Wichtiger Branchenpreis: Hoteliers des Jahres 2008 ausgezeichnet

22 Januar 2008

Quelle: Pressemitteilung – „AHGZ„, 22. Januar 2008

Die Preisträger: Carl Geisel, Michael Geisel, Stephan Geisel Geisel Privathotels, München; Peter Deilmann Reederei, Neustadt (Special Award) – Geschäftsführende Gesellschafter und Inhaber: Gisa und Hedda Deilmann

Mit der Auszeichnung „Hotelier des Jahres“, die zum 19. Mal verliehen wird, werden herausragende Leistungen in der Hotellerie gewürdigt. Zu dem Branchenevent HOTELIER DES JAHRES treffen sich am 22. Januar 2008 mehr als 1.000 Repräsentanten der Hotelbranche in Frankfurt am Main. Preisgeber ist die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ). Die Auszeichnung HOTELIER DES JAHRES hat sich als maßgeblicher Branchenaward in der deutschen Hotelindustrie etabliert.

Carl Geisel, Michael Geisel und Stephan Geisel entstammen der Münchner Hotelier-Familie Geisel. Ihre Großmutter Anna Geisel legte mit einigen Münchner Gasthäusern in den 20er Jahren den Grundstein für die Geisel Hotels. Zu den Geisel Privathotels gehören das 5-Sterne-Hotel Königshof, das traditionelle Hotel Excelsior und das Design Hotel anna hotel mit seiner Szene-Bar. Alle drei Häuser befinden sich im Zentrum Münchens, in unmittelbarer Nähe des Karlsplatz/Stachus. Auch im Budget-Bereich sind die Geisels aktiv: Das Cosmopolitan Hotel im Stadtteil Schwabing ist ein designorientiertes 3-Sterne-Haus.

Die Hotelgruppe ist seit mehr als 100 Jahren im Besitz der Münchner Familie Geisel, in deren Hand auch die Geschäftsführung aller vier Häuser liegt. Die Brüder Carl (geb. 1959), Michael (geb. 1968) und Stephan Geisel (geb. 1971) führen in der vierten Generation die berufliche Tradition ihrer Familie fort. Für sie ist das Zusammengehen von Tradition und Moderne kein Widerspruch. Die Geisels bezeichnen ihre Privathotels als mittelständisches Unternehmen, das von den Familienmitgliedern persönlich geleitet werde. Das führe zu kurzen Entscheidungswegen und schnellen Reaktionen.

Der Special Award geht an die Peter Deilmann Reederei, an die Zwillingsschwestern Gisa und Hedda Deilmann. Vor 35 Jahren gründete ihr Vater, Peter Deilmann, die nach ihm benannte Reederei in Neustadt in Holstein. Der gelernte Schifffahrtskaufmann machte sich bereits 1968 mit Befrachtungen und Zeitchartern selbstständig. Nach einigen Jahren wandte sich die Reederei auch der Personenschifffahrt zu. Mitte der 70er Jahre verkaufte Peter Deilmann mit dem Erwerb der „Bordbrise“ die Frachtschiffe und entwickelte ein neues Unternehmenskonzept für Kreuzfahrten.

Flaggschiff der Reederei ist die „MS Deutschland“, die 1998 in Kiel von den Howaldtswerken – Deutsche Werft AG an die Peter Deilmann Reederei übergeben wurde. 1999 hat das 5-Sterne-Superior-Kreuzfahrtschiff die ebenfalls zur Peter Deilmann Reederei gehörende „Berlin“ als Fernseh-Traumschiff abgelöst. Seitdem spielt sie die Hauptrolle in einer erfolgreichen Fernsehserie und trägt das Bild der Hotellerie in die Öffentlichkeit. 2008 feiert das schwimmende Grand Hotel seinen zehnten Geburtstag.

Die Peter Deilmann Reederei, deren Umsatz bei mehr als 100 Millionen Euro liegt, zählt rund 50.000 Passagiere im Jahr. Mit einer Flotte von heute zehn Schiffen, alle unter deutscher Flagge, stellt die Reederei rund 2.000 Betten in schwimmenden Luxushotels zur Verfügung. Schwerpunkt sind nicht mehr Hochseekreuzfahrten; die meisten Schiffe werden auf Europas Flüssen eingesetzt. In der Zentrale in Neustadt an der Ostsee laufen alle Fäden zusammen. Seit dem Tod von Peter Deilmann Ende 2003 zeichnen seine Zwillingstöchter Gisa und Hedda Deilmann als Geschäftsführende Gesellschafterinnen der Reederei verantwortlich. Beide führen das Lebenswerk des Vaters erfolgreich fort.

Hintergrundinformation: HOTELIER DES JAHRES – Ein Preis für Unternehmer

Die Veranstaltung HOTELIER DES JAHRES findet seit 1990 jährlich statt. Preisgeber ist die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ), Matthaes Verlag, Stuttgart. Stifterin der Auszeichnung ist der Deutsche Fachverlag, Frankfurt am Main, 100-prozentige Muttergesellschaft des Matthaes Verlages.

Die Auszeichnung wird von der Branche für die Branche vergeben: Eine mit hochkarätigen Hoteliers besetzte Jury ehrt Unternehmerpersönlichkeiten mit Willen zu Kontinuität, Mut zum Risiko, Innovationsfreude und nachhaltigem wirtschaftlichen Erfolg. Um die Branchenstruktur und die aktuellen Trends differenziert sichtbar zu machen, können jährlich bis zu drei Unternehmer-Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich in herausragender Weise um die deutsche Hotellerie verdient gemacht haben. Der Preis gilt dem Unternehmer bzw. dem als Unternehmer agierenden Manager und seiner kontinuierlichen persönlichen und unternehmerischen Leistung. Auswahlkriterium ist, dass diese Leistung bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der Hotellerie hat und damit zukunftsweisend ist.

Zusätzlich kann die Jury bis zu zwei Special Awards für herausragende Leistungen aus dem Branchenumfeld, für eine außergewöhnliche Geschäftsidee und deren (erfolgreiche) Umsetzung oder für Konzepte zur Nachwuchsförderung an Institutionen oder Persönlichkeiten verleihen.

Die Jury besteht aus namhaften Branchenkennern: Ernst Fischer, Monika Hauer, Kai Hollmann, Klaus Kottmeier, Otto Lindner jun., Daniela Sauter, Karl A. Schattmaier, Ekkehard Streletzki, Willy Weiland, André Witschi. Die Auszeichnung ist nicht dotiert.


Hoteldirektoren lesen Online-Hotelkritiken nicht

22 Januar 2008

Quelle: Pressetext, 22. Januar 2008

Studie: Nur 30 Prozent interessieren sich für Rezensionen

Nach einer Analyse des Marktforschungsinstituts CHD-Expert  lesen nur etwa 30 Prozent der Hoteldirektoren die Web-Rezensionen ihrer eigenen Häuser, die in Bewertungsforen eingetragen sind. Mehr als die Hälfte der Befragten ignoriert diese Hotelkritiken generell, kommt die Untersuchung zum Schluss.

Von den Online-affinen Direktoren, die die Hotelbewertungsportale wie www.holidaycheck.de, www.votello.de oder www.hotelkritiken.de beachten, checken 37 Prozent täglich die neuen Einträge und 20 Prozent der Hoteliers klicken mindestens einmal pro Woche die Portale durch, so Carsten Hennig von CHD-Expert gegenüber pressetext. „Für die Mehrzahl der Hoteliers steht das Interesse an der Glaubwürdigkeit an der Onlinekritik im Vordergrund, das heißt Zeitpunkt und Anlass des Vorfalles.“ Viele der Hotelmanager zeigen sich von den negativen Kritiken deshalb unberührt, weil sie allzu oft an der Glaubwürdigkeit der Aussagen zweifeln oder gar annehmen, dass es sich um Manipulationen handle.

Die Hälfte der online-affinen Hoteldirektoren nimmt die Kritiken allerdings immer noch schulterzuckend zur Kenntnis, denn ist eine Onlinekritik erst einmal publiziert, erfordert es viel Zeit und etliche Korrespondenz den Gast zur einer Korrektur zu bewegen. Und dies sei einfach zu aufwändig, laute die Reaktion der meisten Hoteliers. „Das ist nicht nachvollziehbar, denn die Bewertungen haben einen gewissen Einfluss auf die Buchung“, stellt auch Hennig fest. Der Nutzen der Hotelbewertungsportale für die Hotellerie ist auch im Fokus des Hotelverbandes Deutschland und des europäischen Dachverbandes HOTREC. HOTREC-Präsident Bernd Geyer fordert von den Hotelbewertungsportalen daher Richtlinien zur Eindämmung von Manipulationen und ungerechtfertigsten Bewertungen. Öl ins Feuer gegossen hat dabei auch die Deutsche Stiftung Warentest bei einem Portal-Check Anfang 2007: Von den insgesamt acht getesteten Portalen filterten nur zwei – holidaycheck.de und hotelkritiken.de – fingierte Bewertungen aus. Ein Test des Magazins „Reise & Preise“ stellte dem international agierenden Bewertungsportal www.tripadvisor.com die Note „gut“ aus. Das Magazin kritisierte in diesem Zusammenhang die Bewertungsportale hotelkritiken.de, www.travel-and-guide.de und www.cooleferien.com , da hier weder Texte noch die Mailadresse verifiziert würden.

„Es ist unverständlich, warum PR-Stellen oder Guest-Relation-Manager auf negative Kritiken nicht reagieren“, meint Hennig. „Nur die Hälfte der Manager nimmt direkt Kontakt mit dem Gast/Kritiker auf und 39 Prozent der Direktoren versuchen, durch eigene Kommentierungen Einfluss auf die Wirkung der veröffentlichten Kritiken zu übernehmen.“ Dass die Flut an leichtfertigen und anonym verfassten Online-Kritiken zunimmt und zu finanziellen Schäden führen, sei unbestritten (pressetext berichtete). Wird die Kritik als existenzbedrohend empfunden, entscheidet sich sogar jeder Zweite für eine intensive Kommunikation mit dem Kritiker, haben die Experten herausgefunden.

Für beide Seiten nicht zielführend ist ein Gerichtsverfahren aufgrund einer negativen Bewertung, wie es ein deutscher Hotelier in Mallorca nach einer Kritik einer Dortmunderin tat. Er drohte zunächst mit einer Unterlassungsklage, wenn es nicht zur sofortigen Löschung des negativen Eintrags komme. Die Touristin ließ sich aber nicht einschüchtern. So kam es zu einer Gerichtsverhandlung. Auch auf das Angebot, der Hotelier würde seine Klage zurücknehmen und ihr darüber hinaus eine Gratiswoche in seinem Haus am Strand zur Verfügung stellen, wenn sie ihre Bewertung lösche, ging die Dortmunderin nicht ein. Den Vergleich lehnte sie vor Gericht ab. Der Hotelier zog seine Klage daraufhin unverrichteter Dinge zurück, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Die negative Kritik steht allerdings bis heute im Bewertungsportal. „Außer Kosten und einem schalen Nachgeschmack ist nichts übriggeblieben“, meint Hennig.


Entwicklung eines neuen Top-Delux-Hotels an der Wiener Ringstraße

22 Januar 2008

Quelle: Property Magazine, 22. Januar 2008

Mit einer exklusiven Veranstaltung wird am 29. Januar am Schubertring 5-7 der Baubeginn des neuen 5-Sterne-Hotels gefeiert. Neben dem Chinesische Botschafter, Wu Ken, werden hochrangige Vertreter von Shangri-La sowie zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur anwesend sein.

Anlässlich des Starts der Revitalisierung eines vier Gründerzeitpalais umfassenden Gebäudeblocks an der Wiener Ringstraße, laden die BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH und die S+B Gruppe AG zu einem festlichen Abend auf die Baustelle ein. Die Gäste erwartet ein exquisites Abendessen im ehemaligen Offizierskasino am Schubertring 5-7, zubereitet von Haubenkoch Christian Domschitz, sowie eine anschließende Party in der Kassenhalle der zuvor dort ansässigen Erste Bank-Zentrale.

Das Konsortium erwarb das Grundstück, mit den vier historischen Gebäuden am Wiener Schubertring, Ende 2005 mit dem Ziel, ein hochexklusives Hotel zu entwickeln. Mit Shangri-La Hotels and Resorts, der führenden Luxushotelgruppe im asiatisch-pazifischen Raum, haben BAI und S+B den optimalen Partner gefunden. Bereits im vergangenen Sommer wurde ein langfristiger Pachtvertrag für das Hotel unterzeichnet.

„Wir haben Shangri-La Hotels and Resorts aufgrund der Reputation als einer der weltbesten Hotelbetreiber mit unverwechselbarem Stil mit diesem Immobilien-Juwel betraut“, sagt Thomas Jakoubek, Geschäftsführer der Immobilien Holding und der BAI. „Bei der Suche nach dem richtigen Partner haben wir uns viel Zeit genommen und sind davon überzeugt, dass wir den optimalen Betreiber gefunden haben. Wir freuen uns darauf, das beste Hotel Wiens zu schaffen.“

Der Umbau, der bis 2004 als Büroimmobilie genützten Palais, stellt höchste Anforderungen an den Bauherrn und alle beteiligten Firmen. Großes Augenmerk wird darauf gelegt, die historischen und teilweise denkmalgeschützten Gebäude in ein harmonisches Ensemble, geprägt von großzügigen Räumen und modernsten technischen Annehmlichkeiten, zu verwandeln. Mit viel Feingefühl und zeitgemäßem Design werden die Häuser adaptiert.

Die 207 Gästezimmer haben im Durchschnitt 45 Quadratmeter. Für hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur werden drei Präsidenten-Suiten eingerichtet. Daneben stehen großzügige Konferenz- und Veranstaltungseinrichtungen samt einem stilvollen Ballsaal zur Verfügung.

Weitere Highlights versprechen Restaurant und Bar des Hotels zu werden. Derzeit werden Gespräche mit mehreren Spitzengastronomen geführt, um ein stimmiges und zum Stil des Hauses passendes Konzept für ein außergewöhnliches gastronomisches Erlebnis zu entwickeln.

Mit dem Wellnessbereich bringt Shangri-La sein eigenes Spa-Konzept („CHI“) nach Wien. Es werden CHI-Anwendungen angeboten, die auf althergebrachten chinesischen Heilmethoden und Ritualen aus der Himalaja-Region basieren. Der Health Club des Shangri-La wird mit dem größten Hallenbad aller Wiener Luxushotels glänzen.

Die Eröffnung des neuen Luxushotels ist Mitte 2010 geplant.


VI steigt in den Wiener Hotelmarkt ein

22 Januar 2008

Quelle: Property Magazine, 22. Januar 2007

Vienna International Hotelmanagement AG unterzeichnet Managementvertrag für zwei neue Hotelprojekte mit insgesamt 352 Zimmern in Wien. Die Eröffnung dieser, sich in der Bauphase befindenden Hotels – 4-Sterne Rainer City Hotel sowie 3-Sterne Senator City Hotel – ist für die Wintersaison 2008/2009 geplant. Das in Wien ansässige Unternehmen ist somit erstmals in der österreichischen Bundeshauptstadt vertreten.

Vienna International Hotelmanagement AG realisiert gemeinsam mit dem österreichischen Rainer Konzern und der deutschen META Unternehmensgruppe zwei Hotelprojekte in Wien. Für Rudolf Tucek (Bild l.), Vorstandsvorsitzender Vienna International Hotelmanagement AG, bedeuten die neuen Hotels den Einstieg in den Wiener Hotelmarkt. „In der österreichischen Bundeshauptstadt tätig zu werden hat mehrerlei Bedeutung: Zum einen sind wir erstmals am Firmensitz mit einem Hotel vertreten und zum anderen erwarten wir weitere Übernahmen in den kommenden Jahren. Zudem gehen wir eine neue Zusammenarbeit mit einer österreichischen und einer deutschen Investorengruppe als Hotelentwickler und Management-Partner ein.“

Mit dem Bau des im 17. Wiener Gemeindebezirks in der Hernalser Hauptstrasse gelegenen 3-Sterne Garni Hotels „Senator City Hotel“ wurde bereits begonnen. Bis Ende des Jahres entsteht auf einem freistehenden Areal ein ansprechendes und im dezenten Design ausgestattetes Hotel mit 179 Zimmern, dessen Fassade sich an den umliegenden Häusern aus der Gründerzeit orientieren wird. Die Bauarbeiten für das „Rainer City Hotel“ in der Gudrunstrasse im 10. Bezirk werden mit Februar 2008 aufgenommen. Hier entsteht aus einem ehemaligen Bürogebäude ein modernes 4-Sterne Hotel mit 173 Zimmern und Suiten, Restaurant und Konferenzbereichen sowie Tiefgarage und hoteleigenen Busabstellplätzen. Mit diesem zukünftigen Angebot setzt das Unternehmen neben Geschäftsreisenden, Individualtouristen und Gruppen auch auf das Konferenz- und Tagungsgeschäft.

Expansion hält an – 7 Hoteleröffnungen für 2008 geplant

Bereits im Mai 2008 wird mit dem angelo Hotel (146 Zimmer) am Leuchtenbergring in München das erste Hotel in diesem Jahr eröffnet. Im September folgt das Blumenhotel (110 Zimmer) in St. Veit an der Glan in Kärnten bevor in der Wintersaison weitere 5 Hotelprojekte eröffnet werden, sofern der Bauzeitplan eingehalten wird. Dazu zählt das Rainer City Hotel (173 Zimmer) sowie das Senator City Hotel (179 Zimmer) in Wien, in der Tschechischen Republik das angelo Hotel (144 Zimmer) in Pilsen und das Hotelprojekt „Aquapark“ (231 Zimmer) in Prag sowie das andel’s Hotel in Lodz/Polen (278 Zimmer).


Deutscher Hotelinvestmentmarkt trotz Finanzkrise robust

22 Januar 2008

Quelle: Pressemitteilung JLL Hotels Deutschland, 18. Januar 2008

Das Gesamttransaktionsvolumen für Hotelinvestments in Deutschland lag 2007 bei 2,3 Mrd. Euro* und bewegte sich damit auf dem Niveau des Rekordergebnisses des Vorjahres – in Anbetracht der schwierigen Marktbedingungen im zweiten Halbjahr ein hervorragendes Ergebnis.Noch besser sah es bei der Anzahl der Transaktionen aus. Mit 30 Einzeltransaktionen (2006: 27), sieben Portfoliotransaktionen (2006: 4) und sieben Hotels, die als Teile von Immobilienportfolios verkauft wurden (2006: 9) ist sie im Vergleich zu 2006 erneut gestiegen.

Das fünfjährige Durchschnittsvolumen (Einzel- und Portfoliotransaktionen 2002-2006: 949 Mio. Euro) wurde in 2007 um 141 % übertroffen.

Ausländische Investoren dominieren Kaufaktivitäten
Wie schon in 2006 wurden die Kaufaktivitäten auf dem deutschen Markt überwiegend von ausländischen Investoren getätigt, allerdings mit einem leichten Rückgang. 2007 lag ihr Anteil bei 89 %, 2006 waren es 93 %. Die Top 3 der ausländischen Investoren kamen aus Großbritannien (mit 41 % des gesamten Transaktionsvolumens), USA (16 %) und Dänemark (14 %). Französische, israelische und spanische Anleger kauften für insgesamt rund 317 Mio. Euro ein. Die verstärkte Investitionsaktivität der dänischen Anleger (2006: 6 %) beruht auf Steuervorteilen, die sie bei Investitionen in Deutschland in ihrem Heimatland geltend machen können.

Einzeltransaktionen auch in vielen Sekundärstandorten
Mit rund 815 Mio. Euro wurden in 2007 rund 36 % des gesamten Transaktionsvolumens in Einzeltransaktionen investiert. Auffällig ist hier, dass aufgrund der deutlichen Verknappung des Angebots in 1A Lagen der deutschen Großstädte auch viele Sekundärstandorte im Blickpunkt der Investoren standen, u.a. Stuttgart, Hannover, Dresden, Krefeld, Nürnberg, Erlangen, Baden-Baden und Rantum auf Sylt. In Düsseldorf wechselten gleich sechs Hotels den Eigentümer, jeweils drei waren es in Köln, München, Berlin und Hamburg:

  • Die Unternehmensgruppe Herkules erwarb für 21 Mio. Euro das Novotel Krefeld (155 Zimmer). Das 4-Sterne Hotel ist bis 2026 an Accor vermietet.
  • Das Steigenberger Esplanade Jena fand mit der Wealth Management Capital Holding GmbH (eine 100%ige Tochtergesellschaft der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG) einen neuen Eigentümer. Das 179-Zimmer Hotel wurde für den geschlossenen Immobilienfonds H.F.S. Immobilienfonds 12 erworben.
  • Das Innside Premium Hotel in Düsseldorf-Derendorf wurde als Teil des Gebäudekomplexes „Loft 12“ von der COVER Projektentwicklung an einen deutschen Investor verkauft. Jones Lang LaSalle und Jones Lang LaSalle Hotels haben den Verkäufer beraten.
  • Die Blackstone Group kaufte Anfang 2007 das Maritim Hotel Reichshof in Hamburg mit 303 Zimmern vom deutschen institutionellen Investor Westfonds.
  • Kurz vor Jahresschluss 2007 beriet Jones Lang LaSalle Hotels den Verkäufer des Marriott München. Das Private Equity Unternehmen JER Partners (Großbritannien) erwarb das 348-Zimmer Hotel in der Nähe der Parkstadt Schwabing.
  • Quinlan Private aus Irland erwarb das NH Frankfurt City mit 256 Zimmern vom deutschen Entwickler FOM als Teil einer gemischt genutzten Immobilie mit 7.300 m² Bürofläche und 12.000 m² Hotelfläche. Der Käufer wurde ebenfalls von Jones Lang LaSalle Hotels beraten.
  • Die Provinzial Versicherung verkaufte das Crowne Plaza Cologne City Centre (301 Zimmer) in Köln an die spanische Losan Hotels Group. Seit Januar 2008 wird das Hotel vom spanischen Betreiber Barceló als Barceló Cologne City Centre betrieben.
  • Das sich noch im Bau befindliche Lindner Hotel am Michel in Hamburg mit 260 Zimmern wurde von der deutschen Lloyd Fonds für 35 Mio. Euro vom Entwickler GBI erworben. Die Eröffnung des Hotels ist für März 2008 geplant. Diese Transaktion zeigt, dass Investoren auch Hotelprojekte auf ihrer Einkaufsliste haben, genauso wie
  • der Kauf des Seminaris CampusHotel „The Dahlem Cube“ an der Freien Universität (FU) in Berlin mit 186 Zimmern durch den dänischen Investor Baltic Property Trust für 34 Mio. Euro. Eröffnung ist im Frühjahr 2009.

Mehr Portfoliotransaktionen mit kleineren Volumina
Rund 47 % des Hotelinvestmentvolumens in Deutschland 2007 entfielen auf sieben Portfoliotransaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,1 Mrd. Euro (2006: 900 Mio. Euro).

  • Die britische Moor Park Capital erwarb von Accor 91 Hotels mit rund 12.000 Zimmern, von denen 72 in Deutschland und 19 in den Niederlanden liegen. Dieser Verkauf war die größte Hotelportfoliotransaktion in 2007, gemessen sowohl am Volumen als auch an der Zimmeranzahl.
  • Sechs Tagungshotels mit 1.009 Zimmern der Deutschen Telekom AG wurden von dem israelischen Investor Igal Ahouvi erworben.
  • Die Blackstone Group verkaufte für 58 Mio. Euro drei Mercure Hotels (eines in München, zwei in Frankfurt) mit 619 Zimmern an britische Investoren.

Darüber hinaus waren sieben Hotels Teil eines gemischten europäischen Hotelportfolios oder eines deutschen Portfolios mit unterschiedlich genutzten Immobilientypen. Für die Assetklasse Hotelimmobilie wurden hier etwa 405 Mio. Euro umgesetzt:

  • Puma Brandenburg Ltd. aus Großbritannien kaufte als Teil eines Portfolios das Hyatt Regency Hotel Köln und das Hotel Ibis Nürnberg City mit insgesamt vier Objekten in Köln, Nürnberg, Zweibrücken und Mülheim an der Ruhr. Verkäufer war die Faßbender Beteiligungsgesellschaft.
  • Das 4-Sterne Hotel InnSide Premium Hotel Frankfurt Niederrad (146 Zimmer) erwarb Invesco Real Estate von Azure Properties als Teil eines europäischen Hotelportfolios mit jeweils zwei weiteren Hotels in Frankreich und Polen. Das Verkaufsvolumen für das gesamte Portfolio belief sich auf ca. 120 Mio. Euro. Jones Lang LaSalle Hotels beriet den Verkäufer.
  • Ebenfalls in Frankfurt wechselte das Sheraton Congress Hotel in Frankfurt-Niederrad mit 396 Zimmern den Eigentümer. Der australische institutionelle Investor Babcock & Brown hat den Bürokomplex sowie das Hotel von der Bayerischen Bau- und Immobiliengruppe akquiriert.

Die Finanzierungskrise und ihre Auswirkungen auf den deutschen Hotelinvestmentmarkt 2007
Nach dem Rekordjahr 2006, in dem das Transaktionsvolumen von 2005 noch um 190 % übertroffen worden war, erwartete man aufgrund der guten Ausgangslage auch für 2007 hohe Dynamik am deutschen Hotelinvestmentmarkt. Dies bestätigte sich auch im ersten Halbjahr, in dem 67 % des Gesamtjahresvolumens 2007 umgesetzt wurden. Im zweiten Halbjahr 2007 wurde auch in Deutschland die Subprime-Krise deutlich spürbar. Der typische „Jahresend-Run“ mit vielen Deals blieb aus, bzw. aufgrund der Unsicherheit im Markt wurden einige Deals auf Eis gelegt. „Spürbar wurde die Subprime-Krise in Deutschland vor allem durch die erneute Veränderung in der Käuferstruktur“, so Christoph Härle, Managing Director Jones Lang LaSalle Hotels.

Bis 2003 waren überwiegend institutionelle Investoren am deutschen Markt aktiv (1998-2003 Anteil von durchschnittlich etwa 60 % am Hotelinvestmentvolumen). Danach erschien der Investorenkreis wesentlich differenzierter mit einer Dominanz durch Private Equity Unternehmen. Im zweiten Halbjahr 2007 waren die deutschen Fondsgesellschaften und institutionelle Investoren wieder auf dem Vormarsch. Diese überwiegend eigenkapitalstarke und daher weniger von der erschwerten Fremdkapitalaufnahme betroffene Klientel hatte 2007 einen Anteil von 26 % am Hotelinvestmentvolumen. Die Private Equity Unternehmen dominierten 2007 zwar immer noch, zu beobachten war aber ein deutlicher Rückgang von 60 % (2006) auf 48 %. Bemerkenswert ist auch die zunehmende Aktivität der privaten Investoren und der Hotelbetriebsgesellschaften.

Transaktionsvolumen in 2008 insgesamt rückläufig – Insbesondere Portfoliodeals nehmen ab
„Abwarten ist die Devise. Das hat sich ab Herbst verstärkt angedeutet und wird uns auch noch eine Weile begleiten“, so Christoph Härle. Für 2008 erwartet Jones Lang LaSalle Hotels leicht rückläufige Aktivitäten bei Einzeltransaktionen. „Was wir sehen werden sind insbesondere Ausgliederungen von Einzelhotels aus den in den vergangenen Jahren akquirierten Portfolios“, so Härle. Großvolumige Portfoliotransaktionen, die in den letzten Jahren und vor allem 2006 die Gesamttransaktionsvolumina beeinflussten, werden 2008 nur eingeschränkt zu Buche schlagen. Das für derartige Transaktionen in der Regel hohe Fremdkapital dürfte schwer zu beschaffen sein. „Das Transaktionsvolumen 2008 wird insofern die Volumina der beiden vorangegangenen Jahre nicht erreichen. Grundsätzlich gehen wir von leicht steigenden Renditen aus“.

*Basierend auf Einzeltransaktionen in Deutschland mit einem Investitionsvolumen größer als 10 Mio. Euro, Portfoliotransaktionen in Deutschland sowie Hotels in Deutschland als Teile von Immobilienportfolioverkäufen