3% mehr Gästeübernachtungen im August 2009

8 Oktober 2009

(Wiesbaden, 08. Oktober 2009) Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im August 2009 in Deutschland 45,8 Millionen Gästeübernachtungen in Beherbergungs­stätten mit neun oder mehr Betten und auf Campingplätzen gezählt. Damit stieg die Anzahl der Übernachtungen gegenüber dem August 2008 um 3%. Von der Gesamtzahl der Übernachtungen entfielen 38,9 Millionen auf inländische Gäste (+ 3%) und 6,9 Millionen auf Gäste aus dem Ausland (+ 2%).

Differenziert nach Betriebsarten stieg die Zahl der Übernachtungen im August 2009 am stärksten in den übrigen Betriebsarten, bei denen es sich überwiegend um Ferienunterkünfte handelt (unter anderem Campingplätze, Ferienhäuser und -wohnungen sowie Erholungs- und Ferienheime), und zwar um 5% auf 18,3 Millionen. In der Hotellerie erhöhte sich die Übernachtungszahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2% auf 23,3 Millionen. In den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken nahm die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1% auf 4,2 Millionen zu.

Im Zeitraum Januar bis August 2009 lag die Zahl der Gästeübernachtungen mit 253,4 Millionen geringfügig unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (– 0,4%). 215,9 Millionen Übernachtungen entfielen auf Gäste aus dem Inland (+ 0,4%) und 37,4 Millionen auf ausländische Gäste (– 5%).

Weitere Statistiken sind hier abzurufen


Hoteliers sind bei Schweinegrippe besonders gefährdet

28 Juli 2009

Die Schweinegrippe ist längst da. Jeden Tag steigt die Zahl der Infizierten, die den Virus vom Urlaub mitbringen. Auch wenn die meisten Fällen glimpflich sind, fürchten Gesundheitsexperten die rasche Ausbreitung der Influenza u.a. über die Hotellerie. Beim Auftreten einer pandemischen Grippe werden die Hotels eine Schlüsselrolle beim Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und auch bei der Schadensbegrenzung für Wirtschaft und Gesellschaft spielen. „Eine nachhaltige Grippepandemieplanung ist dafür entscheidend“, sagt Ulrich Jander, Sicherheitsexperte für die Hotellerie.

Schweinegrippe - Chekcliste für Hotels

Schweinegrippe - Chekcliste für Hotels

„Der erste größere Fall von Schweinegrippe im EuroHotel Excelsior Ludwigshafen ist Warnung genug“, so Jander. Anfang Juli war US-Gäste, die sich infiziert hatten, in dem Hotel isoliert worden – mit beträchtlichen Folgen und Aufwand für die Mitarbeiter und anderen Gäste des Hauses. Mehrere öffentlichen Beireiche musste unter Quarantäne gestellt und Gästezimmer aufwändig desinfiziert werden.

Checkliste zum Download:
http://www.medienunternehmung.de/Downloads/Checkliste%20Hotellerie%20-%20Schweinegrippe.pdf

Die Checkliste des Robert-Koch Instituts, so der Hotel-Sicherheitsexperte Ulrich Jander, dient dem Management als Grundlage, die Gesundheitslage im eigenen Hotel einzuschätzen. Der betriebliche Pandemie-Notfallpan des Bundesamt für Katastrophenschutz kann auf der Internetseite www.GQH-Hotel.de heruntergeladen werden.

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Brandschutz und Risk Management. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 51-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.


Sparkassen Tourismusbarometer Deutschland: Reiseland Deutschland bei Urlaubern 2008 sehr beliebt

27 November 2008

Quelle: Pressemitteilung, 26. November 2008

Deutschland steht bei Urlaubern weiterhin hoch im Kurs. Mit knapp 340 Millionen Übernachtungen jährlich ist Deutschland nach Spanien das beliebteste Reiseziel Europas. Im internationalen Vergleich verzeichnet Deutschland jedoch ein unterdurchschnittliches Wachstum. Während die Zahl der Reisenden weltweit um mehr als 6 Prozent auf 898 Millionen stieg und damit ein neuer Rekord erreicht wurde, bleibt das Wachstum in Deutschland mit rund 4 Prozent hinter dem weltweiten Niveau zurück. Zu diesen Ergebnissen kommt das Sparkassen-Tourismusbarometer Deutschland 2008 des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind laufende Investitionen in Infrastruktur und touristische Angebote sowie innovative Konzepte für den Tourismusstandort Deutschland von zentraler Bedeutung“ erklärte Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, anlässlich der Vorstellung des Sparkassen-Tourismusbarometers in Berlin. „Gleichzeitig müssen der wichtige Inlandsmarkt gestärkt, neue Auslandsmärkte erschlossen und das Image Deutschlands als attraktives Reiseland international geschärft werden“, so Schackmann-Fallis. Die relativ schwache Umsatzentwicklung, eine im internationalen Vergleich geringe Betriebsgröße, aber vor allem die vergleichsweise geringe Investitionsfreude bremsen die Dynamik der deutschen Tourismuswirtschaft.
Sparkassen und Landesbanken unterstützen die Tourismusbetriebe vor Ort, sind wichtiger Beratungs- und Finanzierungspartner. Allein im Jahr 2007 haben Sparkassen und Landesbanken 11 Mrd. Euro Kredite an das Gastgewerbe vergeben. Der Marktanteil liegt damit bei 50 Prozent.

Ziel des Sparkassen-Tourismusbarometers Deutschland ist eine Positionsbestimmung des Deutschlandtourismus im internationalen und nationalen Vergleich. Dazu wurde der Europäische Tourismus-Destinationsindex (DESTIX) entwickelt, ein umfassendes Indikatorensystem zur Messung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Tourismuswirtschaft. Das Barometer gibt Aufschluss über die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus, analysiert die Tourismusentwicklung im Vergleich zu Mitbewerbern und entwickelt nützliche Vorschläge und Empfehlungen für die am Tourismus beteiligten Akteuren. Das Sparkassen-Tourismusbarometer Deutschland wird in diesem Jahr erstmals vorgestellt und steht unter www.dsgv.de zum Download zur Verfügung.


Deloitte-Studie zu Tourismus in Europa: Silberstreif am Horizont

18 November 2008

Quelle: Deloitte Deutschland, 18. November 2008

Aufgrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnen Hotels und Fluggesellschaften teilweise massive Einbrüche – auch in Deutschland und Europa. Dennoch sind die Aussichten für das nächste Jahr nicht schlecht: Viele Hotelketten wollen investieren und expandieren. Als besonders zukunftsträchtig gelten die Türkei und die Ukraine. Deutschland weist mit einem Besucherzuwachs von 3,3 Prozent bis August 2008 eine gute Bilanz auf und will diesen Trend mit einer Marketingoffensive im nächsten Jahr noch verstärken. Weniger gut sind die Perspektiven für Fluggesellschaften: Hier ist eine weitere massive Konsolidierung zu erwarten. Dies sind einige Ergebnisse der Deloitte-Studie „Hospitality Vision – European Performance Review“, die sich mit aktuellen Entwicklungen und Perspektiven des europäischen Tourismus beschäftigt.

„Europa ist als Reiseziel spitze. Im Jahr 2007 besuchten 485 Millionen Menschen europäische Destinationen. Das sind 54 Prozent aller Reisenden weltweit. Erstaunlicherweise – und obwohl auch die Hotellerie im Zuge der globalökonomischen Krise Rückschläge hinnehmen muss – bleiben die Hotelreservierungen auch nach September 2008 relativ stabil. Für viele Menschen ist ein Trip nach London, Paris oder in die Türkei wohl ein Luxus, den sie sich auch in unsicheren Zeiten gönnen wollen“, erklärt Benjamin Ploppa, Manager Hotellerie bei Deloitte.

Wachstum in Osteuropa, Deutschland intensiviert Bemühungen
Innerhalb Europas ziehen die Mittelmeerländer die meisten Touristen an. Das stärkste Wachstum bis August 2008 weisen Mittel- und Osteuropa auf. Shootingstar des vergangenen Jahres ist Serbien mit einem Besucherplus von 48,5 Prozent. Für Deutschland sehen die Zahlen ebenfalls ermutigend aus: 2007 kamen 24,4 Millionen Touristen – ein Zuwachs von 3,6 Prozent. Bis August 2008 waren es noch einmal 3,3 Prozent. Mit einer Imagekampagne, die auf Entspannung sowie einen Mix aus Kultur und Natur setzt, will das Land den Positivtrend fortsetzen und die schwierigen Zeiten überstehen. Einen massiven Ausbau des Tourismussektors plant die Türkei. Schon heute liegt das Land auf Platz neun der weltweiten Top-Ten-Destinationen. Die Ukraine belegt mit einem 22-prozentigem Besucherwachstum Rang acht.

Berlin mit guten Aussichten für 2009
Der durchschnittliche RevPAR (Revenue per Available Room) in Europa stieg bis September 2008, bei insgesamt sinkender Zimmerreservierung, um fast elf Prozent. Im September – Zeitpunkt des vollen Ausbruchs der Finanzkrise – fiel er jedoch auf 6,7 Prozent ab. Den höchsten RevPAR erzielt Paris (191 Euro), die höchste Belegungsrate London (81,4%). Dabei sorgt der starke Euro für eine ungleiche Ausgangssituation für Reisende von inner- und außerhalb der Euro-Zone: Für Letztere sind Hotelzimmer im Euroland deutlich teurer geworden. In Berlin stiegen die Preise um 6,3 Prozent, die Belegung sank bis September 2008 um 2,1 Prozent. Daraus resultiert insgesamt ein RevPAR-Anstieg von vier Prozent auf 62 Euro. Vor allem die Besucheranzahl aus dem Inland mit traditionell starkem Anteil an der Gesamtmenge sank. Die Feiern zum 20. Jubiläum des Mauerfalls, zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland sowie die World Athletics Championships im nächsten Jahr lassen jedoch auf einen Aufwärtstrend hoffen.

Hotels wollen weiter investieren
2007 betrug die Investitionssumme in europäische Hotels 21 Milliarden Euro. Mit Aufkommen der Finanzkrise sank diese auf fünf Milliarden Euro. Dennoch ist die Lage nicht so schlecht, wie sie sein könnte: Einige Investoren haben ihre Aktivitäten zwar auf Eis gelegt, andere aber setzen sie ungeachtet fort. So kaufte ein Joint Venture aus Host Hotels&Resorts, einem Pensionsfond sowie GIC Real Estate sechs Marriott Hotels in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden und der Privatinvestor Sator Group beteiligt sich an der italienischen Baglioni Hotels Group. Es sollen insgesamt 359 neue Hotels mit über 53.000 Zimmern bis Ende 2009 entstehen.

Airlines streichen Flüge, Hoffnung auf verstärkten Transatlantik-Verkehr
Im Gegensatz zur Hotelbranche sind die Aussichten für europäische Fluggesellschaften eher schlecht: Die Gewinne werden voraussichtlich von 2,1 Mrd. US-Dollar auf 300 Mio. US-Dollar sinken. Auch wenn der Ölpreis derzeit fällt, ist langfristig nicht mit günstigen Energiepreisen zu rechnen – eine zusätzliche Belastung. Als Folge dessen streichen viele Airlines ihre Flugpläne zusammen, setzen kleinere Maschinen ein und fliegen bestimmte Hubs nicht mehr an. Auch die Konsolidierung wird sich weiter verschärfen. Ein positiver Aspekt ist das Open Skies Agreement für Flüge zwischen Europa und den USA. Experten rechnen mit 26 Millionen Passagieren in den nächsten fünf Jahren.

„Die Finanzkrise ist natürlich ein Schock. Schon für das Jahresende prognostiziert die Economist Intelligence Unit aber wieder ein Wachstum von 1,2 Prozent in der Euro-Zone. Die Hotellerie war in den vergangenen Monaten stark betroffen, zeigt sich jedoch stabiler als erwartet. Angesichts der zyklischen Natur einer Konjunktur haben Hotelbetreiber jetzt die Chance, neue Businessperspektiven zu erschließen und gestärkt aus der Krise hervorzugehen“, fasst Benjamin Ploppa zusammen.

Die komplette Studie finden Sie unter http://www.deloitte.com/dtt/research/0,1015,cid%253D234764,00.html zum Download.


Ägypten lockt Touristen an das Mittelmeer

17 Juli 2008

Quelle: bfai – Von Stephanie Bratka

Zahlreiche Investitionsprojekte von Sinai bis As Salum / Nachhaltigkeit rückt in den Fokus /

Ägyptens Tourismusminister Zoheir Garranah plant die Mittelmeerküste des Landes zunehmend für Reisende zu erschließen. Im Vergleich zu anderen Anrainerstaaten hat Kairo diese Region bis dato eher vernachlässigt. Die geplanten Projekte bieten auch deutschen Firmen gute Geschäftschancen, doch es sind vor allem arabische Investoren, die sich engagieren. Der Tourismus gehört in Ägypten zu den wichtigsten und am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweigen. (Kontaktanschriften)

Das touristische Entwicklungspotenzial an der Mittelmeerküste Ägyptens ist groß: Als Beispiel dafür kann das erst kürzlich eröffnete Porto Marina Resort, das etwa 100 km westlich von Alexandria liegt, genannt werden. Weitere Projekte befinden sich noch in der Planungsphase, so die Aktivitäten der Investmentbehörde von Marsa Matrouh, einem Touristenort am Mittelmeer: Die Initiatoren haben Vorhaben im Wert von rund 700 Mio. ägyptische Pfund (ägypt.£), umgerechnet rund 83 Mio. Euro, genehmigt. Sie werden neun Touristenressorts mit insgesamt 3.200 Hotelzimmern an der Küste bauen. Und weiter: In Al Alamein entstehen derzeit zehn neue Vier- und Fünf Sterne Hotelanlagen.

Experten zufolge kann der Markt die zusätzlichen Bettenkapazitäten der neuen Hotelanlagen aufnehmen. Bremsend auf die Branchenentwicklung wirkten die Inflation und der Mangel an qualifiziertem Personal, heißt es. Gleichzeitig erfordern die deutlich steigenden Besucherzahlen einen Ausbau der Infrastruktur: Die Europäische Union fördert die Modernisierung der touristischen Infrastruktur Ägyptens mit 2 Mio. Euro und mit gemeinsamen Projekten

Etwa 12% der Ägypter arbeiten nach Aussage von Garranah im Tourismus. Die Branche, die sich zur wichtigsten Deviseneinnahmequelle des Landes entwickelt hat, konnte sich von der Flaute in Folge der Terroranschläge 2005 und 2006 in Dahab auf dem Sinai erholen. Sie verzeichnete im Finanzjahr 2006/07 zweistellige Wachstumsraten. Wie die ägyptische Zentralbank berichtete, ist die Reisebranche 2006/07 real um 13,2% gewachsen (2005/06: +4,3%; 2004/05: +21,3%). Knapp 10 Mio. Touristen besuchten das Land (+12,7%; 2005/06: 8,7 Mio.; 2004/05: 8,7 Mio.). Die Anzahl der Übernachtungen stieg im Berichtsjahr um 15,5% auf 98,3 Mio. (2005/06: 85,1 Mio.; 2004/05: 85,7 Mio.). Branchenschätzungen zufolge beläuft sich die Anzahl der Besucher im Gesamtjahr 2007 auf 11 Mio. Reisende.

Zunehmend setzt Ägypten darauf, dass sich der Tourismus zu einem nachhaltigen Industriezweig entwickelt, dazu gehört nach Aussagen von Garranah auch die Forcierung des ökologischen Tourismus. Das Ministerium hat ein Umwelt-Management-System für Hotels eingeführt. Mittlerweile sind bereits 21 Häuser mit dem Umwelt-Label „Green Globe“ zertifiziert. Außerdem wurde die Tauch-Organisation „The Diving Chamber“ gegründet. Sie soll den Schutz der Riffe und Meerestiere im Roten Meer und die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards überwachen.

Die meisten Touristen kommen derzeit aus Russland, die Besucherzahlen sind seit dem Jahr 2002 um über 100% gestiegen. Etwa zwei Drittel der Ägypten-Reisenden sind Westeuropäer, hier rangiert Deutschland, gefolgt von Italien und Großbritannien, auf den vorderen Plätzen. Immer deutlicher zeichnet sich unterdessen ab, dass die Zahl der Besucher aus arabischen Ländern weiter steigt.

Das Interesse von Investoren an Immobilien für das Hotelgewerbe ist groß. Diese Entwicklung zeigte sich auch auf der Immobilienmesse „Next Move“ (16.-19.4.2008) in Kairo. Zahlreiche Wohn- und Hotelprojekte von rund 30 Ausstellern aus dem arabischen Raum wurden dort vorgestellt. Auch auf der Messe wurde deutlich, dass vor allem arabische Anleger in den Tourismus drängen. Ein Beispiel dafür ist die geplante luxuriöse Wohn- und Hotelanlage Marassi auf 6,25 Mio. qm nahe Alexandria und Al Alamein. In dieses Projekt investiert Emaar Misr, eine hundertprozentige Tochter der Immobiliengesellschaft Emaar Properties mit Sitz in Dubai, etwa 9,92 Mrd. ägypt.£, rund 1,1 Mrd. Euro. (S.A.)

Kontaktanschriften:

Ministry of Tourism
Cairo International Convention Center – Nasr Road -
Nasr City – Cairo, Ägypten
Tel.: 0020 2/261 17 32; Fax: -263 71 99
E-Mail: zgarranah@tourism.gov.eg

Egyptian Tourism Federation
8, El Sadd El-Aaly Street,
Dokki, 11312, Giza. Ägypten
Tel.: 0020 2/37 48 -33 13
E-Mail: info@etf.org.eg, etf@etf.org.eg Internet: www.eft.org.eg

Quelle: bfai – Von Stephanie Bratka


Ägypten lockt Touristen an das Mittelmeer

1 Mai 2008

Quelle: bfai – Von Stephanie Bratka

Zahlreiche Investitionsprojekte von Sinai bis As Salum / Nachhaltigkeit rückt in den Fokus

Ägyptens Tourismusminister Zoheir Garranah plant die Mittelmeerküste des Landes zunehmend für Reisende zu erschließen. Im Vergleich zu anderen Anrainerstaaten hat Kairo diese Region bis dato eher vernachlässigt. Die geplanten Projekte bieten auch deutschen Firmen gute Geschäftschancen, doch es sind vor allem arabische Investoren, die sich engagieren. Der Tourismus gehört in Ägypten zu den wichtigsten und am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweigen. (Kontaktanschriften)

Das touristische Entwicklungspotenzial an der Mittelmeerküste Ägyptens ist groß: Als Beispiel dafür kann das erst kürzlich eröffnete Porto Marina Resort, das etwa 100 km westlich von Alexandria liegt, genannt werden. Weitere Projekte befinden sich noch in der Planungsphase, so die Aktivitäten der Investmentbehörde von Marsa Matrouh, einem Touristenort am Mittelmeer: Die Initiatoren haben Vorhaben im Wert von rund 700 Mio. ägyptische Pfund (ägypt.£), umgerechnet rund 83 Mio. Euro, genehmigt. Sie werden neun Touristenressorts mit insgesamt 3.200 Hotelzimmern an der Küste bauen. Und weiter: In Al Alamein entstehen derzeit zehn neue Vier- und Fünf Sterne Hotelanlagen.

Experten zufolge kann der Markt die zusätzlichen Bettenkapazitäten der neuen Hotelanlagen aufnehmen. Bremsend auf die Branchenentwicklung wirkten die Inflation und der Mangel an qualifiziertem Personal, heißt es. Gleichzeitig erfordern die deutlich steigenden Besucherzahlen einen Ausbau der Infrastruktur: Die Europäische Union fördert die Modernisierung der touristischen Infrastruktur Ägyptens mit 2 Mio. Euro und mit gemeinsamen Projekten

Etwa 12% der Ägypter arbeiten nach Aussage von Garranah im Tourismus. Die Branche, die sich zur wichtigsten Deviseneinnahmequelle des Landes entwickelt hat, konnte sich von der Flaute in Folge der Terroranschläge 2005 und 2006 in Dahab auf dem Sinai erholen. Sie verzeichnete im Finanzjahr 2006/07 zweistellige Wachstumsraten. Wie die ägyptische Zentralbank berichtete, ist die Reisebranche 2006/07 real um 13,2% gewachsen (2005/06: +4,3%; 2004/05: +21,3%). Knapp 10 Mio. Touristen besuchten das Land (+12,7%; 2005/06: 8,7 Mio.; 2004/05: 8,7 Mio.). Die Anzahl der Übernachtungen stieg im Berichtsjahr um 15,5% auf 98,3 Mio. (2005/06: 85,1 Mio.; 2004/05: 85,7 Mio.). Branchenschätzungen zufolge beläuft sich die Anzahl der Besucher im Gesamtjahr 2007 auf 11 Mio. Reisende.

Zunehmend setzt Ägypten darauf, dass sich der Tourismus zu einem nachhaltigen Industriezweig entwickelt, dazu gehört nach Aussagen von Garranah auch die Forcierung des ökologischen Tourismus. Das Ministerium hat ein Umwelt-Management-System für Hotels eingeführt. Mittlerweile sind bereits 21 Häuser mit dem Umwelt-Label „Green Globe“ zertifiziert. Außerdem wurde die Tauch-Organisation „The Diving Chamber“ gegründet. Sie soll den Schutz der Riffe und Meerestiere im Roten Meer und die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards überwachen.

Die meisten Touristen kommen derzeit aus Russland, die Besucherzahlen sind seit dem Jahr 2002 um über 100% gestiegen. Etwa zwei Drittel der Ägypten-Reisenden sind Westeuropäer, hier rangiert Deutschland, gefolgt von Italien und Großbritannien, auf den vorderen Plätzen. Immer deutlicher zeichnet sich unterdessen ab, dass die Zahl der Besucher aus arabischen Ländern weiter steigt.

Das Interesse von Investoren an Immobilien für das Hotelgewerbe ist groß. Diese Entwicklung zeigte sich auch auf der Immobilienmesse „Next Move“ (16.-19.4.2008) in Kairo. Zahlreiche Wohn- und Hotelprojekte von rund 30 Ausstellern aus dem arabischen Raum wurden dort vorgestellt. Auch auf der Messe wurde deutlich, dass vor allem arabische Anleger in den Tourismus drängen. Ein Beispiel dafür ist die geplante luxuriöse Wohn- und Hotelanlage Marassi auf 6,25 Mio. qm nahe Alexandria und Al Alamein. In dieses Projekt investiert Emaar Misr, eine hundertprozentige Tochter der Immobiliengesellschaft Emaar Properties mit Sitz in Dubai, etwa 9,92 Mrd. ägypt.£, rund 1,1 Mrd. Euro. (S.A.)

Kontaktanschriften:

Ministry of Tourism
Cairo International Convention Center – Nasr Road -
Nasr City – Cairo, Ägypten
Tel.: 0020 2/261 17 32; Fax: -263 71 99
E-Mail: zgarranah@tourism.gov.eg

Egyptian Tourism Federation
8, El Sadd El-Aaly Street,
Dokki, 11312, Giza. Ägypten

Tel.: 0020 2/37 48 -33 13
E-Mail: info@etf.org.eg, etf@etf.org.eg Internet: www.eft.org.eg


Kroatiens Tourismus expandiert und will Qualität steigern

1 Mai 2008

Quelle: bfai – Von Torsten Pauly

Bis zu 1,8 Mrd. Euro sollen 2008 und teilweise 2009 in den kroatischen Fremdenverkehr fließen, vor allem in höherwertigere Einrichtungen für kaufkräftige Urlauber. Das Adrialand verzeichnet seit Jahren steigende Touristenzahlen, auch 2007 gab es 7,5% mehr Anreisen. Doch immer noch finden die meisten Übernachtungen in eher einfachen Unterkünften statt, Schätzungen zufolge fehlen in Kroatien mindestens 50.000 Betten in der vier- und fünf-Sterne-Kategorie. Entstehen sollen Großprojekte, aber auch kleinere und Familienhotels. Dazu sind Infrastrukturmaßnahmen geplant.

Auf 13,7 Mrd. Kuna (K; 1 Euro = 7,26 K) beläuft sich der Wert der Investitionen, die 2008 und zum Teil 2009 in den kroatischen Fremdenverkehr fließen sollen. Hiervon sind 7,1 Mrd. K für Hotels und andere Einrichtungen geplant, weitere 6,6 Mrd. K machen indirekte Investitionen aus, vor allem für den Ausbau der Infrastruktur.

Hochwertige Tourismusprojekte in Kroatien bieten deutschen Ausstattern viele Geschäftschancen, allerdings haben in den letzten Jahren auch einfachere und günstigere Anbieter aus Italien oder Slowenien in Kroatien eine starke Marktposition gehabt. Oft gehören die meisten Hotels in einem oder allen Segmenten an einem Ort oder auf einer Insel der gleichen Betreibergesellschaft.

Zu den spektakulärsten Vorhaben, die 2008 beziehungsweise 2009 anstehen, zählen das Hotel Kempinski Adriatic im istrischen Savudrija für 191 Mio. Euro, der Punta Skala Residence & Vacation Club bei Zadar (150 Mio. Euro), das Hotel Sibenik (55 Mio. Euro) oder das Hotel Admiral im süddalmatinischen Slano (41 Mio. Euro). Auch renommierte Hotels werden renoviert oder zusätzlich aufgewertet. Zu nennen sind hier die Spliter Hotels Marjan (100 Mio. Euro) und Split (40 Mio. Euro) das Hotel Croatia in Cavtat (15 Mio. Euro), das Hotel Posejdon in Vela Luka sowie die Dubrovniker Hotels Excelsior (14 Mio. Euro) und Lapad (12 Mio. Euro). Etwa 140 Mio. Euro will die Suncani-Hvar-Kette in ihre Hotels investieren. Insgesamt wurden in Kroatien 2007 Hotelflächen von 291.000 qm neu genehmigt, das waren 193,5% mehr als 2006.

Mit weiteren Großprojekten ist mittelfristig zu rechen. So sollen in den nächsten Jahren 1 Mrd. Euro in die Brijuni rivijera beim Istrien vorgelagerten Brijuni-Archipel investiert werden. Auf 500 Mio. Euro werden die Ausgaben für den Hotel- und Apartmentkomplex auf der Insel Pasman geschätzt und 300 Mio. Euro sollen die Obonjan Rivijera und weitere Projekte bei Sibenik kosten. Andere Großvorhaben sind die Terra Istriana bei Umag (250 Mio. Euro), Tourismusanlagen in Dugi Rat (210 Mio. Euro) und das Kempinski Porto Mariccio Resort (208 Mio. Euro). Bei letzterem soll sich die Realisierung allerdings wegen archäologischer Ausgrabungen zusätzlich verzögern.

Stark ausbauen will Kroatien auch die Zahl kleinerer und Familienhotels im drei- und vier-Sterne Segment. Der Nationale Verband kleinerer und Familienhotels hält es für möglich, dass in den kommenden vier Jahren bis zu 500 neue Einrichtungen entstehen könnten, entweder durch Neubauten oder durch Umwandlung bestehender Apartmentkapazitäten privater Vermieter.

Kroatiens Tourismus verzeichnet seit Jahren steigende Gästezahlen, auch 2007 sind aus dem In- und Ausland jeweils 7,5% mehr Reisende gekommen als 2006. In jenem Jahr hatte auch die Fußball-WM in Deutschland die Urlaubspläne vieler Europäer speziell beeinflusst. Erklärtes Ziel des kroatischen Fremdenverkehrs ist es, vor allem im Segment der kaufkräftigen, qualitätsbewussten Urlauber zu wachsen. Ein genauerer Blick auf die Entwicklung zeigt jedoch, dass die mittelfristigen Trends diesen Zielen noch nicht entsprechen.

So haben zum Wachstum zwischen 2005 und 2007 vor allem inländische Gäste selber (+21,4%) sowie Urlauber aus Russland (+95,8%), der Slowakei (+51,8%), Polen (+33,5%), Bosnien und Herzegowina (+30,2%), Slowenien (+15,5%) und Österreich (+13,1%) beigetragen. Eine Stagnation beziehungsweise Rückgänge gab es dagegen zwischen 2005 und 2007 aus den traditionell wichtigen Ländern Italien (-0,6%) und Deutschland (-1,1%) sowie vor allem aus Ungarn (-15,9%) und Frankreich (-19,8%).

Auch bei den Segmenten zeigt sich, dass Privatunterkünfte 2007 mit 29,5% aller Übernachtungen einen höheren Marktanteil verbuchen konnten als Hotels (26,9%) oder Resorts (8,6%). Weitere 23,7% entfielen auf Campingplätze. Zudem haben die Übernachtungen in Privatquartieren zwischen 2005 und 2007 am stärksten zugelegt (+25,2%), gefolgt von den Registrierungen in Häfen (+21,0%). Hotels verbuchten ein Plus von 1,9%. Nicht auszuschließen ist, dass ein Teil des Wachstums sich auch durch die in den letzten Jahren stark verbesserte statistische Erfassung erklärt.

Insgesamt hatte Kroatien 2007 etwa 944.000 registrierte Übernachtungskapazitäten. Hiervon entfielen 421.000 auf Privatanbieter, 213.000 auf Campinglätze und 116.000 auf Hotels. Von den insgesamt 551Hotels (2006: 521) hatten 15 fünf Sterne (2006: 14), 94 vier Sterne (2006: 71), 302 drei Sterne (2006: 289), 137 zwei Sterne (2006: 141) und drei Hotels einen Stern (2006: sechs). Mittelfristig sollen mindestens 50.000 neue Betten im vier- und fünf-Sterne-Segment entstehen.

Hochwertige Einrichtungen sind auch Voraussetzung für eine längere Saison. Im Jahr 2007 hatten Hotelbetten in Kroatien mit im Schnitt 132 Tagen eine bessere Auslastung als der Tourismus insgesamt (59 Tage). Privatquartiere waren 41Tage belegt. Zu besserer Qualität zwingen auch die hohen Preissteigerungen der letzten Jahre. So haben sich etwa Paketangebote (Package holidays) in Kroatien 2007 im Schnitt um 21,5% verteuert und zwischen 2001 und 2006 um insgesamt 137,3%.

 

 

 

Tourismuszahlen in Kroatien
Herkunftsland Anreisen 2007 Veränderung 2006/07 (in %)
Insgesamt, darunter aus 11.162.406 +7,5
.Kroatien 1.855.715 +7,5
.Deutschland 1.554.794 +0,6
.Italien 1.249.343 +1,1
.Slowenien 1.015.379 +11,2
.Österreich 839.717 +6,3
.Tschechien 669.132 +12,8
.Frankreich 473.806 -6,2
.Ungarn 381.202 -5,4
.Polen 322.890 +17,1
.Bosnien u. Herzegowina 222.136 +17,7
.Niederlande 264.664 +9,4
.Slowakei 280.586 +28,7
.Großbritannien 267.159 -0,6
.Russland 157.259 +44,7

Quelle: Statistisches Amt Kroatien

 

 

 

Übernachtungen in Kroatien nach Destination
Gespanschaft Übernachtungen 2007 Veränderung 2006/07 (in %)
Insgesamt, darunter in 56.005.492 +5,7
.Istrien 17.613.132 +3,8
.Primorje-Gorski Kotar 11.114.744 +3,5
.Split-Dalmatien 9.246.960 +10,8
.Dubrovnik-Neretva 4.414.009 +0,7
.Zadar 6.008.672 +10,3
.Sibenik-Knin 3.920.068 +4,6
.Lika-Senj 1.315.280 +11,1
.Stadt Zagreb 1.133.172 +11,3

Quelle: Statistisches Amt Kroatien

 

 

 

Übernachtungen in Kroatien nach Unterkunft
Segment Übernachtungen 2007 Veränderung 2006/07 (in %)
Insgesamt, darunter in 56.005.492 +5,7
.Privatunterkünften 17.686.654 +12,9
.Hotels 15.069.621 +2,5
.Campingplätzen 12.956.615 +2,8
.Resorts 4.173.288 -8,2
.Häfen 1.378.439 +13,4
.Bädern 278.397 +31,9

Quelle: Statistisches Amt Kroatien

Kroatische Importe von Gaststätten- und Hotelbedarf

Produkt (Zolltarifposition) Import 2007 (in 1.000 Euro) Veränderung 2006/07 (in %)
Waschmaschinen m. einem Fassungsvermögen von mehr als 10 kg (8450.20), darunter aus 1.853,3 55,3
.Slowenien 1.109,3 74,9
.Deutschland 302,7 173,9
Trockner m. einem Fassungsvermögen von 6 kg bis 10 kg (8451.21.90), darunter aus 256,6 2,4
.Großbritannien 88,2 96,0
.Deutschland 55,3 38,6
Italien 44,4 88,9
Andere Trockner (8451.29), darunter aus 607,7 8,9
.Slowenien 180,2 301,3
.Deutschland 139,1 2,2
.Italien 77,2 -14,8
Bügelmaschinen u. -pressen, einschl. Fixierpressen (8451.30), darunter aus 2.609,7 94,7
.Deutschland 1.025,0 239,6
.Italien 636,3 41,1
Klimageräte (84.15), darunter aus 95.439,0 24,8
.VR China 24.515,5 22,7
.Japan 11.236,2 24,9
.Italien 9.859,8 -1,9
.Deutschland 3.684,8 68,2
Dampffiltriermaschinen z. Zubereiten v. Kaffee od. heißen Getränken (8419.81.20-80), darunter aus 6.928,4 0,6
.Italien 4.913,4 1,4
.Deutschland 507,6 11,9
Maschinen u. Apparate z. Zubereiten v. Lebensmitteln f. Großküchen (8438.80), darunter aus 6.004,2 9,1
.Deutschland 1.679,8 -49,0
.Italien 1.292,1 -6,0
.Frankreich 464,0 369,6
.Dänemark 292,9 78,2
Geschirrspülmaschinen (nicht für Haushalte) (8422.19), darunter aus 3.198,4 -1,8
.Italien 1.471,8 -8,9
.Deutschland 804,4 48,2
.Slowenien 317,9 -22,7
Abzugshauben mit einer horizontalen Seitenlänge von 120 cm od. weniger (8414.60), darunter aus 5.914,8 1,2
.Italien 4.620,7 2,8
.Deutschland 232,6 -2,0

Quelle: Statistisches Amt Kroatien


Russland schreibt erste Projekte für Tourismuszonen aus

1 Mai 2008

Quelle: bfai – Von Gerit Schulze

Planer und Architekten gesucht / Zahl der ausländischen Besucher sinkt

Russland macht Tempo beim Aufbau von Tourismus-Sonderwirtschaftszonen (SWZ). Wie das Wirtschaftsministerium Mitte April 2008 mitteilte, laufen ab sofort die Ausschreibungen für Planungsarbeiten in fünf Gebieten. Moskau muss sich beeilen, um beim Fremdenverkehr international nicht den Anschluss zu verlieren. Allein 2007 ist die Zahl der Auslandsbesucher um 9% auf 2,2 Millionen gesunken. Fehlende Hotels, schlechte Infrastruktur und die Sicherheitslage schrecken Besucher ab.

Schwarzmeerküste, Baikal, Wolga und Karelien, dazu die prächtigen Städte des Goldenen Rings sowie die Metropolen Moskau und Sankt Petersburg – Russland müsste eigentlich ein Top-Urlaubsziel für Reisende aus aller Welt sein. Statt dessen lockt das Land gemessen an seinem Potenzial nur wenig Urlauber an. Die Zahl der ausländischen Touristen ist 2007 um 9% auf 2,2 Millionen zurück gegangen.

Bei einem Rating des Weltwirtschaftsforums in Davos hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit im Tourismussektor landete Russland zuletzt nur auf Platz 64 von 130 untersuchten Staaten (Plätze 1 bis 3: Schweiz, Österreich, Deutschland). Besonders schlecht schnitt Russland bei den Punkten Verkehrsinfrastruktur, Hotelkapazitäten und Sicherheit (Kriminalität, Verkehrsunfälle, geringe Polizeieffizienz) ab. Insgesamt biete Russland schlechte Voraussetzungen für die Entwicklung des Fremdenverkehrs. Der Eigentumsschutz für ausländische Investoren sei gering und die Visabestimmungen für Besucher zu kompliziert, kommentiert der Bericht zu globalen Urlaubszielen, der zusammen mit dem Welttourismusrat WTTC und der Luftverkehrsvereinigung IATA erstellt wurde.

Doch das alles soll nun anders werden. Mit der Einrichtung von sieben Sonderwirtschaftszonen in für den Tourismus attraktiven Regionen will Moskau zeigen, dass ihm die Entwicklung des Fremdenverkehrs durchaus am Herzen liegt. Bereits 2006 wurden dafür die Gebiete Burjatien und Irkutsk (Baikalsee), Stawropol (Heilbad Grand Spa Jutsa), Krasnodar (Schwarzmeerküste), die Republik Altai (Gebirgstourismus, Extremsport) und Kaliningrad (Ostseeküste) ausgewählt. Investoren bekommen Ermäßigungen bei der Gewinnsteuer und einen befristeten Erlass der Boden- und Vermögensteuer eingeräumt.

Für die ersten fünf Objekte hat die Verwaltung der Sonderwirtschaftszonen Mitte April 2008 Ausschreibungen für Planungs- und Architekturdienstleistungen gestartet. Bei den Planungen sollen Belange der Archäologie, Geodäsie, Ökologie und Strahlung berücksichtigt werden. Konkret geht es um den Aufbau von Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäuden in den Touristikzonen Burjatien, Stawropol, Krasnodar und Altai.

Die Tenderinhalte können im Internet unter www.oao-oez.rosoez.ru/news/competitions eingesehen werden. Auf dem offiziellen Ausschreibungsportal der russischen Regierung ( www.zakupki.gov.ru) gibt es per Download die kompletten Unterlagen. Bis 14.5.08 müssen die Angebote bei der OAO Osobye ekonomitscheskie sony (siehe Kontaktanschrift) eingereicht werden.

Im Altai-Gebirge sollen in diesem Jahr umgerechnet rund 15 Mio. Euro in erste Arbeiten beim Aufbau der Tourismus-Infrastruktur am Projekt „Birjusowaja Katun“ gesteckt werden ( www.bkatun.ru). Insgesamt sind dort fast eine halbe Milliarde Euro für einen Sport- und Erholungskomplex in den Bergen geplant. Der Schwarzmeerkurort Anapa, in dem ebenfalls eine Tourismus-SWZ eingerichtet wird, rechnet mit 2 Mrd. Euro Investitionen. Die Bauarbeiten sollen dort 2009 beginnen.

Insgesamt hat der Tourismussektor in Russland erst einen Anteil von unter 2% am Bruttoinlandsprodukt. Zwar sind die Russen sehr reisefreudig, doch bislang verbringen sie ihren Urlaub am liebsten im Ausland. Die Zahl der Auslandsreisen ist 2007 um ein Fünftel auf 9,4 Millionen gestiegen, während umgekehrt das Interesse ausländischer Gäste an Russland sinkt. Die russische Reisebranche ist dennoch ein Boomsektor. Laut Tageszeitung Kommersant konnten die 50 größten Anbieter ihren Umsatz 2007 um 73% auf 5,2 Mrd. US$ steigern. Hauptsächlich mit dem Verkauf von Auslandsreisen.

Touristenströme von und nach Russland
2006 2007 Veränderung in %
Zahl der ausländischen Touristen in Russland (in 1.000) 2.433 2.214 -9
..davon aus Deutschland 329 346 5
..aus den USA 225 172 -23
..aus der VR China 157 130 -18
..aus Finnland 148 153 3
..aus Großbritannien 124 131 5
Zahl russischer Touristen im Ausland (in 1.000) 7.753 9.369 21
..davon in der Türkei 1476 1923 30
..in der VR China 1307 1652 26
..in Ägypten 903 1255 39
..in Finnland 563 657 17
..in Deutschland 226 231 2
Quelle: Föderale Agentur für Tourismus (Russiatourism)

Russlands größte Tourismus-Unternehmen

Unternehmen / Webseite Umsatz 2007 in US$ Zuwachs zu 2006 in %
Intourist / www.intourist.ru 525 55
Natalie Tours / www.natalie-tours.ru 475 64
TEZ Tour / www.teztour.ru 425 44
S7 / www.s7.ru 408 k.A.
Newa / www.nevatravel.ru 377 68
Inna Tour / www.inna.ru 365 14
Kapital Tour / www.capital-tour.ru 359 104
OTI Russia / www.otigroup.net 294 126
PAC Group / www.pac.ru 144 12
Intaer / www.intaer.ru 134 k.A.

Quelle: Tageszeitung Kommersant vom 18.3.08
Kontaktanschriften

OAO Osobye ekonomitscheskie sony
(verwaltet die Entwicklung der russischen Sonderwirtschaftszonen)
Ansprechpartnerin: Natalja Igorewna Jewgraschina
125009 Moskau, Twerskoi bulwar 6
Tel.: 007 495/645 26 90, Durchwahl: -2053, Fax: -291 35 60
E-Mail: en-okt@mail.ru, Internet: www.oao-oez.rosoez.ru
Federalnoje agenstwo po turismu Rossiskoi Federazii
(Föderale Tourismusagentur der Russischen Föderation)
107084 Moskau, uliza Mjasnitzkaja 47
Tel.: 007 495/607 78 97
E-Mail: rustourism@ropnet.ru, Internet: www.russiatourism.ru


Deutsche lieben La Dolce Vita: Italien löst Österreich als beliebtestes Urlaubsland ab

22 Februar 2008

Quelle: GfK, 22. Februar 2008

Ein Teller Spaghetti, ein gutes Glas Rotwein und ein lauer Sommerabend auf der Piazza: Das entspricht dem Traumurlaub vieler Deutscher. Italien überholte im Tourismusjahr 2006/2007 Österreich als liebstes Auslandsreiseziel der deutschen Reisenden. Außerdem steigt die Nachfrage nach Kultur- und Gesundheitsreisen. Das sind die aktuellen Ergebnisse des GfK-TravelScope der GfK Panel Services zum Reiseverhalten der Deutschen.

Insgesamt verreisten die Deutschen rund 126 Millionen mal mit mindestens einer Übernachtung. 60 Millionen dieser Reisen (47,7 Prozent) führten aus Deutschland hinaus zu internationalen Zielen. Mit insgesamt 14,7 Prozent wählten sie dabei Italien als Zielgebiet, vor Österreich (14,2 Prozent) und Spanien (13,6 Prozent), so lautet die Bilanz für den Zeitraum zwischen November 2006 und Oktober 2007, dem so genannten Tourismusjahr.

Die Deutschen werden ihrem Titel als „Reise-Weltmeister“ immer wieder gerecht, denn von rund 35 Millionen Haushalten leisteten sich immerhin zwei Drittel einen Urlaub. Viele fahren immer kürzer in die Ferien. Durchschnittlich werden nur noch 9,7 Nächte an einem Ort verbracht – im Jahr 2004 waren es noch 10,1 Nächte. Gerade die Kurzurlaube mit einer bis drei Übernachtungen standen im vergangenen Jahr nicht mehr so hoch im Kurs. Die Zahl sank von 48,3 Millionen auf 47,3 Millionen Reisen. Besonders zurückgegangen sind die Kurztrips ins Ausland, und zwar um 3,5 Prozent von 11,3 Millionen im Tourismusjahr 2005/2006 auf 10,9 Millionen Reisen im Jahr 2006/2007. Wenn die Deutschen für wenige Tage in die Ferne reisen, besuchen sie am liebsten die österreichischen Nachbarn (29,4 Prozent), Italien (14,6 Prozent) und die Niederlande (10,6 Prozent).

Dafür hat Spanien mit seinem reichhaltigem, kulturellem Erbe und dem warmen Mittelmeer den klaren Vorteil, klassisches Hauptreiseland zu sein. Es verbucht einen Marktanteil von 16,1 Prozent bei langen Auslandsreisen – vor Italien (14,7 Prozent) und Österreich (10,8 Prozent).

  

Reisen an die Nord- und Ostseeküste nehmen zu 

Für viele Deutsche gilt aber immer noch: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“. Von den insgesamt 126 Millionen gebuchten Reisen im Tourismusjahr 2006/2007 fand gut die Hälfte (52,2 Prozent) innerhalb Deutschland statt. Davon profitierte insbesondere die Nord- und Ostseeküste, die insgesamt ein Zuwachs von 1,6 Prozent der Reisen verzeichnete. Die Reisen in die Alpenregion nahmen hingegen um 6,9 Prozent ab. Insgesamt sank jedoch die Zahl der Reisen dem allgemeinen Inlandstourismustrend folgend leicht um knapp 1 Prozent auf insgesamt 126 Millionen Reisen. Dafür sind die Deutschen bereit, ihre Urlaubskasse großzügiger aufzufüllen: 1.534 Euro gaben sie im Tourismusjahr 2006/07 pro Haushalt und Jahr aus. Das waren knapp 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Sowohl bei  Pauschalreisen mussten die Urlauber einen Preisanstieg von 3,2 Prozent, wie auch bei den so genannten „Baustein“-Buchungen um 1,1 Prozent verkraften.

  

Im Urlaub zählt Qualität 

Bei der Wahl ihres Feriendomizils setzten die Bundesbürger im vergangenen Tourismusjahr auf Qualität. Gerade bei längeren Aufenthalten über vier Nächte entscheiden sich immer mehr für ein Luxushotel der 4- und 5-Sterne-Kategorie. Für einen Teil der Deutschen haben die schönsten Tage im Jahr noch immer eine hohe Priorität. Sie sind daher gerne bereit zu investieren.

  

Kultur- und Gesundheit im Trend 

Und was machen die Deutschen in ihrem Urlaub? Zwar fahren immer noch 23,7 Prozent der Deutschen in den traditionellen Badeurlaub, doch reisen sie mittlerweile zu 28,4 Prozent auch mit dem Ziel, Kulturen und Städte kennenzulernen. Der Trend zu Gesundheits- und Wellnessreisen sowie zu Kreuzfahrten ist ungebrochen und verzeichnet Wachstumsraten über 10 Prozent. Allerdings bewegen wir uns hierbei immer noch auf einem vergleichsweise niedrigem Ausgangsniveau: 4,2 Prozent Marktanteil für Wellness und 1,4 Prozent für die Kreuzfahrer. Des Weiteren ergaben die GfK-Untersuchungen, dass die Deutschen immer weniger ein Rundum-Sorglospaket in Form einer Pauschalreise buchen. Vielmehr stellen sie sich aus unterschiedlichen Bausteinen eine individuelle Reise zusammen. Der allgemeine gesellschaftliche Trend hin zu mehr Individualität ist damit auch in der Tourismuswirtschaft stark zu erkennen.

  

Das Buchungsmedium Internet wächst weiter 

Für die Buchung nutzen die Gäste immer mehr und vor allem immer häufiger das Internet. Schon bei den Vorbereitungen der Urlaubspläne ist dieses Medium mittlerweile in weiten Teilen der Bevölkerung eine feste Größe. Bei der Buchung selber rückt es mittlerweile zum zweit wichtigsten Medium nach den Reisebüros auf. Der über das Internet generierte Umsatz für vorab gebuchte Reiseleistungen beläuft sich inzwischen auf 7,5 Milliarden Euro (ohne e-Mail-Buchungen). Dies ist zwar nur knapp die Hälfte dessen, was stationär im Reisebüro an Leistung gebucht wird. Insgesamt jedoch wuchs der Umsatz der über das Internet gebuchten Reisen um 7 Prozent im letzten Jahr. Dieser Zuwachs wurde vor allem durch die Reisenden verursacht, die zuvor bereits Erfahrungen bei Internetbuchungen gesammelt hatten.

Für die Studie GfK-TravelScope werden kontinuierlich das Urlaubsreise-, Buchungs- und Informationsverhaltens sowie die Reiseabsichten in Deutschland erhoben. Insgesamt werden pro Jahr rund 160.000 Interviews in  20.000 Haushalte und vier Wellen pro Jahr zum Reiseverhalten geführt.

Weitere Informationen: Roland Gassner, GfK Panel Services Deutschland, Tel. +49 (0) 911 395-4535, roland.gassner@gfk.com


Noch mehr Gästebetten in Österreich: Eindeutiger Trend zu Qualitäts- und Städtetourismus

17 Januar 2008

Quelle: Pressetext, 17. Januar 2008

Die Zahl der Betten in österreichischen Beherbergungsbetrieben ist im Jahr 2007 erneut leicht gestiegen, berichtet die Statistik Austria. Derzeit stehen Reisenden rund 1,08 Mio. Betten zur Verfügung. Abgenommen hat hingegen die Zahl der Betriebe. Deutlich spürbar am Tourismussektor ist die steigende Nachfrage im Qualitätssegment der Vier- und Fünf-Stern-Häuser.

„Generell kann man sagen, dass der Kunde zumindest auch das im Hotelzimmer erwartet, was zu Hause sein Standard ist“, so Peter Laimer von der Direktion Raumwirtschaft der Statistik Austria gegenüber pressetext. Der Trend gehe eindeutig in Richtung Qualitätstourismus und werde durch die Zunahme im Bereich Städtetourismus angefeuert. „Deutlich bemerkbar wird dies in den Landeshauptstädten und natürlich in Wien.“ Es gebe dennoch einige Landeshauptstädte, die über kein Fünf-Stern-Hotel verfügen, erklärt Laimer. „In Wien wird in den folgenden Jahren ein weiterer Bauboom von Qualitätshäusern erfolgen. Damit wird versucht, die Bettenkapazität zu erhöhen, weil davon ausgegangen wird, dass die Auslastung steigen wird.“ Durch die Bedeutung von Wien als Kongress- und Event-Metropole werde das wohl gelingen. 2007 stieg die Anzahl der Betten in den Vier- und Fünfstern-Kategorien um 1,4 Prozent. Die stärksten Zuwächse an Betten waren im westlichsten Bundesland Vorarlberg zu verzeichnen. Hier stieg die Zahl um 12,6 Prozent auf rund 80.000 Betten.

In der vergangenen Wintersaison 2006/07 sank die Bettenauslastung auf 33,2 Prozent. In den Vier- und Fünf-Stern-Betrieben stieg die Auslastung um 0,8 Prozentpunkte auf 50,8 Prozent, in Drei-Stern-Betrieben fiel sie um einen Prozentpunkt auf 34,9 Prozent. „Auch hier ist eindeutig der Trend zu höherer Qualität bemerkbar“, so Laimer. „In den Bundesländern Tirol, Salzburg und Vorarlberg liegt die jeweilige Bettenauslastung in den Vier- und Fünf-Stern-Betrieben erheblich über dem Österreichschnitt, aber auch in Wien erreicht diese Kategorie eine Bettenauslastung von 52,3 Prozent.“

In der Sommersaison 2007 stieg die Auslastung im Vergleich zu 2006 von 28,9 auf 29,6 Prozent. „Auch hier war in Gesamt-Österreich ein leichter Anstieg der Vier- und Fünf-Stern-Betriebe bemerkbar. In Wien lag die Auslastung in diesem Segment bei 67 Prozent“, bemerkt Laimer. Auch bei den Drei-Stern-Häusern war österreichweit ein leichter Anstieg auf 35,9 Prozent zu verzeichnen.

Veranstaltungen wie die EURO2008 werden allerdings nicht zu einer stärkeren Auslastung führen, glaubt Laimer. „Viele der Fans werden bei Bekannten übernachten. Zudem ist davon auszugehen, dass während der Europameisterschaft andere Gäste wie etwa im Kongresstourismus ausbleiben werden“, meint der Experte. Dies könnte sogar zu einer Stagnation bei den Nächtigungszahlen vor allem in größeren Betrieben führen.


Engländer stören deutsche Reisende – Deutsche bleiben im Urlaub bevorzugt unter sich

4 Dezember 2007

Quelle: Pressemitteilung, 05. Dezember 2007

Repräsentative GFK-Umfrage im Auftrag von TripAdvisor mit überraschenden Ergebnissen

Die nervigsten Mitreisenden sind für deutsche Touristen die Engländer. Ebenso wenig populär scheinen Bekanntschaften mit Reisenden aus anderen Ländern oder den Einheimischen am Urlaubsort. Meist bleibt es beim Kontakt zu den eigenen Mitreisenden oder anderen deutschen Touristen. Dies sind einige der überraschenden Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des renommierten Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag von TripAdvisor, der weltweit größten Online-Reise-Community, unter mehr als 1.000 Deutschen, davon rund 500 Auslandsreisende.

Englische und russische Touristen werden am störendsten angesehen

61 Prozent der Befragten gaben an, sich im Urlaub schon einmal von anderen Touristen gestört gefühlt zu haben. Auf die Frage nach der Nationalität der nervigsten Mitreisenden führen laut der Umfrage englische Touristen mit 20 Prozent die Liste an, gefolgt von Reisenden aus Russland mit 18,5 Prozent. Erstaunlicherweise belegten andere deutsche Touristen mit 15 Prozent den dritten Platz und ließen sogar die Niederländer hinter sich, die von 11,9 Prozent als gelegentliche Störenfriede benannt wurden.

Die Frage, was denn an anderen Reisenden am Urlaubsort als besonders störend empfunden werde, beantwortete eine große Mehrheit von 62,2 Prozent damit, dass dies alkoholisierte Touristen seien, die sich in Folge ihres Alkoholgenusses daneben benehmen.

Die eine oder andere spezielle Befindlichkeit scheint es im Urlaub, ganz wie im richtigen Leben, unter Nachbarn zu geben. Während die Gesamtheit der befragten Reisenden Touristen aus Österreich mit 6,1 Prozent und der Schweiz mit 2,2 Prozent mehr oder weniger als gar nicht störend bezeichneten, sehen das die Befragten aus dem Bundesland Bayern deutlich anders. Von den Reisenden aus dem weiß-blauen Freistaat im Süden fühlten sich angabegemäß 15,1 Prozent schon einmal von österreichischen und 10,6 Prozent von schweizer Touristen gestört.

Internationale Kontakte nicht sehr gesucht

Angesichts des Ergebnisses, dass viele Deutsche ihren Landsleuten im Urlaub eher kritisch gegenüberstehen, erstaunt es doch einigermaßen, dass deutsche Touristen laut den Ergebnissen der TripAdvisor-Umfrage nicht allzu sehr an Kontakten zu Reisenden aus anderen Ländern interessiert sind. 37 Prozent aller Umfrageteilnehmer (in den östlichen Bundesländern sogar 48,5 Prozent) gaben an, im Urlaub bevorzugt Kontakte zu anderen deutschen Reisenden zu suchen. Weitere 25,1 Prozent (östliche Bundesländer 31,2 Prozent) sagten, sie blieben gemeinsam mit ihren Mitreisenden bevorzugt unter sich. Beide Gruppen zusammen ergeben einen Anteil der deutschen Reisenden von 62 Prozent (östliche Bundesländer 79,7 Prozent), die im Urlaub gewöhnlich keine Bekanntschaften mit Menschen aus anderen Ländern suchen.

International aufgeschlossener sind die 11,3 Prozent, die angaben, bevorzugt Bekanntschaften mit Reisenden aus anderen Ländern, sowie die 20,4 Prozent, die Kontakte zu den Einheimischen am Urlaubsort suchen.

Hoher Wohlfühlfaktor in den klassischen Reiseländern

Den Umfrageergebnissen zufolge sind die deutschen Reisenden offensichtlich überwiegend der Meinung, in den klassischen Urlaubsländern der Deutschen besonders willkommen zu sein: In dieser Kategorie liegt Spanien mit 17,4 Prozent vorne und wird auf den Plätzen zwei und drei von der Türkei mit 13,4 Prozent und Italien mit 11,6 Prozent gefolgt.

Etwas überraschend war das Ergebnis, dass 45,2 Prozent der Teilnehmer an dieser TripAdvisor-Umfrage angaben, sie wüssten nicht oder könnten es nicht beurteilen, in welchen Ländern deutsche Touristen besonders willkommen seien.

www.tripadvisor.com


G8 bringt Mecklenburg-Vorpommern mehr ausländischen Gäste

1 November 2007

Schwerin, 01. November 2007
Der G8-Gipfel Anfang Juni im Kempinski Grand Hotel Heiligendamm hat für positive, internationale Reise-PR für Mecklenburg-Vorpommern gesorgt. Nach Angaben des Landestourismusverbandes kamen von Januar bis August über elf Prozent mehr Gäste aus dem Ausland in das nördliche Bundesland. Insgesamt wurden rund 520.000 Übernachtungen in diesem Zeitraum gezählt, darin enthalten sind allerdings auch die Nächtigungen der Gipfelteilnehmer und der zahlreichen internationalen Journalisten. Ob der G8-Gipfel auch für nachhaltige Aufmerksamkeit bei internationalen Reisenden gesorgt hat, wird erst die Tourismusstatistik Ende nächsten Jahres zeigen. Kritiker befürchten, dass die Bilder von den Krawallen gegen das Gipfeltreffen der acht größten Industriestaaten, eher haften bleiben als die mittlerweile weltweit bekannte Aufnahme der G8-Staatschef im XXL-Strandkorb an der Ostsee. Ein positives Ergebnis aber ist sicher: Das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm wird dieses Wirtschaftsjahr wesentlich besser abschließen als die verlustreichen Jahre zuvor. Noch sind keine Zahlen bekannt, aber in puncto Auslastung und Ertrag wird der G8-Gipfel den RevPAR für Juni – und damit für das gesamte Jahr – stark anheben. Das Hotel, ein Fundus-Projekt, hatte in den Monaten vor dem G8-Gipfel negative Schlagzeilen geliefert – von sehr geringer Auslastung über Rücktritt des Direktors bis Dumpingraten für Aldi-Reisen. Das 225-Zimmer-Hotel wurde 1999 für ein Volumen von rund 171 Millionen Euro eröffnet. Der Fundus Fonds 34 steckt derzeit in der finanziellen Klemme. Ein Kredit der HypoVereinsbank über 15 Millionen Euro wurde gekündigt und muss nun zurück bezahlt werden. Eine Zwischenfinanzierung, z.B. über eine Anleihe bei den Fonds-Investoren, ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Noch gibt es keine Lösung. Dies stellt die weiteren geplanten Investitionen in Heiligendamm unter ein großes Fragezeichen. Ausgebaut werden/soll noch der Golfplatz, um den Resortcharakter herauszustellen.


Hamburg: +10% mehr Gäste aus dem Ausland

23 Oktober 2007

Hamburg, 23. Oktober 2007
Auch 2007 scheint für Hamburg ein Boomjahr in Sachen Tourismus zu werden. In den ersten acht Monaten des Jahres stieg die Zahl der deutschen Gäste um 2,3 Prozent (auf 308.000), die der Auslände um fast zehn Prozent auf 77.000. Dies teilt das Statistikamt Nord mit. Allein im August kamen 385.000 nach Hamburg, 3.7 Prozent mehr als Vorjahresmonat. Die Zahl der Gäste aus Europa stieg innerhalb der ersten acht Monate um 3,5 Prozent auf rund 397.000. Dagegen sank die Zahl der Gäste aus den USA um über 13 Prozent auf knapp 40.000, die Zahl der japanischen Gäste sank ebenfalls um 13 Prozent auf rund 9.000. Immer mehr Besucher werden aus Österreich (+11,4% auf knapp 38.000) und der Schweiz (+20% auf knapp 46.000) in Hamburg begrüßt; eine Folge der zahlreichen Billigfluglinien aus dem Alpenraum in die Hansestadt. Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein sank die Zahl der Übernachtungen im August um 2,4 Prozent auf 4,1 Millionen.


Urlaubsstudie: MV ist die Badewanne der Deutschen

18 Oktober 2007

Schwerin, 18. Oktober 2007
„Mecklenburg-Vorpommern ist im Sommer die größte Badewanne der Deutschen. Und ganz offensichtlich tummeln sich hier immer mehr zufriedene Gäste“ Mit diesen Worten kommentierte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vormpommern, Bernd Fischer, die Ergebnisse der Sommerurlaubsanalyse des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) mit Sitz in Trier. Danach konnte Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr seinen Spitzenrang als beliebtestes Inlandsziel der deutschen Sommerurlauber behaupten und den Vorsprung um einen Prozentpunkt ausbauen.
Der Studie zufolge verbrachten 21 Prozent – das entspricht jedem fünften deutschen Sommerurlauber – ihre Ferien in Mecklenburg-Vorpommern. Hinter Mecklenburg-Vorpommern kam der Ganzjahres-Krösus Bayern mit 17 Prozent der Sommerurlauber vor Schleswig-Holstein mit knapp 16 Prozent ins Ziel. Dahinter folgen Niedersachsen und Hessen.
Auch bei der Zufriedenheit liegt der Nordosten vorn: Nur aus Bayern kehrten die Sommerurlauber ebenso glücklich zurück wie aus Mecklenburg-Vorpommern. Sie vergaben für beide Bundesländer die Note 1,7. Es folgen Baden-Württemberg und Niedersachsen mit der Note 1,8. Schleswig-Holstein-Urlauber gaben ihrem Sommerreiseziel die Note 2,0. Bernd Fischer zur hohen Zufriedenheit der Gäste: „Das ist ein Kompliment an unsere Gastgeber aber kein Ruhekissen. Wenn wir uns auch in Zukunft vorn platzieren wollen, müssen wir beim Service weiter zulegen und uns an internationalen Maßstäben messen lassen.“ Die Studie zeigt weiterhin, dass Deutschland bei den Reisezielen im Sommer weiter unangefochten auf Platz eins rangiert. Fast jeden dritten Sommerurlaub (32,2 Prozent) verbrachten die Deutschen in diesem Jahr im eigenen Land. Mit Abstand folgen Italien mit 9,6 Prozent und Spanien mit 9,5 Prozent. Im Durchschnitt dauerte ein Sommerurlaub in diesem Jahr 12,6 Tage und war damit geringfügig kürzer als 2006 (12,8 Tage). Das ETI stützt sich in seiner für das Reiseverhalten der deutschen Bevölkerung repräsentativen Studie auf die Ergebnisse von 2048 Telefoninterviews. Als Sommerurlaub gelten Reisen ab fünf Tagen Dauer in der Zeit zwischen Juni und September.


Auslandsgäste: +2% im ersten Halbjahr

26 September 2007

Wiesbaden, 26. September 2007
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) zum Welttourismustag am 27. September mitteilt, stieg in Deutschland im ersten Halbjahr 2007 die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten und auf Campingplätzen um knapp zwei Prozent auf 23,8 Millionen. Mit 3,4 Millionen entfielen dabei die meisten Übernachtungen – wie schon in den Jahren zuvor – auf Gäste aus den Niederlanden. Dies ist ein Anteil von 14,5 Prozent an allen Übernachtungen ausländischer Gäste. An zweiter Stelle lagen die Vereinigten Staaten mit 2,2 Millionen Übernachtungen (9,3% aller Übernachtungen ausländischer Gäste), gefolgt von den Gästen aus dem Vereinigten Königreich (1,9 Millionen/8,2%), der Schweiz (1,6 Millionen/6,6%), Italien (1,3 Millionen/5,5%) und Österreich (1,1 Millionen/4,6%). Insgesamt entfielen in Deutschland im ersten Halbjahr 2007 14,9% aller Übernachtungen auf Gäste aus dem Ausland. Diese spielten jedoch in den einzelnen Bundesländern eine sehr unterschiedliche Rolle: So wurden im ersten Halbjahr 2007 in Berlin 37,5 Prozent aller Übernachtungen von ausländischen Gästen gebucht, in Mecklenburg-Vorpommern lag dieser Anteil dagegen lediglich bei 2,8 Prozent. Die meisten ausländischen Gäste entschieden sich für eine Unterkunft in der Hotellerie: 83,8 Prozent übernachteten in Hotels, Hotels garnis, Gasthöfen oder Pensionen.


Arcandor steigt bei Air Berlin ein

20 September 2007

Berlin, 20. September 2007
Der Kaufhaus- und Touristikkonzern Arcandor (ehemals Karstadt-Quelle) wird zum Großaktionär von Air Berlin. Arcandor-Chef Thomas Middelhoff bringt bringt die 75 Prozent, die es am Ferienflieger Condor hält, in die börsennotierte Air Berlin ein. Dafür wird Arcandor mit 35 Prozent an der Airline beteiligt. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, will Middelhof gemeinsam mit Air-Berlin-Vorstandschef Joachim Hunold die Lufthansa auffordern, ihren Anteil von 25 Prozent an Condor ebenfalls für einen Kauf durch die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft freizugeben. Die Berliner Gesellschaft verkleinert damit ihren Abstand auf die Lufthansa als deutschen Marktführer. Air Berlin hatte in den den vergangenen zwölf Monaten bereits die beiden Airlines dba und LTU übernommen und war damit zur viertgrößten Fluggesellschaft im Europa-Flugverkehr aufgestiegen.


Urlaub 2007: So erholen sich die Deutschen

12 September 2007

Hamburg, 12. September 2007
Balkonien hat ausgedient! Ihren Urlaub möchten die meisten Deutschen lieber weg von zu Hause verbringen. Denn: Neue Eindrücke sammeln oder fremde Kulturen kennen lernen entspannt die Deutschen (82,6 %) am meisten und lässt sie den Alltagsstress vergessen. Dies hat eine Online-Umfrage ergeben, die Opodo im August 2007 unter seinen Kunden durchgeführt hat.
Knapp 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie für die perfekte Entspannung im Urlaub auf jeden Fall verreisen möchten. Das kann gerne ein Städtetrip innerhalb Deutschlands sein (59,1 %). Aber auch die Fernreise in exotische Länder ist für 49,8 Prozent erholsam. Ebenso wichtig: 47,5 Prozent wollen im Urlaub auf keinen Fall an ihre Arbeit denken. Lieber versinken in den Anblick der Natur (69,4 %), lesen ein gutes Buch (62,4 %), schlafen gerne lange aus (58,1 %), genießen ein gutes Essen (36,1 %) oder treiben Sport (32,6 %). Das stundenlange „Braten“ am Strand in der Sonne wollen nur noch 8,1 Prozent der Befragten.
Der perfekte Urlaubstag ist für die meisten (83,5 %) eine Mischung aus Programm und Entspannung: Kultur, Sightseeing, Sport und ein bisschen Sonnenbaden. Feste Tagespläne möchten die wenigsten schmieden: Lieber alles entspannt angehen lassen und sehen was der Tag so bringt lautet immerhin für 80,5 Prozent der Befragten die Devise.

Die zehn größten Stressfaktoren
Baulärm ist für die meisten Befragten Stressfaktor Nummer eins im Urlaub (21 %). An Position zwei kommt die lärmende, nervige Touristengruppe im Hotel (19,4 %). Für 18,6 Prozent ist der Urlaub gelaufen, wenn sie von Dieben beklaut werden und 11,1 Prozent sind total gestresst, wenn sie mit ihrer Reisebegleitung Streit haben. Schlechtes Wetter drückt 7,1 Prozent der Befragten aufs Gemüt und die Gelassenheit verfliegt für 6,3 Prozent bei schlechtem Essen. Für 5,1 Prozent ist der Anruf vom Chef oder von Kollegen im Urlaub Stress pur. Überlaufene Sehenswürdigkeiten (3,6 %) und überfüllte Strände (2,4 %) landen auf den Plätzen neun und zehn der „Stressskala“.

Nicht erreichbar für den Chef: Kündigung?
Geschäftliche Anrufe nerven auch die Mitreisenden, Konflikte sind meist vorprogrammiert und man nimmt den Stress aus dem Alltag mit. Trotzdem lassen nur 12 Prozent der Befragten ihr Handy zu Hause. Denn: Für 9,8 Prozent könnte die Nichterreichbarkeit im Urlaub negative berufliche Folgen haben. Immerhin ist 62,1 Prozent der Firmenchefs der Urlaub ihrer Mitarbeiter heilig.
Damit es nächstes Mal entspannter wird: Tipps für einen erholsamen Urlaub Faulenzen ist gar nicht so einfach, wie sich die meisten das vorstellen. Die Urlaubsexperten von Opodo raten: „Das Wichtigste für einen entspannten Urlaub ist, bereits in den Wochen vorher den Stresspegel zu senken. Ansonsten sind nämlich bei Urlaubsantritt die körpereigenen Abwehrkräfte geschwächt und man wird an den ersten Urlaubstagen sogar krank.“ Im Urlaub sollte das Entspannungscredo heißen: Auf Kontraste setzen. Menschen, die überwiegend an Computern oder Maschinen arbeiten, sollten im Urlaub vor allem die Natur genießen und Kontakte pflegen. Berufstätige, die viel mit anderen Menschen zu tun haben, sollten dagegen auf Ruhe setzen und dafür sorgen, dass sie nicht zu viel Trubel um sich haben. Und: Drei Wochen Urlaub sollten es für die ideale Erholung schon sein – vor allem wenn es in eine andere Zeitzone oder in ein anderes Klima geht. Denn Jetlag und die Umstellung können Körper und Seele zusätzlich belasten.


Inlandstourismus: 3% mehr Übernachtungen im Juli 2007

10 September 2007

Wiesbaden, 10. September 2007
In Deutschland wurden im Juli 2007 insgesamt rund 42,7 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat war dies ein Plus von drei Prozent. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) mit. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Vergleich zum Juli 2006 um drei Prozent auf 35,8 Millionen, die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland nahmen um zwei Prozent auf 6,9 Millionen zu. Gegenüber dem Vormonat Juni blieb die Zahl der Übernachtungen im Juli 2007 nach Kalender- und Saisonbereinigung nahezu unverändert. Der Blick auf die verschiedenen Betriebsarten zeigt, dass die Zahl der Übernachtungen in Vorsorge- und Rehabilitationskliniken im Vergleich zum Juli 2006 um fünf Prozent auf 4,1 Millionen stieg. In der Hotellerie nahmen die Übernachtungen um drei Prozent auf 21,5 Millionen zu, im sonstigen Beherbergungsgewerbe, zu dem unter anderem Campingplätze, Ferienhäuser und -wohnungen sowie Erholungs- und Ferienheime gehören, dagegen lediglich um ein Prozent auf 17,1 Millionen. Die Großstädte blieben für Gäste weiterhin attraktiv: In Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern stiegen die Übernachtungen im Juli 2007 im Vergleich zum Juli 2006 mit plus fünf Prozent überdurchschnittlich. In den übrigen Gemeinden gab es ein Plus von zwei Prozent. Für den Zeitraum Januar bis Juli 2007 lag die Zahl der Gästeübernachtungen mit 202,6 Millionen um drei Prozent über dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Davon entfielen 171,9 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (+4%) und 30,7 Millionen auf Gäste aus dem Ausland (+2%).


TUI: Joint-venture mit Carnival geplatzt

6 September 2007

Hannover/Miami, 06. September 2007
Als börsennotiertes Unternehmen wird man vorsichtiger: TUI, Hannover, zog seinen Antrag beim Bundeskartellamt auf Genehmung eines Joint-venture mit Carnival Cruises, Miami, nun zurück. Europas Tourismuskonzern Nr. 1 wollte mit der weltgrößten Kreuzfahrtreederei (u.a. „Aida“)eine neue Kreuzfahrtmarke aufbauen. Grund für den Rückzieher sei das „schwierige wettbewerbsrechtliche Umfeld in Deutschland“, heißt es in einer Pressemitteilung. Gelänge ein Abschluss nicht mehr in diesem Jahr, hätte dies steuerliche Nachteile für das Unternehmen, was die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens erheblich beeinträchtigen würde, wird mitgeteilt. TUI und Carnival wollen nun andere Möglichkeiten der Kooperation prüfen. Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblatt“ ist TUI auch einer Kooperation mit Hapag-Lloyd Kreuzfahrten interessiert. Carnival will seine Präsenz in Deutschland weiter ausbauen mit weiteren Neubauten für seine erfolgreichen Marken „Aida“ und „Costa“. Carnival Corporation & plc ist das – nach eigenen Angaben – grösste Kreuzfahrtunternehmen weltweit mit einem Portfolio von Kreuzfahrtmarken in Nordamerika, Europa und Australien. Dazu gehören Carnival Cruise Lines, Holland America Line, Princess Cruises, Seabourn Cruise Line, Aida Cruises, Costa Cruises, Cunard Line, Ocean Village, P&O Cruises und P&O Cruises Australia. Zusammen betreiben diese Marken 82 Kreuzfahrtschiffe mit einer Kapazität von 154.000 Unterbetten. Zwischen Dezember 2007 und Juni 2011 werden 17 weitere Neubauten in Betrieb genommen. Carnival Corporation & plc wird an den Börsen in New York und London gehandelt und ist das einzige Unternehmen weltweit, das sowohl im S&P 500 als auch im FTSE 100 enthalten ist.


Deutsche Urlauber mögens privat

24 August 2007

München/Bonn, 24. August 2007
Rund jede fünfte Übernachtung in Deutschland findet in Privatquartieren statt. Die Reisenden schlafen in Ferienwohnungen, Ferienhäusern oder Privatzimmern. Nach Schätzung von dwif Consulting, München, gibt es jährlich rund 90 Millionen Übernachtungen in solchen Privatquartieren mit weniger als neun Betten. Das Statistische Bundesamt zählt bundesweit zudem mehr als 350 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Unterkünften ab neun Betten einschließlich Touristik-Camping. „Im Deutschlandtourismus spielt der private Beherbergungsmarkt eine große Rolle“, sagte Tilo Braune, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV, Bonn). Bei Urlaubsreisen bevorzugen die Reisenden Ferienwohnungen und -häuser. Dabei ist immer Qualität gefragt. „Der reiseerfahrene Gast hat hohe Ansprüche. Er weiß, was er will und zieht Vergleiche“, erklärte Braune. Das Qualitätsbewusstsein der Gäste spiegelt sich im Erfolg der DTV-Klassifizierung wider: Mehr als 50.000 Privatunterkünfte in ganz Deutschland schmücken sich mittlerweile mit den Sternen des Deutschen Tourismusverbandes.