaffene Inseln, die zusammen aus der Luft das Bild einer Erdkarte abgeben. Bis 2010 werden für den erwarteten Besucheransturm 80.000 neue Hotelbetten eingerichtet.

Fujairah: Der kleine Bruder mit einer Küstenlinie am Indischen Ozean investiert derzeit 3 Mrd. $ binnen fünf Jahren, um mehr Besucher anzulocken. Vorzeigeprojekte sind das Radisson Al Aqah Beach Resort und der Fujairah Paradise Tourismus- und Wohnkomplex.

Ras Al Kaimah: Geplant sind Industrie- und Freizeitinvestitionen in einer Größenordnung von 50 Mrd. $, um die Zahl von Geschäfts- und Fremdenverkehrsreisenden bis 2010 auf 100.000 zu vervierfachen. Schlüsselvorhaben ist der 3 Mrd. $ teure Al Marjan-Inselkomplex mit Hotel, Marina und Luxusvillen.

Sharjah: Für 18 Mrd. $ wird an einem Al-Nuojoon-Island-Projekt gebaut, das Hotels, ein Einkaufzentrum, Wohnungen und einen Golfplatz beherbergen wird.

Umm Al Quwain: Eine 3,3 Mrd. $ teure Umm-Al-Quwain-Marina soll einmal 80.000 Wohnungen, mehrere Boutique-Hotels und Freizeitanlagen rund um eine Yachthafen-Landschaft bieten.

Ajman: Das Emirat will im Rahmen eines 10-jährigen Investmentprogrammes die touristische Infrastruktur stärken und eine Bahnverbindung nach Dubai schaffen. Zu den antizipierten Großprojekten gehört auch eine 2 Mrd. $ teure Marina.

Anerkanntes Tourismusziel
Mit den angestrebten Projekten können sich die VAE auch in Zukunft einer großen Medienaufmerksamkeit sicher sein – einer wichtigen Voraussetzung für ein expandierendes Tourismusgeschäft. In dem kürzlich zum dritten Mal vorgelegten „Country Brand Index“ der in New York firmierenden Beratungsgesellschaft Future Brands rangieren die VAE auf dem ersten Platz in der Kategorie „Resort and Lodging Options“.

In keinem anderen Land der Welt gebe es eine so attraktive Auswahl unterschiedlicher Spitzenherbergen wie in den VAE, von Familienhotel bis zum (selbsternannten) 7-Sterne-Hotel, heißt es. Auf den folgenden Plätzen landeten die Malediven, Australien, Tahiti, Kanada, die USA und die Bahamas. In der Kategorie „Fine Dining“ erreichten die VAE immerhin den siebten Platz, hinter Frankreich, Italien, Singapur, Japan, den USA und Großbritannien. Auch in der Bewertung der Konferenzmöglichkeiten erhielten die VAE mit Platz fünf ein hervorragendes Votum – nach den USA, der Schweiz, Deutschland und Singapur.

Teure Qualitäten gefragt
Für deutsche Unternehmen ergeben sich grundsätzlich Beteiligungs- und Lieferchancen bei den Bauvorhaben sowie bei der Ausrüstung von Hotels und Gaststätten. Während die Bauten sowohl von der Architektenleistung, der Konstruktions- und Bauqualität, der Verarbeitung, der Raumaufteilung als auch den Servicebereichen außerhalb der Blickweite eines Gastes aus westeuropäischer Sicht mitunter zu wünschen übrig lassen, sind Lobby, Speiseräume, Bars und Zimmer meist von ausgesuchter Qualität. Teure Designermöbel, originale Gemälde und nummerierte Lithographien an den Wänden – mit der Ausstattung wird nicht gekleckert. Wenngleich viele Objekte am westeuropäischen Geschmack vorbeigehen, oft überladen, übertrieben, kitschig oder voller Stilbrüche daherkommen, teuer und importiert sind sie allemal.

In den Küchen geht es technisch nüchtern zu. Namhafte Häuser beschäftigen westliche Chefköche, die Wert auf eine Topausstattung legen. In den Spitzenrestaurant haben auch hochpreisiges westeuropäisches Porzellan und Markenbesteck eine Chance, während in den Zimmern der Qualität von Matratzen und Bettwäsche große Aufmerksamkeit geschenkt wird. (M.B.)


Kuba baut Tourismusinfrastruktur aus

17 Januar 2008

Quelle: bfai, Januar 2008

Bis 2010 sind 30 neue Hotels geplant / Ausländische Interessenten für Gemeinschaftsunternehmen gesucht

Auf Kuba wurden Anfang 2008 Pläne zum Bau von 30 Hotels bekannt. Die Kapazität im Fremdenverkehr soll bis 2010 um 10.000 Betten aufgestockt werden. Davon entstehen allein in der Hauptstadt Havanna Häuser mit 1.000 Betten. Zusammen mit dem Bade- und Ferienort Varadero erwirtschaftet Havanna als Standort 70% der Tourismuseinnahmen von insgesamt 2,4 Mrd. US$. Der Bedarf an Innenausstattungen und Möbeln, Sanitärtechnik, Klär- und Wasseraufbereitungsanlagen etc. steigt durch diese Baumaßnahmen enorm an.

Begleitet werden diese Erweiterungsvorhaben von der Gründung und Vermarktung der Hotellkette E sowie von längst überfälligen Renovierungsmaßnahmen in bestehenden Einheiten. In jüngster Vergangenheit wurde zunehmend kritisiert, dass die Betreiber von Hotels zu wenig in den Erhalt ihrer Anlagen investierten, was auf Kosten der Qualität und regionalen Wettbewerbsfähigkeit der Häuser gehe. Dies soll sich nun schrittweise ändern.

Der Rückgang des Besucherverkehrs 2006 (2,2 Mio. Touristen, nach 2,3 Mio. im Vorjahr) und Anfang 2007 war ein erstes Warnsignal, das bei den Verantwortlichen sichtbar Wirkung hinterließ. Nicht umsonst wurde im Oktober ein Konsultativorgan, Observatorio Turístico, geschaffen, das unmittelbar dem Tourismusministerium (Mintur) untersteht. Diese Arbeitseinheit wird künftig neueste Trends im Fremdenverkehr erforschen sowie Projekte und Strategien entwickeln. Einer Revision wurde zudem die Tourismuswerbung im Ausland unterzogen, die auf ein Minimum zusammen gestrichen war und kaum noch Erfolg zeigte.

Ausgebaut werden neben den Hotels die Kapazitäten für den Tauch- und Segelsport sowie zum Golfspielen. So sind zehn Golfanlagen geplant, zwei davon in Havanna. Erwogen wird ebenfalls der Bau neuer Anlagestellen für Sportboote und Segelschiffe, sogenannte Marinas. Damit will man Urlaubern auf der Antilleninsel einen höheren Freizeitwert garantieren und in höhere Preissegmente vorstoßen.

Bislang stehen für ausländische Touristen 46.000 Hotelzimmer in 307 Einrichtungen zur Verfügung, fast ein Viertel davon in Havanna. Dort entstehen demnächst vier Fünf-Sterne-Hotels, die durch Unternehmen mit ausländischer Beteiligung errichtet werden. Zwei weitere Projekte (jeweils an der Uferstraße Malecon und am hauptstädtischen Badestrand Playas del Este) werden derzeit mit potenziellen Investoren verhandelt.

Mit 300.000 Beschäftigten gehört der Tourismus zu den wichtigsten Wirtschaftsbranchen des Inselstaates. Von den jährlich etwa 2 Mio. ausländischen Besuchern stammen allein 0,6 Mio. aus Kanada, gefolgt von Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Mexiko und Deutschland. Zu den künftig stärker frequentierten Herkunftsländern für Touristen zählen Russland, Venezuela und die VR China.

Zwischen der venezolanischen Venetur und der kubanischen Cubanacan wurde ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das sich ebenfalls im Hotelbau auf der Antilleninsel engagieren will. Ein erstes Projekt wird der Bau eines Vier-Sterne-Ressorts in Cayo Paredón Grande, im Norden der Provinz Ciego de Avila sein. Venezuela möchte künftig bis zu 100.000 Touristen pro Jahr nach Kuba schicken.

Weitere Badeorte werden im Osten (unter anderem Santiago de Cuba) sowie im Süden (Cienfuegos) ausgebaut. In Cienfuegos wird geprüft, ob ein Hotel in einem der historischen Gebäude der Altstadt sowie eine Marina an der nahen Karibikküste eingerichtet werden kann.

Eine aufstrebende Entwicklung nimmt derzeit der Gesundheits- und Wellnesstourismus, insbesondere zur Stärkung der physischen und psychischen Gesundheit, zur Überwindung der Drogenabhängigkeit und des Alkoholismus, zur Korrektur des Augenlichts und zur Verbesserung der Lebensqualität. Neben dem devisenträchtigen Einsatz kubanischer Mediziner im Ausland zählt die Behandlung ausländischer Patienten auf Kuba zu den wachsenden Dienstleistungssektoren.

Als eine wichtige Tourismusmesse ist die Feria Internacional de Turismo, FITCUBA, anzusehen. Die 13. Ausgabe dieser Fachausstellung findet vom 5. bis 9.5.08 in Havanna statt. Interessenten wenden sich an das zuständige Tourismusministerium (Fr. Aleida Castellanos Abdala, Tel.: 00537/836 32 45, E-Mail: dircomunicacion@mintur.tur.cu). Eine speziell auf Natur- beziehungsweise Ökotourismus ausgelegte Fachveranstaltung ist die TURNAT, die in zwei Jahren vom 14. bis 18.9.09 in Ciénaga de Zapata abgehalten wird. Veranstalter ist ebenfalls das Tourismusministerium.


Kaffeehausketten expandieren in Polen

17 Januar 2008

Quelle: bfai, Januar 2008

Polnische Ausgaben für Gastronomie im europäischem Vergleich noch eher gering

Der Kaffeegenuss erfreut sich in Polen, einem Land traditioneller Teetrinker, zunehmender Beliebtheit. Der Wert des Kaffee-Marktes wird bereits auf bis zu 1,5 Mrd. Zl (rund 417 Mio. Euro, 1 Euro = 3,60 Zl) veranschlagt und wächst mit zweistelligen Wachstumsraten. Der Erdöl-Konzern Orlen will daher auch bei den mehreren Hundert eigenen Tankstellen Bistro-Bars mit der Bezeichnung „Stop Cafe“ einrichten. North Coast will zusammen mit der exklusiven italienischen Kaffeemarke Illy Cafes gründen. Das eröffnet auch deutschen Firmen Zulieferchancen.

Die ersten sechs Bistro-Bars „Stop Cafe“ will Orlen kurzfristig als Pilotobjekte in bei seinen Tankstellen bestehenden Geschäften einrichten. Sie werden je zwischen 50.000 Zl und 100.000 Zl (circa 14.000 Euro bis 28.000 Euro, 1 Euro = 3,60 Zl) kosten. Zu Orlen gehören bisher 770 Stationen; das Netz wird noch ausgebaut. Vorgesehen ist, dass alle Tankstellen eine Kaffee-Bar erhalten. In Litauen, wo Orlen Tankstellen der Firma Ventus übernomnen hat, gibt es bei diesen bereits Stop Cafes. Bei den polnischen Stationen von Orlen der Marke „Bliska“ sind schon Kaffeemaschinen in Betrieb.

Vorreiter bei der Einrichtung von Gastronomiestellen bei Tankstellen in Polen ist die britische Kette Wild Bean Cafe, die sich bei BP-Stationen ansiedelt. Etwa die Hälfte der insgesamt 212 BP-Tankstellen in Polen ist bereits ausgestattet. Auch der norwegische Statoil-Konzern stellte in seinen Tankstellen kürzlich Kaffee-Automaten auf. An die 7.000 Tankstellen vertreiben inzwischen auch branchenfremde Produkte. Die Gesamtheit der Stationen erwirtschaftet damit etwa die Hälfte ihres Umsatzes.

Der Kaffeegenuss erfreut sich in dem traditionellen Land von Teetrinkern zunehmender Beliebtheit. Branchenkenner schätzen den Wert des Kaffee-Marktes auf 1,2 Mrd. bis 1,5 Mrd. Zl im Jahr (rund 417 Mio. Euro, 1 Euro = 3,60 Zl). Im Laufe der vergangenen zehn Jahre versechsfachte er sich. Die Wachstumsraten betragen etwa 20 bis 40%. Eine gute Nachricht für die Betreiber ist, dass die Mehrwertsteuer für Gastronomieleistungen nun doch nicht ab Anfang 2008 auf 22% angehoben wurde, sondern der ermäßigte Satz von 7% laut Beschluss der EU-Finanzminister bis Ende 2010 bestehen bleiben darf.

Bisher gibt es in Polen rund 2.500 Cafés, von denen über 200 einer Kette angehören. Im Laufe von 2007 war ihre Zahl um 30% gestiegen. Das Segment der Kaffee-Bars ist das am schnellsten wachsende des polnischen Gastronomiesektors. Die bestehenden Ketten wollen weiter expandieren, und neue Betreiber treten auf den polnischen Markt. Das eröffnet auch deutschen Anbietern von einschlägigen Gastronomieausstattungen neue Lieferchancen.

Die börsennotierte Gesellschaft North Coast plant, in Kooperation mit der exklusiven italienischen Marke Illy Cafes zu eröffnen. Die ersten Lokale mit der Bezeichnung „Espressamente Illy“ sollen im Frühjahr 2008 in Warschau und Krakow (Krakau) eingerichtet werden.

Die US-amerikanische Kette Starbucks will 2008 damit beginnen, Kaffee-Bars in Polen zu eröffnen und mittelfristig dort 100 solche Stellen betreiben. Zu diesem Zweck unterzeichnete sie mit der an der Warschauer Börse notierten Gesellschaft Am Rest eine Vereinbarung. Starbucks will sich auch in der Tschechischen Republik und in Ungarn etablieren; die Kette eröffnet ihr erstes Cafe in diesen drei Ländern im Januar 2008 in Prag.

Die bereits in Südpolen mit zwölf Lokalen präsente britische Kette Costa Coffee will die Zahl ihrer eCoffees landesweit 2008 auf über 30 steigern und Ende 2009 bereits über 54 davon in Städten mit mindestens 150.000 Einwohnern betreiben. Im Jahr 2011 sollen es schon gut 100 sein. Diese Zahl will ihr Konkurrent, der Pressevertrieb Ruch, bereits 2009 mit seiner Kette „i coffee“ erreichen, in der er seinen Kunden kostenlos Medien und einen Internet-Zugang bereitstellt. Die ersten beiden i coffees eröffnete Ruch im November 2007 in Warschau und Wroclaw (Breslau).

Nescafe will 2008 die Zahl ihrer Cafés auf mindestens 45 steigern, indem die Kette sieben oder acht weitere einrichtet. Auch die Ketten Mercer’s und Marktführer Coffeeheaven expandieren weiter. Neue attraktive Lagen bieten ihnen die zahlreichen Einkaufszentren und Handelsgalerien, die nun verstärkt in mittleren Städten gebaut werden. Daneben gibt es erfolgreiche Einzelinitiativen wie die des Unternehmers Marcin Malenczyk, der zwei Lokale „Cafe Karma“ in Warschau und Berlin betreibt.

Im Jahr 2006 waren die Pro-Kopf-Ausgaben der Polen für gastronomische Leistungen mit 131 Euro im europäischen Vergleich eher gering. Spitzenreiter waren hier laut Horizons for Success (HfS) die Franzosen mit 901 Euro vor den Spaniern mit 806 Euro, den Deutschen mit 775 Euro und anderen. Das Consulting-Unternehmen für den Sektor erwartet aber künftig kräftige Wachstumsraten in Zentraleuropa.

In Polen haben die Umsätze mit fast food einschließl. in Kaffee-Bars einen Anteil von etwa einem Drittel am Gastronomiemarkt im Wert von insgesamt 18,2 Mrd. Zl (Stand: 2006). Euromonitor International gibt den Zuwachs 2007 mit knapp 3% an und erwartet für 2008 ein Plus von 7%. Gleichzeitig werden herkömmliche Restaurants mit Bedienung verstärkt aufgesucht, deren Zahl sich bis Ende September 2007 laut dem Hauptstatistikamt GUS um ein Viertel gegenüber Ende 2006 auf rund 12.500 erhöhte.

Von dem steigenden Kaffee-Konsum profitieren auch die Hersteller davon. Marktführer in Polen ist Kraft Foods Polska mit einem wertmäßigen Anteil von 28% vor Nestle (18%), Tchibo (17%) und Übrigen (37%). Dabei ist das Wachstumspotenzial noch groß, denn der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch betrug 2006 erst rund 2,3 kg; in skandinavischen Ländern erreicht er bis zu 15 kg. Auf löslichen Kaffee entfällt derzeit in Polen ein Marktanteil von 50%, auf gemahlene und ungemahlene Bohnen von 48% und auf Getreideerzeugnisse von 2%.
Nachfrage nach Kaffee in Polen

Juli 2005 bis Juni 2006 Juli 2006 bis Juni 2007
Umsatz (in Mio. Zl) 2.334,1 2.497,5
Absatz (in Mio. kg) 75,0 76,5

Quelle: Marktforscher MEMRB

Der bedeutende polnische Hersteller von Cappuccino, Kaffee und Tee Mokate, der bereits in anderen mittel- und osteuropäischen Ländern präsent ist, strebt nun weiter in südliche Richtung. Mit der kroatischen Firma Alba unterzeichnete er eine Lizenzvereinbarung, und im Oktober 2007 nahm diese ihre Produktionstätigkeit in der Sonderwirtschaftszone bei Zagreb auf. Für 2007 erwartet Mokate eine Umsatzsteigerung auf 405 Mio. Zl mit einem Exportanteil von 35%.

Am polnischen Markt für Tee hielt Mokate laut den Marktforschern MEMRB und Nielsen von Juli 2006 bis Juni 2007 einen Anteil von 6,3%. Um diesen noch zu steigern, will Mokate die Kapazitäten in seiner Fabrik in Ustron weiter ausbauen und Teehersteller im In- und Ausland übernehmen. In diesem Segment führte in Polen der Unilever-Konzern deutlich mit seinen Marken Lipton und Saga, der einen Zuwachs um gut 13% verzeichnete und einen Marktanteil von 38,0% hält.

Unilever nahm 2007 eine neue Fabrik zur Konfektionierung von Tee in Katowice (Kattowitz) in Betrieb, die rund 60 Mio. Zl gekostet hatte. Mit deutlichem Abstand folgten Premium Foods mit einem Marktanteil von 10,8% und Herbapol Lublin mit 9,0%. Den fünften Platz hinter Mokate belegte Posti mit 4,5% vor Übrigen mit 31,4%. Noch dominiert schwarzer Tee den Markt; im Kommen sind aber Früchte-, Kräuter- und funktionelle Teesorten. Euromonitor International schätzt, dass die Verkäufe von Tee 2007 bei über 1,8 Mrd. Zl lagen und weiter steigen werden.

Nachfrage nach Tee 

Juli 2005 bis Juni 2006 Juli 2006 bis Juni 2007
Umsatz (in Mio. Zl) 994,6 1.163,7
Absatz (in Mio. kg) 25,3 28,3

Quelle: Marktforscher MEMRB und Nielsen


Griechenland investiert verstärkt in Tourismus

11 Januar 2008

Quelle: bfai

Hotelbranche setzt auf Qualität / Golftourismus steckt noch in den Kinderschuhen

Sowohl die Einnahmen der griechischen Tourismusbranche als auch die Investitionen in diesen überaus wichtigen Markt sind 2006 deutlich gestiegen – ein Trend der sich 2007 fortgesetzt haben dürfte und auch 2008 anhalten soll. Gleichzeitig hat die Politik erste Maßnahmen ergriffen, um insbesondere einnahmestarke Tourismussparten, wie Golf-Resorts, zu fördern. Trotz der lukrativen Zuschüsse, die das Entwicklungsförderungsgesetz für solche Engagements vorsieht, bleibt der große Durchbruch auf diesem Gebiet weiterhin aus.

Nach Schätzungen des Welttourismusrats (World Travel and Tourism Council – WTTC) trug die griechische Tourismusbranche 2007 rund 7,4% zum Bruttoinlandsprodukt bei, und der Anteil an der Gesamtbeschäftigung war mit 20% ebenfalls als hoch zu bewerten. Das Potenzial der Branche wird jedoch noch nicht voll genutzt, da die Qualität der angebotenen Leistungen verbesserungswürdig ist. Seit 2004 hat sich die Branche die Qualitätsverbesserung auf die Fahnen geschrieben. Damals hatte vor allem die Hotelbranche erkennen müssen, dass trotz der Olympiade das erwartete Wachstum aufgrund der vorhandenen Leistungsdefizite ausblieb: Mit 55,6% im Jahresdurchschnitt war der Belegungsanteil der niedrigste im Zeitraum 1994 bis 2006 (2006: 59,8%, 2000: 65%).

Investitionen in die griechische Hotelbranche wurden in den vergangenen Jahren insbesondere durch das Entwicklungsförderungsgesetz 3299/04 (vormals 2601/98) bezuschusst. Nach Angaben der Griechischen Fremdenverkehrszentrale (EOT) wurden 1.362 Businesspläne mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 1,8 Mrd. Euro bei den zuständigen staatlichen Stellen zwischen 1998 und 2006 eingereicht. Mehr als die Hälfte aller Anträge beziehungsweise 58% des Investitionswertes betraf die Modernisierung von Hotelanlagen, 10% die Umwandlung von denkmalgeschützten Gebäuden in touristische Unterkünfte und rund 20% die Erweiterung vorhandener Hotelanlagen.

Investitionen der griechischen Hotelbranche von Mai 1998 bis Oktober 2006

Projektkategorie Anzahl der Projekte Investitionsvolumen in Mio. Euro
Modernisierung von Hotelanlagen 883 1.031,0
Umwandlung von denkmalgeschützten Gebäuden zu Hotelanlagen 298 180,5
Errichtung und Erweiterung von Hotelanlagen 152 362,9
Sonstige Vorhaben (Campingplätze, Infrastruktur etc.) 29 217,2
Gesamt 1.362 1.791,6

Quelle: Griechische Fremdenverkehrszentrale EOT

Die Investitionen in den Tourismus 2006 werden auf über 6 Mrd. Euro geschätzt. Damit belief sich ihr Anteil an Griechenlands Gesamtinvestitionen auf 14,3%, während sich dieser Anteil weltweit auf rund 9% einpendelte. Somit belegte Griechenland den 56. Rang in einem Vergleich zwischen 174 Ländern. Allerdings sei angemerkt, dass einige benachbarte Länder, die im direkten Wettbewerb zu Griechenland stehen, etwa die Türkei, einen besseren Rang belegten.

Längst erkannt haben die verantwortlichen Politiker, dass einnahmestarke Tourismussparten, wie etwa Golf-Anlagen, in Griechenland noch zu wenig vertreten sind. Die bisherigen Bemühungen vermochten noch keine beeindruckenden Ergebnisse zu erzielen. Dennoch gehen Analysten nach wie vor davon aus, dass gerade diese Sparten ausländischen Investoren hervorragende Einstiegschancen bieten. Zumal das Entwicklungsförderungsgesetz großzügige Vergünstigungen verspricht: Zuschüsse bis zu 50% der Gesamtinvestitionssumme oder bis zu 100% Steuerfreiheit für einen Zeitraum von zwei Jahren sind möglich, je nach Standort des Projekts.

Insbesondere die südliche Hälfte Griechenlands eignet sich bestens für den ganzjährigen Golf-Tourismus. Als ein erster Erfolg auf diesem Gebiet wird das 2-Mrd.-Euro-Projekt „Atalanti“ gewertet, das sich in der Planungsphase befindet. Zwei Faktoren erschweren interessierten Investoren die Umsetzung solcher Vorhaben: Zum einen verfügt Griechenland nicht mehr über allzu viele große und zusammenhängende Grundstücke, um Golfplätze innerhalb von integrierten Resorts anzubieten. Zum anderen sind die bereits errichteter Anlagen, die nunmehr aufgrund von Wassermangel nicht genutzt werden, ein abschreckendes Beispiel. Allerdings sollte sich Bewässerungsmethoden, die sich im Ausland bereits bewährt haben, auch in Griechenland umsetzen lassen.

Angetrieben von dem Trend zu höherer Qualität und den vom Gesetzgeber geschaffenen Anreizen geht der WTTC davon aus, dass 2016 über 12 Mrd. Euro pro Jahr in der griechischen Tourismusbranche investiert werden. Die wachsende Investitionsbereitschaft wird, so hoffen Experten, auch kleine und mittelständische Anbieter dazu veranlassen, Maßnahmen zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit einzuleiten.

Die griechische Tourismusbranche nahm 2006 rund 18,6 Mrd. Euro ein, die ausschließlich auf den Besuch von insgesamt rund 15 Mio. ausländischen Gästen zurückzuführen sind; im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen Anstieg um 2,9% dar. Damit war Griechenland nach Angaben der Welttourismusorganisation (UNWTO) im Tourismus auf Rang zwölf der einnahmestärksten Ländern der Welt, ist aber trotz des Einnahmeanstiegs gegenüber 2005 einen Rang gesunken. Für 2007 gehen Beobachter von rund 7% Mehreinnahmen aus.

Nach Angaben der Griechischen Hotelkammer (Hellenic Chamber of Hotels – XEE) wurden Ende 2006 landesweit 9.111 Hotels betrieben (1990: 6.423). Davon waren 49% Zwei-Sterne-Hotels, 20% Drei-Sterne- und 18% Ein-Stern-Unterkünfte. Deutlich unterrepräsentiert waren Hotels mit vier (11%) beziehungsweise fünf Sternen (2%). Von den insgesamt 693.252 angebotenen Betten befanden sich 21% auf Kreta und 20% auf den übrigen Inseln.

Die umsatzstärksten Hotelunternehmen in Griechenland im Jahr 2006 (Beträge in Mio. Euro, Veränderung in %)

Hotelgesellschaft Umsatz 2006 Veränderung 2006/05
Caravel S.A. 41,0 11,2
Ionian Hotel Enterprises S.A. 40,8 13,5
Hotels Louis S.A. 39,5 11,4
Hellenic Touristic S.A. 37,7 4,9
Helios S.A. 37,4 15,5
Lampsa S.A. Grande Betagne 34,6 11,7
Esperia S.A. 30,9 9,0
Athinaion S.A. 30,6 5,2
Aldemar Group S.A. 30,6 12,1
T.E.A.B. S.A. 29,7 3,1

Quelle: Marktforschungsgesellschaft Hellastat S.A.

Eine Übersicht über Branchenmessen liefert die griechische Fremdenverkehrszentrale EOT. Die wichtigsten Veranstaltungen sind weiterhin Philoxenia (Tourismusmesse) und Hotelia (Hotelausstattung), die von Helexpo in Thessaloniki angeboten werden. Die beiden Ausstellungen sind unter einem Dach untergebracht und finden nächstes Mal vom 1. bis 4. November 2008 statt. Informationen darüber sind unter erhältlich.


Ausser Haus Markt – Zahl des Monats Januar 2008: €11,72

8 Januar 2008

Im europäischen Vergleich liegen die Deutschen bei den Ausgaben für Restaurantbesuche im Mittelfeld. Mit einem Durchschnittsbon von €11,72 je Restaurantbesuch liegt Deutschland fast 40 Prozent unter dem Durchschnittsbon in Frankreich (€18,54) oder rund 20 Prozent unter dem in Spanien (€15,00). Dagegen wird in Schweden (€10,60) oder gar in Ungarn (€4,91) und Polen (€2,40) weniger je Restaurantbesuch ausgegeben.

Quelle: CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH


Folgen des Rauchverbotes: Der Umsatz ist verdunstet

7 Januar 2008

Gelesen in FAZ, 04. Januar 2007

Heidrun Frank graut vor der kommenden Woche. Dann muss die Wirtin der Kneipe „Hoppla“ ihre Steuererklärung machen und wird die gefühlten 30 Prozent Umsatzschwund der vergangenen Monate schwarz auf weiß vor Augen geführt bekommen. „Ich werde umfallen“, ist sich die resolute Kneipenwirtin sicher und fordert ihren Barmann auf, dem Besuch zu berichten, was er in den vergangenen vier Stunden eingenommen hat. Sechs Euro sind es. Das sei keine Ausnahme, versichert Frank. Es habe im Dezember auch schon Abende gegeben, an denen sie nur vier Euro Umsatz in der Kasse hatte.

Das „Hoppla“ ist eine typische Einraumkneipe, wie es sie überall in Deutschland und besonders häufig in einem Ausgehviertel wie Frankfurt-Alt-Sachsenhausen gibt. Das Publikum besteht aus Stammgästen, getrunken wird vor allem Bier vom Fass, im Hintergrund dudelt Schlagermusik, und gegenüber der Bar blinken ein paar Spielautomaten. Zumindest war es bis zum 1. Oktober vergangenen Jahres so. Doch seit sich – dank des Rauchverbots – der Zigarettenqualm aus den Kneipen verflüchtigt hat, haben es auch die Gäste getan.

„Das Gesetz vernichtet unsere Existenz“

Die Lokale, die nur aus einem Schankraum bestehen und keine Möglichkeit haben, besondere Raucherzonen auszuweisen, sind besonders stark vom Gästeschwund betroffen. Da dort ein generelles Rauchverbot herrscht, weichen die rauchenden Gäste auf Kneipen aus, wo sie sich auch weiterhin die Zigarette zum Feierabendbier genehmigen können. Und der Raucher, der seinem Stammlokal die Treue hält, trinkt weniger, weil er zum Rauchen nicht in die Kälte, sondern lieber wieder nach Hause geht. Gegen die Verlockungen des Nikotins kommen auch die Gummibärchen nicht an, die Frank ihren Gästen neuerdings auf den Tresen stellt, um sie bei der Stange zu halten.

„Das Gesetz vernichtet unsere Existenz, die Großen freuen sich doch über unsere Kunden“, klagt auch Kneipenwirtin Irene Fiduk, die ihre Umsatzeinbuße mit 40 Prozent beziffert. Ihrem niedersächsischen Kollegen Jens Heinrich, Geschäftsführer der Gaststätte „Mezzo“ in Hannover, geht es nicht anders: „Ab 22 Uhr ist die Hütte leer“, sagt er. Heinrich will sein Lokal nun umbauen, um den Rauchern ein Refugium zu bieten.

Die protestierenden Besitzer von Einraumkneipen aus Niedersachsen, Baden-Württemberg und Hessen – den Bundesländern, wo das Rauchverbot schon seit mehreren Monaten in Kraft ist – betonen, dass sie den Nichtraucherschutz nicht aushebeln wollen. Sie verlangen jedoch die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob sie ihr Lokal als Raucher- oder Nichtrauchergaststätte deklarieren, so wie es in Spanien und Portugal der Fall ist. Wer die Miete bezahle und das unternehmerische Risiko trage, solle auch über Qualm oder Nichtqualm in seiner Kneipe bestimmen dürfen, heißt es immer wieder.

Vor allem ärgern sich die Wirte der kleinen Eckkneipen über den Wettbewerbsnachteil, dem sie aufgrund ihrer baulichen Voraussetzungen gegenüber der Konkurrenz mit mehr Räumen ausgesetzt sind. Hier setzt auch die Beschwerde des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) an, die der Unternehmerverband beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht hat. Die Verfassungsbeschwerde bedeute keine Verneinung des Nichtraucherschutzes, sagt Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. „Die Besitzer der wirtschaftlich stark betroffenen Einraumlokale warten jedoch, dass wir ihnen helfen.“

Viele Einraumkneipiers wollen die Verfassungsklage nicht abwarten

Rupert Scholz, ehemaliger Verteidigungsminister und Verfassungsrechtler bei der Kanzlei Gleiss Lutz in Berlin, bereitet die Klage für den Gaststättenverband vor. „Das Gesetz verstößt gegen die Grundrechte der Berufs- und Eigentumsfreiheit“, sagt Scholz. Weil sein Fall typisch sei, ist Uli Neu, Inhaber der Einraumgaststätte Pfauen in Tübingen, als Beschwerdeführer ausgewählt worden: Da 70 Prozent seiner Gäste Raucher sind, hat Neu seit August 30 Prozent weniger Umsatz gemacht. Eine Möglichkeit, umzubauen, habe Neu nicht.

Eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts CHD Expert untermauert die wirtschaftlichen Folgen des Rauchverbots für Gaststätten: Seit der Einführung beklagen 43 Prozent der Gastronomen in Niedersachsen und Baden-Württemberg einen Kundenschwund. Nur 6 Prozent der Wirte geben an, dass sie durch den Nichtraucherschutz neue Gäste hinzugewonnen hätten.

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