Die umsatzstärksten Hotels in Deutschland – AHGZ-Ranking: Top 200 weiter auf Erfolgskurs

30 Mai 2008

Quelle: AHGZ, 30. Mai 2008

Die 200 umsatzstärksten Hotels in Deutschland konnten im vergangenen Jahr an die Erfolge des überaus erfolgreichen WM-Jahres anknüpfen. Die Top-200-Hotels steigerten ihren Umsatz in 2007 um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu dem Spitzenergebnis von 2006 (9,6 Prozent plus) können sie sich damit durchaus sehen lassen. Insgesamt erwirtschafteten die umsatzstärksten Einzelhotels in Deutschland einen Nettoumsatz von 3,08 Mrd. Euro (Vorjahr 2,95 Mrd. Euro). Damit vereinen sie erneut rund ein Drittel des Gesamtumsatzes der deutschen Hotellerie auf sich (Basis: rund 11.000 Vollhotels). Diese Marktdaten werden im Detail in der morgen erscheinenden AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main), im Ideenmagazin Der Hotelier veröffentlicht.

Die erfolgreiche Fußball-WM hat den Vorwärtstrend ins Rollen gebracht, und die Top-200-Hoteliers haben sich nicht stoppen lassen. Das positive Image Deutschlands als Gastgeberland wirkt sich nachhaltig positiv auf den Tourismus, die Hotellerie und Gastronomie aus.

76,9 Prozent der Befragten weisen für 2007 ein Umsatzplus auf. Im Vorjahr waren es noch fast 90 Prozent. Das Ergebnis übertrifft aber die Erwartungen. Im vergangenen Jahr gingen lediglich 63,7 Prozent der Befragten davon aus, 2007 mit einem Umsatzplus abzuschließen. Ein Umsatzminus müssen 20,1 Prozent verkraften. Das waren im Jahr zuvor lediglich 7,1 Prozent.

Die Frage nach der Gewinnsituation – dem entscheidenden Kriterium für die Lage der Branche – unterstreicht die Ergebnisse: Als „sehr gut“ (17,7 Prozent) oder „gut“ (55,9 Prozent) bezeichnen insgesamt 73,6 Prozent der Befragten ihre Ertragslage. Im Vorjahr gaben das noch 80,9 Prozent an. 22,6 Prozent befinden die Gewinnsituation als „noch zufriedenstellend“ (Vorjahr: 16,3 Prozent) und nur 3,9 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent) halten sie für „schlecht“.

Nicht ganz so positiv wie im Jahr zuvor entwickelten sich der durchschnittliche Zimmerpreis sowie die durchschnittliche Belegungsquote – im Vergleich zum Boom-Jahr 2006 sind die Ergebnisse aber durchaus zufriedenstellend. Die durchschnittliche Zimmerrate stieg leicht um 0,8 Prozent von 108,6 Euro auf 109,5 Euro an. Die durchschnittliche Belegung konnte um 1,1 Prozentpunkte auf 67,7 Prozent verbessert werden. Auch die durchschnittliche Zimmeranzahl eines Top-200-Hotels wuchs – von 321,0 Zimmer auf 324,3 Zimmer.

Der Jahresnettoumsatz pro Zimmer stieg von 45.285,00 Euro auf 47.456,00 Euro – um 4,8 Prozent. Insgesamt vereinen alle Häuser des Rankings 64.859 Zimmer.

An der Spitze des Top 200 Rankings gibt es kaum Verschiebungen. Zum achten Mal in Folge konnte sich erneut das Estrel Berlin den 1. Platz sichern. Mit einer Umsatzsteigerung von 11,7 Prozent erwirtschaftete das 1125-Zimmer-Haus 57,5 Mio. Euro Umsatz. Das Sheraton Frankfurt Hotel & Towers (53,6 Mio. Euro) und der Bayerische Hof in München (51,7 Mio. Euro) bleiben weiterhin auf den Fersen.

Auf dem vierten Rang folgt wie im Jahr zuvor das InterContinental Berlin. Es erzielte eine Umsatzsteigerung von 3,3 Prozent auf 43,7 Mio. Euro. Das Hotel Adlon, Berlin, verteidigte den im vergangenen Jahr ergatterten 5. Rang mit 38,4 Mio. Euro und einem Wachstum von 2,1 Prozent.

Die Top 200-Liste, die die Situation der Hotelbranche in Deutschland dokumentiert, gibt es bereits seit mehr als 20 Jahren. Die Daten beruhen auf Eigenangaben der Hotels, die überwiegend nicht publizitätspflichtig sind. Das komplette Ranking ist in der aktuellen Ausgabe der AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung veröffentlicht, die am Samstag, 31. Mai 2008 erscheint.


Neue Ausgabe von „Hotel Markt Bulletin“

29 Mai 2008

Quelle: Pressemitteilung tophotelprojects.com, 29. Mai 2008

Fachinformation über internationale Hotelprojekte – Von tophotelprojects.com

Hamburg, 29. Mai 2008
Die Hotelmärkte boomen weltweit – Über die neuesten First-Class- und Luxus-Hotelprojekte berichtet der digitale Newsletter „Hotel Markt Bulletin“. Die vierteljährlich erscheinende Publikation von tophotelprojects.com, der führenden Onlinedatenbank für Top-Hotelprojekte, listet ausgewählte Hotelbauten auf und stellt herausragende Projekte vor. „Hotel Markt Bulletin“ (PDF) kann kostenfrei bestellt werden unter www.tophotelprojects.com.

„Unsere Fachpublikation bietet einen Einblick in die Dynamik der Hotelprojektentwicklung“, so Rolf W. Schmidt, Initiator und Herausgeber der Online-Datenbank, „und ist ein Service für die Lizenznehmer und Partner von tophotelprojects.com.“ Auf sechs Seiten werden auch weitere Hintergrundinformationen über die Hotelentwicklung zusammen gefasst. Ein weiterer Pluspunkt ist die Presseschau – eine Sammlung interessanter Beiträge aus Wirtschafts- und Fachmedien.

Über tophotelprojects.com®: Die Online-Datenbank bietet über 2.100 Top-Hotelprojekte (nur First Class- und Luxushotels) mit kompletten Projektdaten und Ansprechpartnern. Monatlich kommen durchschnittlich 150 neue Hotelprojekte hinzu und mehrere hundert Projekte werden aktualisiert. Lizenznehmer von tophotelprojects.com sind führende Ausstatter und Zulieferer der Top-Hotellerie.


Starker Verkaufskanal für Hotels: Cultuzz schafft Direktverbindung zu Expedia

26 Mai 2008

Quelle: Pressemitteilung Cultuzz, 26. Mai 2008

Kontingent- und Ratenpflege direkt aus dem eigenen Property Management System – Two-Way-Verfahren bietet vollständige Integration

Der Vertrieb im Internet ist wieder etwas einfacher geworden. Cultuzz Digital Media, ein führender Anbieter von Buchungs- und Distributionstechnologien für die Hotellerie, hat eine XML-basierte Two-Way-Schnittstelle zum weltgrößten Online-Reisebüro Expedia geschaffen. Jetzt ist es möglich, direkt aus dem Frontofficesystem (PMS) des Hotels Zimmerverfügbarkeiten und Preise an Expedia zu senden. Buchungen, die bei Expedia eingehen, werden ebenfalls auf direktem Weg in das System des Hoteliers übertragen.

Damit bietet Cultuzz seinen Kunden einen weiteren starken Partner im boomenden Geschäft mit Internetbuchungen. Auch alle Hotels und Pensionen, die ein angeschlossenes Hotelprogramm benutzen (z.B. Velox, hotline, Deltra HS/3, Medusa, Gubse u.a.), können diese Direktanbindung zu Expedia nutzen.

Expedia reiht sich ein in die Liste der starken Vertriebskanäle bei Cultuzz, wie HRS, hotel.de, Booking, ehotel und eBay. „Wir wollen direkte Anbindungen schaffen zu möglichst allen großen Distributoren ebenso wie zu den regional bedeutenden Portalen“, sagt Dr. Reinhard Vogel, Geschäftsführender Gesellschafter von Cultuzz.“Dabei legen wir in der Technik Wert darauf, dass wir nicht nur Informationen senden können, sondern auch empfangen. Nur so können wir von einem geschlossenen Informationskreislauf sprechen.“

Basis des Erfolgs von Cultuzz sind eigene Softwareentwicklungen wie CultSwitch, CultBay und CultBooking. In einer zentralen Datenbank speichert Cultuzz alle relevanten Informationen des jeweiligen Hotels, von Verfügbarkeiten, Preisen, Storno- und Zahlungsbedingungen bis hin zu Bildern, Zimmer- und Wegbeschreibungen. In vollautomatischen Prozessen werden diese Daten zwischen dem Hotelmanagementprogramm (PMS) und zahlreichen Buchungsplattformen ausgetauscht. Eingehende Buchungen werden von den Buchungsplattformen sofort wieder an die Hotelsysteme zurückgegeben, so dass der Informationskreislauf vollständig geschlossen ist.

Der Hotelier hat bei diesem System drei wichtige Vorteile: eine enorme Zeitersparnis durch zentrale Datenpflege, Ratenparität auf allen Buchungsplattformen und ein effektives System gegen Überbuchungen. „Und wenn er auf einem Vertriebskanal noch nicht vertreten ist, dann helfen wir gern weiter“, ergänzt Vertriebsleiter Michael Jarugski.
Expedia ist mit einem Buchungsvolumen von 20 Mrd. US-Dollar das weltgrößte Online-Reiseportal. Auf expedia.de können Hotels, Flüge und Mietwagen gebucht werden. Seit 2003 fungiert Expedia außerdem als Reiseveranstalter und bietet mit „Click & Mix“ Reisebausteine zur Direktbuchung an. Expedia verkauft pro Tag 140.000 Roomnights.

Die Cultuzz Digital Media GmbH wurde 2000 von Dr. Reinhard Vogel in Berlin gegründet. Tochtergesellschaften bestehen in Europa, USA und Australien sowie in Indien. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Onlinevertrieb für Hotels und Tourismusunternehmen und ist weltweiter Marktführer für Versteigerungen von Hotelgutscheinen bei eBay.


Top-News für Hotelmanager: „Top hotel“ startet neues Onlineportal mit aktuellen Branchennachrichten – Großes Gewinnspiel

26 Mai 2008

Quelle: Pressemitteilung, 26. Mai 2008

Fachinformationen rund um die Uhr: Mit tophotel.de startet die führende Fachzeitschrift für das Hotelmanagement in Deutschland ein neues Infoportal. Täglich werden aktuelle Nachrichten aus Hotellerie, gehobener Gastronomie und Zulieferindustrie veröffentlicht. Zudem kann man im Onlinearchiv der zehn Mal im Jahr erscheinenden Fach-Illustrierten „Top hotel“ gezielt recherchieren. Monatlich nutzen mehrere tausend Besucher das Onlineangebot, das nun relauncht wurde – der eMail-Newsletter wird an über 30.000 Empfänger versendet.

„Unseren Lesern bieten wir in der Onlineausgabe zahlreiche Hintergrundinformationen, zum Beispiel die stets interessanten anonymen Hoteltests“, sagt Wolfgang Schmitz, Chefredakteur und Herausgeber von „Top hotel“. Stark nachgefragt ist auch das Onlinearchiv der ausgewählten Cocktails, die in „Top hotel“ veröffentlicht werden. Ein weiterer wichtiger Webservice ist das Jobportal, das aktuelle Stellenangebote aus Hotellerie, gehobener Gastronomie und Touristik bietet.

Zum Relaunch von tophotel.de wurde ein großes Gewinnspiel gestartet: Hauptpreis ist ein stilvolles Porzellanservice von Kahla Porzellan, der innovativen Designfirma aus Thüringen. Weitere Gewinne sind Jahresabonnements von „Top hotel“ und die begehrten „Top hotel“-Uhren. Die Gewinnfrage kann von aufmerksamen Lesern von „Top hotel“ schnell gelöst werden: In welcher Stadt befindet sich das weltweit einzige Sieben-Sterne-Hotel, das Burj al-Arab? Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr unter www.tophotel.de.

Mit tophotel.de geht der schrittweise Ausbau der führenden deutschen Hotel-Fachzeitschrift weiter. Noch in diesem Jahr werden weitere Onlineservices gestartet. Eine englischsprachige Ausgabe der Printzeitschrift und ein internationales Onlineportal werden ab 2009 erscheinen. „Top hotel“ ist 25 Jahre nach seiner Gründung zu einer Informationsmarke geworden. Gründer Wolfgang Schmitz, der kürzlich mit der begehrten Brillat-Savarin-Plakette ausgezeichnet wurde, wird sich ab 2009 auf die internationale Expansion konzentrieren. Chefredakteur der deutschen Ausgabe wird dann sein bisheriger Stellvertreter Thomas Karsch.
„Top hotel“ ist – gemessen an Abonnenten und verkauften Anzeigenseiten – die führende Fachzeitschrift für das Hotelmanagement in Deutschland. Das Magazin erscheint zehn Mal im Jahr im Freizeit-Verlag Landsberg, ein Beteiligungsunternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB). Die verbreitete Auflage beträgt über 20.000 Exemplare. Im Verbund mit dem VHB-Tochterunternehmen Lebensmittel Praxis Verlag (LPV) erscheinen u.a. auch „Die Küche“, „Catering Inside“, „Convenience Shop“ und „Lebensmittel Praxis“.

Weitere Informationen:
http://www.tophotel.de
http://www.lebensmittelpraxis.de


Golfregion im Hotelbaufieber: Anzahl der Zimmer wird sich in den nächsten drei Jahren verdoppeln

22 Mai 2008

Quelle: bfai, 22. Mai 2008

Überall in den Staaten des Golfkooperationsrats (GCC) entstehen neue Hotels. Am stärksten werden die Kapazitäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ausgebaut. Bei Luxushotels ist in den VAE allerdings eine Sättigung zu erwarten, wenn die geplanten und in Bau befindlichen Herbergen fertiggestellt sind. Nachholbedarf besteht in Nischen wie zum Beispiel bei preisgünstigen Unterkünften. Lieferanten von Hotelbedarf und -ausstattung bieten sich auf lange Zeit gute Chancen am Golf.

Der Nahe Osten ist der am schnellsten wachsende Reise- und Tourismusmarkt der Welt. Nach Angaben der Welttourismusorganisation sind im Zeitraum 2000 bis 2006 im Schnitt jedes Jahr 9,3% mehr Touristen in die Region geströmt. Beliebtestes Reiseziel am Golf sind die VAE, die auch weltweit zu den Top-20 zählen. Die meisten Touristen zieht es dabei in das Emirat Dubai. Waren es 2007 noch 7 Mio., so sollen es 2010 rund 10 Mio. und 2015 bereits 15 Mio. Besucher sein. Am Aufbau der dafür nötigen Bettenkapazitäten wird emsig gearbeitet.

Die zehn teuersten Hotelprojekte
im Mittelern Osten
Projekt Budget in Mio. $ Stand Land
Hurghada Tourism City 5.000 Planung Ägypten
Qatar Entertainment City 3.000 Design-Phase Katar
MGM Grand Abu Dhabi 3.000 Planung VAE
Asia-Asia Hotel 1.625 Design-Phase VAE
Dilmunia Island 1.531 im Bau Bahrain
Capital Centre Abu Dhabi 1.000 Design-Phase VAE
Hard Rock Hotel Dubai 1.000 Design-Phase VAE
Nile Corniche Cairo 1.000 Design-Phase Ägypten
InterContinental Expansion 800 im Bau Oman
Muscat Family Resort Musandam 780 Design-Phase Oman

Quelle: Proleads

Derzeit gibt es der Fachzeitschrift MEED zufolge in den VAE rund 49.500 Hotelzimmer, davon 42.000 in Dubai. Andere Quellen sprechen von aktuell 60.000 Zimmern im ganzen Land und 47.000 in Dubai. Die unterschiedlichen Zahlenangaben könnten aus der Einberechnung auf Tagesbasis mietbarer Apartments resultieren. Die Kapazitäten indes werden rasant ausgebaut. So soll sich bis 2010 die Zahl der Zimmer auf 123.000 mehr als verdoppeln und bis 2015 auf 180.000 verdreifachen. Die Zahl der Hotels wird bis 2010 von derzeit 297 auf 537 steigen. Bislang sind die Hotels mit 80% ausgelastet.

Alleine in der Nähe des neuen Großflughafens sollen 50 Hotels gebaut werden, davon 35 mit 15.000 Zimmern in der Commercial City. Bawadi, das größte Hotelprojekt im Nahen Osten, und – wie die Tageszeitung Emirates Business schreibt – wahrscheinlich weltweit, entsteht in Dubailand. In diesem neuen Stadtteil der Superlative sollen Attraktionen wie die Mall of Arabia, das größte Einkaufszentrum der Welt, Freizeitparks, Museen, Theater und Veranstaltungszentren täglich 200.000 Besucher anziehen.

Insgesamt umfasst Bawadi 51 Hotels mit 60.000 Zimmern und 1.500 Restaurants und Bars. Kostenpunkt: 54,5 Mrd. $. Kernstück des Projekts wird das Hotel Asia-Asia mit insgesamt 6.500 Zimmern sein, davon 5.100 mit vier und 1.400 mit fünf Sternen. Der erste Teil der künftig größten Herberge der Welt soll Ende 2012 fertiggestellt sein. Als erstes Hotel im Bawadi-Komplex wird das Desert Gate Hotel Ende 2011 seine Tore öffnen.

Auf der künstlichen Inselgruppe Palm Jumeira sind rund 30 Luxushotels international bekannter Ketten mit insgesamt 7.500 Zimmern vorgesehen. Elf davon sind bereits im Bau und werden innerhalb der kommenden zweieinhalb Jahre fertiggestellt sein.

Allerdings glauben Branchenkenner, dass der Bedarf an Luxushotels in den VAE schon bald gedeckt sein dürfte. Weiterhin steigen wird dagegen die Nachfrage nach preisgünstigeren Unterkünften mit drei oder vier Sternen. Mehrere internationale Ketten planen bereits einen entsprechenden Einstieg. So will die französische Accor-Gruppe bis 2011 im Nahen Osten 90 Hotels eröffnen, mehr als die Hälfte davon unter den Markennamen Ibis und Novotel. Das Unternehmen Emaar Hospitality Group hat sein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Accor bekundet.

Auch das Entwicklungsunternehmen Nakheel will in dieses Marktsegment vorstoßen. Dabei wird es mit der Jebel Ali Free Zone (Jafza) zusammenarbeiten. Noch Ende Mai 2008 sollen die Arbeiten an dem ersten Hotel beginnen, das unter dem Namen der Kette EasyHotel firmieren wird. Die Fertigstellung der 216-Zimmer-Unterkunft ist für Juni 2009 vorgesehen. Der Bau weiterer Hotels soll folgen. Nakheel hat sich die Francise-Lizenz für alle künftigen EasyHotels im Nahen Osten gesichert. Auch die niederländisch-schweizerische Gruppe Golden Tulip will ihre Präsenz ausbauen und bis 2010 über 55 Hotels in der Region verfügen.

Getrieben wird die Nachfrage nach preiswerteren Unterkünften vor allem von Geschäftsreisenden mittlerer Führungsebenen sowie von solchen, die für eine längere Zeit im Land bleiben. Hinzu kommt die steigende Kaufkraft in der Region: Immer mehr Menschen können sich eine Flugreise leisten, zumal die Zahl der Billigflieger steigt, und beflügeln damit den Tourismus innerhalb der arabischen Staaten. Dadurch wird auch die Nachfrage in weiteren Marktsegmenten steigen, so etwa die nach Unterkünften, die den islamischen Vorschriften nach Geschlechtertrennung genügen und in denen kein Alkohol ausgeschenkt wird.

Der Tourismus spielt in den VAE eine wichtige Rolle bei den Bemühungen zur Diversifizierung der Wirtschaft. Besonders fortgeschritten ist dabei das ölarme Emirat Dubai. Dort trägt der Fremdenverkehr nach Angaben der Tageszeitung Emirates Business bereits 19% zum Bruttoinlandsprodukt bei. Unter Einberechnung des Luftverkehrs-, Telekommunikations- und Transportsektors seien es indirekt sogar 31%.

Für deutsche Unternehmen ist vor allem die Hotelausstattung ein interessantes Geschäft: Von der Zimmermöblierung, der Bettwäsche, der Barausstattung bis hin zu den obligaten Kronleuchtern sowie Restaurants und Küchen sind deutsche Unternehmen dem Vernehmen nach bislang gut im Geschäft.

Der Boom im Hotelbau ist indes nicht allein auf die VAE beschränkt. Auch in den anderen GCC-Staaten laufen viele Investitionen in den Tourismussektor. Derzeit gibt es laut MEED in den Mitgliedsstaaten gut 95.000 Hotelzimmer. Diese Zahl soll sich bis 2010 mehr als verdoppeln. Im selben Zeitraum wird die Anzahl der Hotels voraussichtlich von 582 auf 940 klettern.

Kennzahlen zum Hotelbestand und -neubau in den GCC-Staaten
Land Anzahl der Hotelzimmer (aktuell) Anzahl der Hotelzimmer (2010) Anzahl der Hotels (aktuell) Anzahl der Hotels (2010) Auslastung der Hotels (aktuell in %) Durchschnittlicher Preis für ein Hotelzimmer
Bahrain 7.028 10.799 77 91 73 216
Katar 6.064 13.057 29 56 69 260
Kuwait 4.010 8.512 25 46 60 224
Oman 5.733 8.922 62 80 72 176
Saudi-Arabien 22.766 31.653 92 130 64 173
VAE 49.494 122.593 297 537 80 302

Quelle: MEED

Allerdings machen sich auch beim Bau der Hotels die Schattenseiten des Baubooms immer stärker bemerkbar: Die Kosten schießen in die Höhe, weil Grundstücke, Baumaterialien, Fachkräfte und Arbeiter immer knapper werden. Die Fertigstellung vieler Hotels verzögert sich. Vor allem Dubai ist von dieser Entwicklung betroffen. Dort haben sich, so MEED, die Baukosten für ein Hotelzimmer in den vergangenen anderthalb Jahren von 500.000 $ auf 1,5 Mio. $ verdreifacht. Die erwartete Rentabilität sinkt und viele Unternehmen müssen ihre Pläne ändern oder nach neuen Finanzierungsquellen suchen. Hinzu kommt die Frage, ob die Entwicklung der Infrastruktur mit den Expansionsplänen Schritt halten wird.


Carsten K. Rath verlässt die Schörghuber Unternehmensgruppe

21 Mai 2008

Quelle: Pressemitteilung, 20. Mai 2008

Carsten K. Rath, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arabella International GmbH & Co. KG und des Advisory Boards der ArabellaStarwood Hotels & Resorts GmbH sowie Mitglied der Unternehmensleitung, wird aus der Schörghuber Unternehmensgruppe ausscheiden, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.

Rath hatte dem Vorstand der Schörghuber Unternehmensgruppe vor kurzem mitgeteilt, seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Er wird seine in mehr als zwanzig Jahren in der Luxushotellerie und der Topgastronomie gesammelten Erfahrungen künftig in ein eigenes Unternehmen einbringen und mit diesem auch potenziell als Mitbewerber von Arabella International auftreten. Um mögliche Interessenkollisionen zu vermeiden, haben der Vorstand der Schörghuber Unternehmensgruppe und Rath daher im beiderseitigen Einvernehmen beschlossen, Rath freizustellen.

In den knapp drei Jahren seiner Tätigkeit für die Schörghuber Unternehmensgruppe hat Carsten K. Rath eine Vielzahl positiver Akzente setzen können. Zu diesen zählen vor allem die Neuordnung des Joint Ventures mit Starwood Hotels & Resorts für die Hotelmarken St. Regis, The Luxury Collection, Westin, Le Méridien, Sheraton und Four Points by Sheraton und die Entwicklung und Implementierung des neuen Total Quality Management Systems und Unternehmensleitbildes »Passion People Performance« und nicht zuletzt die Fortführung der positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Unternehmensbereich Hotel der auf den Geschäftsfeldern Hotel, Flugzeugleasing, Getränke sowie Bauen & Immobilien tätigen Unternehmensgruppe.

Der Vorstand der Schörghuber Unternehmensgruppe dankt Carsten K. Rath für seine sehr gute Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Über seine Nachfolge wird zum gegebenen Zeitpunkt kommuniziert.


Der deutsche Gast gibt pro Besuch 12,51 Euro aus

16 Mai 2008

Quelle: CHD Expert, 16. Mai 2008

Studie von CHD Expert über Durchschnittsbon in deutscher Gastronomie – Leichte Steigerung seit 2006 – Restaurantbesuch am teuersten

Die Umsatzentwicklung in der deutschen Gastronomie ist moderat: Der Durchschnittsbon je Gast beträgt 12,51 Euro und damit nur vier Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren. Dies geht aus einer Untersuchung des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, hervor. Das leichte Plus  in der Gastronomie ist auf allgemeine Preissteigerungen zurück zu führen. Aber: „Ein Drittel der Kneipen muss mit einem Durchschnittsumsatz von unter acht Euro auskommen – und dies bei zum Teil schweren Umsatzverlusten infolge des Rauchverbotes“, analysiert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland. Bei Restaurants tritt ein gewisses Luxusverhalten zutage – hier gibt der deutsche Gast mit 14,53 Euro überdurchschnittlich viel aus. In den gut zehn Prozent der gehobenen Restaurants steigt der Durchschnittsbon auf über 25 Euro. „Hier werden auch gerne einmal eine zweite Flasche Wein oder ausgefallene Desserts geordert“, berichtet Lambracht.

Auch in Bars, Clubs und Lounges wird gern konsumiert – der Durchschnittsbon beträgt hier 13,88 Euro. „Dies ist einerseits auf den Trend zu hochwertigen Cocktails oder auch auf Sondererlöse wie Clubeintritt zurück zu führen“, sagt Lambracht.

Über die Hälfte der gastronomischen Betriebe bewegen sich bei den Erlösen im Mittelfeld. „In den meisten Betrieben liegt der Durchschnittsbon zwischen neun und siebzehn Euro  und lässt damit wenig Spielraum“, berichtet Thilo Lambracht. Treten unvorhersehbare Umsatzeinbrüche oder drastische Preissteigerungen bei den Betriebskosten auf, sind schnell Arbeitsplätze in Gefahr.

In der klassischen Kneipe wird knapp über zehn Euro je Gast durchschnittlich umgesetzt, ebenso im Bistro. Schlusslicht ist das Café, das lediglich 6,50 Euro je Gast kassiert. „Dafür ist aber die Gewinnspanne bei Kaffee deutlich höher und meist die Gästefrequenz höher als in den anderen Gastronomieformen“, sagt Lambracht.

Für die Studie wurden im April diesen Jahres über 1.000 gastronomische Betriebe in ganz Deutschland befragt. Die Studie „Durchschnittsbon in der deutschen Gastronomie 2008“ ist ab Juli für €499,00 im Onlineshop von CHD Expert (http://shop.chd-expert.de) erhältlich.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
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Hongkongs und Macaus Hotels bevorzugen Haushaltswaren aus Europa

15 Mai 2008

Quelle: bfai, 15. Mai 2008

Deutschland wichtiger Lieferant / Chinas Porzelanhersteller in der Krise

Europäische Haushaltswaren erfreuen sich bei den Hotel- und Küchenchefs Hongkongs und Macaus einer große Beliebtheit. Da nicht wenige von ihnen aus Deutschland kommen, haben sie ein Faible für „made in Germany“ Produkte. Doch die privaten Konsumenten holen auf. In immer mehr Apartments werden sündhaft teure Küchen eingebaut, die entsprechend bestückt werden wollen. Wer sich als ausländischer Markenanbieter einen Namen schaffen will, muss exklusive Verkaufsfläche anmieten.

Für die ausländischen Anbieter von Haushaltswaren ist Hongkong ein kleiner, aber feinder Absatzmarkt. Zwar kaufen die meisten Konsumenten billige „made in China“ Produkte. Doch die Nachfrage nach hochwertigen Importen aus Europa wächst. In immer mehr Apartments werden exklusive Küchen – überwiegend aus deutscher Produktion – eingebaut. Entsprechend dynamisch entwickelt sich die Nachfrage nach Porzellan, Glas- und Kristallwaren, Messern, Bestecken oder Töpfen.

Da es nach Angaben des halbstaatlichen Trade Development Council (TDC) keine einheimischen Hersteller von Haushaltsartikeln gibt, muss die Sonderverwaltungsregion (SVR) 100% ihres Bedarfs importieren. Im Jahr 2007 beliefen sich die entsprechenden Einfuhren auf 1,5 Mrd. US$, ein Minus von 1% gegenüber 2006. Den Rückgang erklären sich Branchenkenner vor allem mit statistischen Effekten.

So stammen 80% der Einfuhren aus der VR China und werden anschließend über den Freihafen Hongkongs reexportiert. Doch dieser Teil des Handels ist rückläufig. So benutzen immer mehr Hersteller in Südchina die deutlich günstigeren Häfen in Shenzhen oder Guangzhou. Zudem befindet sich die Haushaltswarenindustrie im benachbarten Perlflussdelta in der Krise. Sie leidet unter stark steigenden Fertigungskosten und strengeren Auflagen bezüglich Umwelt- und Arbeitsschutz. Die Porzellanhersteller beispielsweise mussten 2007 einen deutlichen Rückgang ihrer Ausfuhren hinnehmen.

Hongkongs Außenhandel mit Haushaltsartikeln (in Mio. US$)

Importe Exporte
2005 1.662 2.001
2006 1.534 1.885
2007 1.517 1.853

Quelle: Census and Statistics Department

Während Hongkongs Haushaltswarenimporte aus China schrumpfen, entwickeln sich die Einfuhren insbesondere aus Europa sehr dynamisch. Deutsche Hersteller lieferten 2007 Produkte im Wert von rund 34 Mio. US$ in die SVR, ein Pus von 19% gegenüber 2006. Damit lagen sie hinter der Konkurrenz aus China und Japan auf Rang drei der Einfuhrstatistik.

Ebenso verzeichneten Anbieter aus Frankreich und Italien starke Umsatzzuwächse. Der Höhenflug des Euros – der Hongkong Dollar (HK$) ist fest an den US$ gekoppelt und hat daher gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung im Laufe des Jahres 2007 stark an Wert verloren – scheint den Umsatz nicht beeinträchtigt zu haben.

Hongkongs Haushaltswarenimporte nach Lieferländern (in Mio. US$, Veränderung gegenüber Vorjahr und Einfuhranteil in %)

Länder 2007 Veränderung Anteil
VR China 1.262,3 -2,4 83,2
Japan 48,1 6,9 3,2
Deutschland 34,4 18,6 2,3
USA 25,1 0 1,7
Frankreich 19,6 24,1 1,3
Italien 17,7 12,7 1,2
Taiwan 15,7 -1,3 1,0
Thailand 14,4 21,0 0,9
Österreich 13,0 -31,6 0,9
Korea (Rep.) 7,9 -17,7 0,5

Quelle: Census and Statistics Department

Das lebhafte Geschäft ist auch auf die verstärkte Nachfrage aus dem Hotel- und Gastronomiesektor zurückzuführen. Hongkongs Spitzenhotels haben sich in den letzten Jahren höher positioniert. Zudem gibt es eine Sonderkonjunktur im benachbarten Macau, das nahezu sämtliche Einfuhren über den Hongkonger Flug- beziehungsweise Containerhafen bezieht.

In der ehemaligen portugiesischen Kolonie bauen US-Spielbankgesellschaften riesige Hotel-Kasino-Komplexe. So eröffnete beispielsweise 2007 das „Venetian“ mit über 3.000 Zimmern. Weitere 20 Fünfsternehotels internationaler Ketten sollen bis 2012 hinzukommen. Sie benötigen nicht nur Porzellan und Glaswaren für ihre Restaurants, sondern auch qualitativ hochwertige Produkte für den Einsatz in ihren Großküchen.

In Hongkong und Macau sind in nahezu jedem Luxushotel Manager und Köche aus Deutschland beschäftigt. Sie haben einen teilweise erheblichen Einfluss bei der Anschaffung der Küchen- bzw. Restaurantausstattung und bevorzugen „made in Germany“ Produkte. Dadurch könnten die deutschen Haushaltswarenhersteller in den beiden SVR höhere Umsätze als beispielsweise die Konkurrenz aus einem Gourmetland wie Frankreich erzielen.

Anbieter von exklusiven Haushaltswaren wie Porzellan, die in Hongkong und Macau neben dem Projektgeschäft auch den Konsumenten direkt ansprechen wollen, sollten exklusive Verkaufsräume in einer der zahlreichen Shoppingmalls anmieten. Dies kann angesichts der horrenden Mieten zwar ein sehr kostspieliges Vergnügen werden, jedoch zahlt sich in einer Gesellschaft, in der Statussymbole eine große Rolle spielen, jeder in die Marke investierte Euro langfristig aus. Wer sich als Premiumanbieter etabliert hat, kann einen kräftigen Preisaufschlag verlangen.

Hongkongs Branchenimporte (in Mio. US$)

SITC Code Produktbezeichnung 2006 2007
665.2 Glaswaren zur Verwendung bei Tisch, in der Küche oder Toilette 108,1 105,0
.Deutschland 5,6 9,1
666.1, 666.2 Geschirr und andere Haushalts- bzw. Toilettengegenstände aus Keramik 124,7 109,8
.Deutschland 2,8 2,6
696.4, 696.5, 696.8 Scheren, Messer und andere Schneidwaren 101,0 104,9
.Deutschland 2,4 2,5
696.6 Bestecke 144,6 126,8
.Deutschland 1,0 0,6
697.3 Kochgeräte aus Eisen, Stahl oder Kupfer 66,8 55,2
.Deutschland 1,9 4,2
697.4 Haushaltsartikel aus Eisen, Stahl, Kupfer oder Aluminium; Schwämme, Lappen, Handschuhe 262,5 271,8
.Deutschland 5,6 4,8
697.5 Sanitärartikel aus Eisen, Stahl, Kupfer oder Aluminium 49,6 62,8
.Deutschland 6,1 6,8
697.8 Haushaltsartikel aus unedlen Metallen 247,7 250,1
.Deutschland 0,5 0,8
893.32 Geschirr und andere Haushalts- oder Toilettenartikel aus Kunststoff 428,7 430,1
.Deutschland 3,1 3,0

Quelle: Census and Statistics Department (R.R.)


CHD Expert: Goals for Foodservice!

13 Mai 2008

Quelle: CHD Expert, 13. Mai 2008

Wie man mit EM-Toren Geld sparen kann – Sonderrabatt bei Studien und Adresspaketen aus dem Außer-Haus-Markt

Je mehr Tore fallen, desto günstiger wird’s: Das internationale Marktforschungsinstitut CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, bietet 0,5 Prozent Sonderrabatt je gefallenem Tor in der Europameisterschaft 2008. Wenn bei dem Sportevent, der vom 7. bis 29. Juni in Österreich und der Schweiz stattfindet, insgesamt 80 Tore geschossen werden, werden vom Kaufpreis für alle Studien, Reports und Adresspakete aus Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung 40 Prozent Rabatt abgezogen. Zum Vergleich: Bei der EM 2004 fielen 97 Toren, da hätte der Rabatt dann sogar 48,5 Prozent betragen.

Der Nachlass* wird für alle Publikationen und Adresspakete aus dem Außer-Haus-Markt gewährt. Ein Beispiel: Bei 40 Prozent Rabatt beträgt der Preis für das Adresspaket „Luxushotels“ (200 vollständige Adressen) dann nur noch 135 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer). Ein anderes Beispiel: Mit 40 Prozent Nachlass beträgt der Preis für die Studie „Außer-Haus-Markt 2008“ (verfügbar ab Juni) nur noch 564 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer).

* nur für gewerbliche Kunden / gültig bei Bestellungen bis 11. Juli 2008

„Wir erwarten einen erfolgreichen Fußballsommer und wünschen den Gastronomen und Caterern zahlreiche Gäste zum Public Viewing“, wünscht Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert / Marktplatz Hotel.

Frei erhältlich – auch ohne Bestellung – ist der aktuelle Spielplan. Das PDF-Dokument (A4) steht zum Download bereit: www.chd-expert.de

Eine Übersicht aller Publikationen und Adresspakete ist im Internet zu finden:
http://shop.chd-expert.de

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.


Bundesverfassungsgericht: Mündliche Verhandlung in Sachen „Rauchverbot“ am 11. Juni 2008

10 Mai 2008

Quelle: BVG/Pressemitteilung, 08. Mai 2008

Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts verhandelt am Mittwoch, 11. Juni 2008, 10:00 Uhr in Karlsruhe die Verfassungsbeschwerden von zwei Gastwirten sowie einer Diskothekenbetreiberin, die sich gegen Bestimmungen der Nichtraucherschutzgesetze von Baden-Württemberg und Berlin wenden.

Zum Schutz der Bevölkerung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, vor den Gefahren des Passivrauchens verbietet das Landesnichtraucherschutzgesetz von Baden-Württemberg seit dem 1. August 2007 das Rauchen in zahlreichen öffentlichen Einrichtungen, darunter auch in Gaststätten und Diskotheken. Dem Betreiber einer Gaststätte ist allerdings die Möglichkeit eingeräumt, abgetrennte Nebenräume einzurichten, in denen das Rauchen erlaubt ist. Für Diskotheken gibt es diese Ausnahmeregelung nicht; insoweit gilt das Rauchverbot ausnahmslos. Die Betreiber der Gaststätte bzw. der Diskothek sind für die Einhaltung des Rauchverbots in den von ihnen geführten Einrichtungen verantwortlich. Das am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Berliner Nichtraucherschutzgesetz enthält ähnliche Regelungen. Es verbietet das Tabakrauchen in Gaststätten einschließlich Clubs und Diskotheken. Eine Ausnahmeregelung besteht für abgetrennte Nebenräume von Gaststätten sowie für abgetrennte Nebenräume von Diskotheken, zu denen nur Erwachsene Zutritt haben.

Der Beschwerdeführer im Verfahren 1 BvR 3262/07 betreibt in Tübingen, die Beschwerdeführerin im Verfahren 1 BvR 402/08 in Berlin eine kleine Einraumgaststätte. Beide Gaststätten werden überwiegend von Stammgästen besucht. Der Anteil der Raucher unter den Gästen liegt nach dem Vorbringen der Beschwerdeführer etwa bei 70 %. Die Beschwerdeführer wenden sich dagegen, dass das Nichtraucherschutzgesetz von Baden-Württemberg bzw. von Berlin für Einraumgaststätten keine Ausnahmeregelung vom Rauchverbot vorsieht. Sie sehen darin eine Verletzung insbesondere ihrer Grundrechte aus Art. 12 Abs. 1 (Berufsfreiheit) und Art. 14 Abs. 1 GG (Eigentumsgrundrecht). Die bestehenden Ausnahmeregelungen für Mehrraumgaststätten wirkten wettbewerbsverzerrend zugunsten der großen Betriebe und gefährdeten die wirtschaftliche Existenz von Einraumgaststätten. Da bei diesen eine Abtrennung von Raucherräumen aus tatsächlichen Gründen nicht möglich sei, führe das Rauchverbot im Ergebnis dazu, dass Einraumgaststätten aufgrund des mit dem Rauchverbot einhergehenden Umsatzrückgangs unrentabel würden und geschlossen werden müssten. Ein faktisch absolutes Rauchverbot, das vorhersehbarer Weise dazu führe, dass ein bestimmter zahlenmäßig häufiger Gaststättentypus nicht mehr existenzfähig sei, sei nicht mehr verhältnismäßig. Als weniger stark einschränkendes Mittel, das den widerstreitenden Interessen der Raucher, der Nichtraucher sowie der Gastronomen gerecht werde, komme anstelle eines Rauchverbots eine Kennzeichnungspflicht von Gaststätten, in denen geraucht werden dürfe, in Betracht. Nichtraucher könnten dann vor Betreten der Gaststätte entscheiden, ob sie sich dem Tabakrauch aussetzen wollten oder nicht.

Die Beschwerdeführerin im Verfahren 1 BvR 906/08 wendet sich gegen das Landesnichtraucherschutzgesetz Baden-Württemberg, welches ihr als Diskothekenbetreiberin untersagt, das Rauchen in ihrem Betrieb zu gestatten und darüber hinaus – anders als für Gaststätten – die Einrichtung von Raucherräumen ausschließt. Nach der räumlichen Situation in der Großraumdiskothek der Beschwerdeführerin können ohne weiteres ein oder mehrere Räume als Raucherbereich abgetrennt werden. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, dass das absolute Rauchverbot in Diskotheken eine unverhältnismäßige Berufsausübungsregelung darstelle.

Es lasse sich durch freiwillige Rauchverbote und den Einsatz moderner Entlüftungssysteme ein ausreichender Gesundheitsschutz in der Diskothek erzielen. Als weniger einschneidendes Mittel komme auch die Einrichtung von Raucherräumen in der Diskothek in Betracht. Das absolute Rauchverbot verletze darüber hinaus den Grundsatz des Übermaßverbots. Jedenfalls in Diskotheken, die nur Erwachsene einließen, sei die Schaffung separater Raucherräume vorzuziehen. Die Regelung verletze außerdem den Gleichheitssatz. Diskothekenbetreiber würden im Vergleich zu Gaststättenbetreibern schlechter behandelt, weil für Gaststätten die Möglichkeit bestehe, einen Raucherraum einzurichten. Betreiber von Festzelten, in denen häufig Tanzveranstaltungen abgehalten würden, würden gänzlich vom Rauchverbot ausgenommen, während für Diskothekenbetreiber besonders strenge Vorgaben gelten. Sachliche Gründe für diese Ungleichbehandlungen seien nicht ersichtlich.


Studie von tophotelprojects.com®: 40% aller neuen Top-Hotelprojekte mit 150 bis 300 Zimmern

8 Mai 2008

Quelle: tophotelprojects.com, 07. Mai 2008

Über 2.000 Hotelprojekte entstehen weltweit bis 2014 – Luxushotels überwiegen – 60% der größten Projekte in den USA geplant

Die meisten Hotelprojekte sind (nur) mittelgroß: 92 Prozent der weltweit geplanten First-Class- und Luxushotels werden maximal 500 Zimmer haben. Der Großteil (42%) umfasst 150 bis 300 Zimmer. Nur zwei Prozent der Top-Hotelprojekte sind mit über 1.000 Zimmern und Suiten geplant. Dies geht aus einer Untersuchung von tophotelprojects.com® über den globalen Hotelmarkt hervor. Aktuell umfasst die Onlinedatenbank mehr als 2.000 Hotelprojekte und damit den Großteil des Gesamtmarkts. Übrigens: Das derzeit größte Hotelprojekt ist mit 6.500 Zimmern das „Asia Asia Hotel“ in Dubai, das im Frühjahr 2010 eröffnet werden soll.

„55 Prozent aller Projekte werden Luxushotels”, sagt Rolf W. Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH und Gründer von tophotelprojects.com®. Allein in Europa entstehen derzeit 32 Prozent aller Top-Hotelprojekte. Der Fokus liegt hierbei auf First-Class-Hotels (64% der europäischen Projekte). In Asien (26% aller Hotelprojekte) verhält es sich genau andersherum – hier ist der Bedarf an Luxushotels noch hoch: 70 Prozent der regionalen Projekte sind als Fünf-Sterne-Häuser geplant. „In Europa wird bei Luxushotel-Projekten eine gewisse Marktsättigung erreicht“, so Schmidt. „Dagegen sind die Renditen bei First-Class-Hotels z.B. für Geschäftsreisende oder Konferenzen viel versprechender.“

Die zehn größten Projekte haben jeweils mehr als 2.800 Zimmer und werden mit Abstand zu den größten Hotels der Welt. Interessant: 60 Prozent der Top10 sind in den USA im Bau.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Generell: Über 2.000 Top-Hotelprojekte bis 2014;
55% Luxus (fünf Sterne) / 45% First Class (vier Sterne)

Anzahl Zimmer:

  • 1 – 149 Zimmer (30%)
  • 150 – 299 Zimmer (42%)
  • 300 – 499 Zimmer (20%)
  • 500 – 799 Zimmer (5%)
  • 800 – 999 Zimmer (1%)
  • über 1.000 Zimmer (2%)

Nach Region:

  • Europa (32% aller Hotelprojekte): 35% Luxus / 64% First Class
  • Asien (26%): 68% Luxus / 32% First Class
  • Nordamerika (22%): 50% Luxus / 50% First Class
  • Mittlerer Osten (13%): 79% Luxus / 21% First Class

Größte Hotelprojekte:

  • über 1.000 Zimmer – 43 Hotelprojekte
  • über 2.000 Zimmer – 15 Hotelprojekte
  • über 3.000 Zimmer – 8 Hotelprojekte

Top10 nach Region:

  • 60% – Nordamerika
  • 20% – Mittlerer Osten
  • 10% – Asien
  • 10% – Europa

Über tophotelprojects.com®: Die Online-Datenbank bietet über 2.000 Top-Hotelprojekte (nur First Class- und Luxushotels) mit kompletten Projektendaten und Ansprechpartnern. Monatlich kommen durchschnittlich 150 neue Hotelprojekte hinzu und mehrere hundert Projekte werden aktualisiert. Abonnenten von tophotelprojects.com® sind führende Ausstatter und Zulieferer der Top-Hotellerie.


Ägypten lockt Touristen an das Mittelmeer

1 Mai 2008

Quelle: bfai – Von Stephanie Bratka

Zahlreiche Investitionsprojekte von Sinai bis As Salum / Nachhaltigkeit rückt in den Fokus

Ägyptens Tourismusminister Zoheir Garranah plant die Mittelmeerküste des Landes zunehmend für Reisende zu erschließen. Im Vergleich zu anderen Anrainerstaaten hat Kairo diese Region bis dato eher vernachlässigt. Die geplanten Projekte bieten auch deutschen Firmen gute Geschäftschancen, doch es sind vor allem arabische Investoren, die sich engagieren. Der Tourismus gehört in Ägypten zu den wichtigsten und am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweigen. (Kontaktanschriften)

Das touristische Entwicklungspotenzial an der Mittelmeerküste Ägyptens ist groß: Als Beispiel dafür kann das erst kürzlich eröffnete Porto Marina Resort, das etwa 100 km westlich von Alexandria liegt, genannt werden. Weitere Projekte befinden sich noch in der Planungsphase, so die Aktivitäten der Investmentbehörde von Marsa Matrouh, einem Touristenort am Mittelmeer: Die Initiatoren haben Vorhaben im Wert von rund 700 Mio. ägyptische Pfund (ägypt.£), umgerechnet rund 83 Mio. Euro, genehmigt. Sie werden neun Touristenressorts mit insgesamt 3.200 Hotelzimmern an der Küste bauen. Und weiter: In Al Alamein entstehen derzeit zehn neue Vier- und Fünf Sterne Hotelanlagen.

Experten zufolge kann der Markt die zusätzlichen Bettenkapazitäten der neuen Hotelanlagen aufnehmen. Bremsend auf die Branchenentwicklung wirkten die Inflation und der Mangel an qualifiziertem Personal, heißt es. Gleichzeitig erfordern die deutlich steigenden Besucherzahlen einen Ausbau der Infrastruktur: Die Europäische Union fördert die Modernisierung der touristischen Infrastruktur Ägyptens mit 2 Mio. Euro und mit gemeinsamen Projekten

Etwa 12% der Ägypter arbeiten nach Aussage von Garranah im Tourismus. Die Branche, die sich zur wichtigsten Deviseneinnahmequelle des Landes entwickelt hat, konnte sich von der Flaute in Folge der Terroranschläge 2005 und 2006 in Dahab auf dem Sinai erholen. Sie verzeichnete im Finanzjahr 2006/07 zweistellige Wachstumsraten. Wie die ägyptische Zentralbank berichtete, ist die Reisebranche 2006/07 real um 13,2% gewachsen (2005/06: +4,3%; 2004/05: +21,3%). Knapp 10 Mio. Touristen besuchten das Land (+12,7%; 2005/06: 8,7 Mio.; 2004/05: 8,7 Mio.). Die Anzahl der Übernachtungen stieg im Berichtsjahr um 15,5% auf 98,3 Mio. (2005/06: 85,1 Mio.; 2004/05: 85,7 Mio.). Branchenschätzungen zufolge beläuft sich die Anzahl der Besucher im Gesamtjahr 2007 auf 11 Mio. Reisende.

Zunehmend setzt Ägypten darauf, dass sich der Tourismus zu einem nachhaltigen Industriezweig entwickelt, dazu gehört nach Aussagen von Garranah auch die Forcierung des ökologischen Tourismus. Das Ministerium hat ein Umwelt-Management-System für Hotels eingeführt. Mittlerweile sind bereits 21 Häuser mit dem Umwelt-Label „Green Globe“ zertifiziert. Außerdem wurde die Tauch-Organisation „The Diving Chamber“ gegründet. Sie soll den Schutz der Riffe und Meerestiere im Roten Meer und die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards überwachen.

Die meisten Touristen kommen derzeit aus Russland, die Besucherzahlen sind seit dem Jahr 2002 um über 100% gestiegen. Etwa zwei Drittel der Ägypten-Reisenden sind Westeuropäer, hier rangiert Deutschland, gefolgt von Italien und Großbritannien, auf den vorderen Plätzen. Immer deutlicher zeichnet sich unterdessen ab, dass die Zahl der Besucher aus arabischen Ländern weiter steigt.

Das Interesse von Investoren an Immobilien für das Hotelgewerbe ist groß. Diese Entwicklung zeigte sich auch auf der Immobilienmesse „Next Move“ (16.-19.4.2008) in Kairo. Zahlreiche Wohn- und Hotelprojekte von rund 30 Ausstellern aus dem arabischen Raum wurden dort vorgestellt. Auch auf der Messe wurde deutlich, dass vor allem arabische Anleger in den Tourismus drängen. Ein Beispiel dafür ist die geplante luxuriöse Wohn- und Hotelanlage Marassi auf 6,25 Mio. qm nahe Alexandria und Al Alamein. In dieses Projekt investiert Emaar Misr, eine hundertprozentige Tochter der Immobiliengesellschaft Emaar Properties mit Sitz in Dubai, etwa 9,92 Mrd. ägypt.£, rund 1,1 Mrd. Euro. (S.A.)

Kontaktanschriften:

Ministry of Tourism
Cairo International Convention Center – Nasr Road -
Nasr City – Cairo, Ägypten
Tel.: 0020 2/261 17 32; Fax: -263 71 99
E-Mail: zgarranah@tourism.gov.eg

Egyptian Tourism Federation
8, El Sadd El-Aaly Street,
Dokki, 11312, Giza. Ägypten

Tel.: 0020 2/37 48 -33 13
E-Mail: info@etf.org.eg, etf@etf.org.eg Internet: www.eft.org.eg


Kroatiens Tourismus expandiert und will Qualität steigern

1 Mai 2008

Quelle: bfai – Von Torsten Pauly

Bis zu 1,8 Mrd. Euro sollen 2008 und teilweise 2009 in den kroatischen Fremdenverkehr fließen, vor allem in höherwertigere Einrichtungen für kaufkräftige Urlauber. Das Adrialand verzeichnet seit Jahren steigende Touristenzahlen, auch 2007 gab es 7,5% mehr Anreisen. Doch immer noch finden die meisten Übernachtungen in eher einfachen Unterkünften statt, Schätzungen zufolge fehlen in Kroatien mindestens 50.000 Betten in der vier- und fünf-Sterne-Kategorie. Entstehen sollen Großprojekte, aber auch kleinere und Familienhotels. Dazu sind Infrastrukturmaßnahmen geplant.

Auf 13,7 Mrd. Kuna (K; 1 Euro = 7,26 K) beläuft sich der Wert der Investitionen, die 2008 und zum Teil 2009 in den kroatischen Fremdenverkehr fließen sollen. Hiervon sind 7,1 Mrd. K für Hotels und andere Einrichtungen geplant, weitere 6,6 Mrd. K machen indirekte Investitionen aus, vor allem für den Ausbau der Infrastruktur.

Hochwertige Tourismusprojekte in Kroatien bieten deutschen Ausstattern viele Geschäftschancen, allerdings haben in den letzten Jahren auch einfachere und günstigere Anbieter aus Italien oder Slowenien in Kroatien eine starke Marktposition gehabt. Oft gehören die meisten Hotels in einem oder allen Segmenten an einem Ort oder auf einer Insel der gleichen Betreibergesellschaft.

Zu den spektakulärsten Vorhaben, die 2008 beziehungsweise 2009 anstehen, zählen das Hotel Kempinski Adriatic im istrischen Savudrija für 191 Mio. Euro, der Punta Skala Residence & Vacation Club bei Zadar (150 Mio. Euro), das Hotel Sibenik (55 Mio. Euro) oder das Hotel Admiral im süddalmatinischen Slano (41 Mio. Euro). Auch renommierte Hotels werden renoviert oder zusätzlich aufgewertet. Zu nennen sind hier die Spliter Hotels Marjan (100 Mio. Euro) und Split (40 Mio. Euro) das Hotel Croatia in Cavtat (15 Mio. Euro), das Hotel Posejdon in Vela Luka sowie die Dubrovniker Hotels Excelsior (14 Mio. Euro) und Lapad (12 Mio. Euro). Etwa 140 Mio. Euro will die Suncani-Hvar-Kette in ihre Hotels investieren. Insgesamt wurden in Kroatien 2007 Hotelflächen von 291.000 qm neu genehmigt, das waren 193,5% mehr als 2006.

Mit weiteren Großprojekten ist mittelfristig zu rechen. So sollen in den nächsten Jahren 1 Mrd. Euro in die Brijuni rivijera beim Istrien vorgelagerten Brijuni-Archipel investiert werden. Auf 500 Mio. Euro werden die Ausgaben für den Hotel- und Apartmentkomplex auf der Insel Pasman geschätzt und 300 Mio. Euro sollen die Obonjan Rivijera und weitere Projekte bei Sibenik kosten. Andere Großvorhaben sind die Terra Istriana bei Umag (250 Mio. Euro), Tourismusanlagen in Dugi Rat (210 Mio. Euro) und das Kempinski Porto Mariccio Resort (208 Mio. Euro). Bei letzterem soll sich die Realisierung allerdings wegen archäologischer Ausgrabungen zusätzlich verzögern.

Stark ausbauen will Kroatien auch die Zahl kleinerer und Familienhotels im drei- und vier-Sterne Segment. Der Nationale Verband kleinerer und Familienhotels hält es für möglich, dass in den kommenden vier Jahren bis zu 500 neue Einrichtungen entstehen könnten, entweder durch Neubauten oder durch Umwandlung bestehender Apartmentkapazitäten privater Vermieter.

Kroatiens Tourismus verzeichnet seit Jahren steigende Gästezahlen, auch 2007 sind aus dem In- und Ausland jeweils 7,5% mehr Reisende gekommen als 2006. In jenem Jahr hatte auch die Fußball-WM in Deutschland die Urlaubspläne vieler Europäer speziell beeinflusst. Erklärtes Ziel des kroatischen Fremdenverkehrs ist es, vor allem im Segment der kaufkräftigen, qualitätsbewussten Urlauber zu wachsen. Ein genauerer Blick auf die Entwicklung zeigt jedoch, dass die mittelfristigen Trends diesen Zielen noch nicht entsprechen.

So haben zum Wachstum zwischen 2005 und 2007 vor allem inländische Gäste selber (+21,4%) sowie Urlauber aus Russland (+95,8%), der Slowakei (+51,8%), Polen (+33,5%), Bosnien und Herzegowina (+30,2%), Slowenien (+15,5%) und Österreich (+13,1%) beigetragen. Eine Stagnation beziehungsweise Rückgänge gab es dagegen zwischen 2005 und 2007 aus den traditionell wichtigen Ländern Italien (-0,6%) und Deutschland (-1,1%) sowie vor allem aus Ungarn (-15,9%) und Frankreich (-19,8%).

Auch bei den Segmenten zeigt sich, dass Privatunterkünfte 2007 mit 29,5% aller Übernachtungen einen höheren Marktanteil verbuchen konnten als Hotels (26,9%) oder Resorts (8,6%). Weitere 23,7% entfielen auf Campingplätze. Zudem haben die Übernachtungen in Privatquartieren zwischen 2005 und 2007 am stärksten zugelegt (+25,2%), gefolgt von den Registrierungen in Häfen (+21,0%). Hotels verbuchten ein Plus von 1,9%. Nicht auszuschließen ist, dass ein Teil des Wachstums sich auch durch die in den letzten Jahren stark verbesserte statistische Erfassung erklärt.

Insgesamt hatte Kroatien 2007 etwa 944.000 registrierte Übernachtungskapazitäten. Hiervon entfielen 421.000 auf Privatanbieter, 213.000 auf Campinglätze und 116.000 auf Hotels. Von den insgesamt 551Hotels (2006: 521) hatten 15 fünf Sterne (2006: 14), 94 vier Sterne (2006: 71), 302 drei Sterne (2006: 289), 137 zwei Sterne (2006: 141) und drei Hotels einen Stern (2006: sechs). Mittelfristig sollen mindestens 50.000 neue Betten im vier- und fünf-Sterne-Segment entstehen.

Hochwertige Einrichtungen sind auch Voraussetzung für eine längere Saison. Im Jahr 2007 hatten Hotelbetten in Kroatien mit im Schnitt 132 Tagen eine bessere Auslastung als der Tourismus insgesamt (59 Tage). Privatquartiere waren 41Tage belegt. Zu besserer Qualität zwingen auch die hohen Preissteigerungen der letzten Jahre. So haben sich etwa Paketangebote (Package holidays) in Kroatien 2007 im Schnitt um 21,5% verteuert und zwischen 2001 und 2006 um insgesamt 137,3%.

 

 

 

Tourismuszahlen in Kroatien
Herkunftsland Anreisen 2007 Veränderung 2006/07 (in %)
Insgesamt, darunter aus 11.162.406 +7,5
.Kroatien 1.855.715 +7,5
.Deutschland 1.554.794 +0,6
.Italien 1.249.343 +1,1
.Slowenien 1.015.379 +11,2
.Österreich 839.717 +6,3
.Tschechien 669.132 +12,8
.Frankreich 473.806 -6,2
.Ungarn 381.202 -5,4
.Polen 322.890 +17,1
.Bosnien u. Herzegowina 222.136 +17,7
.Niederlande 264.664 +9,4
.Slowakei 280.586 +28,7
.Großbritannien 267.159 -0,6
.Russland 157.259 +44,7

Quelle: Statistisches Amt Kroatien

 

 

 

Übernachtungen in Kroatien nach Destination
Gespanschaft Übernachtungen 2007 Veränderung 2006/07 (in %)
Insgesamt, darunter in 56.005.492 +5,7
.Istrien 17.613.132 +3,8
.Primorje-Gorski Kotar 11.114.744 +3,5
.Split-Dalmatien 9.246.960 +10,8
.Dubrovnik-Neretva 4.414.009 +0,7
.Zadar 6.008.672 +10,3
.Sibenik-Knin 3.920.068 +4,6
.Lika-Senj 1.315.280 +11,1
.Stadt Zagreb 1.133.172 +11,3

Quelle: Statistisches Amt Kroatien

 

 

 

Übernachtungen in Kroatien nach Unterkunft
Segment Übernachtungen 2007 Veränderung 2006/07 (in %)
Insgesamt, darunter in 56.005.492 +5,7
.Privatunterkünften 17.686.654 +12,9
.Hotels 15.069.621 +2,5
.Campingplätzen 12.956.615 +2,8
.Resorts 4.173.288 -8,2
.Häfen 1.378.439 +13,4
.Bädern 278.397 +31,9

Quelle: Statistisches Amt Kroatien

Kroatische Importe von Gaststätten- und Hotelbedarf

Produkt (Zolltarifposition) Import 2007 (in 1.000 Euro) Veränderung 2006/07 (in %)
Waschmaschinen m. einem Fassungsvermögen von mehr als 10 kg (8450.20), darunter aus 1.853,3 55,3
.Slowenien 1.109,3 74,9
.Deutschland 302,7 173,9
Trockner m. einem Fassungsvermögen von 6 kg bis 10 kg (8451.21.90), darunter aus 256,6 2,4
.Großbritannien 88,2 96,0
.Deutschland 55,3 38,6
Italien 44,4 88,9
Andere Trockner (8451.29), darunter aus 607,7 8,9
.Slowenien 180,2 301,3
.Deutschland 139,1 2,2
.Italien 77,2 -14,8
Bügelmaschinen u. -pressen, einschl. Fixierpressen (8451.30), darunter aus 2.609,7 94,7
.Deutschland 1.025,0 239,6
.Italien 636,3 41,1
Klimageräte (84.15), darunter aus 95.439,0 24,8
.VR China 24.515,5 22,7
.Japan 11.236,2 24,9
.Italien 9.859,8 -1,9
.Deutschland 3.684,8 68,2
Dampffiltriermaschinen z. Zubereiten v. Kaffee od. heißen Getränken (8419.81.20-80), darunter aus 6.928,4 0,6
.Italien 4.913,4 1,4
.Deutschland 507,6 11,9
Maschinen u. Apparate z. Zubereiten v. Lebensmitteln f. Großküchen (8438.80), darunter aus 6.004,2 9,1
.Deutschland 1.679,8 -49,0
.Italien 1.292,1 -6,0
.Frankreich 464,0 369,6
.Dänemark 292,9 78,2
Geschirrspülmaschinen (nicht für Haushalte) (8422.19), darunter aus 3.198,4 -1,8
.Italien 1.471,8 -8,9
.Deutschland 804,4 48,2
.Slowenien 317,9 -22,7
Abzugshauben mit einer horizontalen Seitenlänge von 120 cm od. weniger (8414.60), darunter aus 5.914,8 1,2
.Italien 4.620,7 2,8
.Deutschland 232,6 -2,0

Quelle: Statistisches Amt Kroatien


Russland schreibt erste Projekte für Tourismuszonen aus

1 Mai 2008

Quelle: bfai – Von Gerit Schulze

Planer und Architekten gesucht / Zahl der ausländischen Besucher sinkt

Russland macht Tempo beim Aufbau von Tourismus-Sonderwirtschaftszonen (SWZ). Wie das Wirtschaftsministerium Mitte April 2008 mitteilte, laufen ab sofort die Ausschreibungen für Planungsarbeiten in fünf Gebieten. Moskau muss sich beeilen, um beim Fremdenverkehr international nicht den Anschluss zu verlieren. Allein 2007 ist die Zahl der Auslandsbesucher um 9% auf 2,2 Millionen gesunken. Fehlende Hotels, schlechte Infrastruktur und die Sicherheitslage schrecken Besucher ab.

Schwarzmeerküste, Baikal, Wolga und Karelien, dazu die prächtigen Städte des Goldenen Rings sowie die Metropolen Moskau und Sankt Petersburg – Russland müsste eigentlich ein Top-Urlaubsziel für Reisende aus aller Welt sein. Statt dessen lockt das Land gemessen an seinem Potenzial nur wenig Urlauber an. Die Zahl der ausländischen Touristen ist 2007 um 9% auf 2,2 Millionen zurück gegangen.

Bei einem Rating des Weltwirtschaftsforums in Davos hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit im Tourismussektor landete Russland zuletzt nur auf Platz 64 von 130 untersuchten Staaten (Plätze 1 bis 3: Schweiz, Österreich, Deutschland). Besonders schlecht schnitt Russland bei den Punkten Verkehrsinfrastruktur, Hotelkapazitäten und Sicherheit (Kriminalität, Verkehrsunfälle, geringe Polizeieffizienz) ab. Insgesamt biete Russland schlechte Voraussetzungen für die Entwicklung des Fremdenverkehrs. Der Eigentumsschutz für ausländische Investoren sei gering und die Visabestimmungen für Besucher zu kompliziert, kommentiert der Bericht zu globalen Urlaubszielen, der zusammen mit dem Welttourismusrat WTTC und der Luftverkehrsvereinigung IATA erstellt wurde.

Doch das alles soll nun anders werden. Mit der Einrichtung von sieben Sonderwirtschaftszonen in für den Tourismus attraktiven Regionen will Moskau zeigen, dass ihm die Entwicklung des Fremdenverkehrs durchaus am Herzen liegt. Bereits 2006 wurden dafür die Gebiete Burjatien und Irkutsk (Baikalsee), Stawropol (Heilbad Grand Spa Jutsa), Krasnodar (Schwarzmeerküste), die Republik Altai (Gebirgstourismus, Extremsport) und Kaliningrad (Ostseeküste) ausgewählt. Investoren bekommen Ermäßigungen bei der Gewinnsteuer und einen befristeten Erlass der Boden- und Vermögensteuer eingeräumt.

Für die ersten fünf Objekte hat die Verwaltung der Sonderwirtschaftszonen Mitte April 2008 Ausschreibungen für Planungs- und Architekturdienstleistungen gestartet. Bei den Planungen sollen Belange der Archäologie, Geodäsie, Ökologie und Strahlung berücksichtigt werden. Konkret geht es um den Aufbau von Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäuden in den Touristikzonen Burjatien, Stawropol, Krasnodar und Altai.

Die Tenderinhalte können im Internet unter www.oao-oez.rosoez.ru/news/competitions eingesehen werden. Auf dem offiziellen Ausschreibungsportal der russischen Regierung ( www.zakupki.gov.ru) gibt es per Download die kompletten Unterlagen. Bis 14.5.08 müssen die Angebote bei der OAO Osobye ekonomitscheskie sony (siehe Kontaktanschrift) eingereicht werden.

Im Altai-Gebirge sollen in diesem Jahr umgerechnet rund 15 Mio. Euro in erste Arbeiten beim Aufbau der Tourismus-Infrastruktur am Projekt „Birjusowaja Katun“ gesteckt werden ( www.bkatun.ru). Insgesamt sind dort fast eine halbe Milliarde Euro für einen Sport- und Erholungskomplex in den Bergen geplant. Der Schwarzmeerkurort Anapa, in dem ebenfalls eine Tourismus-SWZ eingerichtet wird, rechnet mit 2 Mrd. Euro Investitionen. Die Bauarbeiten sollen dort 2009 beginnen.

Insgesamt hat der Tourismussektor in Russland erst einen Anteil von unter 2% am Bruttoinlandsprodukt. Zwar sind die Russen sehr reisefreudig, doch bislang verbringen sie ihren Urlaub am liebsten im Ausland. Die Zahl der Auslandsreisen ist 2007 um ein Fünftel auf 9,4 Millionen gestiegen, während umgekehrt das Interesse ausländischer Gäste an Russland sinkt. Die russische Reisebranche ist dennoch ein Boomsektor. Laut Tageszeitung Kommersant konnten die 50 größten Anbieter ihren Umsatz 2007 um 73% auf 5,2 Mrd. US$ steigern. Hauptsächlich mit dem Verkauf von Auslandsreisen.

Touristenströme von und nach Russland
2006 2007 Veränderung in %
Zahl der ausländischen Touristen in Russland (in 1.000) 2.433 2.214 -9
..davon aus Deutschland 329 346 5
..aus den USA 225 172 -23
..aus der VR China 157 130 -18
..aus Finnland 148 153 3
..aus Großbritannien 124 131 5
Zahl russischer Touristen im Ausland (in 1.000) 7.753 9.369 21
..davon in der Türkei 1476 1923 30
..in der VR China 1307 1652 26
..in Ägypten 903 1255 39
..in Finnland 563 657 17
..in Deutschland 226 231 2
Quelle: Föderale Agentur für Tourismus (Russiatourism)

Russlands größte Tourismus-Unternehmen

Unternehmen / Webseite Umsatz 2007 in US$ Zuwachs zu 2006 in %
Intourist / www.intourist.ru 525 55
Natalie Tours / www.natalie-tours.ru 475 64
TEZ Tour / www.teztour.ru 425 44
S7 / www.s7.ru 408 k.A.
Newa / www.nevatravel.ru 377 68
Inna Tour / www.inna.ru 365 14
Kapital Tour / www.capital-tour.ru 359 104
OTI Russia / www.otigroup.net 294 126
PAC Group / www.pac.ru 144 12
Intaer / www.intaer.ru 134 k.A.

Quelle: Tageszeitung Kommersant vom 18.3.08
Kontaktanschriften

OAO Osobye ekonomitscheskie sony
(verwaltet die Entwicklung der russischen Sonderwirtschaftszonen)
Ansprechpartnerin: Natalja Igorewna Jewgraschina
125009 Moskau, Twerskoi bulwar 6
Tel.: 007 495/645 26 90, Durchwahl: -2053, Fax: -291 35 60
E-Mail: en-okt@mail.ru, Internet: www.oao-oez.rosoez.ru
Federalnoje agenstwo po turismu Rossiskoi Federazii
(Föderale Tourismusagentur der Russischen Föderation)
107084 Moskau, uliza Mjasnitzkaja 47
Tel.: 007 495/607 78 97
E-Mail: rustourism@ropnet.ru, Internet: www.russiatourism.ru