Bundesregierung: Ernst Burgbacher ist neuer Tourismusbeauftragter

27 Dezember 2009

(Berlin, 28. Dezember 2009) Ein Fürsprecher der Hotellerie: Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Ernst Burgbacher wurde nun zum Tourismusbeauftragten der Bundesregierung ernannt. Die Berufung fand bereits Anfang Dezember statt. Burgbacher tritt damit die Nachfolge von Ernst Hinsken (CSU) an, der der erste „Tourismusminister“ gewesen war.

Ernst Burgbacher

Ernst Burgbacher

Burgbacher gilt als einer der vehementen Befürworter der Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen. Durch seine Nähe zum Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle wird er die Belange der Touristik im politischen Alltag gut platzieren können.

Der 60-jährige Gymnasiallehrer aus Villingen-Schwenningen sitzt seit 1998 im Bundesrat und ist Mitglied des FDP-Bundesvorstandes. Allerdings gehört er nicht dem durchsetzungsstarken Tourismusausschuss an. In tourismuspolitischen Dingen ist er bislang nicht heldenhaft in Erscheinung getreten. Er ist mit einer Französin verheiratet, hat zwei Kinder und bekennt sich zum „Savoir Vivre“. Seine unternehmerische Kompetenz rührt von seinem Engagement bei dem Trossinger Bauunternehmen Burgbacher Holztechnologie GmbH er, der er als Gesellschaft noch verbunden bleibt.

In den vergangenen vier Jahren hatte der aus Niederbayern stammende CSU-Abgeordnete Ernst Hinsken das Amt des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung ausgefüllt, hatte sich aber zu selten zu Wort gemeldet.


TOP HOTEL, CATERING inside und KÜCHE zeichnen die besten Nachwuchsführungskräfte aus

13 Dezember 2009

„Hospitality Career Award“ in für die junge Elite in Hotellerie, Catering und Gastronomie verliehen

(Bonn, 14. Dezember 2009) Der „Hospitality Career Award 2009“ geht an Michael End (Kategorie Hotellerie), Christin Piepenburg (Catering) und Marian Schneider (Gastronomie). Die Preisverleihung fand im Rahmen eines außergewöhnlichen Events Anfang Dezember 2009 im Kameha Grand Bonn statt. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr mehr als 90 Nachwuchsführungskräfte aus allen Führungsebenen und Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen beworben. Mit dem „Hospitality Career Award“ wenden sich die Fachmagazine TOP HOTEL, CATERING inside und KÜCHE aus der LPV Lebensmittel Praxis Verlagsgruppe an junge Führungskräfte aus Unternehmen des Gastgewerbes, die auf dem Sprung in die erste Führungsriege sind und damit gute Chancen haben, die Top-Entscheider von morgen zu werden. Der Preis wird in den drei Kategorien „Hotellerie“, „Catering“ und „Gastronomie“ jährlich verliehen.


Sieger in der Kategorie „Hotellerie“
Als Sieger der Kategorie „Hotellerie“ ging Michael End hervor. Der 28-Jährige arbeitet für die 25hours Hotel Company GmbH in Frankfurt am Main als Assistant Hotel Manager und Revenue Manager. Er absolvierte seine Ausbildung zum Hotelfachmann im Elysée Hotel Hamburg und ergänzte ein Studium am University Centre „César Ritz“ in der Schweiz. Einer fest zugesagten Anstellung im Ritz-Carlton Berlin erteilte er eine Absage, weil diese Art von Hotellerie nicht seiner Vorstellung entsprach. Während einer Orientierungsphase stieß er auf 25hours und seinen Mentor Christoph Hoffmann, CEO 25hours Hotel Company AG. Hier fand er den nötigen Freiraum für Kreativität und Entwicklung. Derzeit beschäftigt er sich intensiv mit dem Bereich Revenue, den er für 25hours aufbaut. Laudator und Jury-Mitglied Frank Marrenbach würdigte Michael End als Preisträger mit Pioniergeist und enormer Begeisterungsfähigkeit. Michael Ends Berufsziel ist es, selbst ein Hotel zu besitzen und nach seinen Vorstellungen zu führen.

Zu den Nominierten in der Kategorie „Hotellerie“ gehörten ebenfalls:
-Christoph Holzhauer (28), Quality & Duty Manager im Le Méridien Wien
-Susanne Rump (30), Leiterin Verkauf im Hotel Hamburg-Wittenburg van der Valk
-Maria Reinhardt (25), Manager Marketing & Yield im Grand Spa Resort A-Rosa Travemünde
-Oliver Gade (28), stellvertretender Direktor im Öschberghof Donaueschingen

Sieger in der Kategorie „Catering“
In der Kategorie „Catering“ holte Christin Piepenburg (28), Geschäftsführerin des Marché Bistro in Basel-Weil, den Preis. Sie ist innerhalb von nur sechs Jahren von der Auszubildenden zur Fachfrau für Systemgastronomie zur Betriebsleiterin bei Marché International aufgestiegen. Christin Piepenburg versteht es, Mitarbeiter zu begeistern und zählt Ausdauer, Zielstrebigkeit und soziale Kompetenz zu ihren Stärken. Die junge Catering-Managerin überzeugte die Jury zudem durch ihren erkennbar starken Willen, ihr konsequentes Führungsverhalten sowie durch ihre Durchsetzungsfähigkeit gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten. Dabei bleibe sie „immer sie selbst, also authentisch. Auch ist sie sich nie zu schade, mal in der Küche mit anzupacken, wenn Not am Mann ist“, lobte Jurymitglied und Laudator Klaus-Peter Suhling.

Nominiert in der Kategorie „Catering“ waren außerdem:
-Ruben-Mathis Gergen (27), Bereichsleiter Catering, Dussmann AG & Co.KGaA,
Saarbrücken
-Ludwig Heer (28), Eventmanager Küche, Burg Staufeneck, Salach
-Britta Perder (27), Projektleiterin, Kirberg GmbH Catering Fine Food, Bergisch Gladbach
-Markus Rösner (28), Küchenchef Party Service, Käfer Service GmbH, München

Sieger in der Kategorie „Gastronomie“
In der Kategorie „Gastronomie“ hieß der stolze Gewinner Marian Schneider (28), Executive-Chef von Gastromenue in Ulm und Küchenchef der Restaurants BellaVista und Lago. Gegenwärtig baut er parallel die Küchenlogistik für das neue Vier-Sterne-Hotel mit Bankettabteilung von Gastromenue auf. Der Koch aus Leidenschaft legte bereits mit 22 Jahren seine Meisterprüfung mit Auszeichnung ab und absolviert zurzeit berufsbegleitend ein Fernstudium in BWL (BA). Vorbildlich ist sein Führungsstil („führen, formen, Selbstvertrauen geben“), verbunden mit einer klaren Vorbildfunktion auch für die sechs Auszubildenden im Team. Mentor Martin Öxle, Zwei-Sterne-Koch, sagt über ihn: „Ehrgeiz, Kreativität und sein enormes Motivationsvermögen machen Marian Schneider schon heute zu einem Großen unseres Berufs.“ Und Axel Rühmann, Mitglied der Jury und Präsident des Verbandes der Köche Deutschlands (VKD), lobte bei der Preisverleihung: „Er ist ein im positiven Sinne Kochverrückter, der eine vielversprechende Zukunft vor sich hat.“

Nominiert in der Kategorie „Gastronomie“ waren außerdem:
-Alexandra Seemer (26), A + R Scout, Glow & Tingle Klaus Kobjoll GmbH, Nürnberg
-Daniel Stenzel (28), F&B Management Assistant, Excelsior Hotel Ernst, Köln
-Marco Böhler (24), Executive Sous-chef, Restaurant Stucki, Basel/Schweiz
-Axel Kammerl (29), Küchenchef, Landhaus Zu den Rothen Forellen, Ilsenburg

Der Wettbewerb richtet sich an Bewerber aus den Bereichen Hotellerie, Gastronomie und Catering. Die Kandidaten benötigen mindestens einen Mentor (z.B. Geschäftsführer oder Personalleiter), der ihre Bewerbung durch ein schriftliches Statement unterstützt. Weitere Grundvoraussetzungen für die Teilnahme sind ein vorbildliches Führungsverständnis/verhalten und erste berufliche Erfolge auf dem Weg an die Führungsspitze. Die Bewerber dürfen zum Zeitpunkt der Bewerbung maximal 29 Jahre alt sein.

Auswahlverfahren und Jury: Aus jedem der drei Branchensegmente wählen die Chefredaktionen der drei Titel jeweils fünf Bewerber aus, die einer hochkarätig besetzten Fachjury vorgeschlagen werden. Am Tag der Preisverleihung müssen sich die 15 Kandidaten einem ca. 20-minütigen Vorstellungsgespräch unterziehen. Nach den Interviews entscheidet die Jury über die drei Sieger.

Die Jury der Kategorie „Hotellerie“ unter der Leitung von Thomas Karsch (Chefredaktion TOP HOTEL) bestand aus
-Michael Bläser, Vorsitzender des FBMA-Stiftungsrates
-Frank Marrenbach, Geschäftsführender Direktor des Brenner’s Park-Hotel & Spa Baden-Baden
-Arne Lorenzen, Geschäftsführer von Konen & Lorenzen Recruitment Consultants, Düsseldorf

Die Jury „Gastronomie“ unter Leitung von Deborah Schumann, Redakteurin KÜCHE & CATERING inside, bestand aus
-Markus Kirchner, Küchendirektor, Maritim Airport Hotel Hannover
-Manuel Konen, Geschäftsführer, Konen & Lorenzen Recruitment Consultants, Düsseldorf
-Axel Rühmann, Präsident, Verband der Köche Deutschlands, Frankfurt/Main

Die Jury „Catering“ unter Leitung von Sabine Romeis, Chefredakteurin KÜCHE & CATERING inside, setzte sich zusammen aus
-Simone Mensing, Director of Human Resources, Kofler & Kompanie AG, Berlin
-Klaus Peter Suhling, Operations Director Messe/Event, SV Business Catering GmbH, Düsseldorf
-Klaus Häck, Inhaber, Hommequadrat, Wuppertal

Neben der Auszeichnung erhielten die Sieger des Wettbewerbs weitere wertvolle Preise: Der Wuppertaler Gastronomie-Experte und Coach Klaus Häck von Hommequadrat stiftete jedem der drei Gewinner unter dem Label „Ichzeit – Wandel im Leben“ ein individuelles Regenerations-und Coaching-Wochenende in Kooperation mit dem Dorint Hotel Freiburg, der Mooswaldklinik Freiburg und Pino Pharmazeutische Präparate GmbH.

Christin Piepenburg, Gewinnerin in der Kategorie Catering, freute sich über eine Einladung von Kofler & Kompanie AG, Berlin, zur Fußballweltmeisterschaft 2010 nach Südafrika, inkl. Flug und Übernachtung, mit Blick hinter die Kulissen beim VIP-Catering von K & K in den WM-Stadien. Marian Schneider, Gewinner in der Kategorie Gastronomie, erhielt ein Stipendium der Leaders Club Deutschland AG und der FBMA Stiftung für die Hospitality Management School an der WIHOGA Dortmund. Das Stipendium umfasst 10 Themenbausteine, Prüfungsgebühr für die Abschlussprüfung, Übernachtungskosten in einem HMS-Partnerhotel; Gegenwert: ca. 3.000 Euro. Dem Gewinner in der Kategorie Hotellerie wurde von der FBMA-Stiftung ein Stipendium für die Hospitality Management School an der WIHOGA Dortmund übergeben. Partner des Wettbewerbs ist das renommierte Düsseldorfer Beratungsunternehmen Konen & Lorenzen Recruitment Consultants. Dieses zählen zu den ersten der international tätigen Beratungen für Hotellerie und Gastronomie. Weiterer Sponsorpartner ist Winterhalter Gastronom GmbH. Unterstützer des Events waren König Pilsener, San Pellegrino und das Kameha Grand Bonn.


Schweinegrippe: Was Arbeitgeber jetzt tun müssen

17 November 2009

Sicherheitsberater Ulrich Jander rät zu Pandemieplan gegen massiven Arbeitskräfte-Ausfall

Rüsselsheim, 18. November 2009
Die Grippe hat Deutschland voll erfasst: Während viele noch über Schutzimpfungen diskutieren, steigt die Zahl der Erkrankten wöchentlich um über 10.000 an. Bislang sind laut Robert-Koch-Institut 20 Todesfälle im Zusammenhang mit einer H1N1-Infektion zu beklagen. Da Betriebe in der Gastronomie und Hotellerie als besonders gefährdet gelten, sind umfangreiche Schutzmaßnahmen für Gäste und Mitarbeiter dringend nötig. „Ohne Pandemieplan kann ein Betrieb bei einem massiven Ausfall an Arbeitskräften plötzlich stillgelegt sein“, warnt Ulrich Jander. Der Sicherheitsexperte und Inhaber des Beratungsunternehmen ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst, Rüsselsheim, macht bereits seit Monaten auf die Gefahren bei der Schweinegrippe hin.

Folgende grundlegende Maßnahmen sollten von den Gastbetrieben ab sofort umgesetzt werden:

  • Ausreichend Desinfektionsmittel zur Händereinigung muss allen Mitarbeitern zur Verfügung stehen.
  • Mitarbeitern muss die Möglichkeit zu einer Grippeschutzinfektion gegeben werden.
  • Mitarbeiter in sensiblen Arbeitsbereichen, z.B. Küche, sollten bei ersten Anzeichen einer Erkältung einen Mundschutz tragen.
  • Führungs- und Fachkräfte müssen regelmäßig auf den sorgsamen Umgang mit Hygiene aufmerksam gemacht werden.
  • Überprüfen Sie jetzt ihr HACCP-Konzept, um letzte Schwachstellen zu erkennen.
Schweinegrippe: Genügend Schutz vor Ansteckungsgefahren gehört  zu den Fürsorgepflichten von Gastronomen und Hoteliers

Schweinegrippe: Genügend Schutz vor Ansteckungsgefahren gehört zu den Fürsorgepflichten von Gastronomen und Hoteliers

„Einen hundertprozentigen Schutz vor Schweinegrippe gibt es nicht“, so Jander. Aber durch Beherzigung einiger Maßnahmen kann die Infektionsgefahr erheblich reduziert werden. Um bei weiterer Grippeausbreitung einem massiven Ausfall an Arbeitskräften entgegen zu wirken, empfiehlt der Sicherheits- und Hygieneberater einen so-genannten Pandemieplan aufzustellen. Dazu kann eine Checkliste des Robert-Koch-Institutes unter www.gqh-hotel.de/pg.php als PDF-Dokument kostenfrei bezogen werden.

„Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter und auch die Gäste gehört zu den Fürsorgepflichten eines Arbeitgebers“, konstatiert Jander. Dazu gehöre auch, die Sorgen und Ängste im Team ernst zu nehmen. Zwar dürfen Arbeitnehmer aus bloßer Vorsorge nicht einfach zu Hause bleiben. Aber bei Mitarbeitern mit Risikohintergrund sollten zeitlich begrenzte Ausnahmen gelten oder interne Umbesetzungen vorgenommen werden. „Zur Fürsorge zählt auch Sensibilität beim Thema Schutzimpfung“, so Jander. Zwar sei eine Impfung gegen Schweinegrippe grundsätzlich zu empfehlen, aber hinsichtlich möglicher Nebenwirkung nicht bei jedem sinnvoll. „Wer sich nicht impfen lassen kann, sollte möglichst wenig in intensiven Kontakt mit anderen Menschen stehen“, so Jander.

Weitere Informationen für Unternehmen zum Thema Schweinegrippe sind auf den Webseiten des Robert-Koch-Institutes abrufbar: http://www.rki.de/influenza#unternehmen

Weitere Hintergrundinformationen:
Bundesgesundheitsministerium – Tipps zur Vorbeuge bei der Arbeit (http://www.neuegrippe.bund.de/cln_091/nn_1676082/NeueGrippe/DE/Vorbeugen/Arbeit/arbeit__node.html?__nnn=true)

Kampagne „Wir gegen Viren“ des Robert-Koch-Institutes (http://www.wir-gegen-viren.de/content/index/2)

Flyer mit Hinweisen und Verhaltenstipps gegen die Schweinergrippe in 11 Sprachen (http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Themen/Gesellschaft/Gesundheit/2009-07-15-neue-grippe.html)

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Brandschutz und Risk Management. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 51-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.


DEHOGA-Wahlcheck – 27. September 2009: Tag der Entscheidung – jede Stimme zählt

24 September 2009

Der DEHOGA zur Bundestagswahl

Sehr geehrte Mitglieder,
am 27. September 2009 entscheidet sich, wer künftig in Deutschland Regierungsverantwortung trägt und wer die politischen Rahmenbedingungen für unsere Branche bestimmt. Im Vorfeld der Bundestagswahl wollten wir deshalb wissen, wer an der Seite der Hoteliers und Gastronomen steht. Wer unterstützt uns bei der Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes? Wer spricht sich gegen Mindestlöhne aus? Wer korrigiert die Unternehmenssteuerreform? Wer sorgt für eine Kostenentlastung beim Hotelfernsehen?

DEHOGA-Wahlcheck-2009
Mit der DEHOGA-Wahlcheckliste haben wir in den vergangenen Wochen die Bundestagsparteien und die Kandidaten in den Wahlkreisen mit den Brennpunktthemen der Branche – Mehrwertsteuer, Arbeitsrecht, Unternehmenssteuerreform, Urheberrecht, Alkohol- und Tourismuspolitik – konfrontiert. Die teilweise vielversprechenden Antworten wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. So haben sich insbesondere FDP und CSU klar für die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Hotellerie und Gastronomie ausgesprochen und lehnen einen gesetzlichen Mindestlohn ab.

Um Ihnen Ihre Wahlentscheidung zu erleichtern, haben wir für Sie einen Auszug aus den Stellungnahmen der Parteien zu unserer DEHOGA-Wahlcheckliste zusammengestellt. Die vollständigen Antworten der Parteien sowie die einzelnen Rückmeldungen der Wahlkreiskandidaten finden Sie auf www.dehoga.de (DEHOGAWahlcheck 09).

Nutzen Sie das Angebot Ihres DEHOGA und informieren Sie sich, wer sich wie positioniert hat. Es kann Ihnen nicht gleichgültig sein, wer nach der Wahl am Steuer sitzt und den Kurs auch für unsere Branche vorgibt. Tragen Sie mit Ihrer Stimme dazu bei, dass Politiker im Land das Sagen bekommen, die für die Belange des Mittelstandes kämpfen, die sich für den Tourismusstandort Deutschland einsetzen und insbesondere seine Leistungsträger – die Hoteliers und Gastronomen – fördern. Stimmen Sie ab über die Zukunft unserer Branche! Gemeinsam sind wir stark!

Denn eines ist auch klar: Wer keine Politik macht, mit dem wird Politik gemacht. Selbstständigkeit, unternehmerische Risikobereitschaft und Verantwortung müssen sich in diesem Land endlich wieder lohnen. Geben Sie mit Ihrer Stimme den Forderungen des Gastgewerbes Gewicht!

Vielen Dank.
Mit besten Grüßen aus der Hauptstadt
Ernst Fischer, Präsident
Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin

Klicken Sie hier zum DEHOGA-Wahlcheck:
http://www.medienunternehmung.de/Downloads/DEHOGA-Wahlcheck-2009.pdf


Der Knigge bei Schweinegrippe

31 Juli 2009

Hotelsicherheitsexperte Jander: Leitfaden für Umgang mit Gästen

Gegen Schweinegrippe hilft ein wenig Vorsicht. Gerade Mitarbeiter an der Hotelrezeption und im Service sind gefährdet, da hier intensiver Gästekontakt besteht. Intensive Körperkontakte sollten vermieden werden, rät Ulrich Jander. Der Rüsselsheimer Sicherheitsexperte für Hotellerie und Gastronomie hat einen „Knigge“ im gefahrlosen Umgang miteinander erstellt.

Die Schweinegrippe breitet sich unaufhaltsam aus. Die Ansteckung erfolgt durch Inhalieren der Viren über die Atemluft, durch Berührung mit Gegenständen, die mit dem Virus befallen sind, und natürlich durch Kontakt mit einem Erkrankten. Die Inkubationszeit ist kurz und beträgt einen bis vier Tage.

Durch einige Vorsichtsmaßnahmen lässt sich die Ansteckungsgefahr vermindern:

  • Vermeiden Sie engen Kontakt zu Mitmenschen. Händeschütteln oder Küsschen rechts/Küsschen links sollten unterbleiben. Große Menschenansammlungen sollten vermieden werden.
  • Wenn Sie sich krank fühlen, bleiben Sie lieber zu Hause, denn Sie könnten andere anstecken. Sie selbst sind auch gerade sehr empfänglich für alle Arten Bakterien oder Viren.
  • Berühren Sie Mund, Augen und Nase nicht so oft, hierüber wird der Virus übertragen.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit einer desinfektionshaltigen Seife.
  • Nicht in die Hand husten, sondern in ein Taschentuch oder in den abgewinkelten Arm. Wenn Sie in die Hand husten, verbreiten Sie darüber nur die Viren.
  • Sorgen Sie für genügend Schlaf, seien Sie körperlich aktiv, trinken Sie genügend, vermeiden Sie Stress und essen Sie ausgewogen.
  • Vermeiden Sie landestypisches Strandtrinken gemeinsam aus Eimern.
Ein wenig Vorsicht hilft bei Schweinegrippe-Gefahr (Foto: © soschoenbistdu - Fotolia.com

Ein wenig Vorsicht hilft bei Schweinegrippe-Gefahr (Foto: © soschoenbistdu - Fotolia.com

Gerade an Rezeption und im Service ist die Ansteckungsgefahr am größten, so Sicherheitsexperte Jander. Hier pflegen die Mitarbeiter einen engen Kontakt zu Gästen. In manchen Gastbetrieben werden daher bereits Mundschutzfolien verteilt und Mittel zur Händedesinfektion ausgegeben.  „Zwar gibt es zur Zeit auch etliche Skeptiker, die der Meinung sind, die Warnungen vor der Schweinegrippe seien Panikmache“, berichtet Jander. „Doch es muss bedacht werden, dass die eigentliche Grippezeit mit ihrer hohen Ansteckungsgefahr erst noch auf uns zukommt.“ Auch das renommierte Robert Koch Institut warnt vor der weiteren Ausbreitung der Schweinegrippe.

Wer sich angesteckt hat, weist die typischen Grippesymptome auf: Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, ein Gefühl der Schwäche und Fieber. Bei manchen Erkrankten verläuft die Infektion leicht, bei manchen schwer. Besonders gefährdet sind Personen mit Vorerkrankungen, deren Immunabwehr geschwächt ist.

Immer mehr Hotels und Gastronomiebetriebe bereiten sich mit Notfallplänen auf einen möglichen starken Anstieg der Schweinegrippeerkrankungen vor. Der betriebliche Pandemie-Notfallplan des Bundesamt für Katastrophenschutz steht zum kostenfreien Download zur Verfügung: www.GQH-Hotel.de.

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Brandschutz und Risk Management. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 51-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.


Verbraucherzentrale Hamburg: Panschereien bei Lebensmittel – Nun werden die Hersteller genannt

10 Juli 2009

Ekliger geht’s kaum: Nach mehreren Enthüllungen bei Pfusch mit Lebensmitteln (Analogkäse, Schinkenimitate) nennt nun die Verbraucherzentrale Hamburg ausgewählte Hersteller, die sog. Lebensmittelimitate auf den Markt gebracht haben. Da wird die Lorenz Bahlsen Snack-World GmbH mit ihren „Wasabi-Erdnüssen“ genannt: die Tester monieren „minderwertige Zutaten für den Geschmack“, wie sog. Spirulina-Algenkonzentrat, Aroma, Geschmacksverstärker und Farbstoff.

Wasabi Erdnüsse von Lorenz Bahlsen Snack World - Laut Verbraucherzentrale Hamburg ein Lebensmittelimitat

Wasabi Erdnüsse von Lorenz Bahlsen Snack World - Laut Verbraucherzentrale Hamburg ein Lebensmittelimitat

Bei der EfeFirat Feinkost GmbH wird ein Schafskäse an den Pranger gestellt, der aus Analogkäse (Billiges Pflanzenfett ersetzt Milchfett, Mgermilch aus Kuhmilch statt Schafsmilch wird als weitere Zutat verwendet) besteht. „Dieses Käseimitat wird zum Teil in der Gastronomie oder Imbissen eingesetzt“, so eine Warnung der Verbraucherschützer. „Oft ist die Kennzeichnung falsch und das Imitat wird als Schafskäse verkauft.“

Auch auch Foodmulti Unilever Deutschland GmbH bekommt sein Fett weg: Beim „Du darfst Putensalat mit Joghurtdressing“ entdeckten die Tester zusammengefügte Fleischreste: „Das Fleisch im Produkt besteht nur zum Teil aus gewachsenem Putenfleisch, dazu kommt Form-Putenfleisch und das noch billigere Form-Hähnchenfleisch.“

Und das „Mucci Vanilleeis“, das bei Aldo Nord erhältlich ist, bestehe überwiegend aus synthetischem Vanillin und Kokosfett.

Die Liste der Verbraucherzentrale kann hier als PDF-Dokument eingesehen werden.

Diskutieren Sie mit:
Lebensmittelimitate – Nehmen die Panschereien der Lebensmittelhersteller überhand?


Hotelcup 2009: Erstes überregionales Hotel-Fussballturnier

17 Juni 2009

Kick off für das erste bundesweite Hotelturnier: Die Hürther Eventagentur Upzone, Veranstalter der beliebten „Hotel Staff Parties“ und Macher der Hotelcommunity hotelsunited.de, lädt zum „Hotelcup“ ein. Im Juli diesen Jahres werden zunächst Turniere in Hamburg, Köln, Frankfurt und Stuttgart ausgetragen. Zu den teilnehmenden Betrieben gehören u.a. Schlosshotel Lerbach, Hilton Köln, Hyatt Hamburg, Marriott Sindelfingen, Westin Grand Frankfurt und viele weitere; die Anmeldeliste kann hier eingesehen werden. Die Mannschaften spielen auf Kleinfeldplätzen, in jeder Stadt jeweils um den „Hotelcup Pokal 2009“ und weiteren Preisen.

Hotelcup 2009

Hotelcup 2009

Bei entsprechender Resonanz ist dann auch in naher Zukunft ein größeres Turnier mit mehreren teilnehmenden Städten und einem Endspiel der Siegermannschaften geplant. Mit einem Teil der Teilnahmegebühren (149 bis 199 Euro je Mannschaft) und allen Überschüssen aus dem Turnier (z.B. Trikotverkauf) wird die Initiative Tafel e.V. unterstützt. „Anmeldungen sind noch möglich“, teilte Klaus Geruschke von Upzone mit.

Der Spielplan:

  • Hamburg – 05. Juli – Sportpark Öjendorf
  • Frankfurt/Main – 11. Juli – Real Sport Entertainment
  • Köln – 12. Juli – Soccer Center Kautz
  • Stuttgart – 14. Juli – Soccer Olymp Fellbach

ProSiebenProzent.de – DEHOGA startet Mehrwertsteuer-Offensive mit neuem Online-Portal

7 April 2009

Die Sieben ist Programm. Am 7. April 2009 gab der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) den Startschuss für sein neues Internetportal www.ProSiebenProzent.de. „Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie und Gastronomie ist die zentrale politische Forderung der Branche im Superwahljahr 2009, zu der es jede Menge Informationsbedarf gibt“, erklärt DEHOGA-Präsident Ernst Fischer die Beweggründe des Verbandes, jetzt mit einem eigenen Online-Auftritt an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Internetseite richtet sich sowohl an Hoteliers und Gastronomen im Land als auch an Journalisten, Politiker und interessierte Bürger. „Mit der Internetseite wollen wir die Öffentlichkeit über unsere Argumente aufklären, gleichzeitig bieten wir aber auch zahlreiche Mitmachmöglichkeiten“, so Fischer.

„Pro 7 % – Sieben Prozent Mehrwertsteuer auf Gastfreundschaft“ lautet der Titel der breit angelegten DEHOGA-Kampagne. Das Online-Portal markiert den Startschuss für diese Mehrwertsteueroffensive im Wahljahr. Neben den sieben guten Gründen für eine Senkung der Mehrwertsteuer im Gastgewerbe von 19 auf sieben Prozent, Stimmen aus der Branche oder den detaillierten Ergebnissen der Unternehmerbefragung hält die DEHOGA-Website jede Menge Daten und Fakten, Grafiken und Berechnungen – auch im europäischen Vergleich – für die Besucher bereit.

Dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Hotellerie und Gastronomie kein neues Thema ist, zeigt ein Blick in den Menüpunkt „Politische Initiativen“. Bereits seit Mitte der neunziger Jahre beschäftigt sich die Politik mit den Wettbewerbsverzerrungen und den absurden Widersprüchen im deutschen Mehrwertsteuersystem. Auch aktuell gibt es mehrere Vorstöße. Die Website www.ProSiebenProzent.de dokumentiert die Entwicklungen und stellt die wichtigsten Dokumente zum Download zur Verfügung.

„Das umfangreiche Informationsangebot unter www.ProSiebenPozent.de belegt eindrucksvoll, dass die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auch in Deutschland längst überfällig ist“, sagt Fischer und ruft seine Kollegen zum Mitmachen auf.

Auf der Internetseite können sich Hoteliers und Gastronomie aktiv an dieser Kampagne beteiligen. Aktionsmaterialien wie der Pro 7%-Flyer, das Wahlcheck-Formular für die Kandidaten zur Bundestagswahl, Aufkleber oder Plakate für regionale Veranstaltungen können einfach heruntergeladen oder online bestellt werden. Das Gästebuch bietet das Forum, schnell und unkompliziert miteinander ins Gespräch zu kommen.

„Wir fordern keine Privilegierung, sondern die Beseitigung der massiven Wettbewerbsnachteile für die deutsche Hotellerie innerhalb Europas und eine Gleichstellung der Gastronomie mit den Bäckern, Metzgern und dem Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland“, macht der DEHOGA-Präsident deutlich. „Sieben Prozent Mehrwertsteuer sind das beste Konjunkturprogramm für Hotellerie und Gastronomie.“


Gastropolitik – Politischer Aufwind für die FDP

7 April 2009

Das Votum ist deutlich: 50 Prozent der Entscheider in Hotellerie und Gastronomie würden für die FDP stimmen, am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Dies geht aus der ersten „Gastropolitik“-Befragung, dem politischen Meinungsbarometer im Gastgewerbe, hervor, dessen Ergebnis „Top hotel“ exklusiv vorliegt.

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Der starke Hang zu den Liberalen dürfte unter den Profi-Gastgebern durch die Forderung nach einer zeitnahen Senkung der Mehrwertsteuer gestützt sein. Ende März hatte die FDP-Bundestagsfraktion zahlreiche Gastbetriebe angeschrieben mit der Bitte um politische Unterstützung u.a. für einen Antrag im Parlament. Der politische Vorstoß zur Einführung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes war zwar bislang ohne Folgen geblieben, doch das Thema bleibt weiterhin politisch „heiß“. Unlängst hatte CSU-Chef Seehofer angekündigt, einen Vorstoß im Bundesrat unternehmen zu wollen.

Lesen Sie weiter: http://www.tophotel.de/index.php?gastropolitik-poltitik-meinungsbarometer-bundestag


Immer mehr Opfer von sog. Handskimming

30 März 2009

Betrüger können unbemerkt EC- und Kreditkarten kopieren – Karte nicht aus der Hand geben

Der Betrug mit Kredit- und EC-Karten nimmt zu. Mit sog. Handskimmung-Geräten können Betrüger unbemerkt Kartennummern und andere Daten kopieren und missbrauchen. Dazu genügt es, die Karte durch ein winziges Gerät, das sich leicht in der Handfläche verbergen lässt, zu ziehen. „Die Betrüger gehen so geschickt vor, dass man sich quasi gar nicht schützen kann“, so der Sicherheitsexperte Ulrich Jander. „Gerade auf Reisen sollte man sehr aufpassen, wem man die Kredit- oder EC-Karte anvertraut. Bleiben Sie misstrauisch!“

Betrug leicht gemacht: Mit sog. Handskimmer lassen sich Kredit- und EC-Karten fast unbemerkt kopieren

Betrug leicht gemacht: Mit sog. Handskimmer lassen sich Kredit- und EC-Karten fast unbemerkt kopieren

Die Fälle von unbemerkten Kartenbetrug häufen sich. In den vergangenen Monaten wurden auch Betrügereien in deutschen Hotels und Restaurants festgestellt – dabei hatten die mutmaßlichen Täter die Geldkarten der Gäste zur Abrechnung erhalten und unbemerkt kopiert. Später konnten Sie damit zum Beispiel in Internetshops damit einkaufen.

Die sog. Handskimmer sind kleine Lesegeräte, deren Verkauf zwar in Deutschland verboten ist, die aber im Ausland besorgt werden können. Häufig werden die kleinen Elektronikeinheiten als Schlüsselanhänger getarnt. So fällt es kaum auf, wenn der sog. Handskimmer in der Handinnenfläche gehalten wird, damit eine fremde Kreditkarte geschickt eingelesen werden kann.

„Man sollte sich einmal Gedanken machen, wo die Karte überall herausgegeben wird, zum Beispiel in Restaurants, Hotels, Einkaufsmärkten und anderswo. Heutzutage versuchen die Gäste schon, darauf zu achten, dass die Karten nicht aus dem Blickfeld wandern. Aber auch wir mussten uns mit dem Gedanken erst einmal vertraut machen, dass die Technik so fortgeschritten ist, dass ein Scanner in der Handfläche eines Trickbetrügers verschwindet“, erläutert Jander. Diese Geräte können bis zu 3.000 Datensätze speichern. Es werden dann Kopien der Karten erstellt, mit denen anschließend an Bankautomaten, in Geschäften oder Webshops die Konten der ahnungslosen Reisenden leer geräumt werden.

Jander warnt auch vor neuen Trickbetrügereien, die gerade bei ahnungslosen Touristen erfolgreich sind. Da gibt es Tricks wie diesen: „Ich wette mit Ihnen um fünf Euro, dass ich Ihre erste Zahl der Kartennummer auf der Bankkarte kenne.“ Dazu Jander: „Der Gewinn geht zwar an den Touristen, aber der Betrüger hatte die Karte in der Hand und konnte sie kopieren.“

Die Zahl der Betrugsfälle mit Zahlkarten steigen. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes gab es 2007 insgesamt über 63.500 Fälle. Bei Kreditkartenbetrügereien waren es knapp vier Prozent mehr als Vorjahr. Nur rund die Hälfte der Fälle werden aufgeklärt. Die Dunkelziffer der Betrugsfälle liegt noch höher, schätzt Jander. Wirksamen Schutz vor Handskimming gibt es nur, wenn man die Kredit- und EC-Karte nicht aus der Hand gibt und die Eingabe der PIN gut abgedeckt erfolgt. Bei Geldautomaten sollte man zudem vor dem Abheben prüfen, ob eine Folie über der Tastatur liegt, ein kleiner Aufsatz vor dem Kartenschlitz angebracht wurde oder eine kleine Videokamera auf den Automatenplatz gerichtet ist. „Die meisten Kartenbetrugsfälle entstehen immer noch bei Unachtsamkeit. Mit ein wenig mehr Sorgfalt kann man sich ganz gut schützen“, rät Jander.

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Arbeits- und Objektschutz. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeits-medizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 51-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.

Weitere Informationen:
www.jander.net


Statement Berno-H. Feuring, Gründer und Seniorchef von Feuring Hotelconsulting: „Reduzierte Mehrwertsteuer für Hotels ist notwendig, um einbrechenden Belegungszahlen und sinkenden Durchschnittspeisen bei Übernachtungen gegenzusteuern.“

27 März 2009

„Die Veröffentlichung der Beschlüsse der EU-Behörden in Brüssel bzgl. der Möglichkeit der Reduzierung der Mehrwertsteuersätze in den einzelnen Ländern der EU ist der Schritt in die richtige Richtung. Seit Jahrzehnten werden die Hotel- und Gaststättenbetriebe der Bundesrepublik Deutschland im Wettbewerb gegenüber vielen anderen EU-Staaten benachteiligt. Es gibt erhebliche Wettbewerbsverzerrungen, die insbesondere im derzeitigen Wirtschaftsumfeld die Hotellerie und Gastronomie benachteiligen.

Berno-H. Feuring

Berno-H. Feuring

Es ist scheinbar so, dass nur wegen der guten Erziehung der Hoteliers und der Gastronomen dieses schlummernde Unrecht nicht lautstark vorgetragen wurde, oder noch besser, die Hotellerie und Gastronomie hat eine zu schwache Lobby. Jetzt ist die Chance dieses Unrecht zu beseitigen und ich bin sicher, dass die Verbände hier ihr möglichstes tun, dass von der Möglichkeit der Reduzierung der Steuersätze sofort Gebrauch gemacht wird. Eine Entscheidung in dieser Richtung könnte bei der nächsten Umfrage über das Geschäftsklima in der Hotellerie und Gastronomie zu interessanten Ergebnissen führen, denn diese dringend nötige Anpassung wäre eine sehr positive Unterstützung in der schwierigen Zeit, in der wir täglich von einbrechenden Belegungszahlen, Reduzierung der Durchschnittspreise und weiteren Horrorszenarien hören.

Es ist nur zu hoffen, dass die politischen Entscheidungsträger das immer staatstragende Verhalten der Hoteliers und Gastronomen würdigen und eine Entscheidung im obigen Sinne herbeiführen. Da Deutschland immer auch den Anordnungen aus Brüssel gefolgt ist, wird hoffentlich auch hier die politische Konzeption unterstützt, zumal die wirtschaftliche Belastung weit unter den Unterstützungsmaßnahmen, die die Bundesrepublik z.B. für die Autoindustrie tätigt, liegt.

Brüssel hat richtig gedacht, die Koalition in Berlin sollte das Konzept nicht zerreden, sondern vollziehen.“

Das Unternehmen Feuring in Mainz wurde 1959 gegründet. Feuring begleitet Kunden bei Hotelprojekten von der Idee, Marktanalyse und Konzeption über die Betreiberauswahl und Vertragsgestaltung, die Bauregie und Ausstattung bis zur schlüsselfertigen Übergabe und Investitionskontrolle. Bislang hat Feuring für Investoren und Hotelketten die Entwicklung von mehr als 400 First Class- und Luxushotels im In- und Ausland erfolgreich betreut. Das Finanzvolumen der aktuellen Projekte beträgt rund eine Milliarde Euro.


Noch mehr Topsongs in der Gastro-Hitparade

26 März 2009

Neuheit von der INTERNORGA Hamburg: Gastromusik.de erweitert Musikkanäle und Soundtechnik

Musik kommt heutzutage aus dem Internet. Auch in der gehobenen Gastro-nomie und Hotellerie nutzen immer mehr Betriebe das reichhaltige Angebot von gastromusik.de. Nun wurde zur internationalen Gastronomie-Fachmesse INTERNORGA Hamburg der Qualitäts-Musikdienst erweitert: Ab sofort steht ein elfter Musikkanal zur Verfügung. Zudem werden neue Settopboxen mit Stereolautsprechern angeboten.

Mit der richtigen Musik kommt jeder Barkeeper in Schwung

Mit der richtigen Musik kommt jeder Barkeeper in Schwung

„Unsere erweiterten Leistungen sind selbstverständlich zu den bisherigen Kosten erhältlich“, erläutert Frank Harreß, Geschäftsführender Gesellschafter von EBH Radio Software, Bremen, und Herausgeber von gastromusik.de „Zudem ergeben sich durch den Wechsel in einen günstigeren Gema-Tarif erhebliche Einsparungen für Gastronomen und Hoteliers“. Nutzer von gastromusik.de werden nun in den Gema-Tarif R I 2.1 eingestuft und erzielen damit zum Teil erhebliche Einsparungen.

Der neue Kanal von gastromusik.de ist stets bei großen Veranstaltungen mit passender Themenmusik einschaltbar. So gibt eigens für nationale und internationale Fußballturniere die passende Partybeschallung – oder „Tropical Music“ für heiße Sommertage. Damit wird das Soundangebot von gastromusik.de um ein wichtiges Segment erweitert – bisher bietet der Qualitätsdienst alle Topsongs der internationalen Charts sowie Spartenmusik wie Klassik, Jazz oder Wellness- und Chillout-Sounds. „Mit gastromusik.de ist die Gastro-Hitparade perfekt“, so Harreß. „Wir spielen täglich neue Songs ein und haben damit stets eine top-aktuelle Musikbibliothek.“

Neue Settopbox von gastromusik.de

Neue Settopbox von gastromusik.de

Neukunden von gastromusik.de erhalten eine erweiterte Settop-Box, die nun zwei Stereolautsprecher (einer davon abgesetzt) bietet. Das Gerät wird direkt ans Internet angeschlossen, ohne PC. Damit können auch rund 6.000 Internet-Radiosender eingespielt werden. Dies ist gerade für Weltmusik-Liebhaber wichtig. Die neue Settop-Box bietet auch einen Anschluss für externe Verstärker (wichtig für anspruchsvolle Musikanlagen) und einen SD-Card-Slot für das eigene Musikarchiv.

Über gastromusik.de: Herausgeber ist die EBH Radio Software GmbH aus Bremen. Das Unternehmen von Frank Harreß ist europäischer Marktführer für Radiosoftare und einer der führenden Lieferanten von Musikbibliotheken. Das EBH-Archiv umfasst mehrere hunderttausend Lieder und wird täglich erweitert. Gastromusik.de ist Deutschlands großes Internetportal mit elf unterschiedlichen Musikkanälen für jeden Anlass: von Slow-Pop bis Latino, von Klassik bis Lounge. Gleichermaßen für Hotels, Restaurants, Bowlingcenter und Szene-Treffs geeignet. Gastromusik.de ist für 44,90 Euro im Monat zu abonnieren. Nötig ist nur ein Internetanschluss. Weitere Informationen: www.gastromusik.de.


Außer-Haus-Markt – Zahl des Monats Februar 2009: 11,5 Mrd. Euro für Betriebsverpflegung in Deutschland/Frankreich/UK

11 Februar 2009

Großküche - Professional KitchenBei der Betriebsverpflegung sind in Deutschland, Frankreich und Großbritannien muntere Zuwachsraten in den vergangenen Jahren zu erkennen. In Deutschland betrug das Umsatzvolumen der Firmenkantinen 4,47 Milliarden Euro (durchschnittliches jährliches Wachstum von +0,71%). In Frankreich wurden zuletzt 3,31 Milliarden Euro (+1,89%) mit Betriebsverpflegung umgesetzt. In Großbritannien waren dies 3,72 Milliarden Euro (+3,24%). In diesem Wirtschaftsjahr ist für die Betriebsverpflegung in den europäischen Industrienationen von einer stagnierenden bis leicht rückläufigen Marktentwicklung auszugehen, da sich die steigende Zahl der Entlassungen auch in der Frequentierung der Firmenkantinen widerspiegelt.

(Quelle: FACET – Foodservice Annual Count on Expenditures and Trends)

Weitere interessante Zahlen zum Außer-Haus-Markt:

  • Januar 2009 – 1,5 Billionen Euro Weltumsatz in Außer-Haus-Märkten
  • Dezember 2008 – Über 994 Millionen Essen in der Mitarbeiterverpflegung
  • November 2008 – Über 220.000 Betriebe im Commercial Foodservice
  • Oktober 2008 – 9,2 Milliarden Essen wurden 2007 in Deutschland ausgegeben
  • September 2008 – Pizza in der Kantine kostet nur 3,14 Euro

Lesen Sie weitere Daten unter:
http://www.chd-expert.de/zahl_des_monats.php

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.


E-Marketing Day by HSMA, IHA, IFH: Aus der Krise eine Chance machen!

21 Januar 2009

Am 11. Februar 2009 informieren HSMA (Hospitality Sales & Marketing Association), IHA (Hotelverband Deutschland) und IFH AG beim E-Marketing Day 2009 im Steigenberger Airport Hotel Frankfurt über die aktuellsten Entwicklungen im Bereich E-Marketing, E-Commerce und Web 2.0. Die Finanzkrise ist allgegenwärtig, die Hotellerie spürt die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage und verzeichnet segment- und standortbezogen Geschäftseinbrüche und verhaltene Vorausbuchungen. Dennoch sind die Aussichten laut der Deloitte-Studie “Hospitality Vision – European Performance Review” für das nächste Jahr nicht schlecht. Viele Hotelketten wollen trotzdem investieren und expandieren. Die Hotellerie war in den vergangenen Monaten stark betroffen, zeigt sich jedoch stabil. Angesichts der zyklischen Natur einer Konjunktur haben Hotelbetreiber jetzt die Chance, neue Business-Perspektiven zu erschließen und gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

E-Marketing Day 2009

E-Marketing Day 2009

Besonders die Bereiche E-Marketing, E-Commerce und Web 2.0 bieten sowohl für Einzelhotels als auch für die Kettenhotellerie vielfältige Geschäftsmodelle, sich in Zeiten knapper Budgets am Markt zu positionieren und neue Kunden zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund wird der „E-Marketing-Day“ veranstaltet Die Tagesveranstaltung bietet Hoteldirektoren, Hoteleigentümern sowie den Fachverantwortlichen der Bereiche: Sales & Convention Sales, Distribution, Revenue Management, Reservation, IT, Marketing und PR komprimiertes Wissen aus erster Hand über aktuelle Neuerungen des E-Commerce & E-Marketings. In Vorträgen und Workshops beleuchten die Referenten den Nutzen des Web 2.0 und fokussieren technische Innovationen und neue Kommunikationsmedien für die Hotellerie und Hospitality Industry.

Als Referent wird unter anderem Jan Peter Kretschmer, Industry Manager Travel von Google Germany, über die Entwicklungen und Potentiale von Google im Segment Hotellerie und Travel Industry sprechen. Dr. Peter Agel, Vice President Distribution Logistics EAME von MICROS Fidelio, gibt einen Überblick über Integrierte e-Commerce Lösungen für die Hotellerie. Von der Deutschen Lufthansa AG wird Jan-Wilhelm Breithaupt, Leiter Passagierprozesse die neusten Möglichkeiten des Online Check-in und Borading per Mobiltelefon präsentieren und Jörg Bienert, Geschäftsführer der Firma empulse, zeigt auf, wie das Web 2.0 effizient im Unternehmen genutzt werden kann.

Die HSMA Deutschland e.V. (Hospitality Sales & Marketing Association) ist der Fachverband der Sales- & Marketingfachkräfte aus Hotellerie und Tourismus. Mit ihren über 800 Mitgliedern bietet die HSMA eine neutrale Plattform für den Austausch unter Fachkollegen und führt darüber hinaus eine Vielzahl von fortbildenden Veranstaltungen zu aktuellen Branchenthemen durch.


GV-Barometer 2009: Fast zwei Drittel der GV-Betriebe planen neue Investitionen

15 Januar 2009

Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise will die deutliche Mehrheit der GV-Betriebe in diesem Jahr größere Investitionen tätigen. Fast zwei Drittel der Betriebsrestaurants und GV-Großküchen wollen neue Kochanlagen, Spültechnik, Kassensysteme oder Geschirr und Besteck anschaffen. Dies ist Ergebnis der aktuellen Studie GV-Barometer 2009, die von der Hamburg Messe, Veranstalter der Außer-Haus-Leitmesse Internorga (9. bis 13. März 2009), vorgestellt wurde. Die Studie wird seit sieben Jahren durchgeführt und ist stets der erste Gradmesser im Jahr für die Konjunkturlage im Außer-Haus-Markt.

Dehoga/Cordula Giese

Kombidämpfer – Foto: Dehoga/Cordula Giese

Bei den Betriebsrestaurants stehen Anschaffungen von neuem Geschirr und Besteck im Vordergrund; 45 Prozent der 135 befragten Küchen (mehr als 500 warme ausgegebene Essen pro Tag) haben dies angekündigt. 36 Prozent der Kantinen wollen in neue Kochtechnik investieren. 20 Prozent noch in Gastmöbel.

Bei den Großküchen der Kliniken und Heime (es wurden 170 Betriebe befragt) sieht es ähnlich aus: 39 Prozent kündigten an, in allgemeine Ausstattung (Besteck, Geschirr) investieren. Knapp ein Drittel der Großküchen in Kochtechnik und 17 Prozent in Gastmöbel. Aber: 27 Prozent der Care-Verpfleger sind an neuen Speisentransport- und Serviersystemen interessiert. Zum Vergleich: Bei den Firmenkantinen sind dies nur 18 Prozent.

Der Studienanalyse zufolge wird ein Großteil der Investitionsvorhaben auch umgesetzt werden. Über die Hälfte der GV-Entscheidungsträger (53%) bezeichnen das sog. Investitionsklima als gut. Nur 18 Prozent der Befragten sind skeptisch, ob die Budgets für Neuanschaffungen tatsächlich ausgegeben werden können.

Lesen Sie den gesamten Beitrag in der Onlineausgabe der Fach-Illustrierten für das Hotelmanagement „Top hotel“:
http://www.tophotel.de/index.php?gv-barometer-2009-geplante-investitionen-kuechen


Insolvenz von Waterford Wedgwood zwingt Rosenthal zu Insolvenzantrag

12 Januar 2009

Quelle: Pressemitteilung Rosenthal, 09. Januar 2008

Der Vorstand der Rosenthal AG hat am heutigen Freitag, 9. Januar 2009, beim Amtsgericht Hof den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Ursache ist die Insolvenz der Muttergesellschaft Waterford Wedgwood plc, die am Montag, den 5. Januar 2009, für Teile der Gruppe bekannt gegeben wurde. Rosenthal war davon zunächst ausgenommen, doch standen als unmittelbare Folge der Insolvenz von Waterford Wedgwood die vereinbarten Kreditlinien nicht mehr zur Verfügung.

Dadurch konnte trotz der intensiven Bemühungen des Vorstands der Rosenthal AG und der weiteren Beteiligten die bis zuletzt angestrebte Veräußerung der Rosenthal AG als Ganzes zunächst außerhalb eines Insolvenzverfahrens nicht mehr zum Abschluss gebracht werden. In der extremen Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit gelang es nicht, eine Absicherung der Liquidität der Rosenthal AG zu erreichen.

Der Vorstand der Rosenthal AG geht aber trotz allem davon aus, dass die bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium befindlichen Gespräche über eine Übernahme der Rosenthal AG durch einen Investor und damit die Sicherung der Fertigungsstandorte in Oberfranken mit aller Intensität fortgesetzt werden und in Kürze zum Abschluss kommen.

Einstweilen dankt der Vorstand der Rosenthal AG allen Mitarbeitern für das außergewöhnliche Engagement sowie allen externen Partnern für die große Unterstützung in den vergangenen Monaten und bittet darum, den weiteren Weg von Rosenthal vertrauensvoll zu begleiten.


Zahlenmenü 2008: Die wichtigsten Fakten vom Foodservice-Jahr im Überblick

19 Dezember 2008

Quelle: Pressemitteilung CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH, 19. Dezember 2008

Rückblick auf ein dynamisches Wirtschaftsjahr in Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung

Der Außer-Haus-Markt Deutschland hat ein zufrieden stellendes Jahr 2008 erlebt. Das Marktvolumen von zuletzt 58,6 Milliarden Euro dürften nach ersten Hochrechnungen wiederum leicht gestiegen sein. Den Großteil machen mit 41,8 Milliarden Euro Gesamtumsatz die Gastronomie und Beherbergung (Commercial Foodservice) aus – bei einem durchschnittlichen Jahreswachstum von 2,8 Prozent. Die Gemeinschaftsverpflegung (Non-Commercial Foodservice/Social) umfasst 14,6 Milliarden Euro und wuchs in den vergangenen Jahren um durchschnittlich 1,6 Prozent.

Gastronomie und Beherbergung
Der Außer-Haus-Markt Deutschland gliedert sich zu einem Drittel in Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen, zu den anderen Zweidritteln in den Commercial Foodservice, macht zusammen über 328.000 Einheiten.

Wussten Sie,
… dass von den 60.413 Restaurants 2.835 Häuser dem Premium-Segment angehören?
… dass es zwar 34.201 Kneipen, aber nur 2.718 Bars gibt?
… dass 68 Prozent der fast 39.000 Beherbergungsbetriebe privat geführt werden?
… dass 82 Prozent der deutschen Hotels unter 50 Zimmern anbieten und ein Prozent 250 Zimmer und mehr anbieten?
… dass es im Non-Commercial-Segment Education (Bildung) über 700 Mensen gibt, die 1,86 Millionen Studierende versorgen?
… dass es mehr als 100.000 Betriebe gibt, die Snacks für den Sofortverzehr und zur Mitnahme anbieten?

Der Außer-Haus-Markt umspannt weltweit ein Umsatzvolumen von 1.588 Milliarden Euro. Das entspricht einem Pro-Kopf-Umsatz von 240 Euro bei einer weltweiten Population von 6.630 Millionen Menschen. Die größten Umsätze werden in Nord-Amerika (33,7%) und West-Europa (18,9%) erwirtschaftet. In absoluten Zahlen liest sich dies wie folgt: 1.287 Euro Durchschnittsumsatz in Nordamerika, 815 Euro in West-Europa. In Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt der Durchschnittsumsatz bei 804 Euro pro Person. Der westeuropäische Anteil an den weltweiten Ausgaben im Außer-Haus-Markt beläuft sich auf 330 Milliarden Euro bei 405 Millionen Einwohnern. In Nord-Amerika werden jährlich 431 Milliarden Euro ausgegeben (Gesamtpopulation 335 Millionen).

Mittagessen
Die Deutschen essen gern in der Kantine zu Mittag. In den rund 18.400 Betriebskantinen (Business & Industry, Health, Welfare) nahmen die Deutschen im Jahr 2007 994,5 Millionen Essen entgegen. Für Currywurst, Spaghetti, Pizza und Jägerschnitzel wurden insgesamt 4,4 Milliarden Euro ausgegeben. Dabei musste für eine Portion Pizza durchschnittlich nur 3,14 Euro bezahlt werden. Zum Vergleich: Ein Hauptgericht mit Fleisch kostet in Betriebskantinen im Mittel 3,28 Euro, eine Hauptmahlzeit mit Fisch ist für einen Durchschnittspreis von 3,30 Euro zu bekommen. Viele Kantinen bieten drei bis vier unterschiedliche Hauptgerichte an. Zum Vergleich: Im Commercial Foodservice liegt der Durchschnittsbon um einiges höher – 6,40 Euro in Cafés und sogar 10,10 Euro in Bistros.

Gastro-Durchschnittsbon / Verweildauer und Altersdurchschnitt der Gäste
Der Durchschnittsbon liegt in Deutschland bei 14,50 Euro je Restaurantbesuch. Aber: „Ein Drittel der Kneipen muss mit einem Durchschnittsumsatz von unter acht Euro auskommen – und dies bei zum Teil schweren Umsatzverlusten infolge des Rauchverbotes“, gibt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH, zu bedenken. In Großbritannien zahlt der Gast zum Vergleich etwa 40 Prozent mehr bei seinem Restaurantbesuch (23,60 Euro). Die Restaurantpreise sind in den letzten Jahren zweifellos erheblich gestiegen. Gleichzeitig ist aber auf dem gesamten Kontinent ein Wachstum des Außer-Haus-Marktes zu verzeichnen – anspruchsvolle Full-Service-Restaurants gehören dabei in fast jedem westeuropäischen Land zu den Gewinnern. So beträgt der Durchschnittsbon z.B. in französischen Hotel-Restaurants 26 Euro und liegt damit um fast 20 Prozent höher als in anderen Restaurants. Leicht abgenommen hat im Jahr 2008 die durchschnittliche Verweildauer der Gäste in Kneipen und Restaurants. Nahezu zwei Drittel der Gäste von A-la-carte-Restaurants bleiben maximal zwei Stunden. Der Anteil der Langzeitgäste in Restaurants (zwei bis vier Stunden je Aufenthalt) liegt bei nur 16 Prozent.
Die meisten Gäste in der Gastronomie sind älter als 40 Jahre alt. Nur etwa ein Drittel der Gaststättenbesucher sind im „Feieralter“ zwischen 18 und 39 Jahren. In Bars, Clubs und Lounges ist der Anteil der bis 39-Jährigen dagegen deutlich höher. In den A-la-carte-Restaurants sind die Besucher zu etwa 65 Prozent 40 Jahre oder älter. Der Anteil der über 60-Jährigen ist in Kneipen mit fast 22 Prozent besonders hoch, in Bars trifft man nur etwa zwölf Prozent dieses Alterssegments an. Rund 53 Prozent der Gäste sind männlich, 47 Prozent sind weiblich. Je nach Gastronomieart ist die Geschlechterverteilung sehr unterschiedlich: In Bars, Clubs oder Lounges herrscht ein Männerüberschuss (59%). Dagegen sind mehr Damen in Cafés (55%) anzutreffen. In Kneipen sind die Verhältnisse noch klarer: 63 Prozent der Gäste sind Herren.

Kaffeespezialitäten – Umsatzzugpferde in der Hotelbar
Mit dem Trend zu Kaffeespezialitäten in all seinen Spielarten – Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato – wird in der Hotellerie Gewinn erzielt. Während in Mittelklasse-Hotels (drei Sterne) die Tasse Cappuccino durchschnittlich 2,13 Euro kostet, können Tophotels (vier und fünf Sterne) dafür 2,41 bzw. 3,46 Euro verlangen. Die durchschnittlichen Spitzenpreise für Espresso in der First-Class- und Luxushotellerie betragen 2,20 bzw. 2,71 Euro. Grundsätzlich gilt in der Gastronomie: Je kostspieliger ein Lokal desto höher auch der Kaffeepreis. In der mittleren Preisklasse (Durchschnittsbon von acht bis zwölf Euro) wird eine Tasse Filterkaffee mit durch-schnittlich 1,60 Euro berechnet. In der Topgastronomie (Durchschnittsbon von über 30 Euro) kostet die Tasse Kaffee dann im Schnitt 2,27 Euro.
Übrigens: Längst hat der Kaffee als beliebtestes Getränk bei den Deutschen das Bier abgelöst. Mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 146 Litern im Jahr liegt das dunkle Heißgetränk vor dem „kühlen Blonden“ mit zuletzt nur noch 112,5 Litern pro Jahr.

Gastro-Rauchverbot
Vorläufiges Fazit für kleine Gastbetriebe infolge des Rauchverbotes: „Umsatzverluste von durchschnittlich 30 Prozent sind nicht mehr durch Kostensenkungen aufzufangen“, machte Fischer deutlich (Dehoga-Bundesverband).
Die Angst vor dem Rauchverbot geht unter Gastronomen um – zu Recht. 58 Prozent vermelden Umsatzrückgang, 42 Prozent klagen über Gästeschwund von mehr als zehn Prozent. Tausende Kneipenwirte, insbesondere von Einraumkneipen, fürchten um ihre Existenz. Die Gäste kommen seltener, konsumieren weniger oder bleiben ganz weg Der Erfolg der Branche trotz Rauchverbots hängt vom Vorhandensein eines Extra-Raumes für Raucher ab, auch wenn nahezu alle Gastwirte (99%) einen bestuhlten Außenbereich für Raucher anbieten. Neue Konzepte, wie ein beheizter und überdachter Außenbereich, entspringen der Hoffnung von Wirten und Restaurantbetreibern, ihre rauchenden Gäste zu halten – die Hälfte der Raucher sitzt unter Wetterschutz und bei Heizmöglichkeiten. Wer auf die Zigarette beim Essen dennoch nicht verzichten möchte, bekommt seine Speisen bei 41 Prozent der Restaurants und Gaststätten im Raucher-Séparée serviert. Ende Juli wurde das ohnehin bundesweit uneinheitlich ausgelegte Gesetz zum Rauchverbot per Grundsatzurteil vom Bundesverfassungsgericht (BVG) gekippt. Die Länder sind nun aufgefordert, ihre Nichtraucherschutzgesetze bis Ende 2009 zu überarbeiten. Sie können dabei zwischen einem generellen Verbot und Ausnahmen z.B. für inhabergeführte Eckkneipen und Diskotheken wählen.

Jahresausklang wird bei den Firmen sehr verhalten gefeiert
Die erwartete Wirtschaftskrise streckt ihre kalte Hand aus: Der Sparkurs in der Wirtschaft macht sich in der Gastronomie bereits bemerkbar: Fast die Hälfte der Restaurants in Deutschland erwartet einen Rückgang bei den Firmen-Weihnachtsfeiern in diesem Jahr. Bei sinkendem Durchschnittsbon, der im Mittel bei 34 Euro liegt, erwarten nur 14 Prozent der Wirte in deutschen Restaurants mehr Bankette als im Vorjahr. Mit konstanten Buchungen rechnen 39 Prozent der Restaurants, 47 Prozent rechnen gar mit Rückgängen.

CHD Expert Grafik - Firmen-Weihnachtsfeiern 2008

Nach dem Boomjahr 2007 ist nun eine Konsolidierung im Bankett- und Eventgeschäft zu beobachten. Die Zahl der Gastronomen mit weniger Weihnachtsfeiern im Vergleich zum Vorjahr hat sich nahezu verdoppelt. Die Gastronomie steht vor einem trübseligen Abschluss des Geschäftsjahres. Nach fortwährenden Umsatzrückgängen in diesem Jahr wird der Rotstift auch bei der Anzahl der Teilnehmer und den durchschnittlichen Ausgaben je Weihnachtsfeier angesetzt. Über 43 Prozent der Befragten zählen weniger Teilnehmer je Firmenevent im Vergleich zum Vorjahr. Nur knapp acht Prozent der Gastronomen können mehr Gäste begrüßen. Immerhin ist bei rund 49 Prozent der Betriebe die Zahl der Teilnehmer konstant geblieben. Die Advents- und Weihnachtszeit gehört für die Branche zu den wichtigsten Wochen des Jahres.

Hotelinvestitionen Deutschland
Allein in diesem Jahr kamen in Deutschland rund 9.000 Hotelzimmer in 85 Hotels der Kategorien Budget bis Luxus neu auf den Markt. Für 2009 stehen in Deutschland 174 Hotelprojekte mit insgesamt rund 27.000 Betten zur Eröffnung an. Im Januar wird das Mövenpick Düsseldorf (201 Zimmer), im Februar das Hilton Airrail Center, Frankfurt/Main (247 Zimmer) und im Mai das Golf- und Wellnesshotel Budersand auf Sylt (79 Zimmer) eröffnet werden. „Die Zahl der Hotelprojekte wurde zwar zuletzt leicht nach unten korrigiert, doch Deutschland lässt sich dennoch weiterhin als einer der wichtigsten Standorte für Hotelentwicklungen in Europa bezeichnen“, beschreibt Rolf W. Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter von CHD Expert / Marktplatz Hotel und Herausgeber von tophotelprojects.com®, die Hotelmarktentwicklung. Projektstopps seien bislang nur vereinzelt beobachtet worden. Insgesamt sei bei dem Zuwachs an Hotelprojekten kein starker Einbruch zu erkennen.
Unbeirrt vom Gespenst Weltwirtschaftskrise wächst die Tophotellerie in rasantem Tempo weiter. Sagenhafte 25 Prozent Zuwachs erwarten den deutschen Hotelmarkt im Fünf-Sterne-Segment in den nächsten fünf Jahren. Insgesamt 280 First-Class und Luxushotels mit 47.000 Gästezimmern sind in Planung. Es werden Domizile namhafter Ketten wie Hilton, Global Hyatt, InterContinental Hotels Group (IHG) oder der noch jungen Kette 25 Hours sowie auch Individualhotels entstehen.

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Hotelinvestitionen weltweit
Weltweit stehen derzeit rund 500 Tophotels mit fast 199.000 Zimmern vor der Eröffnung. Die Destinationen befinden sich zu je einem guten Viertel in Europa (28%) und in Nordamerika (27%), 41 Prozent der Neueröffnungen werden in Ostasien stattfinden. Das größte Hotel, das demnächst die ersten Gäste empfangen wird, ist das Marina Bay Sands Hotel in Singapur mit 2.600 Zimmern. Das Großprojekt der Las Vegas Sands Corp. wird im Laufe des nächsten Jahres fertig gestellt. Auf den Mittleren Osten kommt mit einem Zuwachs von 21 Prozent (entsprechend 309 Hotelprojekte) geplanter Projekte ein überproportionales Wachstum von Tophotels zu. Doch auch in Europa werden weitere 862 Hotelprojekte (4% Wachstum) derzeit geplant. Die Projektedatenbank tophotelsprojects.com® umfasst zurzeit weltweit 3.070 First Class– und Luxushotelprojekte, detailliert mit Daten und Ansprechpartnern.

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.


Ausser Haus Markt Zahl des Monats Dezember 2008: Über 994 Millionen Essen in der Mitarbeiterverpflegung

2 Dezember 2008

Quelle: Pressemitteilung von CHD Expert, 02. Dezember 2008

Die Betriebsverpflegung in Deutschland boomt: 2007 wurden in rund 18.400 Betriebskantinen (B&I, Health, Welfare) ca. 994,5 Millionen Essen ausgegeben. Der Gesamtwert des Kantinenessens beträgt 4,4 Milliarden Euro. Die beliebtesten Speisen am Arbeitsplatz sind: Currywurst mit Pommes Frites, Spaghetti Bolognese, Nürnberger Rostbratwürstchen mit Kartoffelpüree, Bami Goreng, Rinderrouladen mit Salzkartoffeln, Steinofenpizza, Alaska-Seelachsfilet mit Petersilienkartoffeln, Jägerschnitzel mit Röstkartoffeln, Pikante Räuberpfanne mit Nudeln, Hühnerfrikassee mit Reis.

(Quelle: FACET – Foodservice Annual Count on Expenditures and Trends / CHD-Marktreport „Außer-Haus-Markt 2008“ – erhältlich im Foodservice Webshop)

Alles über Mitarbeiterverpflegung- Betriebskantinen - von CHD Expert Deutschland

Alles über Mitarbeiterverpflegung- Betriebskantinen - von CHD Expert Deutschland

Weitere interessante Zahlen zum Außer-Haus-Markt:

  • November 2008 – Über 220.000 Betriebe im Commercial Foodservice
  • Oktober 2008 – 9,2 Milliarden Essen wurden 2007 in Deutschland ausgegeben
  • September 2008 – Pizza in der Kantine kostet nur 3,14 Euro
  • August 2008 – Nur 33% der Franzosen gehen mittags in ein Restaurant
  • Juli 2008 – Durchschnittsbon in einem deutschen Restaurant beträgt 14,50 Euro

Lesen Sie weitere Daten unter:
http://www.chd-expert.de/zahl_des_monats.php

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CHD Expert: neuer Leiter Marktforschung

19 November 2008

Quelle: CHD Expert, 19. November 2008

Markus Huber-Graul verstärkt Expertenteam für den Außer-Haus-Markt

CHD Expert baut aus: Das internationale Marktforschungsinstitut für den Außer-Haus-Markt hat nun mit Markus Huber-Graul einen ausgewiesenen Insight-Spezialisten als Leiter Marktforschung verpflichtet. Der 38-Jährige wechselte zu Anfang November von Airbus Deutschland zu dem mittelständischen Spezialunternehmen mit Sitz in Scheeßel bei Hamburg.

Markus Huber Graul, Head of Market Research - CHD Expert Germany

„Mit Markus Huber-Graul haben wir einen erfahrenen Marktforschungs-Spezialisten gewonnen, der unsere Expertise im Foodservice-Research erheblich verstärkt“, so Rolf W. Schmidt, Geschäftsführer von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH. Co-Geschäftsführer Thilo Lambracht pflichtet bei: „Herr Huber-Graul übernimmt etliche Projekte in der qualitativen und quantitativen Marktforschung und leistet wertvolle Impulse für unsere erfolgreiche Arbeit.“

Der Diplom-Wirtschaftsingenieur studierte an der Universität Kaiserslautern und Ecole Nationale des Ingènieurs de Metz/Frankreich. Zuvor war er als Leiter Marktforschung für TechConsult, Senior Consultant bei der META Group, Market Research Manager bei Synxess Deutschland und als Projektleiter Innovation und Marktforschung bei Airbus Deutschland tätig. Markus Huber-Graul ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.


Angestellte im Gastgewerbe besonders oft sexuell belästigt

14 November 2008

Quelle: BGN, 14. November 2008

Beschäftigte in der Hotellerie und Gastronomie werden im Job besonders oft sexuell belästigt. Das ergibt sich aus einem Bericht der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Bilbao, auf den die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) hinweist.
 
Demnach klagen acht Prozent der Fachkräfte im Gastgewerbe über sexuelle Belästigungen bei der Arbeit – in anderen Branchen liege der Wert nur bei zwei Prozent.

Rund jeder Achte (12%) sieht sich außerdem Einschüchterungsversuchen ausgesetzt, und 6,5 Prozent sind mit körperlicher Gewalt konfrontiert. In anderen Branchen trifft das den Angaben zufolge nur auf 8,5 beziehungsweise 3,5 Prozent zu.

Nach dem Bericht haben Gastronomie- und Hotelangestellte darüber hinaus mit zunehmendem Stress und Zeitdruck im Job zu kämpfen. Auch erschwerten lange und unregelmäßige Arbeitszeiten die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Hinzu kommt, dass gesetzliche Vorgaben zum Arbeitsschutz oft zu wenig umgesetzt werden, weil es den Arbeitgebern an Zeit und Mitteln fehlt. In Deutschland verzeichnet die BGN 2007 rund zwei Millionen Beschäftigte in der Hotellerie und Gastronomie.