Carsten K. Rath verlässt die Schörghuber Unternehmensgruppe

21 Mai 2008

Quelle: Pressemitteilung, 20. Mai 2008

Carsten K. Rath, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arabella International GmbH & Co. KG und des Advisory Boards der ArabellaStarwood Hotels & Resorts GmbH sowie Mitglied der Unternehmensleitung, wird aus der Schörghuber Unternehmensgruppe ausscheiden, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.

Rath hatte dem Vorstand der Schörghuber Unternehmensgruppe vor kurzem mitgeteilt, seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Er wird seine in mehr als zwanzig Jahren in der Luxushotellerie und der Topgastronomie gesammelten Erfahrungen künftig in ein eigenes Unternehmen einbringen und mit diesem auch potenziell als Mitbewerber von Arabella International auftreten. Um mögliche Interessenkollisionen zu vermeiden, haben der Vorstand der Schörghuber Unternehmensgruppe und Rath daher im beiderseitigen Einvernehmen beschlossen, Rath freizustellen.

In den knapp drei Jahren seiner Tätigkeit für die Schörghuber Unternehmensgruppe hat Carsten K. Rath eine Vielzahl positiver Akzente setzen können. Zu diesen zählen vor allem die Neuordnung des Joint Ventures mit Starwood Hotels & Resorts für die Hotelmarken St. Regis, The Luxury Collection, Westin, Le Méridien, Sheraton und Four Points by Sheraton und die Entwicklung und Implementierung des neuen Total Quality Management Systems und Unternehmensleitbildes »Passion People Performance« und nicht zuletzt die Fortführung der positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Unternehmensbereich Hotel der auf den Geschäftsfeldern Hotel, Flugzeugleasing, Getränke sowie Bauen & Immobilien tätigen Unternehmensgruppe.

Der Vorstand der Schörghuber Unternehmensgruppe dankt Carsten K. Rath für seine sehr gute Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Über seine Nachfolge wird zum gegebenen Zeitpunkt kommuniziert.


Ein Jubilar mit großem Herz: Warum „Top hotel“-Verleger Wolfgang Schmitz die Brillat Savarin Plakette verliehen wurde

21 April 2008

Quelle: hotelier.com, 21. April 2008

Von Carsten Hennig

Mit 55 Jahren eine Ehrung zu erfahren wie sonst ein Star im Lebensabend – es gehört schon einiges dazu, dies ohne Allüren zu überstehen. Wolfgang Schmitz, Gründer, Chefredakteur und Herausgeber der führenden deutschen Fachzeitschrift für Hotelmanagement, ist ein solcher Gemütsmensch – zur einen Hälfte Vollblutjournalist, der stets zwischen den Stühlen (nicht auf ihnen) sitzt, zur anderen Hälfte seit 25 Jahren Sprachrohr der Branche. Der 1,94-Meter-Mann mit der sanften Stimme wurde nun von führenden Hoteliers in den Branchen-Olymp gehoben. In einer beispiellosen Galaveranstaltung der Food and Beverage Management Assocation (FBMA) in Hamburg wurde Schmitz die begehrte Brillat-Savarin-Plakette verliehen und sein Name damit in die Reihe von Größen wie Egon Steigenberger (Gründer der Steigenberger Hotel Group), Ueli Prager (Gründer Mövenpick) oder Georg Rafael (Weltklassehotelier und Gründer der Rafael Group) gestellt. In einem fünfstündigen Programm mit Ehrungen, Überraschungsgästen und Showeinlagen wurde Schmitz, der sich selbst gern im Hintergrund hält und die Druckerschwärze regiert, ins Rampenlicht geschoben – ähnlich wie er es mit zahllosen Hoteliers in seiner Fachillustrierten „Top hotel“ macht.

Das musste er über sich ergehen lassen: Eine Laudatio von seinem Freund und Wegbegleiter Carsten K. Rath, Geschäftsführer der Arabella Hotel Holding International und einer der jüngsten Hotelketten-Chefs der Welt. Ein Interview mit Conferencier Werner Schulze-Erdel, ein altbekannter TV-Moderator, zu seinem beruflichen Lebensweg. Ein Gourmet-Menü mit vier Gängen aus seinen Lieblingsspeisen von Starkoch Karlheinz Hauser, auch Gastgeber im Ballsaal auf dem Süllberg. Die großartigste Darbietung – und für Schmitz sicherlich das schönste Geschenk an diesem Tag – war ein Duett seiner Frau Marie-Luise mit der Sopranistin Maria Lather; dies erntete prompt stehende Ovationen. Später sagte ein Hotelier zu ihm, gerade diese Show mit Herz, mit viel Gefühl habe ihn besonders beeindruckt.

(Von links) Michael Bläser (Vizepräsident FBMA), Friedwolf Liebert (Sprecher des Brillat-Savarin-Kuratoriums in der FBMA-Stiftung), Wolfgang Schmitz, Udfo Finkenwirth (Präsident FBMA)

(Von links) Michael Bläser (Vizepräsident FBMA), Friedwolf Liebert (Sprecher des Brillat-Savarin-Kuratoriums in der FBMA-Stiftung), Wolfgang Schmitz, Udfo Finkenwirth (Präsident FBMA)

Und tatsächlich hat er ein großes Herz, der Wolfgang Schmitz aus Landsberg am Lech. 1983 gründete er seinen Verlag im Keller des Hauses, während seine Frau Marie-Luise Sohn und Tochter großzog. Heute sind beide Besitzer eines stattlichen Verlagsgebäudes ganz in der Nähe der Weltklassefirma Rational und geben 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein berufliches Zuhause. Schmitz muss natürlich als Arbeitgeber und Chefredakteur so manche Schlacht schlagen (und nicht alle hat er gewonnen), doch selbst Konkurrenten erkennen neidlos an, dass er stets fair bleibt. Mit „Top hotel“ hat er nicht nur eine der besten Werbeplattformen geschaffen; das Magazin ist nach verkauften Anzeigenseiten und nach Abonnements das führende Fachblatt seiner Art. Er hat auch ein Spiegelbild der Hotellerie geschaffen, die in ihrem Facettenreichtum viel abverlangt; nicht wenige Fachzeitschriften können dies bis heute nicht darstellen.

Aber: „Top hotel“ ist längst nicht nur bequem. Mit den anonymen Tests von Hotels und Restaurants machte sich Wolfgang Schmitz nicht nur Freunde; so soll für ihn bis heute im Dom Hotel Köln Hausverbot (aufgrund eines negativen Testergebnisses) gelten. Vor einigen Jahren bekam er auch den gewaltigen Zorn der Branche zu spüren, als in einem Testbericht dem Colombi Hotel Freiburg/Breisgau (ein privat geführtes Leading Hotel of the World) der geringe Blumenschmuck angekreidet wurde; die Inhaberfamilie Burtsche wies nach, pro Jahr eine fünfstellige Summe für frische Blumen auszugeben. Auch mit Arabella-Chef Carsten Rath pflegt er einen sachlichen Disput – über die Serie „Super-Suiten der Welt“; dem einen zu aufreißend, dem anderen genau passend. Dass er es nicht allen recht machen will, daraus macht Schmitz keinen Hehl. Vielleicht ist das ein Teil des Erfolgsgeheimnisses.

Mit 16 Mitarbeitern dreht Schmitz ein nicht kleines Rad: Zehnmal im Jahr erscheint „Top hotel“ mit durchschnittlich 160 Seiten Umfang, das Kompendium „Hotellerie in Zahlen“ und die Guides „Ausgewählte Wellnesshotels zum Wohlfühlen“ und „Ausgewählte Tagungshotels zum Wohlfühlen“. Weitere Fachbücher sind in Vorbereitung, ebenso der Relaunch des Onlineauftrittes. Ab 2009 macht sich Schmitz zu neuen Horizonten auf: Die Leitung des Deutschland-Geschäftes übergibt er an Thomas Karsch, seinem langährigen Stellvertreter, und damit in bewährte Hände. Schmitz selbst dirigiert den Start einer internationalen Ausgabe von „Top hotel“, die in Dubai erscheinen soll: „Top hotel Asia“.

Seine Fähigkeit, wichtige Entscheider an einen Tisch zu bringen, hat ihn zu einem bedeutenden Netzwerker und zu einem würdigen Preisträger der Brillat-Savarin-Plakette gemacht. Er hält enge Bande u.a. zu Heinz Horrmann, dem meistgedruckten Hotel- und Gastrokritiker in Europa. Er steht Rede und Antwort bei drängenden Fragen der Branchenpolitik – im Zwiegespräch zwischen Hotellerie und Top-Zulieferern. Er lässt alle Fünfe gerade stehen, mindestens einmal jährlich bei den legendären Isar-Floßfahrten. Wer jetzt denken möge, Schmitz neige zur Schönrederei, der irrt! Vor Jahren erlebte Carsten Rath ihn einmal in einer hitzigen Diskussion über die Qualität von Sitzmöbeln mit Philip Graf von Hardenberg – anlässlich einer Musterzimmeregutachtung. „Nach sechs Stunden Diskussion warf von Hardenberg schließlich entgeistert, aber überzeugt den monierten Stuhl um zwei Uhr nachts aus dem Fenster“, so Rath in seiner Laudatio. Nichts charakterisiert Schmitz besser.

Wolfgang Schmitz ist der 53. Preisträger der Brillat-Savarin-Plakette, eine der höchsten Auszeichnungen im Gastgewerbe, weil er sich unermüdlich für die Belange der Hotellerie einsetzt. Ein persönliches Anliegen ist ihm die Förderung des Branchennachwuchses. Daher engagiert er sich über die Alfred-Brenner-Stiftung für junge Talente aus der Hotellerie. Der FBMA, die ebenfalls mit ihrer „Academy“ eine wichtige Nachwuchsarbeit betreibt, dankte er mit einem Scheck über 25.000 Euro.

Über den Autor: Carsten Hennig (37) ist erfahrener Fachjournalist in der Hotellerie, leitete die Hotelfachpublikationen „FIRST CLASS“, hotelierportal.de, „Alawanyo“ und „hottelling“. Heute editiert er den internationalen Fachdienst hotelier.com (http://magazine.hotelier.com).
Den Autor erreichen Sie unter: ch@hotelier.com.

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Über die Brillat-Savarin-Plakette

Die Brillat-Savarin-Plakette ist nach dem französischen Richter und Philosophen Jean Anthèlme Brillat Savarin (1755 – 1826) benannt. Eines seiner bekanntesten Werke ist „La Physiologie du Goût“ (Die Physiologie des Geschmacks, 1826 erschienen, 1865 ins Deutsche übersetzt). Zudem war Brillat Savarin für ausgefallene Aphorismen wie zum Beispiel „Ein echter Feinschmecker, der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte“ bekannt. Mit der Brillat-Savarin-Plakette werden seit 53 Jahren Persönlichkeiten geehrt, die sich in herausragender Weise um die Gast- und Tafelkultur verdient gemacht haben. Die Initiatorin der Plakette, die Brillat-Savarin-Stiftung, hatte diese Aufgabe nach 51 Jahren in die Obhut der FBMA-Stiftung übergeben. Mit dieser Nachfolgeregelung wurde sichergestellt, dass damit eine der höchsten Ehrungen im Gastgewerbe in der Tradition fortgeführt wird und von der Basis neue Inspiration erfährt.

Weitere Informationen: www.brillat-savarin-plakette.de

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Gourmet-Menü von Karlheinz Hauser anlässlich der
Verleihung der Brillat-Savarin-Plakette an Wolfgang Schmitz

Süllberg, 19. April 2008

Apollinaris Selection / Silence
Bitburger Premium Pils

Vorspeise: Spanische Tapas Etagére
Sphärische Oliven mit Jamon Jabugo, Mahonäse und Artischocken
Mallorquinische Gambas auf Meeresalgen, Jus von Tomaten und Basilikum-Mousse
Rotbarbe, Jakobsmuschel und Thunfisch auf andalusischem Gemüse
2007 – Emine Rueda Blanco, Bodegas Emina (Rueda)

Zwischengang: Dreierlei vom Wienerwald-Hendl und Stubenküken auf Wirsing, Morcheln und Champagnerschaum
2007 – Ockfener Schwarzberg, Riesling Hochgewächs trocken, Weingut Brogsitter (Mosel-Saar-Ruwer)

Hauptgang: Landberger Mastochsenfilet unter der Kruste mit Rhöner Stangenspargel und herzhaft kräftiger Trüffeljus
1997 – Chateau Jonqueyres, Bordeaux Superior – aus der 5l-Flasche

Dessert: Wolfgangs Grießbrei-Variationen mit seinem Lieblingseis „Tartufo“
Darboven Kaffeespezialitäten und Hüftengold in Pralinen-Form

Mitternachtssnack: Original Münchner Weißwürste mit Händlmeier-Senf und Karlheinz Hausers Spiegeleier mit allem Dum und Dran; knuspriges Rhöner Holzofenbrot und König Ludwig Dunkel Bier aus der Schlossbrauerei Kaltenberg bei Landsberg am Lech.

Anmerkungen: Wolfgang Schmitz wuchs in der Rhön auf, lebt heute in Landsberg am Lech und zeitweise in Südspanien – daher die Menüfolge.


Ein Journalisten-Leben für die Hotellerie: “Top hotel“-Herausgeber Wolfgang Schmitz mit begehrter Brillat-Savarin-Plakette ausgezeichnet

19 April 2008

Quelle: Top hotel, 19. April 2008

Ein Leben für die Hotellerie: Der Verleger Wolfgang Schmitz (55) wurde am 19. April mit einer der höchsten Auszeichnungen im Gastgewerbe für seine unermüdliche journalistische Arbeit geehrt. Der Chefredakteur von „Top hotel“ ist aktueller Preisträger der begehrten Brillat Savarin Plakette, die von der FBMA-Stiftung (FBMA: Food & Beverage Management Association) verliehen wird. Die Brillat Savarin Plakette wird in Deutschland seit 1955 an erfolgreiche und höchst integre Wirtschaftsführer aus der Hotellerie und der gehobenen Gastronomie verliehen. Unter den Plakettenträgern der vergangenen Jahre sind Branchengrößen wie Kurt Ritter (Rezidor Hotel Group), Thomas Althoff (Althoff Gruppe), Georg Rafael (Rafael Hotel Group) und zahlreiche andere. Die Preisverleihung fand vor rund 200 Festgästen, darunter auch Dehoga-Präsident Ernst Fischer, in Hamburg auf dem Süllberg statt. Gastgeber auf dem Süllberg ist Karlheinz Hauser, der den traditionsreichen Betrieb in Blankenese 2002 übernommen und zu altem Glanz geführt hat.

Mit der Brillat Savarin Plakette erfährt Wolfgang Schmitz im 25. Jahr der Herausgabe von „Top hotel“, dem führenden Fachmagazin für das Hotelmanagement in Deutschland, eine erneute Ehrung. Vor vier Jahren wurde er bereits mit dem international anerkannten „Five Star Diamond Award“ der American Academy of Hospitality Sciences in New York aus­gezeichnet. „Diese hohe Branchenauszeichnung bedeutet für mich neuen Antrieb“, so Wolfgang Schmitz, der den Freizeit-Verlag Landsberg sukzessive international ausbaut.

“Ein gutes Essen ohne Dessert ist wie eine einäugige Schönheit”
Jean Anthèlme Brillat-Savarin (französischer Gastrosoph, 1755 - 1826)

Die Brillat Savarin Plakette ist nach dem französischen Richter und Philosophen Jean Anthèlme Brillat Savarin (1755 – 1826) benannt. Eines seiner bekanntesten Werke ist „La Physiologie du Goût“ (Die Physiologie des Geschmacks, 1826 erschienen, 1865 ins Deutsche übersetzt). Zudem war Brillat Savarin für ausgefallene Aphorismen wie zum Beispiel „Ein echter Feinschmecker, der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte“ bekannt.

Mit der Brillat-Savarin-Plakette werden seit 53 Jahren Persönlichkeiten geehrt, die sich in herausragender Weise um die Gast- und Tafelkultur verdient gemacht haben. Die Initiatorin der Plakette, die Brillat Savarin Stiftung, hatte diese Aufgabe nach 51 Jahren in die Obhut der FBMA-Stiftung übergeben. Mit dieser Nachfolgeregelung wurde sichergestellt, dass damit eine der höchsten Ehrungen im Gastgewerbe in der Tradition fortgeführt wird und von der Basis neue Inspiration erfährt.

Weitere Informationen: www.brillat-savarin-plakette.de

“Top hotel“ ist – gemessen an Abonnenten und verkauften Anzeigenseiten – die führende Fachzeitschrift für das Hotelmanagement in Deutschland. Das Magazin erscheint zehn Mal im Jahr im Freizeit-Verlag Landsberg, ein Beteiligungsunternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB). Die verbreitete Auflage beträgt über 19.000 Exemplare. Im Verbund mit dem VHB-Tochterunternehmen Lebensmittel Praxis Verlag (LPV) erscheinen u.a. auch „Die Küche“, „Catering Inside“, „Convenience Shop“ und „Lebensmittel Praxis“.

Weitere Informationen:
http://www.tophotel.de
http://www.lebensmittelpraxis.de


Wichtiger Branchenpreis: Hoteliers des Jahres 2008 ausgezeichnet

22 Januar 2008

Quelle: Pressemitteilung - “AHGZ“, 22. Januar 2008

Die Preisträger: Carl Geisel, Michael Geisel, Stephan Geisel Geisel Privathotels, München; Peter Deilmann Reederei, Neustadt (Special Award) - Geschäftsführende Gesellschafter und Inhaber: Gisa und Hedda Deilmann

Mit der Auszeichnung “Hotelier des Jahres”, die zum 19. Mal verliehen wird, werden herausragende Leistungen in der Hotellerie gewürdigt. Zu dem Branchenevent HOTELIER DES JAHRES treffen sich am 22. Januar 2008 mehr als 1.000 Repräsentanten der Hotelbranche in Frankfurt am Main. Preisgeber ist die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ). Die Auszeichnung HOTELIER DES JAHRES hat sich als maßgeblicher Branchenaward in der deutschen Hotelindustrie etabliert.

Carl Geisel, Michael Geisel und Stephan Geisel entstammen der Münchner Hotelier-Familie Geisel. Ihre Großmutter Anna Geisel legte mit einigen Münchner Gasthäusern in den 20er Jahren den Grundstein für die Geisel Hotels. Zu den Geisel Privathotels gehören das 5-Sterne-Hotel Königshof, das traditionelle Hotel Excelsior und das Design Hotel anna hotel mit seiner Szene-Bar. Alle drei Häuser befinden sich im Zentrum Münchens, in unmittelbarer Nähe des Karlsplatz/Stachus. Auch im Budget-Bereich sind die Geisels aktiv: Das Cosmopolitan Hotel im Stadtteil Schwabing ist ein designorientiertes 3-Sterne-Haus.

Die Hotelgruppe ist seit mehr als 100 Jahren im Besitz der Münchner Familie Geisel, in deren Hand auch die Geschäftsführung aller vier Häuser liegt. Die Brüder Carl (geb. 1959), Michael (geb. 196 8) und Stephan Geisel (geb. 1971) führen in der vierten Generation die berufliche Tradition ihrer Familie fort. Für sie ist das Zusammengehen von Tradition und Moderne kein Widerspruch. Die Geisels bezeichnen ihre Privathotels als mittelständisches Unternehmen, das von den Familienmitgliedern persönlich geleitet werde. Das führe zu kurzen Entscheidungswegen und schnellen Reaktionen.

Der Special Award geht an die Peter Deilmann Reederei, an die Zwillingsschwestern Gisa und Hedda Deilmann. Vor 35 Jahren gründete ihr Vater, Peter Deilmann, die nach ihm benannte Reederei in Neustadt in Holstein. Der gelernte Schifffahrtskaufmann machte sich bereits 1968 mit Befrachtungen und Zeitchartern selbstständig. Nach einigen Jahren wandte sich die Reederei auch der Personenschifffahrt zu. Mitte der 70er Jahre verkaufte Peter Deilmann mit dem Erwerb der “Bordbrise” die Frachtschiffe und entwickelte ein neues Unternehmenskonzept für Kreuzfahrten.

Flaggschiff der Reederei ist die “MS Deutschland”, die 1998 in Kiel von den Howaldtswerken - Deutsche Werft AG an die Peter Deilmann Reederei übergeben wurde. 1999 hat das 5-Sterne-Superior-Kreuzfahrtschiff die ebenfalls zur Peter Deilmann Reederei gehörende “Berlin” als Fernseh-Traumschiff abgelöst. Seitdem spielt sie die Hauptrolle in einer erfolgreichen Fernsehserie und trägt das Bild der Hotellerie in die Öffentlichkeit. 2008 feiert das schwimmende Grand Hotel seinen zehnten Geburtstag.

Die Peter Deilmann Reederei, deren Umsatz bei mehr als 100 Millionen Euro liegt, zählt rund 50.000 Passagiere im Jahr. Mit einer Flotte von heute zehn Schiffen, alle unter deutscher Flagge, stellt die Reederei rund 2.000 Betten in schwimmenden Luxushotels zur Verfügung. Schwerpunkt sind nicht mehr Hochseekreuzfahrten; die meisten Schiffe werden auf Europas Flüssen eingesetzt. In der Zentrale in Neustadt an der Ostsee laufen alle Fäden zusammen. Seit dem Tod von Peter Deilmann Ende 2003 zeichnen seine Zwillingstöchter Gisa und Hedda Deilmann als Geschäftsführende Gesellschafterinnen der Reederei verantwortlich. Beide führen das Lebenswerk des Vaters erfolgreich fort.

Hintergrundinformation: HOTELIER DES JAHRES - Ein Preis für Unternehmer

Die Veranstaltung HOTELIER DES JAHRES findet seit 1990 jährlich statt. Preisgeber ist die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ), Matthaes Verlag, Stuttgart. Stifterin der Auszeichnung ist der Deutsche Fachverlag, Frankfurt am Main, 100-prozentige Muttergesellschaft des Matthaes Verlages.

Die Auszeichnung wird von der Branche für die Branche vergeben: Eine mit hochkarätigen Hoteliers besetzte Jury ehrt Unternehmerpersönlichkeiten mit Willen zu Kontinuität, Mut zum Risiko, Innovationsfreude und nachhaltigem wirtschaftlichen Erfolg. Um die Branchenstruktur und die aktuellen Trends differenziert sichtbar zu machen, können jährlich bis zu drei Unternehmer-Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich in herausragender Weise um die deutsche Hotellerie verdient gemacht haben. Der Preis gilt dem Unternehmer bzw. dem als Unternehmer agierenden Manager und seiner kontinuierlichen persönlichen und unternehmerischen Leistung. Auswahlkriterium ist, dass diese Leistung bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der Hotellerie hat und damit zukunftsweisend ist.

Zusätzlich kann die Jury bis zu zwei Special Awards für herausragende Leistungen aus dem Branchenumfeld, für eine außergewöhnliche Geschäftsidee und deren (erfolgreiche) Umsetzung oder für Konzepte zur Nachwuchsförderung an Institutionen oder Persönlichkeiten verleihen.

Die Jury besteht aus namhaften Branchenkennern: Ernst Fischer, Monika Hauer, Kai Hollmann, Klaus Kottmeier, Otto Lindner jun., Daniela Sauter, Karl A. Schattmaier, Ekkehard Streletzki, Willy Weiland, André Witschi. Die Auszeichnung ist nicht dotiert.


Neue RTL-Show für Hotelkritiker Heinz Horrmann

17 Januar 2008

Quelle: Berliner Morgenpost, 15. Januar 2008

Er ist Autor, Buchautor und der Papst unter den Hotelkritikern: Heinz Horrmann. Zuletzt bewertete der passionierte Hobbygolfer an der Seite von Gourmet Reiner Calmund die Leistungen von Spitzenköchen und Amateuren in der erfolgreichen TV-Show “Kocharena” auf dem Sender Vox. Weil die Sendung so viele Zuschauer begeisterte, werden demnächst die dritte und vierte Staffel produziert. Ende Februar startet dann eine weitere, originelle TV-Sendung mit Horrmann. In “Der Hotelinspektor” (läuft auf RTL) wird der renommierte Kritiker private Top-Herbergen genauer unter die Lupe nehmen. Wir dürfen gespannt sein …


What is HospitalityFriends.com?

9 November 2007

London, 09. November 2007
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Holiday Inn Dresden verweigert Buchung von NPD-Funktionären

1 November 2007

Dresden, 01. November 2007
Johannes H. Lohmeyer hat viel Feingefühl. Mit einem deutlichen, aber nicht unhöflichen Brief stornierte der Direktor des Holiday Inn Dresden nun die Buchungen von zwei NPD-Funktionären. Die rechtsgerichteten Politiker Holger Apfel, NPD-Fraktionschef im sächsischen Landtag, und Alexander Delle hatten für eine Plenar-Sitzungswoche eine Bleibe gesucht und das Hotel online gebucht. Als dies im Management bekannt, zog Lohmeyer die Notbremse. Das Geschäftsreisehotel wird häufig von farbigen und israelischen Gästen bevorzugt. NPD-Gäste seien daher nicht akzeptabel. „Die NPD verbreitet sich im Reiseland Sachsen krakenhaft“, beklagt Lohmeyer die politischen Auswirkungen der Wahlerfolge der Rechtsradikalen. Ein Mann, ein Wort. Lohmeyer hatte die Stornierung sinnigerweise als offenen Brief deklariert. Dies brachte ihm nun viel Zustimmung ein.


Europapark Rust: Roland Mack will verkaufen

20 September 2007

Rust, 20. September 2007
Der süddeutsche Europapark Rust, mit vier Millionen Besuchern im Jahr der größte seiner Art in Deutschland, wird möglicherweise bald verkauft. Inhaber Roland Mack verhandelt derzeit mit Investmentgesellschaften über eine Übernahme der Unternehmensgruppe, die einen Gesamtumsatz von rund 250 Millionen Euro im Jahr erwirtschaftet. Hintergrund ist ist die enorme Erbschaftssteuerbelastung, die auf die Kinder von Mack (57) zukommen würde – rund 300 Millionen Euro. „Das ist mehr als wir investieren“, klagt Mack im „Handelsblatt“. Zum Europapark Rust gehören auch vier Hotels mit insgesamt 4.500 Betten. In der Hauptsaison arbeiten rund 3.000 Leute auf dem 70 Hektar großen Gelände.


Frank Heller leitet RF Hotel The Charles München

6 September 2007

München, 06. September 2007
Der Direktor des dritten Rocco Forte Hotels in Deutschland, The Charles München, ist Frank Heller. Der 39-Jährige eröffnet das Haus am 4. Oktober. Gerade mal Anfang Dezember 2006 hatte er als Director of Operations bei Falkensteiner Hotels & Resorts (24 Häuser in in Südtirol, Österreich, Kroatien und Tschechien) angefangen; der Wechsel jetzt dürfte wohl mit einer Gehaltsfrage verbunden gewesen sein.

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Der ausgebildete Koch und Betriebswirt bringt langjährige Erfahrung in der Führung von namhaften Häusern mit. So war er etwa als Bankett Director im Intercontinental Hotel Dubai, später als Food & Beverage Director im Millennium in Stuttgart tätig, leitete als Resident Manager erfolgreich das Dorint Sofitel Seehotel Überfahrt am Tegernsee, nachfolgend in selber Position das ArabellaSheraton Grand Hotel & ArabellaSheraton Bogenhausen in München. Zuletzt war er als Direktor des Arabella Sheraton Bogenhausen tätig.

Klicken Sie hier zum RF Hotel The Carles München


Frits van Paasschen tritt am 24.9. als neuer CEO bei Starwood an

1 September 2007

White Plains/New York, 01. September 2007
Die weltgrößte Hotelkette Starwood Hotels & Resorts, White Plains/New York, hat ab 24. September einen neuen Chef: Frits van Paasschen, früher Chairman und CEO von Coors Brewing, wird als neuer CEO die Geschicke der global expandierenden Hotelgesellschaft leiten. Er löst Interims-CEO Bruce W. Duncan ab. Van Paasschen (46) kennt sich mit der Führung von Consumer Brands bestens aus, arbeitete früher für Nike, Disney sowie die Unternehmensberatungen Boston Consulting Group und McKinsey. Damit endet bei Starwood eine Hängepartie in der Führung: Vorgänger Steven J. Heyer, ehemaliger Coca-Cola-Manager, hatte2004 den CEO-Stuhl von Starwoods legendärem Chef Barry S. Sternlicht übernommen und Anbfanf April dieses Jahres den Posten nach Streitigkeiten über den Führungsstil verlassen.

Lesen Sie mehr in unserer internationalen Ausgabe unter www.hotelier.com


Ritz-Carlton Berlin: Rainer Bürkle geht nach Shanghai

31 Juli 2007

Berlin, 31. Juli 2007
Ernst Ferstl, österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker sagte einst: “Neue Ziele sind nur über neue Wege erreichbar.” Mit dem weltweiten Wachstum von The Ritz-Carlton geht nun auch Rainer J. Bürkle (46), Generaldirektor für das The Ritz-Carlton, Berlin und das Berlin Marriott Hotel, seinen nächsten bedeutsamen Schritt: Ab 23. August 2007 nimmt er die Aufgabe als Area Vice President und Generaldirektor im The Portman Ritz-Carlton, Shanghai wahr und ist zusätzlich auch für alle The Ritz-Carlton Hotels in China zuständig. Neben den drei bestehenden Hotels in Hongkong, Shanghai und Peking sind sechs weitere Häuser in Planung. Hervé Humler, President International von The Ritz-Carlton: “China ist einer unserer stärksten Wachstumsmärkte und die Eröffnung mehrerer Hotels innerhalb weniger Monate und Jahre erfordert einen erfahrenen Manager mit internationalem Knowhow. Rainer Bürkle bringt die richtigen Talente und Erfahrungen nach Asien. Er ist somit der perfekte Kandidat”, so Humler weiter.
Um den von Bürkle eingeschlagenen erfolgreichen Kurs für das The Ritz-Carlton, Berlin fortzuführen, wurde ein Nachfolger berufen, der auf dem Berliner Parkett nicht unbekannt ist: Der gebürtige Pfälzer Thorsten Ries wird ab 7. August 2007 als Generaldirektor das The Ritz-Carlton, Berlin leiten. Zusätzlich ist er überregional als Area Vice President für die Führung der Ritz-Carlton Hotels Wolfsburg, Istanbul und Moskau verantwortlich. Bislang zeichnete Ries als Area General Manager für die beiden The Ritz-Carlton Hotels in Doha, Qatar verantwortlich. Vor seinem Wirken in Qatar lebte Ries mit seiner Frau - einer gebürtigen Berlinerin - in Sharm El Sheikh auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten. Der 41-Jährige hat, bevor er 1999 zu The Ritz-Carlton als Verkaufs- und Marketingdirektor für Deutschland stieß, bereits in zahlreichen renommierten Häusern fungiert: So war er zwei Jahre lang als Verkaufs- und Marketingdirektor für das Schlosshotel Bühlerhöhe tätig, bevor es ihn 1997 als Verkaufs- und Marketingdirektor in das ehemalige Four Seasons Hotel nach Berlin zog.
Der Baden-Badener verfügt über fundierte internationale Kenntnisse in der Luxushotellerie: Von Europa nach Amerika und wieder zurück. Nun führt ihn sein neuer Lebensabschnitt nach Asien. Angefangen hat alles mit einer Kochausbildung, die ihn später durch bekannte Häuser wie das Parkhotel Adler in Hinterzarten, das Sterne gekrönte Kurhotel Traube Tonbach, das Noga Hilton Genf sowie das Montreaux Palace führte. Mit bereits 24 Jahren legte er seine Küchenmeisterprüfung ab. Um sein Wissen im übrigen operativen Hotelablauf zu vertiefen, arbeitete Bürkle im Londoner Berkeley in verschiedenen Bereichen. 1992 rief Amerika und Rainer J. Bürkle lernte erstmals das außergewöhnliche Qualitätsmanagement und die hohen Servicestandards der The Ritz-Carlton Hotel Company kennen. Es folgten verantwortungsvolle Positionen in den amerikanischen The Ritz-Carlton Hotels in Boston, Cleveland, Palm Beach und Naples, bis er als Generaldirektor nach Istanbul und Berlin ging. Neben seiner Verantwortung für das Berlin Marriott Hotel und The Ritz-Carlton, Berlin koordinierte Rainer J. Bürkle die Geschicke der The Ritz-Carlton Hotels in Wolfsburg, Istanbul und die Eröffnung des The Ritz-Carlton, Moskau am 1. Juli 2007. Der Absolvent des Cornell University Summer College ist verheiratet und hat zwei Söhne.


Also doch: André Witschi verlässt Accor

27 Juli 2007

München, 26. Juli 2007
Die Pressemitteilung ging um kurz nach 15h heraus: André Witschi, Chef von Accor Hotellerie Deutschland, scheidet mit sofortiger Wirkung aus. Grund sind wohl Meinungsverschiedenheiten mit der Konzernleitung in Paris (u.a. über die Führung der NewGen Hotels AG?), wie der das Branchenportal „Hospitality Inside“ vorab berichtet hatte; wir zitierten. Nach 16 Jahren bei Accor will sich Witschi nun „neuen Herausforderungen stellen“. Die Führung von Accor Hotellerie Deutschland wird von der Geschäftsführung der Accor Hotellerie Deutschland unter der vorläufigen Leitung von Michael Flaxman, Chief Operating Officer (COO) Nordeuropa, Accor S.A., fortgeführt werden, bis ein neuer CEO gefunden ist.


Columbia-Interim-GF Huschka geht

27 Juli 2007

Hamburg, 25. Juli 2007
Alexander Huschka (57) verlässt Columbia Hotels & Resorts. Nach einjähriger Tätigkeit als Interims-Geschäftsführer hat der Hotelexperte sein Engagement auf eigenen Wunsch beendet. Alexander Huschka wird noch bis Ende September 2007 für Columbia tätig sein. „Er genießt nach wie vor das uneingeschränkte Vertrauen der Gesellschaft und wird bis zu seinem Ausscheiden die von ihm begonnenen Projekte und Umstrukturierungsmaßnahmen abschließen“, heiße es in einer Pressemitteilung. Columbia Hotels & Resorts betreibt in Deutschland und auf Zypern jeweils drei Hotels und ist Teil der Schoeller Holdings Ltd.


Accor: Gerüchte um Ausscheiden von André Witschi – Keine offizielle Stellungnahme

27 Juli 2007

München, 24. Juli 2007
Ein Tag nach der Hauptversammlung der NewGen Hotels AG (ehemals Dorint Hotels AG) berichtet der Newsdienst “hospitality inside” (Chefredakteurin ist die bekannte Fachjournalistin Maria Pütz-Willems) von dem möglichen Ausscheidens von Accor Deutschland-Chef André Witschi. Gerüchten zufolgen soll es Meinungsverschiedenheiten zwischen Witschi, der auch Vostandssprecher der NewGen ist, und der Accor-Unternehmenszentrale in Paris geben. Eine offizielle Stellungnahme ist indes nicht zu erwarten: “Wir kommentieren Gerüchte nicht”, so Sprecher Marc Schnerr. Ob die Umstände der Dorint-Pleite (wir berichteten) nun auch André Witschi betreffen werden, ist also ungewiß. Doch der Journalistin Pütz-Willems werden sehr gute Beziehungen zum Chef von Accor Hotellerie Deutschland nachgesagt; also ist die Informationslage als ernster denn eines bloßen Gerüchtes zu bewerten.


Die Hiltons – Eine schrecklich reiche Familie

20 Juli 2007

Köln/Beverly Hills, 05. Juli 2007
Die Hilton-Dynastie kappt nach 88 Jahren die Verbindung zu ihren Wurzeln: Der Hotelkonzern, der ihren Name trägt, wird für satte 26 Mrd. Dollar von der Investmentfirma Blackstone übernommen. Von Firmengründer Conrad bis zu seiner Urenkelin Paris hat die Familie immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Ein Porträt des Clans.
Angefangen hatte Firmengründer Conrad Hilton 1919 ganz klein mit dem Kauf des “Mobley”, seines ersten Hotels, in der texanischen Stadt Cisco. Er hatte die Gesellschaft bis zu seinem Tod als 91-jähriger im Jahr 1979 zu einem der weltgrößten Hotelkonzerne gemacht. 1925 baute er in Dallas (Texas) das erste Hilton Hotel. 1946 ging Hilton unter dem Aktiensymbol “HLT” an die New York Stock Exchange NYSE. 1949 kaufte Hilton das Kronjuwel, das Waldorf-Astoria an der New Yorker Nobels traße Park Avenue. 1964 wurde dann die Hilton International als separate Gesellschaft abgespalten. Zwei Jahre später wurde Barron Hilton, ein Sohn des Firmengründers, Präsident.
In den siebziger Jahren expandierte Hilton weltweit. Und Barron wurde nach dem Tod seines Vaters 1979 Verwaltungsratsvorsitzender. 1996 wurde Stephen F. Bollenbach Präsident und Firmenchef. Hilton wurde 1996 mit dem Kauf der Bally Entertainment Corporation weltgrößter Spielkasino-Betreiber und spaltete die Sparte dann 1999 in eine selbstständige Gesellschaft ab. Im gleichen Jahr kaufte Hilton den großen US-Hotelkonzern Promus für 3,7 Milliarden Dollar. 2006 übernahm Hilton dann die Hotelsparte der in Großbritannien ansässigen Hilton International Plc für 5,7 Milliarden Dollar. Damit kam es zur Wiedervereinigung der beiden separaten Hilton-Hotelgruppen unter ein Dach.
Barron Hilton ist gemeinsam mit Bollenbach Leit er des Hilton-Verwaltungsrates. Sein Hilton-Aktienpaket wird auf 5,3 Prozent beziffert, womit er beim Hilton-Verkauf fast eine Milliarde Dollar bekommen dürfte. Sein Sohn Richard Howard Hilton ist Vater von Paris und Nicky Hilton. “Rick” Hilton ist Chef einer erfolgreichen Immobilienfirma in Beverly Hills (Kalifornien). Sein Vermögen wird auf rund 300 Millionen Dollar geschätzt. Paris Hilton ist selbst Großverdienerin und Millionärin. Sie hatte kürzlich in ihrem ersten Fernsehinterview nach 23 Tagen Gefängnis beteuert, sie sei hinter Gittern “reifer und verantwortungsbewusster” geworden. Traurig ist die 26-Jährige darüber, dass sie ihr Image als verwöhnter Spross der Hoteldynastie Hilton in der Öffentlichkeit nicht abschütteln könne. “Ich bin eine Geschäftsfrau”, bekräftigt sie immer wieder.
Paris beteuert, sie nehme kein Geld von der Familie, sondern verd iene sich ihren Lebensunterhalt durch harte Arbeit: Ein Buch, das es auf die Bestsellerliste der “New York Times” schaffte, ein Album, die Doku-Soap “Simple Life”, die bereits ins fünfte Jahr gehe, und mehrere Filmrollen. Die Partys seien zwar “Spaß”, aber keineswegs das Wichtigste in ihrem Leben.
Gelesen im „Handelsblatt“, 04. Juli 2007


Neue Dorint: GF Eric Lassiaille scheidet auf eigenem Wunsch aus

20 Juli 2007

Köln, 02. Juli 2007
Nun muß Elke Schade das Ruder bei der 40 Hotels umfassenden Neue Dorint GmbH, Köln, allein herum reißen. Ihr Co-Geschäftsführer Eric Lassialle schied zum 30. Juni auf eigenem Wunsch aus, „um sich neuen Aufgaben zu stellen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Probleme bei der Dorint-Restgesellschaft (die anderen Häuser werden von der mehrheitlich von Accor Hotellerie Deutschland beherrschten The NewGen AG betrieben; wir berichteten) sind immens. Mit einem geringen Betriebskapital muß der Turnaround dringend geschafft werden, um nicht schon wieder Verluste aufzuhäufen, wie dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Derzeit werden alle Dorint-Hotels mit neuen Signets (nur noch mit dem alten Markennamen Dorint, was einst nach dem Gründer „Dornieden International“ hieß) ausgestattet. Die verbliebenen 36 Dorint-Hotels in sieben Ländern – vier zur Gesellschaft gehörenden Häuser sind deutsche InterContinental Hotels (sic!) – beschäftigen 3.500 Mitarbeiter. Über die Buchungslage und –aussichten in diesem Jahr sind keine Details bekannt. Zum Glück kommt auch die Neue Dorint in dem wirtschaftlichen Aufschwung mit zum Teil steigenden Durchschnittsraten bisher offenbar gut zurecht.