Hyatt Hotels Corp.: Börsengang bringt fast 1 Mrd. US-Dollar

6 November 2009

(New York, 06. November 2009) Das Börsenkürzel ist einfach „H“: Beim 18. Börsengang an der New York Stock Exchange (NYSE) in diesem Jahr erlöste Hyatt Hotels Corp. nahezu 950 Millionen US-Dollar (rund 639 Millionen Euro). Damit verfügt die von der Familie Pritzker geführte Hotelkette, die auf Platz 10 der Top Ten der Hotelgesellschaften steht, über eine prall geführte Kriegskasse zur Markenpflege und Expansion. Derzeit verfügt Hyatt über 415 Häuser in 45 Ländern.

An der NYSE wurden gestern 38 Millionen Aktionen zu je 25 US-Dollar ausgegeben. Weitere 5,7 Millionen Papiere können in den nächsten vier Wochen zusätzlich auf den Markt geworfen werden. In den ersten Stunden nach dem Börsenstart war der Kurs um acht Prozent auf rund 27 US-Dollar gestiegen.


Donald Trump’s Casinos vor der Pleite

22 Januar 2009

Die Finanz- und Wirtschaftskrise könnte bald ein prominentes Opfer finden: Donald Trump’s Casino-Gruppe in Atlantic City (New Jersey) steht vor der Insolvenz. Sinkende Umsätze und eine verpasste Kreditrückzahlung hat das Hotel- und Casinoimperium, das das Trump Taj Mahal, Trump Plaza und  Trump Marina umfasst, an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Heute (22. Januar) ist der Tag der Entscheidung.

Trump Taj Mahal Atlantic City

Trump Taj Mahal Atlantic City

Fällig gestellt ist ein Kredit in Höhe von 53,1 Millionen US-Dollar, der bereits am 1. Dezember vergangenen Jahres auslief.  Insgesamt belaufen sich die Verbindlichkeiten der Trump Entertainment Resorts Inc. auf 1,25 Milliarden US-Dollar. Jüngsten Meldungen zufolge wurde die Frist nun bis zum 4. Februar verlängert.

Lesen Sie den gesamten Beitrag bei „Top hotel“:
http://www.tophotel.de/index.php?donald-trump-casinos-vor-insolvenz


„Top hotel“: Qatar National Hotels übernimmt Luxushotelkette

8 Januar 2009

Die Qatar National Hotels Co. hat nach eigener Auskunft eine internationale Luxushotelkette für rund 274 Millionen US-Dollar übernommen, wie die Fach-Illustrierte „Top hotel“ in seiner Onlineausgabe (www.tophotel.de) berichtet. Die Hotelkette umfasse rund 100 Hotels und Restaurants, die derzeit betrieben würden bzw. im Bau seien. Zudem gehörten Spas und andere Wirtschaftsbereiche zum gekauften Unternehmen. Um welche Kette es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt. Das Unternehmen sei weltweit tätig, u.a. auch in Deutschland und der Schweiz. Qatar National Hotels besitzt Luxushotels wie das Ritz-Carlton Doha, Marriott Doha oder Movenpick Doha.


Start für Olympiade der Köche in Erfurt

18 Oktober 2008

Quelle: VKD, 18. Oktober 2008

Heute am 18. Oktober 2008 marschieren ca. 1.000 Köchinnen und Köche aus 54 Nationen der Welt in der Halle 1 der Messe Erfurt ein – alle in ihren weißen Kochjacken und Mützen, stolz ihre Fahnen schwingend – ein eindrucksvolles Bild. Mit dem „Einmarsch der Nationen“ fällt traditionell der Startschuss zur größten und bedeutendsten Kochkunstausstellung der Welt, die alle vier Jahre in Deutschland stattfindet. Ausgerichtet vom Verband der Köche Deutschlands, ist Erfurt bereits zum dritten Mal Austragungsort der 22. IKA/Olympiade der Köche. Sie wird auch 2008 wieder Maßstäbe setzen. Vom 19. bis 22. Oktober treffen in Erfurt die Teilnehmer des internationalen Kochwettbewerbs zusammen.

Olympiade der Köche Erfurt 2008 - Foto Frank Sommariva - VKD

Olympiade der Köche Erfurt 2008 - Foto Frank Sommariva - VKD

Es haben sich gemeldet:
•    Insgesamt 54 Nationen
•    32 Nationalmannschaften
•    20 Jugendnationalmannschaften
•    10 Militär-Nationalmannschaftten
•    8 Mannschaften der Gemeinschaftsgastronomie
•    65 Regionalmannschaften
•    560 Einzelaussteller

Die teilnehmenden Länder können mit verschiedenen Teams zum Wettbewerb antreten: Nationalmannschaften , Jugendnationalmannschaften, Militärnationalmannschaften, Mannschaften der Gemeinschaftsverpflegung, Regionalmannschaften und Einzelaussteller.

Warme Küche und Kochkunst (kalte Küche)
Für jede Art der Mannschaft gilt es, sich in verschiedenen Disziplinen zu messen. Dabei gibt es eine grundsätzliche Aufteilung in Warme und Kalte Küche. Bei der Warmen Küche müssen bis zu 150 Drei-Gang-Menues oder Tellergerichte in einer vorgeschriebenen Zeit live zubereitet werden. Bei der Kochkunst werden sowohl Teller-Gerichte ausgestellt, die warm gedacht und kalt präsentiert werden, als auch die klassischen Schauplatten.

IKA/Olympiade der Köche – ein Weltereignis mit Tradition
Schon im Jahr 1900 war – in Frankfurt am Main – Premiere für die Internationale Kochausstellung (IKA), damals noch als Kooperations-Veranstaltung des „Internationalen Verbandes der Köche“, des „Frankfurter Gastwirtevereins“ und des „Vereins zur Förderung des Fremdenverkehrs“ unter dem Protektorat Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Margarethe von Preußen.

Seitdem ist der Zuspruch an dieses bedeutende Ereignis stetig gestiegen. Die IKA/Olympiade der Köche ist heute nicht nur ein hochkarätiger Wettbewerb, sondern vor allem internationales Zentrum des Kochberufs. Der Verband der Köche Deutschlands als Veranstalter zeigt hier seine größte Stärke: ein optimales Netzwerk für seine Mitglieder.

Teilnehmerteams / Länder
Alle Teilnehmer-Teams der IKA/Olympiade der Köche 2008

Nationalmannschaften aus 32 Nationen
1.        Australien
2.          Bahamas
3.          Bulgarien
4.          Dänemark
5.          Deutschland
6.          Finnland
7.          Großbritannien
8.          Hongkong
9.          Irland
10.        Island
11.        Italien
12.        Japan
13.        Kanada
14.        Kroatien
15.        Luxemburg
16.        Niederlande
17.        Norwegen
18.        Portugal
19.        Rumänien
20.        Schweden
21.        Schweiz
22.        Singapur
23.        Slowakei
24.        Slowenien
25.        Südafrika
26.        Südkorea
27.        Türkei
28.        Tschechische Republik
29.        Ungarn
30.        USA
31.        Wales
32.        Zypern

Militärteams aus 10 Nationen
1.        Deutschland
2.        Großbritannien
3.        Irland
4.        Niederlande
5.        Polen
6.        Schweden
7.        Schweiz
8.        Slowenien
9.        Ungarn
10.       USA

Jugendnationalteams aus 20 Nationen
1.          Australien
2.          Dänemark
3.          Deutschland
4.          Großbritannien
5.          Irland
6.          Israel
7.          Italien
8.          Japan
9.          Kanada
10.        Luxemburg
11.        Österreich
12.        Polen
13.        Portugal
14.        Rumänien
15.        Schottland
16.        Schweden
17.        Schweiz
18.        Tschechische Republik
19.        USA
20.        Wales

Teams der Gemeinschaftsverpflegung aus 4 Nationen
1.        Deutschland
2.        Österreich
3.        Schweden
4.        Ungarn

Regionalteams aus 17 Nationen
1.        Deutschland
2.        Guatemala
3.        Italien
4.        Kanada
5.        Litauen
6.        Niederlande
7.        Österreich
8.        Polen
9.        Schweden
10.      Schweiz
11.      Serbien und Montenegro
12.      Slowenien
13.      Tschechische Republik
14.      Ungarn
15.      USA

Einzelaussteller aus 24 Nationen
1.          Ägypten
2.          Aserbeidschan
3.          Bulgarien
4.          Deutschland
5.          Großbritannien
6.          Guatemala
7.          Irland
8.          Italien
9.          Japan
10.        Kanada
11.        Norwegen
12.        Österreich
13.        Polen
14.        Russland
15.        Schweiz
16.        Slowakei
17.        Slowenien
18.        Spanien
19.        Taiwan
20.        Tschechische Republik
21.        Ungarn
22.        USA
23.        Vereinigte Arabische Emirate


Japan erwartet Neubau- und Modernisierungswelle im Hotelsektor

17 Juli 2008

Quelle: bfai, 17. Juli 2008 – Von Jürgen Maurer

Präsenz ausländischer Investoren nimmt zu / Tourismusgeschäft wächst stark

Ausländische Hotelketten bringen neue Dynamik in den japanischen Beherbergungsmarkt. Mit reinen Luxusherbergen haben sich Gruppen, wie InterContinental, Hilton und Konsorten, einen kaum besetzten Nischenmarkt erobert. Spätestens mit dem Aufkauf von ANA-Hotels und der Ankündigung weiterer Investitionen in Japans Hotelbereich sehen die japanischen Hotelgruppen ernsthafte Konkurrenz erwachsen. Sie reagieren mit Modernisierung und Neubau, was dem Hotelsektor in den nächsten Jahren neue Dynamik geben wird.

In Japans Hotelmarkt gewinnen ausländische Betreiber immer mehr an Bedeutung. Zwischen 2000 und 2006 machten grenzüberschreitende Transaktionen, in denen ausländische Investoren sich in japanische Hotelketten einkauften, allein 20% der Zusammenschlüsse aus, so Zahlen der Thomson Financial. Beispielsweise verkaufte die Fluggesellschaft ANA eine Mehrheitsbeteiligung an ihren Hotels an die zusammen mit InterContinental Hotels Group (IHG) gegründete IHG ANA Hotels Group Japan.

Darüber hinaus haben verschiedene internationale Betreiber auch in den Neubau von Hotels investiert. Insbesondere der Bereich von Luxusherbergen wird von ihnen abgedeckt und dabei lag der Schwerpunkt auf Tokio, wo 2005 und 2007 jeweils zwei neue Luxushotels entstanden (Conrad, Mandarin Oriental, Ritz-Carlton und Peninsula). Aber auch an anderen Orten in Japan entstehen solche. Beispielsweise in Osaka (Ritz-Carlton), Fukuoka (Grand Hyatt) und Okinawa (InterContinental).

Auch in Hokkaido, wo mit Niseko ein neuer Skiresort immer mehr Ausländer anzieht, will beispielsweise West Paces Hotel Group eine neue Luxusherberge errichten. Baubeginn soll Anfang 2009 und Eröffnung Ende 2010 sein. Zwischen 20 Mrd. und 30 Mrd. Yen (rund 150 Mio. Euro; 1 Euro = 161,3 Yen im Jahresdurchschnitt 2007) an Kosten wird kalkuliert. In Niseko hat die Hilton-Gruppe Mitte 2008 ein Hotel, das sie von der japanischen Prince-Gruppe abgekauft hatte, nach umfangreicher Renovierung neu eröffnet.

Mit den bislang neun Häusern soll für Hilton nicht Schluss sein. Denn das US-amerikanische Unternehmen hat Anfang Juli Pläne verkündet, bis zum Jahr 2017 mindestens 50 weitere Hotels unter neun verschiedenen Markennamen zu etablieren. Dabei setzt Hilton auf die Strategie, Hotels in Geschäftskomplexen einzurichten sowie bestehende Hotels zu übernehmen. Ausländische Geschäftsleute und auch betuchtere Touristen sollen in deren Häusern übernachten.

Damit geht die Hilton-Gruppe zum Angriff auf die InterContinental-Gruppe über, die mit mittlerweile 42 Häusern die größte ausländische Hotelkette in Japan ist. Und sie tritt gleichzeitig auch stärker in Wettbewerb mit japanischen Unternehmen, wie den Prince Hotels, Hotel Okura, Hotel New Otani und anderen. Diese verspüren wachsenden Druck und setzen auf Modernisierung sowie auf Kooperation.

So haben Hotel Okura und Royal Hotel Mitte 2008 eine Geschäftsallianz vereinbart. Eine Reihe von Hotels ist bereits renoviert oder im Prozess der Renovierung, wie beispielsweise das Nikko Tokyo, das bis 2010 seine mehr als 400 Zimmer erneuert und dafür 1,4 Mrd. Yen investiert. Eines der Traditionshäuser, das Palace Hotel im Zentrum der Hauptstadt, wird sogar ganz abgerissen und soll 2011 in völlig neuem Gesicht (mit einem Hotel- und einem Büroturm) wieder eröffnen.

Für die verstärkten ausländischen Aktivitäten im Hotelsektor sind sowohl mehr Geschäftsleute als auch der Tourismus treibende Kräfte. Die gute konjunkturelle Entwicklung der letzten Jahre hat mehr ausländische Unternehmensvertreter nach Japan gebracht, die meist auf internationale Ketten vertrauen. Außerdem sind die Immobilienpreise auf ein attraktives Einstiegsniveau gesunken.

Für Touristen hat Japan an Attraktivität gewonnen. Im Jahr 2007 besuchten mehr als 8,3 Mio. Reisende Japan. Insbesondere die für Südkoreaner und Taiwaner eingeführte Visafreiheit hat den Tourismus deutlich belebt. Zudem kommen immer mehr Reisegruppen aus der VR China und bringen gute Geschäfte. Über die Hälfte der Touristen stattet Tokio einen Besuch ab, so Angaben der Japan National Tourist Organization. Die Regierung hat zum Ziel gesetzt, die Zahl der ausländischen Touristen bis 2010 auf 10 Mio. Reisende und bis 2020 auf 20 Mio. Reisende zu erhöhen.

Japan wird in den nächsten Jahren einen Bau- und Modernisierungsboom bei Hotels erleben. Allein für den Zeitraum zwischen 2008 und 2012 sind Pläne zur Errichtung von 204 neuen Hotels bekannt. Mit einem zeitlich nicht spezifizierten Horizont sind über 2012 hinaus weitere 111 solcher Übernachtungseinrichtungen angekündigt, so Zahlen des japanischen Fachblattes „Hoteres“.

Mittelfristig bis 2012 werden die meisten Neubauten mit 80 beziehungsweise 87 Einrichtungen in den Jahren 2008 und 2009 entstehen. Schwerpunkte sind dabei die Region Kyushu mit 35, Kinki mit 20, Kanto mit 18 und Tokio mit 15 Hotels. Insgesamt sollen zwischen 2008 und 2012 knapp 30.000 Zimmer neu entstehen, davon mehr als 9.700 im Jahr 2008 und circa 13.400 im Jahr 2009.

Nur wenige große Hotels werden neu gebaut, die meisten davon sicherlich in Tokio und in der Region Kinki. In der Region um Osaka und Kyoto sollen zum gegenwärtigen Bestand rund 4.700 Zimmer hinzukommen, in Tokio etwa 4.400 Zimmer und in Kyushu annähernd 4.500 Zimmer zusätzlich entstehen. Nach Größe sollen 43 Hotels von 200 bis zu 300 Räume, 85 Einrichtungen zwischen 101 und 200 Zimmer und etwa 40 Hotels eine Zimmerzahl darunter erhalten.

Eine Vielzahl der neuen Hotels wird in die Kategorie der einfachen Business- und Touristenherbergen fallen. Aber zumindest bei den internationalen Adressen und auch einigen der japanischen Modernisierungsprojekte wird auf höherwertige Ausstattung gesetzt. Daher bieten sich deutschen Anbietern von Innenausstattung, Tischkultur, Großkücheneinrichtung etc. in den nächsten Jahren Absatzchancen für ihre Produkte.

Abgesehen von den erwarteten Neubauten existierten in Japan nach letztverfügbaren Zahlen Ende 2006 insgesamt 9.165 Quartiere (von Luxus- bis zu einfachen Stadt- und Kapselhotels, aber ohne japanische Gästehäuser) und circa 721.100 Zimmer. Das waren 2.000 Hotels und 164.000 Zimmer mehr als 1996, so Zahlen des Ministry of Health, Labour and Welfare.


Hongkongs und Macaus Hotels bevorzugen Haushaltswaren aus Europa

15 Mai 2008

Quelle: bfai, 15. Mai 2008

Deutschland wichtiger Lieferant / Chinas Porzelanhersteller in der Krise

Europäische Haushaltswaren erfreuen sich bei den Hotel- und Küchenchefs Hongkongs und Macaus einer große Beliebtheit. Da nicht wenige von ihnen aus Deutschland kommen, haben sie ein Faible für „made in Germany“ Produkte. Doch die privaten Konsumenten holen auf. In immer mehr Apartments werden sündhaft teure Küchen eingebaut, die entsprechend bestückt werden wollen. Wer sich als ausländischer Markenanbieter einen Namen schaffen will, muss exklusive Verkaufsfläche anmieten.

Für die ausländischen Anbieter von Haushaltswaren ist Hongkong ein kleiner, aber feinder Absatzmarkt. Zwar kaufen die meisten Konsumenten billige „made in China“ Produkte. Doch die Nachfrage nach hochwertigen Importen aus Europa wächst. In immer mehr Apartments werden exklusive Küchen – überwiegend aus deutscher Produktion – eingebaut. Entsprechend dynamisch entwickelt sich die Nachfrage nach Porzellan, Glas- und Kristallwaren, Messern, Bestecken oder Töpfen.

Da es nach Angaben des halbstaatlichen Trade Development Council (TDC) keine einheimischen Hersteller von Haushaltsartikeln gibt, muss die Sonderverwaltungsregion (SVR) 100% ihres Bedarfs importieren. Im Jahr 2007 beliefen sich die entsprechenden Einfuhren auf 1,5 Mrd. US$, ein Minus von 1% gegenüber 2006. Den Rückgang erklären sich Branchenkenner vor allem mit statistischen Effekten.

So stammen 80% der Einfuhren aus der VR China und werden anschließend über den Freihafen Hongkongs reexportiert. Doch dieser Teil des Handels ist rückläufig. So benutzen immer mehr Hersteller in Südchina die deutlich günstigeren Häfen in Shenzhen oder Guangzhou. Zudem befindet sich die Haushaltswarenindustrie im benachbarten Perlflussdelta in der Krise. Sie leidet unter stark steigenden Fertigungskosten und strengeren Auflagen bezüglich Umwelt- und Arbeitsschutz. Die Porzellanhersteller beispielsweise mussten 2007 einen deutlichen Rückgang ihrer Ausfuhren hinnehmen.

Hongkongs Außenhandel mit Haushaltsartikeln (in Mio. US$)

Importe Exporte
2005 1.662 2.001
2006 1.534 1.885
2007 1.517 1.853

Quelle: Census and Statistics Department

Während Hongkongs Haushaltswarenimporte aus China schrumpfen, entwickeln sich die Einfuhren insbesondere aus Europa sehr dynamisch. Deutsche Hersteller lieferten 2007 Produkte im Wert von rund 34 Mio. US$ in die SVR, ein Pus von 19% gegenüber 2006. Damit lagen sie hinter der Konkurrenz aus China und Japan auf Rang drei der Einfuhrstatistik.

Ebenso verzeichneten Anbieter aus Frankreich und Italien starke Umsatzzuwächse. Der Höhenflug des Euros – der Hongkong Dollar (HK$) ist fest an den US$ gekoppelt und hat daher gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung im Laufe des Jahres 2007 stark an Wert verloren – scheint den Umsatz nicht beeinträchtigt zu haben.

Hongkongs Haushaltswarenimporte nach Lieferländern (in Mio. US$, Veränderung gegenüber Vorjahr und Einfuhranteil in %)

Länder 2007 Veränderung Anteil
VR China 1.262,3 -2,4 83,2
Japan 48,1 6,9 3,2
Deutschland 34,4 18,6 2,3
USA 25,1 0 1,7
Frankreich 19,6 24,1 1,3
Italien 17,7 12,7 1,2
Taiwan 15,7 -1,3 1,0
Thailand 14,4 21,0 0,9
Österreich 13,0 -31,6 0,9
Korea (Rep.) 7,9 -17,7 0,5

Quelle: Census and Statistics Department

Das lebhafte Geschäft ist auch auf die verstärkte Nachfrage aus dem Hotel- und Gastronomiesektor zurückzuführen. Hongkongs Spitzenhotels haben sich in den letzten Jahren höher positioniert. Zudem gibt es eine Sonderkonjunktur im benachbarten Macau, das nahezu sämtliche Einfuhren über den Hongkonger Flug- beziehungsweise Containerhafen bezieht.

In der ehemaligen portugiesischen Kolonie bauen US-Spielbankgesellschaften riesige Hotel-Kasino-Komplexe. So eröffnete beispielsweise 2007 das „Venetian“ mit über 3.000 Zimmern. Weitere 20 Fünfsternehotels internationaler Ketten sollen bis 2012 hinzukommen. Sie benötigen nicht nur Porzellan und Glaswaren für ihre Restaurants, sondern auch qualitativ hochwertige Produkte für den Einsatz in ihren Großküchen.

In Hongkong und Macau sind in nahezu jedem Luxushotel Manager und Köche aus Deutschland beschäftigt. Sie haben einen teilweise erheblichen Einfluss bei der Anschaffung der Küchen- bzw. Restaurantausstattung und bevorzugen „made in Germany“ Produkte. Dadurch könnten die deutschen Haushaltswarenhersteller in den beiden SVR höhere Umsätze als beispielsweise die Konkurrenz aus einem Gourmetland wie Frankreich erzielen.

Anbieter von exklusiven Haushaltswaren wie Porzellan, die in Hongkong und Macau neben dem Projektgeschäft auch den Konsumenten direkt ansprechen wollen, sollten exklusive Verkaufsräume in einer der zahlreichen Shoppingmalls anmieten. Dies kann angesichts der horrenden Mieten zwar ein sehr kostspieliges Vergnügen werden, jedoch zahlt sich in einer Gesellschaft, in der Statussymbole eine große Rolle spielen, jeder in die Marke investierte Euro langfristig aus. Wer sich als Premiumanbieter etabliert hat, kann einen kräftigen Preisaufschlag verlangen.

Hongkongs Branchenimporte (in Mio. US$)

SITC Code Produktbezeichnung 2006 2007
665.2 Glaswaren zur Verwendung bei Tisch, in der Küche oder Toilette 108,1 105,0
.Deutschland 5,6 9,1
666.1, 666.2 Geschirr und andere Haushalts- bzw. Toilettengegenstände aus Keramik 124,7 109,8
.Deutschland 2,8 2,6
696.4, 696.5, 696.8 Scheren, Messer und andere Schneidwaren 101,0 104,9
.Deutschland 2,4 2,5
696.6 Bestecke 144,6 126,8
.Deutschland 1,0 0,6
697.3 Kochgeräte aus Eisen, Stahl oder Kupfer 66,8 55,2
.Deutschland 1,9 4,2
697.4 Haushaltsartikel aus Eisen, Stahl, Kupfer oder Aluminium; Schwämme, Lappen, Handschuhe 262,5 271,8
.Deutschland 5,6 4,8
697.5 Sanitärartikel aus Eisen, Stahl, Kupfer oder Aluminium 49,6 62,8
.Deutschland 6,1 6,8
697.8 Haushaltsartikel aus unedlen Metallen 247,7 250,1
.Deutschland 0,5 0,8
893.32 Geschirr und andere Haushalts- oder Toilettenartikel aus Kunststoff 428,7 430,1
.Deutschland 3,1 3,0

Quelle: Census and Statistics Department (R.R.)


Ausländische Hotelgesellschaften erobern China

21 Februar 2008

Quelle: bfai, 19. Februar 2008

Zahlreiche Neueröffnungen bis 2010 / Lieferchancen für Anbieter von Gebäudetechnik und Hotelausstattung

Ausländische Hotelgesellschaften dominieren in China das Fünf-Sterne-Segment. Sie benötigen nicht nur moderne Gebäudetechnik, sondern auch hochwertige Haushaltwaren oder Sanitärkeramik, die sie oftmals importieren. Daraus ergeben sich umfangreiche Lieferchancen für die Zukunft, denn zwischen 2008 und 2010 werden mehrere Hundert Häuser ihre Tore öffnen. Die meisten entstehen außerhalb der Boomregionen im Landesinneren. Auch die Sonderverwaltungsregion (SVR) Macau zieht zahlreiche Investoren an.

Wer nach China reist, kann bereits jetzt in einem der zahlreichen Hotels ausländischer Ketten übernachten. Nach Angaben der China National Tourism Administration (CNTA) waren Anfang 2008 über 40 internationale Gesellschaften im Land vertreten. Sie betrieben mehr als 500 Häuser. Zumeist handelt es sich um Fünf-Sterne-Hotels, die in den wichtigsten Zentren des Landes gelegen sind.

Dort treten sich die Anbieter aber bereits auf die Füße. Insbesondere in Beijing dürfte sich die Situation zuspitzen. Pünktlich zum Beginn der Olympischen Spiele 2008 eröffnen dort zahlreiche Häuser. Ähnlich sieht die Lage künftig in Shanghai aus. Dort lockt die Weltausstellung 2010 zahlreiche Hotelgesellschaften an und treibt das Zimmerangebot weiter in die Höhe. Die ausländischen Ketten konzentrieren sich daher mittel- und langfristig auf die sogenannten Second-Tier Cities. Dabei handelt es sich um Metropolen mit mehreren Millionen Einwohnern im Landesinneren beziehungsweise außerhalb der ökonomischen Zentren.

In diesen Städten besteht ein teilweise enormer Nachholbedarf nach Fünf-Sterne-Häusern. Getrieben wird die Nachfrage einerseits von der anziehenden ökonomischen Entwicklung des Hinterlandes, denn in den Boomregionen steigen die Produktionskosten rasch an und Unternehmen verlagern ihre Fertigung. Zudem gewinnt der Inlandstourismus stark an Bedeutung. Immer mehr Chinesen können sich eine Flugreise leisten und erkunden das eigene Land. Dabei wollen viele nicht mehr nur in einfachen Herbergen absteigen.

Mehrere Hundert Hotels ausländischer Gesellschaften dürften zwischen 2008 und 2010 in China ihre Tore öffnen. Wie die Pläne der großen internationalen Ketten zeigen, werden in ganz China Expansionen in Angriff genommen.

Einen Investitionsschwerpunkt bildet die Sonderverwaltungsregion (SVR) Macau. Seit der Liberalisierung des Spielbankensektors haben US-amerikanische Gesellschaften einen zweistelligen US$-Mrd.-Betrag in riesige Kasino-Hotel-Komplexe gepumpt. Im Herbst eröffnete das 3.000 Zimmer große „Venetian“ seine Tore. In unmittelbarer Nachbarschaft entstehen zahlreiche weitere Hotels. Bis 2011 sollen rund 20 Vier- und Fünf-Sterne-Häuser kommen.

Besonders aktiv in China ist die US-amerikanische Starwood-Gruppe. Sie will alleine bis Ende 2009 knapp 40 Hotels der Marken Westin, Four Points, Sheraton und Meridien eröffnen. In Guangzhou, der Provinzhauptstadt Guangdongs, plant die Gesellschaft gleich ein halbes Dutzend Luxushotels. Im ehemaligen Kanton gab es – obwohl die Region zur reichsten des Landes gehört – bis 2007 kein einziges Fünf-Sterne-Haus nach westlichem Standard.

Damit soll nun Schluss sein. Bis 2010 werden in der gesamten Provinz nach Angaben der Guangdong Provincial Tourism Administration zwischen 40 und 50 Luxushotels entstehen. Die meisten von ihnen werden in Guangzhou gelegen sein, denn die benachbarten Metropolen wie Dongguan oder Shenzhen sind bereits bestens ausgestattet.

Im nur wenige Kilometer entfernten Hongkong ist die Hotelkonjunktur derweil flau. Die Anzahl der verfügbaren Zimmer dürfte sich zwischen 2008 und 2010 nur geringfügig erhöhen. Die Branche leidet unter den stark gestiegenen Mieten und Grundstückspreisen, die einen Hotelbetrieb immer unrentabler machen. Anfang 2008 wird das erst 1993 fertiggestellte Ritz Carlton sogar abgerissen.

Die französische Accor-Gruppe ist ebenfalls ein wichtiger Mitspieler in China. Sie unterhält nicht nur Luxushotels, sondern auch zahlreiche Häuser der sogenannten Tourismusklasse. Insgesamt will der Konzern nach eigenen Angaben bis 2010 über 62 neue Hotels mit insgesamt 25.000 Zimmern im Reich der Mitte eröffnen. Anfang 2008 unterhielt er „nur“ 50 Häuser mit 15.000 Zimmern.

Auch die Mariott-Gruppe blieb nicht untätig. Sie plant bis 2010 die Eröffnung von 20 neuen Häusern, und zwar ausschließlich im Premiumsegment. Der Konkurrent Shangri-la visiert bis 2011 rund 12 zusätzliche Luxushotels in der Volksrepublik an. Seine Strategie zielt jedoch nicht so stark aufs Hinterland wie die der Wettbewerber. Anlässlich der Weltausstellung 2010 in Shanghai sollen dort drei zusätzliche Hotels auf den Markt kommen.

Hotelprojekte in China (Auswahl) *)

Akteur Geplante Neueröffnungen Regionale Schwerpunkte
Starwood (Westin, Sheraton, Four Points, Meridien) Bis 2009: 38 Häuser, bis 2011: 41 Häuser Guangzhou, Tianjin, Macau Hainan
Accor (Novotel, ibis, Mercure, Sofitel) Bis 2010: 62 neue Häuser mit 25.000 Zimmern Landesinnere
Intercontinental Group (Holiday Inn, Intercontinental, Crown Plaza) 58 Hotels im Jahr 2008 k.A.
Shangri-la Bis 2011: 12 neue Häuser Shanghai
Mariott Bis 2010: 20 neue Häuser k.A.
Mandarin Oriental Bis 2010: 4 Häuser Südchina
Hyatt 2008: 3 Häuser  

*) einschließlich Hongkong und Macau
Quelle: Unternehmensangaben

Die Investitionspläne bieten umfangreiche Geschäftsmöglichkeiten für die verschiedensten Zulieferbranchen, denn die Häuser sollen internationale Standards in Sachen Komfort und Sicherheit erfüllen. Einheimische Produkte können den hohen Ansprüchen dabei nicht immer genügen. Wer einmal in China sein Zimmer inspiziert, dürfte feststellen, dass zahlreiche Artikel von ausländischen Anbietern stammen.

Auch die Einkaufschefs der großen Hotelketten bestätigen, dass auf ihren Bestelllisten viele westliche Namen auftauchen. Lieferchancen gebe es einerseits auf dem Gebiet der Gebäudetechnik. So benötigen die oft mehrere Hundert Meter hohen Häuser eine moderne Sicherheits- und Überwachungstechnik. Auch im Bereich Klimatisierung und Beleuchtung bekommen oftmals internationale Systemanbieter den Zuschlag.

Weitere Chancen ergeben sich bei der Ausstattung der Zimmer, aber auch der Hotelküchen. Vor allem die Restaurants benötigen hochwertiges Porzellan und Besteck, das zudem belastungsfähig und einfach zu reinigen sein muss. Produkte aus Europa erfreuen sich daher besonderer Beliebtheit. Auch bei der Ausstattung mit Kochgeschirr und Elektrogeräten besteht Bedarf an Importartikeln.

In den Badezimmern der Hotels kommt nach Angaben eines Branchenkenners überwiegend ausländische Sanitärkeramik zum Einsatz. Chinesische Konkurrenzprodukte seien zwar nahezu zehnmal billiger als Einfuhren, dafür müsse man sie allerdings auch nach wenigen Jahren wieder austauschen.

Positiv für deutsche Zulieferer wirkt sich aus, dass in den meisten Luxushotels internationales Personal im Verwaltungs- und Gastronomiebereich arbeitet. In vielen Fällen stammen der Küchenchef oder der General Manager sogar aus Deutschland. Das erleichtert die Kontaktaufnahme. Zudem dürften ihnen zahlreiche Marken- und Nischenanbieter aus ihrem Heimatland, die ansonsten in China wenig bekannt sind, geläufig sein.


Indiens Hotellandschaft wird vielfältiger

21 Februar 2008

Quelle: bfai, 19. Februar 2008

Angebot an Budget-Hotels und Serviced Apartments wächst 

Die indische Tourismusindustrie leidet nach wie vor unter einem Mangel an Übernachtungsmöglichkeiten. Die Hotelpreise in den Metropolen Delhi, Mumbai und Bangalore zählen inzwischen zu den höchsten der Welt. Vor allem bei großen Messen werden die Hotelzimmer knapp. Geschäftsreisende und Langzeitbesucher loten daher Alternativen aus, um ihre Reisekosten zu drücken. Speziell für diese Kundengruppe sollen in den nächsten Jahren immer mehr Budgethotels und Service-Apartments errichtet werden. (Kontaktanschrift)

Der indische Tourismussektor hat seit Jahren mit steigenden Besucherzahlen und nicht ausreichenden Übernachtungsmöglichkeiten zu kämpfen. Insbesondere in der Hauptreisezeit von September bis März und während wichtiger Messen sind die Hotels in den Großstädten schnell ausgebucht. Und das, obwohl die Zimmerpreise inzwischen zu den höchsten weltweit gehören. Ganz vorne liegt die IT-Metropole Bangalore, wo laut einer Studie der Unternehmensberatung Indus View die Übernachtung in einem Doppelzimmer mit Preisen zwischen 350 und 500 US$ zu Buche schlägt. Auf Rang zwei folgt Mumbai mit Raten von 250 $.

Seit 2004 haben sich die durchschnittlichen Übernachtungspreise in Delhi, Mumbai, Banglore, Kolkata und Chennai nahezu verdreifacht. Die Federation of Hotel & Restaurant Associations of India (FHRAI) erwartet bis 2010 keine Entspannung bei den Zimmerpreisen. Im Gegenteil: In den nächsten drei Jahren sollen die „Average Room Rates“ (ARR) zwischen 15 und 20% per annum zulegen, in Mumbai sogar um 30%, so eine Prognose des Verbandes. Lediglich für Bangalore erwartet FHRAI einen moderaten Anstieg um 5%.

Die Belegungsquote der Hotels lag im Finanzjahr 2006/07 (1.4. bis 31.3.) bei 74% und soll bis 2009/10 auf über 80% steigen. Erst ab 2010, so die Einschätzung der FHRAI, werden die Zimmerpreise wieder sinken. Bis dahin sollen eine Reihe großer Hotelvorhaben in den Metropolregionen des Landes fertiggestellt sein. Das Investitionsvolumen der bislang angekündigten Expansions- und Greenfieldprojekte beläuft sich laut FHRAI auf rund 2 Mrd. $.

Nach Branchenschätzungen gibt es in ganz Indien derzeit etwa 110.000 Zimmer im Markensegment, also Unterkünfte, die in eine der sechs Sternekategorien (Ein Stern bis Fünf-Sterne-Deluxe) beziehungsweise die Sparte „Heritage Hotel“ fallen. Zum Vergleich: London alleine hat 90.000 Zimmer in diesen Kategorien zu bieten, New York 75.000. FHRAI schätzt den Bedarf bis 2010 auf zusätzlich 125.000 Übernachtungsmöglichkeiten, alleine in Mumbai fehlen schätzungsweise 10.000 Zimmer, so der Verband.

Kein Wunder, dass angesichts des knapper werdenden Angebots und steigender Zimmerpreise die Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten wächst. Vor allem Geschäftsreisende, die etwa 80 bis 90% der Hotelgäste in den Metropolen ausmachen, setzen verstärkt auf preisgünstige Budget-Hotels und bei längeren Aufenthalten auf Service-Apartments.

Bislang ist das Angebot in den beiden Kategorien zwar noch gering und auf die indischen Großstädte beschränkt. Doch das Potenzial – insbesondere von Budget-Hotels – wird von Branchenbeobachtern positiv eingeschätzt. Die Unternehmensberatung HVS International geht davon aus, dass etwa die Hälfte aller bis 2012 errichteten Hotelzimmer in Budget-Hotels der Kategorien 3- und 4-Sterne fallen werden. Grund für diese positive Entwicklung ist die Tatsache, dass immer mehr internationale sowie die großen indischen Hotelketten diese Klientel bedienen möchten.

Insgesamt sollen bis 2015 etwa 40 Unternehmen aus dem Hotelgewerbe Budget-Unterkünfte auf dem Subkontinent eröffnen. Mit derzeit elf Häusern ist die zur Tata Group gehörende Roots Corp. mit ihrer Marke „Ginger“ führend in diesem Segment. Abgesehen von Bangalore befinden sich die Hotels in aufstrebenden Tier-2-Städten wie Pune, Vadodara und Haridwar. Das Unternehmen möchte in den nächsten Monaten weitere sieben Häuser eröffnen, darunter auch in der Hauptsstadt New Delhi. Bis Ende 2008 sollen insgesamt 30 neue Hotels mit einer Bettenkapazität von 3.000 den Betrieb aufnehmen.

Das indische Unternehmen Fortune Park Hotels beabsichtigt laut Presseinformationen, bis 2012 insgesamt 60 Unterkünfte im Budgetbereich zu eröffnen. Den Investitionsbedarf beziffert die Firma auf 1,3 Mrd. indische Rupien (iR; 22,5 Mio. Euro; 1 Euro = 57,65 iR). Doch nicht nur indische Hotelketten engagieren sich in diesem Segment. Die französische Accor Group möchte künftig mit seinem Brand „Formule 1″ auch auf dem Subkontinent vertreten sein und kooperiert bei ihrem Markteinstieg mit Emaar MGF.

Neben den Budget-Hotels etablieren sich zunehmend auch Service-Apartments, die vor allem auf das Klientel der Langzeitgeschäftsreisenden abzielen. Laut FHRAI fallen rund ein Fünftel der Hotelgäste in diese Kategorie. Der Verband schätzt daher den Bedarf an komplett eingerichteten Wohnungen alleine in den vier Metropolen auf mindestens 600 Einheiten. Die Übernachtungspreise liegen im Schnitt 50% unter denen von Fünf-Sterne-Hotels.

Laut einer Untersuchung des Branchenmagazins „Jaaydaad“ unter Anbietern von Service-Apartments in der Hauptstadtregion liegen die Tagesmieten je nach Größe, Ausstattung und Lage des Objektes zwischen 3.000 iR (Studio-Apartment) und 5.500 iR (zwei bis drei Schlafzimmer). Die Preisspanne für die Anmietung von einer Woche reicht von 21.000 bis 45.000 iR, für die monatliche Nutzung von 50.000 bis 300.000 iR.

Das Interesse der Bau- und Immobilienbranche an der Entwicklung von Service-Apartments wächst. Nach Angaben der Delhi Development Authority (DDA) liegen derzeit 30 Anträge zum Bau von entsprechenden Unterkünften vor. In den angrenzenden Städten Noida und Gurgaon wurden bereits 40 beziehungsweise 50 Genehmigungen erteilt. In der Hauptstadtregion ist die Situation besonders dringlich, da hier 2010 die „Commonwealth Games“ stattfinden und laut Stadtverwaltung bis dahin 30.000 zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen. Darüber hinaus befinden sich derzeit Projekte in Bangalore, Chennai und Hyderabad im Bau.

Kontaktanschrift:
Federation of Hotel & Restaurant Associations of India (FHRAI)
B-82, 8th Floor, Himalaya House, 23,Kasturba Gandhi Marg, New Delhi – 110 001
Tel.:             0091 11/23 31 87 81       , Fax: -23 32 26 45
E-Mail: , Internet: www.fhrai.com


Frankreich: Fast jedes vierte Hotel renovierungsbedürftig

5 Dezember 2007

Gelesen in „Süddeutsche Zeitung„, 05. Dezember 2007

Unhöfliches Personal, unangenehme Gerüche, Lärm: Für viele französische Hotels braucht der Gast Nervern. Jetzt schlägt sogar ein Branchenverband Alarm.

Der Zustand vieler Hotels in Frankreich lässt laut einem Branchenverband schwer zu wünschen übrig. Rund ein Viertel der 18.000 registrierten Hotels müsse dringend renoviert werden, erklärte der Ausschuss für die Modernisierung der französischen Hotellerie in Paris.

Am schlimmsten sei die Lage in wenig touristischen Gebieten, aber selbst in Großstädten wie Paris gebe es heruntergekommene Häuser. „Im Großteil der Hotels, die älter als drei Jahre als sind, ist die fehlende Instandhaltung bei Farbe, Möbeln und Armaturen deutlich sichtbar“, heißt es in einer Studie des Gremiums. „Abdrücke von Schuhen und Koffern an Wänden bleiben manchmal über Jahre.“

24 Prozent der Gäste beschwerten sich zudem über unhöfliches oder unfähiges Personal in den Hotels, hieß in der Untersuchung der Vereinigung weiter, in der Hotelbesitzer, Angestellte und Handelskammern vertreten sind.

Bei Mängeln an den Häusern werde am häufigsten über Lärm geklagt, gefolgt von unangenehmen Gerüchen und schlechter Hygiene.

Im Management habe die französische Hotelbranche es an der Einführung moderner Methoden fehlen lassen, hieß es. „Die Branche hat über Generationen immer wieder dieselben Verhaltensmuster und dieselben Fehler produziert.“

Laut dem Bericht hat Frankreich, das Land mit der höchsten Zahl von Touristen weltweit, in den vergangenen zehn Jahren 1500 Hotels verloren – teils auch, weil die Häuser nicht mehr heutigen Feuerschutzbestimmungen entsprachen oder nicht über behindertengerechte Ausstattung verfügten.

In den kommenden fünf Jahren erwarten die Autoren, dass nochmals die gleiche Zahl von Häusern schließen wird.